N'abend!
Hab vor n paar wochen mal nen paar Fragen gepostet, da ich eine kleine
Anlage für meine Freundin bauen wollte. Bin schon ein ganzes Stück
weiter und werde hier mal n bissl posten, wies vorrangeht. Ich verwende
jetzt zwei LM3886 für die Verstärkung. Damit komme ich bei 8Ohm impedanz
auf knapp 60 Watt. Als Boxen nehme ich die Alto II von Visaton. Jemand
hatte mir gesagt, ich solle den Hochtöner durch einen von SEAS ersetzen.
Welchen könnte man denn da empfehlen?
Auf dem Bild erkennt man das Gehäuse was aus Sperrholz und zwei Fetten
Kühlkörpern besteht. Vorne kommt noch eine Platte aus undurchsichtigen,
aber durchscheinenden schwarzem Plexiglas ran. So sieht man die LEDs
nur, wenn sie an sind.
ChriZi
Was für ne Spnnung hat dein Trafo?
Die Kühlkörper reichen aber DICKE, oder?
Hatte mal ne drei Kanal Endstufe mit LM3886 gebaut, die hingen alle drei
zusammen an nem ausgeschlachteten Kühlkörper der nicht so gewaltig war
wie deine Klopper da! Läuft noch immer das Ding.
Gruß
Martin
>Als Boxen nehme ich die Alto II von Visaton. Jemand>hatte mir gesagt, ich solle den Hochtöner durch einen von SEAS ersetzen.>Welchen könnte man denn da empfehlen?
SEAS-Chassis sind technisch ausgereift. Ich empfehle dir eine KT25F,
kostet 32EUR bei Strassacker. Die Streuung ist sehr gering ausserdem
sehr gute Klirrwerte und aus meiner Sammlung die beste Impulstreue also
resonanzfrei und schnelles Einschwingen, wenn es dir nicht zu teuer
wird. Der BAss aus der ALTO macht für mich einen sehr guten Eindruck.
Ich könnte mir vorstellen, dass aber der max Schalldruck einigermassen
begrenzt ist. Die Frequenzweiche muss natürlich neu eingemessen werden
(Boxsim + Arta).
meine Meinung: bau es für dich selbst. Frauen haben i.a. keinen Sinn für
sowas. Können weder die Arbeit, die dahinter steckt erkennen, noch einen
Qualitätsunterschied von 10:1 erkennen. Ist einfach so, Ausnahmen mag es
geben. Mit einem einfachen Blumenstrauss erreicht man mehr als mit 100h
Arbeit. Hab das 3x durch :-)
Find ich auch. "Nur" die Frau wird die Arbeit und vor allem die Quali
nicht zu schätzen wissen. Wenn, dann muss das Ding wo hin wo du auch
ordentlich was von hast. Hab meim Mädel man ne Röhrenendstufe fürn
Plattenspieler angeboten zu bauen. Nach der Frage warum und bringen und
ob das was bringen soll usw hab ich das dann auch sofort auf die
gemeinsame Bude verschoben, dann wird das Ding aber gleich 2 Nummern
Fetter und kommt an meinen Dual ;-)
Hehe, das mag wohl sein... meine hört mir auch nie zu, wenn ich
versuche, ihr wat zu erklären, aber ich hab schon ne anlage ^^
Ja, zum Trafo hab ich auch noch ne frage
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=518697
hab den hier ausgeguckt, brauche also +/- 30V... nur leider bin ich n
bisschen verwirrt, was die Leistung angeht. wenn ich einen Verstärker
hab, der 56Watt bei 8Ohm Leistet, und pro kanal nen eigenen Trafo
aufbaue, kann ich dann den Trafo mit 50VA nehmen, oder doch lieber
120VA?
Christopher
Zu den Kühlkörpern... in dem Buch aus dem die Schaltung ist, stand, dass
der Kühlkörper unter 1K/W haben sollte... das war der einzige, den ich
gefunden habe ^^ aber die fetten Kühlkörper sehen einfach nur geil aus,
meiner meinung nach ^^
Guter Mann, ihnen ist bewusst, dass bei dieser Ausführung von
Kühlkörpern mit bescheuerten Kommentaren á la "Blöder Staubfänger! Da
muss ich jetzt 4x /Woche drüberwischen!" seitens des Weibes zu rechnen
ist?
