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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Vorstellungsgespräch - gute oder schlechte Zeichen?


Autor: MarioD (Gast)
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Liebes Forum,
ich habe gerade ein Vorstellungsgespräch hinter mich gebracht und wollte 
die Erfahrenen unter euch um Rat bitten.
Gibt es Signale die man positiv oder negativ deuten kann, ob man ein 
heißer Kandidat war?
- In meinem Fall dauerte es nur eine Stunde, jedoch endete es ziemlich 
abrupt, also nicht dass uns der Gesprächsstoff ausgegangen wäre.
- Es wurde vertragliche Eckpunkte erläutert, Weihnachtsgeld etc...
- Nach dem möglichen Einstiegsdatum wurde gefragt
- Der Personaler gab auch an, dass noch andere Bewerber eingeladen 
wurden und dass die Entscheidung einige Wochen in Anspruch nehmen würde
- An letzterem konnte ich auch nicht rütteln, als ich auf andere 
Angebote hingewiesen habe - also gewissermaßen unter Entscheidungsdruck 
stehe
- Falls ich meine Bewerbung nicht mehr halten wolle, solle ich bitte 
entsprechende Rückmeldung geben

Was meint ihr? Einfach Abwarten kann ich nicht, müsste schon pokern, da 
- wie gesagt - andere Angebote im Briefkasten liegen.

Würdet ihr den besten Kandidaten eher bis zum Schluss aufheben, oder mit 
ihm gleich das erste Gespräch führen?

Danke Euch schon mal vorab für Kommentare,
Grüße,
M.D.

Autor: Stefan (Gast)
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Hallo Mario,
mach Dich nicht verrückt, Du kannst nach so einem Gespräch
in jedes Detail etwas hineininterpretieren, jedes Wort, jede
Geste könnte ja irgendwas bedeuten. Je nachdem, wie Du drauf
bist, kannst Du jetzt eine glatte Absage erwarten oder, daß
Samstag der Vertrag im Briefkasten liegt.

Wenn Du wirklich Alternativen hast, mußt Du zunächst für
Dich entscheiden, ob dieser oder einer der anderen Jobs Dein
Favorit ist. Ist es dieser, könntest Du evtl. demnächst
nochmal vorsichtig anfragen, den Leuten sagen, daß Du unter
Zugzwang stehst, ihre Firma aber Deine erste Wahl wäre.

Ich würde nicht erwarten, daß sich die Entscheidung dadurch
erheblich beschleunigt, aber immerhin hst Du etwas unternommen,
bevor Du dem zweitbesten Job zugesagt hast...

Grüße
Stefan

Autor: Andreas K. (a-k)
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MarioD wrote:

> - In meinem Fall dauerte es nur eine Stunde, jedoch endete es ziemlich
> abrupt, also nicht dass uns der Gesprächsstoff ausgegangen wäre.

Kann ganz banal ein anderer Termin sein.

> - Es wurde vertragliche Eckpunkte erläutert, Weihnachtsgeld etc...
> - Nach dem möglichen Einstiegsdatum wurde gefragt

Standardfragen.

> - Der Personaler gab auch an, dass noch andere Bewerber eingeladen
> wurden

Sicher, so wie du das gleiche gesagt hast. Muss er tun, auch wenns 
vielleicht nicht stimmt, um dir die Lust am Pokern zu nehmen.

> und dass die Entscheidung einige Wochen in Anspruch nehmen würde

Das er die Entscheidung nicht direkt mit dem Gespräch trifft, das ist 
klar. Ein paar Tage musst du denen mindestens gönnen. Und je grösser der 
Verein, desto mehr Leute reden u.U. mit.

> - An letzterem konnte ich auch nicht rütteln, als ich auf andere
> Angebote hingewiesen habe - also gewissermaßen unter Entscheidungsdruck
> stehe

Wenn die anderen kürzere Fristen haben, wirst du nicht darum herum 
kommen, die Entscheidung zu treffen, ob Spatz in der Hand oder Taube auf 
dem Dach.

