Für eine Schaltung (hatte ich in meiner letzten Frage erklärt) suche ich
einen Widerstand, der sich durch angelegte Spannung regeln lässt. So wie
ein Transistor, nur dass der Anstieg des B-E Stromes von 0-5V
Basisspannung mehr oder weniger linear ansteigen soll. Ein Transistor
hat ja normalerweise nur einen sehr schmalen Anstiegsbereich. Gibt es da
Transistoren oder andere Bauteile, die sowas können?
Digital kann ich leider nicht gebrauchen. Ich brauche die Schaltung um
eine Spannung für einen ADC zu erzeugen. Kurz erklärt brauche ich das
Verhältnis von zwei Spannungen als neue Spannung. Dafür habe ich mir
eine Schaltung überlegt, für die ich diesen regelbaren Widerstand
brauche.
Da fällt mir gerade ein... Was ist wenn ich bei einem OpAmp an den
Negativeingang eine höhere Spannung anlege als als den Positiveingang?
Wenn das nichts macht, könnnte ich so einen ja benutzen.
Ich möchte die Spanungen nicht addieren oder verstärken, sondern ich
brauche nur einen regelbaren Widerstand mit dieser breiten Flanke. Wie
ein OpAmp funktioniert ist ja leicht rauszufinde, das hätte ich auch
selber geschafft ;)
@ Dussel (Gast)
>brauche nur einen regelbaren Widerstand mit dieser breiten Flanke. Wie
Schon die Formulierung legt nahe, dass du das wahrscheinlich nicht
brauchst ;-)
Sag mal genau was du machen willst. Und nicht WIE du glaubst es machen
zu müssen.
MFg
Falk
"Kurz erklärt brauche ich das Verhältnis von zwei Spannungen als neue
Spannung."
Das klingt ganz klar nach Analog-Dividierer. Sowas baut man mit einem
Analogmultiplizierer und einem OP.
> brauche ich das Verhältnis von zwei Spannungen als neue Spannung
Also ein Dividierer.
-> Spannungsgesteuerten (konventionellen) PWM-Oszillator aufbauen.
Uin1: Erste Eingangsspannung
Uin2: Zweite Eingangsspannung
Uaus: Ausgangsspannung
Uin1 regelt das Tastverhältnis des PWM mit
DS = K / Uin1; K irgendeine Konstante in Volt
Der Ausgang des PWM Upwm schaltet Uin2. Das geschaltete Signal nach der
Glättung ist
Uaus = DS * Uin2
Da DS = K / Uin1 ist
Uaus = K * Uin2 / Uin1
Kein regelbarer Widerstand weit und breit zu sehen.
@ Dussel (Gast)
>Das mit dem Dividiere scheint eine gute Idee zu sein.
Glaub ich nicht.
> Muss ich mal ausprobieren.
SAG DOCH EINFACH MAL WAS DAS WERDEN SOLL!
MFG
Falk
Das soll mal ein einfaches Touchpad werden. Dafür nehme ich eine mit
Widerstandskohle beschichtete Platte und spanne darüber eine
Gummi'matte', an die unten Alufolie oder irgendwas leitfähiges geklebt
wurde. An die Alufolie kommt die Versorgungsspannung und an die Kohle
die Abnehmer, die dann zur Schaltung führen. Wenn man dannn die Matte
irgendwo eindrückt, fließt Strom, abhängig vom Widerstand der Kohle. Das
Problem ist halt, dass ich wegen der Zweidimensionalität nicht einfach
eine Spannung pro Achse messen kann. Deshalb brauche ich das Verhältnis
der Spannungen zweier gegenüberliegender Seiten der Kohleplatte. Die
daraus resultierende Spannung wird dannn vom ADC gemessen und
ausgewertet. Die Spannungen einzeln zu messen und dann digital
umzurechnen ist mir zu langsam.
Ich weiß, dass das nicht besonders genau wird mit dem Widerstand, aber
es soll halt einfach und relativ billig sein.
Ist ein Mega8, soll das Signal aber schnell auswerten und weitersenden.
Der ADC braucht ja auch seine Zeit zum Wandeln.
Das mit dem JFET könnte was sein. Wenn niemand eine andere Idee hat.
@dussel,
irgendwie habe ich das Gefühl, Du verrennst Dich da in irgend etwas:
Ein Touchpad liefert Dir als Ergebnis 2 Parameter: x und y. Da kommst Du
nicht daran vorbei, diese auch einzeln auszuwerten.
Wenn Du diese beiden Achsen mit Dividierer oder sonst etwas zu einer
Größe vermengst heißt das (als Bsp. mit einem Dividierer), daß die
Positionen (x,y) 8,4 und 4,2 und 2,1 oder 34,17 die gleichen
Ausgangswerte ergeben.
