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Forum: HF, Funk und Felder Metallplatten einer Fußbodenheizung schädlich?


Autor: Danny P. (Gast)
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Hi Zusammen !

Diese Frage hat mit Elektronik an sich nichts zu tun, ich hoffe jedoch 
hier Fachleute zu finden die von der Materie "HF-Technik" Ahnung haben 
und mir Anregungen geben können...

Ich plane den Einbau einer Fußbodenheizung in einen Altbau. Eine 
angebotene Lösung wird als Trockenbau ausgeführt. Quasi unter der 
gesamten Fußbodenfläche befinden sich dann 0,3mm dicke 
"Wärmeleitlamellen" zur Wärmeverteilung.

Und nun die Frage: Wie würdet Ihr ein Leben auf so einer "Blechlage" in 
Hinblick auf elektromagnetische Felder bewerten?

Mir fehlt leider die Kenntnis wie sich diese eigenltich ungeerdete 
Metallfläche auswirkt...
Ich stelle mir vor das jeder Sender (Handy etc.) mir einmal durch den 
Kopf strahlt, das Ganze dann von der Metallfläche im Fußboden 
reflektiert wird und nochmal durch mein Kopf strahlt. Oder würde es eher 
nur geschluckt werden?
Interessanter wird die Überlegung wenn eine solche Metalfläche auch im 
Obergeschoss entsteht (soll auch Fußbodenheizung hinein). Dann sitze ich 
im Erdgeschoß quasi zwischen zwei Metallflächen. Wie denkt Ihr wirkt 
sich so etwas aus?
Wie wirkt es sich aus wenn ich die Flächen elektr. durchverbinden und 
erden würde?
Würde ich evt. geerdet / ungeerdet sogar von aussen eintreffende 
Einstrahlungen minimieren? Aber was geschieht mit den im Haus selbst 
erzeugten Geschichten? Handy, einfache 50Hz-Felder... ?

Ein Farraday´scher Käfig wäre es ja nich da die Wände "offen" sind....

Ich bin kein Hypochonder oder so... aber man hat mich mal überzeugt 
sowas ernsthaft zu bedenken...

Die Hersteller / Vertreiber der Fußbodenheizung haben natürlich gaaar 
keine Bedenken :)

Bin echt dankbar für gedankliche Anregungen :)

greetz
Danny

Autor: Dr. No (Gast)
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Wegen den Reflektionen würde ich mir weniger sorgen machen, dafür umso 
mehr über das elektrische und magnetische Feld dieser Heizung machen!

Außerdem würde ich mir noch Gedanken zur Effizienz machen! Besser kann 
man kaum Energie verschwenden...

Autor: Dr. No (Gast)
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Mein Posting bitte wieder vergessen. Irgenwie habe ich beim durchlesen 
eine elektrische Heizung hineininterpretiert...

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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Ich sehe da keine Probleme. Es ist ja nichts anderes, wie in einem 
normalen Stahlbetonhaus. Auch da gibt es Metall oben und unten, nämlich 
die Stahlmatten im Beton. Ein Problem sehe ich nur darin, daß viele 
Heizungssteuerungen Störsignale abstrahlen, die dann den Rundfunkempfang 
vornehmlich im Lang-, Mittel- und Kurzwellenbereich stören. Diese 
Störungen würden dann verstärkt abgestrahlt werden und dann eben den 
Empfang im Haus beeinträchtigen. Bei der Auswahl der Heizungsanlage 
sollte dies dann beachtet werden. Aber auch eine rundfunkstörende Anlage 
führt nicht zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, denn was den 
Rundfunkempfang stört, ist immer noch viel zu schwach, um sich irgendwie 
biologisch auszuwirken. Davon ab, zwischen den Ebenen erzeugte 
HF-Strahlung wird zwar mehrfach reflektiert, aber da es gerade Flächen 
sind, zerstreut sich das Ganze.

[OT]
@Dr No: Um Postings löschen zu können, muß du dich registrieren und 
einloggen.
[/OT]

Gruß
Jadeclaw.

Autor: Uwe ... (uwegw)
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Wenn du schon am Umbauen bist: zieh gleich ausreichend Leerrohre fürs 
LAN mit ein. Mit WLAN könnte es gewisse Probleme mit einer Verbindung 
zwischen den Etagen geben...

(Ich frage mich aber, was einen 0,3mm Metallschicht großartig bringen 
soll. Es ist ja schließlich nicht zwingen notwendig, dass die gesamte 
Fußbodenfläche aufs Zehntelgrad gleichwarm ist. Hast du vielleicht mal 
noch nähere Informationen zum Aufbau, evtl Herstellerlink, 
Querschnittszeichnung etc?)

Autor: Danny P. (Gast)
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@all:
in Bezug aufs eigenltiche Heizsystem war ich nicht sehr ausführlich, 
sorry. Es handelt sich aber um eine Wasser-Fußbodenheizung - nur wegen 
der Effizienz :)

http://www.uponor.de/de/systeme/heizen_kuehlen/pro...

Das wäre eine Trockenbauvariante, andere Hersteller machens gleich.