> Würdet ihr den besten Kandidaten eher bis zum Schluss aufheben, oder mit
> ihm gleich das erste Gespräch führen?

Halte ich für einigermassen egal, weil die auch von dir normalerweise 
keine sofortige Entscheidung erwarten werden.

Autor: Andreas K. (a-k)
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MarioD wrote:

> - Der Personaler gab auch an, dass noch andere Bewerber eingeladen
> wurden und dass die Entscheidung einige Wochen in Anspruch nehmen würde

Ob das stimmte oder nicht, merkt man ggf. an der nächsten 
Zeitungsanzeige nach der Absage. Daher: Wenn es sich um einen Job mit 
konkreten Qualifikationen handelt den du in der Zeitung gesehen hast, 
kann es deshalb auch lohnen, mal ein bischen in der Vergangenheit zu 
stöbern, vielleicht steht die schon mehrere Male drin.

Solches Kaffeesatzlesen hängt auch ein bissel davon ab, ob du als 
Chefentwickler oder Azubi dort einsteigen willst.

Autor: Michael (Gast)
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Werde demnächst auch meine ersten Vorstellungsgespräche haben. Bin FH 
Absolvent und habe mich als Entwicklungsingenieur beworben.

Werden da gerne (Fang)fragen gestellt?
Was wollen die Personaler hören?

Kommen da auch technische Fragen?

Worauf sollte man sich vorbereiten/einstellen?

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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>Werden da gerne (Fang)fragen gestellt?
Gerne nicht, kommt aber vor.

>Was wollen die Personaler hören?
Sei du selbst und wenn es dann passt, passt es. Wenn nicht, eben nicht. 
Du solltest keinem etwas vorspielen.

>Kommen da auch technische Fragen?
Mitunter ja. Oft sitzt der Entwicklungsleiter mit drin und kümmert sich 
dann um das Fachliche.

>Worauf sollte man sich vorbereiten/einstellen?
Am besten ist es, wenn man sich irgendwie dazu bringt, nicht nervös zu 
sein. Ein klarer Kopf im Gespräch ist das A und O meiner Meinung nach.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Daniel (x2) wrote:

> Am besten ist es, wenn man sich irgendwie dazu bringt, nicht nervös zu
> sein.

Gratuliere wenn du das schaffst. Die meisten Menschen müssen aber damit 
leben, in einer solchen Situation nervös zu sein. Aber wenn der 
Personaler das nicht zum ersten Mal macht ist der daran gewöhnt und 
stellt sich mit dem Ablauf darauf ein.

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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Deswegen schrieb ich "irgendwie". Ich weiß nur zu gut, wie schwer das 
ist. :)

Autor: MarioD (Gast)
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Danke für Euer Feedback! Es hilft enorm, wenn man erfährt, wie andere 
bestimmte Dinge sehen, und man nicht allein auf seine eigenen Gedanken 
gestellt ist.

Michael: So wie ich das gelernt habe, geht es im VG vorwiegend darum, 
deine Persönlichkeit kennen zu lernen. Idealerweise solltest du 
versuchen ein Frage-Antwort Spiel und Monologe zu vermeiden. Lieber ein 
echtes Gespräch. Also Rückfragen stellen. Persönliche Dinge mit 
einfließen lassen. Das Fachliche hast du ja Schwarz auf Weiß abgegeben 
und damit gepunktet - sonst wärst du ja nicht eingeladen worden. Nur 
solltest du im Gespräch den Eindruck bestätigen und fachlich versiert 
über die Themen aus deinem Werdegang und der ausgeschrieben Stelle 
sprechen können.
Ich würde auf jeden Fall die Antworten vorbereiten, warum du dort 
arbeiten willst und genau die Stelle ausfüllen möchtest. Selbst wenn sie 
nicht explizit danach fragen, kannst du es dennoch im Gespräch 
einstreuen und einen positiven Eindruck hinterlassen. Viel Erfolg!

Kannst auch mal hier vorbeischauen:
http://www.bewerberblog.de/

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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Auch die Frage, warum man länger studiert hat (falls man das hat), wird 
immer wieder gern gestellt.