Oder anders gesagt: Du wirst nur verschiedene Punkte einer Diagonalen
(und zwar der senkrechten der o.a. Werte) auf Deinem Tochpad
unterscheiden können.
Gruß
Andy
@ Dussel (Gast)
>Ist ein Mega8, soll das Signal aber schnell auswerten und weitersenden.>Der ADC braucht ja auch seine Zeit zum Wandeln.
Stimmt, die paar Mikrosekunden sind wirklich nicht akzeptabel. Dann
lieber einen riesigen Aufwand in Hardware machen. Naja, wenn man seinem
Namen Ehre machen will . . .
MFG
Falk
Was mich wirklich ärgert, ist diese offensichtliche Überheblichkeit mit
der hier oftmals geantwortet wird.
Vielleicht hat sich der Threadersteller wirklich in etwas verrannt, daß
so nicht funktioniert und anders einfacher oder besser zu realisieren
ist.
Aber muß man ihn dann gleich als Dussel beleidigen? Sind eben nicht alle
so intelligent wie Falk und Co.
Generell fühle ich mich unter Technikern, Ingenieuren und
elektrointeressierten Leuten sehr wohl. Gibt aber immer wieder Leute,
die meinen, sie stünden über allen anderen.
Wollt ich nur mal loswerden, jetzt könnt ihr euch weiter beschimpfen und
beleidigen.
Grüße
> Sind eben nicht alle so intelligent wie Falk und Co.
Keine Sorge, Falk ist nicht intelligent, er ist sogar äusserst
unintelligent. Er bildet sich nur ein, er wäre intelligent.
Naja, kann man nix machen...
Ich habe mir diesen Namen ja ausgesucht mit dem Wissen was er bedeutet.
Aber ich glaube manche haben mein Vorhaben falsch verstanden. Ich möchte
nicht die zwei Achsen mischen bzw. die Signale beider Achsen, sondern
die zwei Signale von gegenüberliegenden Seiten des Touchpads.
Nimmt man an, dass ich die x-Position bestimmen möchte und nehme nur
eine Spannung pro Achse, dann habe ich abhängig von der Fingerposition
eine Spannung für x und eine für y. Wenn ich aber jetzt die y Koordinate
ändere, fließt ein anderer Strom über den Spanungsmesser für die y
Spannung (ein Strom muss ja fließen, sonst leigt ja alles auf
Versorgungsspannungsniveau). Dadurch andert sich aber aber auch die
Spannung am Spannungsmesser für die x-Achse ab, obwohl ich die
x-Position nicht geändert habe.
Ändern kann man das, wenn man das Verhältnis der Spannungen für eine
Achse bestimmt. Auch wenn durch eine Positionsänderung in der einen
Achse sich die Spannung ändert, belibt das Verhältnis der Spannungen der
anderen Achse gleich.
@ Dussel (Gast)
>die zwei Signale von gegenüberliegenden Seiten des Touchpads.>Nimmt man an, dass ich die x-Position bestimmen möchte und nehme nur
Ja eben. Und um das zu erreichen misst du sinnvollerweise die beiden
Spannungen per ADC und macht die Auswertung digital im AVR. Das ist nur
ein wenig rechnen, das ist gar nichts im Vergleich dazu, wenn man das
per Hardware ausrechnen wollte.
MFG
Falk
Wenn er das Kohlepad als Bahn und den Finger als Schleifer verwendet
ist das nichts weiter als ein einfaches Potentiometer.
Wenn man jetzt einfach die Spannung abwechselnd vertikal und horizontal
anlegt kann er mit einem ADC-Kanal sogar ohne irgendwelche Umrechnerei
die relativen Koordinaten auslesen.
Vy
|
+---+---+
| |
| P* |
Vx -+ +- GNDx
| |
| |
+---+---+
|
GNDy
Obwohl... ich bezweifle gerade, dass die Äquipotenziale einfach
angeordnet sind.
>Deshalb brauche ich das Verhältnis>der Spannungen zweier gegenüberliegender Seiten der Kohleplatte.
Rechne das mal mit den Grenzwerten durch - kommt mir ziemlich unsinnig
vor... zeig mir mal ein Rechenbeispiel wie du dir das vorgestellt hast.
>Wollt ich nur mal loswerden, jetzt könnt ihr euch weiter beschimpfen und
beleidigen.
Falls ich damit gemeint war: Dies war bestimmt nicht meine Absicht. Er
hat sich den Namen ja selbst gegeben.
