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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Sind diese Dioden für einen Schaltregler geeignet?


Autor: Thomas O. (kosmos)
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Hallo,

habe auf einer kleinen Platine angefangen einen Schaltregler aufzubauen.
Grobe Beschreibung:
Sicherung, Überspannungsschutz, Netzfilter, Gleichrichtung, Glättung, 
Ringkern(Primärwicklung mit Mittelabgriff/Einspeisung so das ich mittels 
2 Transitoren die Gleichspannung einmal positiv und im nächsten Takt 
negativ durchjagen kann). Die Transitoren sind für diese 
Schaltanwendungen ausgelegt und werden optoisoliert angesteuert. Jetzt 
geht es aber noch um die Gleichrichtung auf der Sekundärseite ich hätte 
noch folgende Dioden hier BYV96E 
www.ortodoxism.ro/datasheets/philips/BYV96_1.pdf und SB560 
http://www.ortodoxism.ro/datasheets/fairchild/SB560.pdf habe aber keine 
Ahnung welche Eigenschaften für diese Hochfrequenz-Anwendung 
erforderlich sind. Ein 50Hz Brückengleichrichter wird ja sicherlich 
nicht geeignet sein.

Vielleicht könnte mir jemand sagen ob diese Dioden geeignet sind und 
falls nicht auf welche Eigenschaften ich bei den Datenblättern achten 
muss um solche schnelle Gleichrichterdioden zu finden. Supressordioden 
hätte ich auch noch in den Unterschiedlichsten Werten Uni- und 
Bidirektional hier falls man soetwas zweckentfremden kann.

Vielen Dank schonmal im Vorraus.

Autor: jack (Gast)
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>habe aber keine Ahnung welche Eigenschaften für diese
>Hochfrequenz-Anwendung erforderlich sind.

Na ja, bei einem SNT mit 50kHz kann man nicht gerade von Hochfrequenz
sprechen. Die SB560 ist gut geeignet.

>Ein 50Hz Brückengleichrichter wird ja sicherlich nicht geeignet sein.

Schon deswegen nicht, weil auf der Sekundärseite nur mit Einweg-
gleichrichtung gearbeitet wird. Schau Dir mal die Schaltpläne von
SNTs an. Die Dioden im Sekundärzweig sind sicher Dein geringstes
Problem. Mit welchem PWM-IC willst Du eigentlich arbeiten?

Autor: Thomas O. (kosmos)
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wollte das erstmal mit einem µC probieren Regelgenauigkeit oder 
Regelgeschwindigkeit ist nicht so wichtig, notfalls tuh ich noch nen 
einstellbaren Low-Drop-Linearregler dahinter, und der µC regelt dann nur 
die Spannung grob vor. Geht mir hauptsächlich darum den großen Trafo 
einzusparen da ich eine Spannungsquelle möchte mit etwas mehr Spannung 
als die kleinen Labornetzteile die meist nur 0-15 oder 0-30V liefern.

Ja auf der Sekundärseite wird meist nur mit einer Drossel gearbeitet, 
aber die Einweggleichrichtung wird doch warscheinlich nur gemacht weil 
der Trafo nur mit positiven DC Impulsen getaktet wird ich will aber 
sowohl negativ als auch negativ takten.

Autor: Manuel Kauf (mkauf)
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hi,

Deine SB560 sind ganz ok für deinen Zweck,


grad nur so ne Idee wenn du mehr Spannung willst

vieleicht ein Ansatz :)

Du könntest auch mehrere Trafos nutzen mit mehreren Wicklungen,

wenn du z.b. 60 V willst könntest du z.b. 3 2x10V Trafos nutzen. und 
wenn du 60V Willst schaltest eben alle in Reihe, wenn nur 10V oder 
kleiner willst nimmst nur einen (somit musst du immer nur maximal 10V 
"linear" klein kriegen hast aber ein Schönes Netzteil.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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es erhöht aber unnötig das Gewicht, die Größe und evtl. die Kosten. 
Werde das mit der SB560 mal probieren.

Autor: Lupin (Gast)
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Man könnte auch einen Trafo wickeln, ausgangsseitig auf 60 Volt regeln 
und ein paar Abgriffe an der Sekundärseite machen (alle 10 volt einen 
abgriff). Jeder Abgriff bräuchte dann noch einen eigenen gleichrichter 
oder du schaltest per relais um (allerdings ist das heikel, weil dir da 
schnell die kontakte verkleben ;)).

Bin gerade an einen ähnlichen Schaltregler. Warum nimmst du einen 
ringkern (was für einen?) und nicht einen kern mit Mittelschenkel (ich 
find die ETD Kerne ganz gut)? Mit mittelschenkel ist viel einfacher zu 
wickeln :)

Hast du nicht ein wenig bammel einen AVR Netzspannung schalten zu 
lassen? Das kann dir deinen Kern ganz schnell in ein riechendes Etwas 
verwandeln. Vlt ist es eine gute Idee mit einstellbaren trenntrafo bzw 
Labornetzteil mit ~20 bis 40 volt an zu fangen.

Autor: Lupin (Gast)
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Noch was: Kennst du vielleicht ein paar ähnliche im internet 
dokumentierte Netzteile? Mich würde zB interessieren wie andere ihre 
Snubber, freilaufdioden oder ähnliches auslegen. Hast du sowas bei 
deinen schaltregler vorgesehen?

Autor: Thomas O. (kosmos)
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was mich etwas stört ist die negative Halbwelle am Ausgang wenn ich da 
nur eine Einweggleichrichtung benutzte dann nutze ich ja die Energie der 
negativen Halbwelle nicht. Wenn ich aber eine Brückengleichrichtung 
machen würde hätte ich doch die doppelte Leistung zur Verfügung und 
könnte die Speicherdrossel kleiner auslegen.

Ich will ja weiterhin nach dem Trafoprinzip arbeiten nur mit einer 
höheren Frequenz. Also nicht Sperrwandler sondern Gegentaktwandlung.

Autor: mandrake (Gast)
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@Lupin

Schau doch mal hier vorbei :

http://www.smps.us/smpsdesign.html

Da findest du einige Designtips.
Zu Snubber und Clamp-Netzen kann ich aus Erfahrung sagen, dass das eine 
recht knifflige Sache ist. Das Problem ist nicht etwa was 
funktionierendes zu berechnen sondern einen guten Kompromiss zwischen 
EMV-Entstörung und Wirkungsgrad zu finden.
Für eine gute Bedämfung eines Sperrwandlers zum Beispiel kann man 
folgende Überlegung machen.

R-C-Snubber Parallel Drain-GND:

Das Netzwerk soll beim Abschalten des MOSFET die Energie aufnehmen, die 
zu einem Klingeln im Trafo führt. Beim Abschalten bildet sich nämlich 
ein Schwingkreis aus Streuinduktivität und Drain-Source-Kapazität.
Damit das Netzwerk Energie aufnehmen kann, muss es bei eingeschaltetem 
MOSFET auch wieder weit genug entladen werden. Daraus kann man schon 
eine  Bedingung zur Berechnung formulieren:

D = Tastverhältnis

Mit dieser Dimensionierung hat man wahrscheinlich das Klingeln schon so 
gut wie weggedämpft. Jedoch musste der Wirkungsgrad beträchtlich 
darunter leiden. Man muss also einen guten Kompromiss finden.


Auf der oben genannten Webside gibt es auch einen Flyback-Wandler mit 
nahezu verlustlosem Clamp-Snubber. Hier wird mittels zwei Schaltern und 
Dioden die Energie zurückgewonnen.

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