Also wie MarioD schon schrieb, schau dich mal im Netz um. Manche fragen 
tauchen immer wieder auf und man bekommt ein Gefühl dafür, was man dort 
so gefragt wird. Auch die Stärken und Schwächen MUSS man sich vorher 
überlegen. Ich wette, es kommt niemand aus dem Stehgreif auf eine 
vernünftige Antwort.

Und ein Tipp noch, den ich für wichtig halte: Immer ehrlich mit sich 
selbst sein. Wenn du denen einen vorspielst und dann später feststellst 
dass du völlig überfordert bist, ist das wohl nicht im Sinne des 
Erfinders.

Autor: Tippgeber (Gast)
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Sehe ich anders: Man wird sowieo überfordert und dann hat men wenigsten 
ordenntlich Kohle gemacht. Nach einer Weile ab in den nächsten Laden!

Natürlich mit 10% mehr !!!!

Autor: Willi Wacker (williwacker)
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Beliebt ist auch die Frage: Welches ist Ihr größter Fehler? größte 
Schwäche ?

Dass man auf so eine dämliche Frage keine ehrlich Antwort bekommt ist 
auch dem, der die Frage stellt klar. Hier geht es um Deine Reaktion.

Superfalsch: gar keine Antwort

Ganz falsch: Anfangen zu stottern.

Nicht geschickt: Irgendein Blablöd wie Perfektionswahn, "süchtig nach 
Arbeit".

Besser: Eine originelle Antwort (meine sag ich nicht), schlagfertig, 
intelligent, nicht verletzend, vielleicht auch etwas witzig (kommt auf 
den Gesprächspartner an, kurzfristig entscheiden).

Ciao

Autor: Christian (Gast)
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Die größte Schwäche von unserem Willi Wacker würde mich schon 
interessieren :)

Autor: Christian W. (christian_83)
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· Fragen zur angebotenen Stelle:
- Wie haben Sie von unserem Stellenangebot erfahren?
- Wissen Sie, welche Aufgaben Sie hier als Ingenieur erwarten?
- Wie stellen Sie sich die Tätigkeit vor?
- Welche Gehaltsvorstellungen haben Sie?

· Fragen zur Person:
- Wie schätzen Sie sich selbst ein?
- Welche Stärken und Schwächen haben Sie?
- Warum sollte unser Unternehmen Sie einstellen?
- Was möchten Sie in 5 Jahren erreicht haben?
- Sind Sie ortsgebunden? Wie stehen Sie zu Auslandseinsätzen?
- Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Welche Hobbys haben Sie?

· Fragen zur Ausbildung:
- Welche Schwerpunkte haben Sie in Ihrem Studium gehabt?
- Welches Fach hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?
- Wie sind Ihre Sprachkenntnisse?
- Ggf.: Warum haben Sie mehr als 8 Semester gebraucht?
- Ggf.: Was haben Sie während Ihrer Lehre gemacht?

· Fragen zur Diplomarbeit:
- Erläutern Sie Thema und Inhalt Ihrer Diplomarbeit.
- Welche Schwierigkeiten gab es bei Ihrer Diplomarbeit?
- Wird das Ergebnis in der Firma verwendet?

Autor: Outi Outlaw (outlaw)
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Wenn Du andere Angebote erwähnst, barchste nicht mehr warten, dann haste 
eh verloren. Es gibt immer jemanden, der besser und billiger ist als Du, 
daher entscheiden oft Sympathien und die Launen der Ehefrau des 
Personalers.

Wenn DU nicht warten kannst, dann sei ehrlich und sage ab, denn bei 
diesem Pokerspiel hast Du zwar manchmal einen "3er" aber die Personaler 
haben zu 99% immer ein Full House, denn sie entscheiden ob Du den Job 
bekommst und nicht Du.

Daher an alle: Kommt von Eurem Pokerface herunter, es sei denn Ihr habt 
was, was Euch unentbehrlich macht. Und wenn das so sein sollte, müsst 
Ihr eh nicht lange warten.

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