Wie Crazy Horse schon schrieb: Die weiblichen Menschen haben (meist)
keinen Sinn für "wahre Kunst". ;-)
Ich habe allerdings große Freude bei "Kumpeln" von mir mit dem Geschenk
von Leistungsverstäkern auslösen können. Die wußten das zu schätzen,
zumal
ich Gehäuse aus Piacryl baute und man den Aufbau von außen schön sehen
konnte.
MfG Paul
ich denke auch es ist wichtiger für Frauen das die Farbe zur
Wohnungseinrichtung passt als irgendwelche technischen Daten :-) Ich
durfte meine wunderbaren massiven Karlsson Koppler/org. Altec Lansing
Hörner/JBL A*schbacken nicht mehr ins Wohnzimmer stellen nur weil das
Gehäuse Spanplatte natur war...
...
Bau deiner Frau lieber eine Telefonzelle vielleicht sowas wie in
England. Einen Telefonzelle gehört einfach in jede Wohnung.
Aber Sch... beiseite so schlecht sind die nicht. Meine Alte hat sofort
gemerkt, dass meine teuren Visaton nix taugen und hört lieber mit ihrem
Ghettoblaster. Bei Fostex und SEAS hat sie aber sofort gemerkt, dass "da
was rauskommt" und es ist akzeptiert worden.
Die Ringkerntrafos von Reichelt finde ich gut. Bei den LM Teilen darf
man maximal nur 2 * 24 Volt verwenden sonst knallts irgendwann. Ich
empfehle 150VA, das geht noch ohne Anlaufschaltung über normales Relais.
Hier stehts nochmal:
http://www.mhennessy2.f9.co.uk/microamp/index.htm
@ im Datenblatt steht ne Spannung von +/- 35V?!
Das mag richtig sein, aber ein Trafo mit 24V bringt dich dank
Gleichrichtung und Siebung schon in die nähe deiner maximalen Spannung
im Leerlauf.
Ich kann auch aus Erfahrung schreiben, Verstärker IC´s sind wirklich
sehr Empfindlich gegen Überspannung. Mir hats mal ein paar TDA2030 in 2
Teile gesprengt (statt 2x18V waren 2x19V angelegt -> peng)
Hi,
eine kurze Zwischenfrage:
sind die +/-42V bezogen auf 4Ohm Last oder 8Ohm?
Im Datenblatt finde ich keine Angaben dazu.
Ich betreibe meine LM3886TF mit Ringkerntrafos die 2x22V~ liefern. Aber
ich hab Sorgen,dass die zu heiß werden..
so wie ich die Diagramme im Datenblatt deute beziehen sich die +/- 42 V
auf 8 Ohm. Bei 4 Ohm erreicht der LM bloß schon früher (bei ca. +/- 30V)
die max. Ausgangsleistung. Wer könnte zu heiß werden, die Ringkerntrafos
oder die LM3883?
Die LM-Teile sind dauerkurzschlussfest keine Sorge. Nur bei den 2 *30
Volt wird es etwas knapp. Du musst von über 230 Volt Netzspannung
ausgehen im Einzelfall wird es sogar über 240Volt. Aus diesem Grund
lieber 2 * 24 Volt für den Netztrafo ich habe da "einschlägige"
Erfahrungen sammeln müssen. Mit einem 2 * 30 Volt Trafo wurden innerhalb
von Jahren 100 Volt also 2 * 50V überschritten mit den entsprechenden
Folgen. Bei den 2 * 30 Volt ist der Innenwiderstand bei Vollast schon
einkalkuliert. Du musst davon ausgehen, dass 240 Volt gelegentlich im
Stromnetz vorkommen. Abhilfe würde eine Längsregelschaltung schaffen,
das wird aber nirgends ausser bei Linn gemacht.
So, ich, so schlau wie ich bin, habe nicht auf euren Rat gehört und
einen 2x30V Trafo bestellt... aber mal eine Frage:
wie kann es denn sein, dass ich bei einem Trafo ohne gleichrichter zwei
31,5V Wechselspannungen messe und, wenn ich eine kleine
gleichrichterschaltung anbaue plötzlich einmal 94V (also 2x 47V) ???
