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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Datenlogger für Spannungen


Autor: Marius W. (mwa)
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Hallo,

ich habe mich angemeldet, da ich eine Frage habe bei der ich hoffe, dass 
ihr mir helfen könnt:

Wir haben einen Versuchsaufbau, bei dem wir Lade-und Entladevorgäne von 
Kondensatoren messen wollen. Das Ganze läuft relativ periodisch, 
Frequenzen von ca. 20-100 Hz (also bis ca. 100 Lade/Entladevorgäne je 
Sekunde). Grob haben wir das mit dem Oszi betrchtet.....nur bräuchten 
wir einen Aufschrieb der Messwerte in "genügend genauer Auflösung". Ein 
digitales Speicheroszilloskop mit Computerausgang haben wir leider nicht 
(und werden wohl auch keins organisieren können - zu teuer).

Im Prinzip geht es uns "nur" um den Spannungsverlauf am 
Kondensator.....wir bräuchten also einen "Datenlogger", der uns die 
Spannungen in festen Intervallen messen und in eine Datei (oder 
irgendwie so, dass wir es später in excel verarbeiten können) schreiben 
kann! Das ganze braucht nicht "live" ausgegeben werden - Auswertung kann 
und wird später geschehen!
Wie hoch die Abtastrate sein sollte kann ich nur schätzen.... 100kHz 
wären gut, 1MHz besser ... (schadet ja nich)!
Messdauer "pi x Daumen" 10-20 Sekunden....!

Idealerweise (aber wenns nicht geht nicht zwingend oder in einem 
"zweiten" Schritt) mehrere Kanäle......2 sind eigentlich Minimum, 3 
wären besser (und 4 oder 5 ein Traum).

Gibt es solche Logger fertig zu kaufen und "ab welchem Preis"? Mit was 
könnte man sowas realisieren?

Freue mich auf Ideen,
Danke und Grüße

Marius

Autor: 6636 (Gast)
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Ich wuerd mal mit der Auswertung anfangen. Was gedenkt ihr zu messen, 
das von u(t):=Exp(-t/RC) abweichen wuerde. Wenn ihr das habt, ist die 
geforderte Mess-Genauigkeit bekannt. Ohne diese Vorgabe macht's wenig 
Sinn.

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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Also das Günstigste, was mir einfällt wäre die Aufzeichnung mit dem 
Line-In-Eingang der Soundkarte(n). Ich weiß aber nicht, ob 20 Hz nicht 
schon zu sehr gefiltert werden.

Ansonsten gibt's auch Digitaloszilloskope um 200 €, wenn euch das nicht 
zu teuer ist.

Etwas mehr basteln: per AVR-Mikrocontroller über A/D-Umsetzer aufnehmen 
und mit der seriellen Schnittstelle an den Rechner senden. Geht bis etwa 
5 kHz.

Mehr lohnt aber wahrscheinlich auch nicht. 10 kHz sind schon 100 Samples 
pro Periode.

Wofür braucht ihr die Messdaten letztendlich?

Autor: Marius W. (mwa)
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Hallo,

es geht um das Messen der Steuerspannung einer Einspritzdüse bzw. der 
Aufnahme von Messwerten einer kapazitiven Druckmesszelle. 100 1/s 
entsprechen dabei der Drehzahl, Auslegungspunkt 6000 1/min.

Ich müsste verschiedene Betriebsbereiche/Übergangsbereiche messtechnisch 
überwachen, daher die 10-20s Messdauer!

Das ganze wird nachträglich ausgewertet und ergibt (so die Hoffnung) 
nachher Aussagen zu Zylinderdruckgradienten aufgetragen über Grad 
Kurbelwinkel! Daher ist die Auflösung nicht uninteressant....wir haben 
einen Lade/Enladevorgang pro Umdrehung....also 100 mal pro Sekunde! 
Würden wir mit 10 kHz loggen ergäbe das einen Wert alle 3,6 Grad 
Kurbelwinkel....zu wenig! 100 kHz wären 0,36 Grad Kurbelwinkel....das 
ist i.O. aber da über die Schwankung der Messzelle noch "Ungewissheit" 
besteht wären höhere Abtstraten nicht schlecht.....

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Marius W. (mwa)

>ist i.O. aber da über die Schwankung der Messzelle noch "Ungewissheit"
>besteht wären höhere Abtstraten nicht schlecht.....

Dann nimm eines der billigen USB-Scopes. Sowas noch billiger selber zu 
bauen ist nicht möglich. Vor allem der Zeitaufwand wird recht gross. 
Denk dran, bei 1 MHz Abtastrate sind das 1 MB/s. Macht 30MB Daten in 
30s. Nicht alles USB-Scopes bekommen die Daten so schnell life in den 
PC, also aufgepasst.

MFG
Falk

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