Hallo,
eine mögliche Facharbeit für mich wäre der Bau eines Hallsensors (bzw.
Hallsonde). Da ich an dem Thema sehr interessiert bin, mich aber in dem
Terrain leider noch nicht so gut auskenne, wollte ich euch fragen, ob
das so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.
Also, ich hole mir ein (dotiertes) Halbleiterplättchen und löte mir
daran Kontakte. Die verbinde ich mit Kabeln mit einer
12V-Festspannungsquelle. Dann setz ich die Kontakte meines Multimeters
an das obere und untere Ende des Plättchens und werde so eine Spannung
messen können.
So kann ich mich der Kalibrierung widmen: Ich nehme mir ein bekanntes
Magnetfeld her, da die Spannung proportional zur Magnetfeldstärke ist,
kann ich jeder gemessenen Spannung eine Magnetfeldstärke zuordnen. Ich
bekomme einen Faktor R: Spannung = R mal Magnetfeldstärke.
Dann hole ich mir ein programmierbares LCD-Display, lerne C auf
Mikrocontroller anzuwenden, verbinde das LCD mit der Spannung und das
LCD zeigt mir dann R x Spannung, also die Magnetfeldstärke an.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Im Prinzip möglich, so etwas gibt es als Lehrmittel für den
Physikunterricht. Allerdings lötet sich so ein Halbleiterplättchen
absolut saumäßig, in etwa so wie Chrom oder Aluminium. Es wird ein
empfindlicher Meßverstärker benötigt. Multimeter tut es wahrscheinlich
nicht.
Für eine Facharbeit gibt es auch einen Fachlehrer-
einfach mal dumm stellen und interessiert fragen. Der Kerle wird ja
schließlich von den Steuergroschen Deiner Altvorderen bezahlt.
Mir ist auch schleierhaft, wie der Hall das mit dem Silberplätchen
gemacht hat. Bei den heutigen Edelmetallpreisen können wir das eh
vergessen.
In der wissschaftlichen Fachliteratur ist auch eindeutige beschrieben,
dass Deine Idee mit dem Halbleitermaterial die richtige ist, nur mit dem
Löten wir das nicht gelingen.
Das Problem ist, dass Du nur schwer eine 4 - pol Hallsonde als diskretes
Bauteil bekommen wirst.
Beispiel Siemens Infineon EA 218 Best. Nr. Q64001-E218.
Das Bauteil ist aus heutiger Sicht prähistorisch.
Alles was man findet ist ein IC mit eingebautem Verstärker und Sonde.
Hat hier irgendjemand eine Idee, wo man das Ding (diskretes Bauteil)
herbekommt????
Zwischenzeitlich frag mal Deinen Fachlehrer, ob er in seinem Fundus
einen geeigneten Messverstärker hat, den er Dir zur Verfügung stellt.
Was Du noch brauchst, ist eine Konstantstromquelle. Die kann aber
erstdefiniert werden, wenn Du ein Halbleiter-Hallplättchen hast und
somit weist wieviel (vermutlich) mA das Ding überlebt.
Gutes Gelingen
Hier mein Materialvorschlag: Indiumarsenid
Info bei
http://de.wikipedia.org/wiki/Indiumarsenid
ist zwar giftig und cancerogen aber cool bleiben, als diskretes Bauteil
- solange es nicht abbraucht - kein Problem,
Einziges Problem: Wer baut noch so was, oder hat noch sowas an Lager?
Man koennte ein normales Bauelement ent-dotieren. Bei 250 Grad im Ofen
diffundiert die sperrschicht weg. Ob's nachher homogen und isotrop ist
mag ich bezweifeln.
Alternativ ein einfacher Halbleiter : Kohle. Kostet nichts, ist einen
Versuch wert. Schottky hat auch so den Transistor entdeckt.
was machst es eig so schwer? ich habe als facharbeitsthema "messung der
magnetischen flussdichte: methoden", ich laber in meim text erst
theorethisch über messungsmöglichkeiten, erklär den halleffekt lang und
breit usw. und dann sag ich, ok: es gibt zB hallsensoren, und dann gibt
es auch noch die möglichkeit mit einer wheatstonebridge, und damit mach
ich noch nen praktischen teil, ich messe nämlich vollautomatisch das
erdmagnetfeld, und errechne erst inklination (motor dreht sensor bis
vollauschlag, vereinfacht gesagt) und daraus dann per lookuptable die
ungefähre deklination an der momentanen position. Da werden die schön
blöd schaun, und ich hab meine vollen punkte. außerdem häng ich die
sourcen mit an und geb ihnen schön viele graphen zum fressen, dann sieht
die facharbeit schön fett aus! So einfach^^