@dussel: Jetzt wird mir auch klarer, was Du vorhast. Wenn die
Konstruktion so aussieht wie Kai beschreibt, würde ich ihm zustimmen, Vx
und Vy an Ausgangports legen und abwechselnd switchen. Dann kannst Du
die Spannung von Punkt P* (mit R gegen GND) für x und y getrennt
wandeln.
Falls Deine Konstruktion anders aussieht, versuch mal eine Zeichnung zu
machen, wo Du was anschliessen willst.
Oder soll das so aussehen ? (Rs außen alle an GND)
|
_
| |
|_|
|Uy1
+---+---+
| |
__ | U* | __
-|__|--+ +- -|__|--
Ux1 | | Ux2
| |
+---+---+
|Uy2
_
| |
|_|
|
Gruß
Andy
>Vx und Vy an Ausgangports legen und abwechselnd switchen.
Nicht vergessen die beiden jeweils ungenutzten Anschlüsse entweder
abzuklemmen oder auf die halbe Versorgungsspannung zu legen.
> Falls ich damit gemeint war: Dies war bestimmt nicht meine Absicht. Er> hat sich den Namen ja selbst gegeben.
Nein Andreas, du warst nicht gemeint. Du hast ja eine sachliche Kritik
geübt.
Da hab ich ja überhaupt nix gegen. Nur wenns unhöflich wird, ärgere ich
mich.
Gruß,
Thomas
>Oder soll das so aussehen ? (Rs außen alle an GND)
Hmm... dann kann er aber nur eine Spannung messen. Da fehlt eine
Dimension. Oder habe ich da was missverstanden?
>Hmm... dann kann er aber nur eine Spannung messen. Da fehlt eine>Dimension. Oder habe ich da was missverstanden?
Ja, hast Du ;-)
Ich meinte es so, daß U* der bewegliche Punkt ist, von dem aus die
Spannung eingespeist wird.
An den vier Widerständen (die alle außen gegen GND geschaltet sind) kann
man dann vier verschiedene Spannungen messen (Ux1,Ux2,Uy1,Uy2).
Das könnte so in etwa das sein, was Dussel gemeint hat.
Gruß
Andy
@Kai,
also auf den ersten Blick würde ich schon sagen, daß gilt: X=Ux1/Ux2 und
Y= Uy1/Uy2. Da muß ich mal drüber schlafen.
Wenn dem aber so ist, kann man einen Dividierer dazu verwenden.
Allerdings muss man die Eingänge dann potentialfrei machen
(Optokoppler). Und ob es dann noch linear ist....
Irgendwie erscheint mir da die Umschaltvariante sinnniger.
Gruß
Andy
Ja, abwechselnd messen, das ist mal eine Idee. Wieso bin ich nicht drauf
gekommen? (Das ist eine rhetorische Frage, ich möchte keine Anspielungen
auf meinen Nick;)
Kann ich da zwei Mega8 Ports nehmen? Kann der Mega8 die nicht genutzten
Ports irgendwie auf TriState legen?
>Kann der Mega8 die nicht genutzten Ports irgendwie auf TriState legen?
Außer beim Reset? :)
Nicht, dass ich wüsste. Der Schaltungsaufwand sollte sich aber in
Grenzen halten (v.A. gegenüber dem Dividierer)
Spess53 wrote:
> Hi>> Sieh dir mal die AppNote AVR341 auf der Atmel Webseite an. Da ist das> Problem genau beschrieben.>> MfG Spess
Da Spess53 keinen Link, sondern "nur" den richtigen, "mündlichen"
Verweis auf die Appnote gepostet hat, hat auch noch niemand reingesehen.
War halt nichts zum draufklicken da:-)))
Viel Spass noch
Axelr.
Ja und statt einfach mal am Anfang mit dem Problem anzukommen, sucht man
nach einem "Transistor mit breiter Flanke" (Was auch immer das jetzt
sein soll...).
Ich habe das Problem schon beschrieben, aber da ich keine Antwort auf
die Fragen erhalten habe, bin ich immer mehr ins Detail gegangen und
habe mir selber Lösungen überlegt. Und jetzt wo ich die detailierteste
Frage gestellt habe (wo ich nur noch ein Bauteil suche) werden mir
plötzlich viele mögliche Lösungsvorschläge gegeben. Diesen "Transistor
mit breiter Flanke" brauchte ich für meine Lösungsmöglichkeit des
Problems.
Aber danke jetzt für die vielen Antworten.
Hi
@Christoph
Die Software gibts über das etwas bleiche Symbol neben dem PDF.
Den Link hatte ich nicht so schnell da, weil ich alle AppNotes auf
meinem Rechner habe.
MfG Spess