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Forum: Platinen Durchkontaktierung hochohmig, nach 25 Jahren?


Autor: runni (Gast)
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Hallo,

ich beschäftige mich schon länger mit alten Computern. Jetzt habe ich 
ein Problem, bei dem ich mal Eure Meinung hören möchte.
Nach längerer Lagerung habe ich eine 10MB SASI(Vorgänger von SCSI) 
Festplatte wieder in Betrieb genommen, dabei hat sich ein 
Tantalkondensator mit lautem Knall verabschiedet. Den Kondensator habe 
ich gegen einen norm. Elko und 100n Kerko. ersetzt, soweit so gut. 
Leider lief die Platte nicht mehr an, nach einigem Messen auf der 
Steuerplatine (3-lagig) viel mir auf das eine Durchkontaktierung ca. 50 
Ohm hatte, also mit einer Brücke beholfen, die Platte lief wieder, genau 
10 Min, dann hatte ich den gleiche Effekt an einer anderen 
Durchkontaktierung.
Die Durchkontaktierungen sind mit Zinn gefüllt, und sehen eigentlich gut 
aus, nach Erhitzen mit dem Lötkolben ist die Leitfähigkeit bis zur 
nächsten Belastung ok.

Die Platte ist eine Shugart OEM von XEBEC Mod. 4000, kann das auch bei 
anderen Leiterplatten auftreten? Wer hatte ähnliche Probleme?
Ist das eine generelles Problem von alten Multilayerplatinen?

Danke.

Gruß, Ralf N.

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Zu der Zeit (ca. 1984) war der IBM PC schon eine gewisse Zeit in 
Produktion. Ca. 1988 hat die IMB das "Kunststück" fertig gebracht, viele 
viele PS/2 auszuliefern, bei denen Durchkontaktierungen des Motherboards 
bereits nach 1 - 2 Jahren "wegstarben" wie die Fliegen. Kleiner Fehler 
bei der Plastinen-Herstellung - Reinigungsschritt gespart! Ich vermute, 
daß in dieser Zeit auch andere Hersteller ab und zu einmal mit 
derartigen Problemchen kämpften.

Grüße
Bernhard

Autor: Ralf N. (runni) Benutzerseite
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Danke für die Antwort, hier ist ein Bild von der Platte.

Gruß, Ralf N.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Das is ja mal ein Geraet ;P Sinnvoll waere wohl, alle 
Durchkontaktierungen zu entloeten, zu reinigen und neu zu verzinnen... 
wenn Du Dir das wirklich antun willst.

Autor: Gast123 (Gast)
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Ist zwar Offtopic, aber was ist das eigentlich für ein großes längliches 
Bauteil oben in der Mitte der Platine? Irgendwie sieht das für mich fast 
aus wie ein Hubmagnet, der eine Bremsfläche gegen den Motor presst. 
Bitte mach mich schlau :-)

Autor: runni (Gast)
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Jo, ist die Bremse, die fixiert die Platte und bremmst beim Ausschalten.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Echt uebel... :P Gibbet sicher sogar noch nen extra Park-Kommando

Autor: Gast123 (Gast)
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Wow :-) Das ist wirklich mal noch was "zum Anfassen" :-)

Wozu muss aber eigentlich beim Ausschalten gebremst werden? Einen Sinn 
hats sicherlich, sonst wäre das Teil nicht drin. Nur versteh ich den 
nicht so ganz.. ;-)

Autor: I_ H. (i_h)
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Wahrscheinlich damit der Lesekopf nicht zu lange über den Platter 
schleift.

Autor: runni (Gast)
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@ Michael G. (linuxgeek)

nein ein Park-Kommando gibt es nicht, ist unter SCSI nicht vorgesehen.
Da ja die Platte die "Intelligenz" enthält.
Die Köpfe werden über einen Magnet "geparkt".


@ Gast123 (Gast)

Die Köpfe fligen ja (Luftpolster) über die Platte, wenn die Drehzahl 
sinkt setzten die Köpfe auf. In der Parkposition gibt es eine "Landing 
Zone" dort könne die Köpfe gefahrlos aufsetzen, sollen aber nicht ewig 
schleifen.

Autor: Gast123 (Gast)
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So gesehen ergibt das natürlich Sinn. Wieder was gelernt. Vielen Dank 
:-)

Wie wird das eigentlich bei modernen Festplatten gemacht? Ich habe 
bisher weder einen Mechanismus zum Bremsen oder zum Anheben der Köpfe in 
Parkposition gefunden. Sind die Köpfe heutzutage einfach robuster? Oder 
wird mittels Plattenmotor gebremst?

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Die Köpfe sind heute kleiner. Bei Spannungseinbruch zieht ihre 
Lautsprecherspule (moving coil Antrieb des Arms) sie in die Landezone. 
Die elektrische Energie dazu liefert der Antriebsmotor, der dafür mal 
eben auf Generatorbetrieb umschaltet. Die ganze Mechanik ist wegen der 
geringeren Massen und niedrigeren Abstände inzwischen wesentlich 
unempfindlicher als früher.

Grüße
Bernhard

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