Normal sollte es doch weniger sein, da an den jeweils zwei dioden 1,5V
abfallen, oder?
Christopher
31.5V Wechselspannung Effektivwert bedeutet 31.5*Sqrt(2) = 44.5V
Spitzenspannung. Inklusive Spannungsabfall an den Dioden sollte ohne
Last also etwa 43V zu messen sein.
Vermutlich ist Dein Messinstrument nicht ganz genau oder die
Wechselspannung ist nicht ganz sinusförmig
Gruss
Mike
vielleicht nicht die eleganteste Lösung aber vielleicht könntest du
durch zusätzliche Leitungswiderstände in Form von Drosseln die dir das
Netz filtern etwas Leistung verheizen wodurch auch ein geringer
Spannungsabfall auftreten würde also ein paar Volt wirste damit bestimmt
schlucken können. Oder du baust noch ne kleine Diac-Triac-Schaltung in
den Primärzweig um mittels ner Phasenanschnittssteuerung Primärseitig
was wegzunehmen.
Da kannst ma sehen, aber nicht auf mich hören...
Eine echte Lösung bringt nur ein Längsregler, wenn man von den tollen
ICs keine Leistung verschenken möchte. Ich möchte aber auch nochmal
darauf hinweisen, dass die LM-Teile bipolare Technologie sind. Der
Klirrgrad ist bei kleinen und grossen Amplituden sehr gering und der
Klang absolut OK. Im mittleren Aussteuerbereich klingt es aber blechern.
Das schiebt man dann gerne auf die Boxen...
Mit TDA7293 ist der Klirrgrad auch bei mittlerer Lautstärke minimal,
also etwas mehr als Zimmerlautstärke. Die haben halt den Nachteil nicht
kurzschlussfest zu sein, ein kleiner Fehler beim Anschließen und es
fliegt dir um die Ohren.
Also wenn man nix verschenken möchte, dann muss das Netzteil
überdimensioniert werden und eine richtige Netzteilregelung hintendran.
Eine Alternative ist eine Brückenschaltung. Die üblichen
Schaltungsvorschläge reichen dafür nicht aus, man muss selber
entwickeln, der Teufel liegt im Detail.
>So, ich, so schlau wie ich bin, habe nicht auf euren Rat gehört und>einen 2x30V Trafo bestellt... aber mal eine Frage:
Leute die Fragen stellen sind nicht so schlau, Leute die Antworten geben
auch nicht. Schlau sind Leute die gar nix sagen ;-)
>wie kann es denn sein, dass ich bei einem Trafo ohne gleichrichter zwei>31,5V Wechselspannungen messe und, wenn ich eine kleine>gleichrichterschaltung anbaue plötzlich einmal 94V (also 2x 47V) ???
Das ist ganz normal. Die Netzspannung darf +/- 10% schwanken. Die
Trafospannung ist vielleicht auf 220 Volt ausgerichtet und der
Innenwiderstand bei Vollast ist auch noch einzukalkulieren. Also im
Leerlauf bei 220V sind durchaus 33 Volt sekundär "drin". Gehe hin und
miss mal schnell den ohmschen Widerstand vom Trafo primär und sekundär.
>Normal sollte es doch weniger sein, da an den jeweils zwei dioden 1,5V>abfallen, oder?
Im Leerlauf fallen bei einer solchen Diode bei 23 Grad Raumtemperatur
etwa 0,4 Volt ab, beim Brückengleichrichter dann doppelt soviel. Wenn es
Schottkyteile sind etwa die Hälfte.
>Christopher
...Haiviech Jorge
Ich bin sicher es knallt irgendwann. Beim meinem hab ich die Chips mit
einer Metallfeder auf den Kühlkörper geschraubt. Der Kühlkörper (8mm
Alu) steht dann via Silikonfolie mit den Kühlrippen in Verbindung. Damit
spart man sich die Isolation TO220 Glimmerscheiben gehen aber beim
TDA7293. Wenns knallt, dann fliegen wenigstens nicht gleich die Fetzen.