Zum Thema "Baustahlmatten sind auch über und unter mir"... ja klar.. 
aber mit einer Maschenweite von 150mm... die andere Fläche hat die 
Maschenweite null...

Störungen durch die Heizungssteuerung laß ich mal aussen vor... die muss 
ich ja haben :)

Und WLAN gibts bei mir eh nich... hab alles verkabelt :)

thx & greetz
Danny

Autor: 6632 (Gast)
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Weshalb ungeerdet ? Mach eine Erdung dran. 0.3mm dick ? Bringt nichts 
bezueglich Waermetransport.

Autor: Christian Erker (Gast)
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Mal wieder so ein Strahlenjünger ...

>Ich bin kein Hypochonder oder so... aber man hat mich mal überzeugt
>sowas ernsthaft zu bedenken...

Solltest du schleunigste rückgängig machen, es gibt wichtigere Probleme 
:D
"Elektrosmog" ist IMHO ein Myhtos den paar Spinner in die Welt gesetzt 
haben. Klar kann HF was ausmachen, aber dazu brauchts Leistungen im 
Bereich von einigen 100W, und man muss sich im reaktiven Nahfeld der 
Antenne befinden. So kleine Sender bereich max. einige W machen da 
nichts.

>Die Hersteller / Vertreiber der Fußbodenheizung haben natürlich gaaar
>keine Bedenken :)

Warum auch?

Gruß,
Christian

Autor: Nicht_neuer_Hase (Gast)
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Ich nehme an, dass die "Wärmeleitplatten" auch mit 3mm doch etwas 
bringen ( ausser Profit ), da sie ja grossflächig angeordnet sind (?).
Wahrscheinlich ist dadurch die Vorlauf-Temperatur der "Heizschlangen" 
max. nur 5 Grad geringer, aber auch damit ergibt sich ein etwas besser 
Wirkungsgrad der Heizungsanlage.

Vielleicht auch wichtig: Es gibt weniger "Knacken",
da die Wärmeausdehnung ebenfalls geringer bleibt.

Wenn die Platte geerdet ist, kann bei Fehlern in der elektrischen
Installation ausgeschlossen werden, dass Fehlerspannung anliegen kann ( 
den Fehler dann zu finden, ist eine andere Sache ... ).

Für die Auswirkungen auf die elektromagnetischen Felder würde ich mir 
keine Sorgen machen; es ist ohnehin müssig, da wir ja überall sowohl von 
derartige Feldern aller Art als auch von grossen Leitflächen umgeben 
sind ( Stahlbeton, Auto, Bahn, Badewanne usw. usw. )
Ob die einzelne Fläche nun geerdet ist oder nicht, dürfte für den 
menschlichen Organismus in Bezug auf die Gesamtexposition ziemlich 
belanglos sein.
( Der VDE schreibt vermutlich vor, dass diese Metallflächen in den 
Hauptpotentialausgleich einzubeziehen sind, bitte ggf. verifizieren ! )

MfG.

Autor: Danny P. (Gast)
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Ich habe bisher genug Erfahrungen gemacht und Anhaltspunkte gesammelt 
und bin zu dem Schluß gekommen das diese Art der Gedanken nich falsch 
sind.

Schon ein Radiowecker mit herkömmlichen Trafo (50Hz-Feld in Kopfnähe) 
stört medizinisch nachgewiesen den Schlaf... ok, nun werde ich sicher 
wieder belächelt...

Klar sind wir von vielen Metallflächen umgeben im Leben. Aber nie 
wirklich dauerhaft...
Und da liegt für mich der entscheidene Unterschied... im dauerhaften 
Aufenthalt zwischen zwei solchen Metallflächen. Mal ein trinken is auch 
ok, dauerhaft eher weniger...
Desweiteren ist die Maschenweite im Stahlbetonbau so groß das HF meist 
ungehindert hindurchkommt, bei Blech ist die Maschenweite null.

Mich würde nun aber wirklich mal die fachliche Seite interessieren... 
also wie sich solche Flächen auswirken, evt. hab ich ja im Haus gar kein 
Handyempfang mehr etc... "schlucken" diese Blechflächen nun HF wenn sie 
da liegen, oder nur geerdet? Oder garnicht?

greetz

Autor: Nicht_neuer_Hase (Gast)
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Hallo, Danny P.,

grossflächige Blechplatten reflektieren elektromagnetische Wellen, wie 
sie
z. B. vom Handy verwendet werden.

Für die Physik der Wellenreflektion ( oder auch -beugung ) ist 
entscheident, wie die geometrischen Abmessungen der "Reflektoren" ( 
hier: die Bechplatten ) sich zur Wellenlänge verhalten.

Handies arbeiten mit Wellen von ca. (1 ... 2)GHz, das bedeutet also ( in 
Luft bzw. Vakuum ) eine Wellenlänge von ca. (15 ... 30)cm.

Die Blechplatten sind grösser, also ist die Erdung hier praktisch
egal.

Bei 50 Hz ( Wellenlänge 6000 km ) hingegen siehts natürlich völlig 
anders aus.

Die physikalischen Gesetze der Wellenbrechung und -beugung gelten bei 
allen Wellen; also auch bei Licht-, Wasser- und Schallwellen.

Gruss

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