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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Master_of_Desaster


Autor: Zwei Kondensatoren an Spannungsregler (Gast)
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Hab mal ein Spannungsregler gesehen, der hatte am Ausgang zwei 
Kondensatoren parallel geschaltet. Ein grosser (uF-Bereich) und ein 
kleiner (nF-Bereich). Wieso macht man das?

Autor: Master_of_Desaster (Gast)
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Sorry, hab Name und Betreff vertauscht

Autor: Gregor B. (gregor54321)
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der (sehr, sehr) kleine C ist "schneller" beim Umladen, soll also besser 
den HF-Anteil raus filtern. Der größere C im uF-Bereich, soll eher den 
Strom bei Peaks liefern.
Wie sinnvoll das ganze im Hinblick auf die Schwingneigungsunterdrückung 
des Reglers ist, kann ja noch diskutiert werden.

Grüße, Gregor

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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Der µF Kondensator ist für den statischen Laststrom und de kleine nF 
Kondensator ist für die Dynamik des Laststromes (Block-C)

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Wobei der grosse Kondesator nicht zu groß sein sollte, weil der 
Spannungsregler sonst Schwingtendenzen zeigen könnte.
Die nur noch als Ergänzung.

Autor: Winfried (Gast)
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>der (sehr, sehr) kleine C ist "schneller" beim Umladen, soll also besser
den HF-Anteil raus filtern. Der größere C im uF-Bereich, soll eher den
Strom bei Peaks liefern.

Das ist ein Denkfehler: Eine Parallelschaltung lädt sich zusammen um, da 
kann man nicht separieren. Zumal ein schnelles Umladen genau das 
Gegenteil bedeuten würde, was man will.

Der kleine C - meist Keramik - hat einen geringeren Innenwiderstand bzw. 
geringere Impedanz besonders bei hochfrequenten Signalen. Puffern kann 
er jedoch wg. seiner kleinen Kapazität nur geringe Energiemengen. Für 
längere Pulsbelastungen ist also dann der große Kondensator.

Autor: JensG (Gast)
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>Das ist ein Denkfehler: Eine Parallelschaltung lädt sich zusammen um, da
>kann man nicht separieren. Zumal ein schnelles Umladen genau das
>Gegenteil bedeuten würde, was man will.

Das ist aber sehr idealistisch betrachtet. Bei idealen Bauteilen stimmt 
das natürlich, aber dann bräuchte man nicht mehr die Parallelschaltung.
In der Praxis dagegen hat man leider auch noch parasitäre R's und L's in 
Reihe zum C. Und da der R bzw. L beim Elko üblicherweise weit höher ist 
als beim kleinen, kommt von den schnellen Peaks praktisch nix beim 
eigentlichen C des Elkos an, somit wirkungslos

Autor: JensG (Gast)
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durch die bei realen C's unterschiedliche interne R/L-C-Konstante sind 
die in ihnen schlummernden idealen C's somit auch unterschiedlich 
schnell auf dieselbe Spannung geladen. Wenn natürlich wieder Ruhe auf 
der Leitung ist, gleichen sich die Unterschiede im Spannungslevel 
natürlich wieder aus.

Autor: Mike J. (Gast)
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@ STK500-Besitzer
> Wobei der grosse Kondesator nicht zu groß sein sollte, weil der
> Spannungsregler sonst Schwingtendenzen zeigen könnte.

Das glaub ich nicht, der soll doch nur nicht zu groß sein weil der Strom 
beim einschalten begrenzt werden soll. (wenn der Spannungsregler sowas 
nicht intern besitzt)

@ JensG
Stimmt, der kleine Keramik-Kondensator kann den Strom viel schneller zur 
Verfügung stellen. Zwar nicht viel Strom, aber sehr schnell.

Wenn man die Schaltung ohne den kleinen Keramikkondensator aufbaut wird 
der Elko eher warm. (meine Erfahrung bei großer Last)
Der kleine Kondensator hat einen sehr geringen Innenwiderstand im 
Gegensatz zum großen Becher-elko.

Man könnte auch anstatt einem 100nF Kerko und einem 100µF Elko einen 
100µF Kerko nehmen, aber dadurch wird die Schaltung unglaublich teuer.

Autor: jljlg (Gast)
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Wie kann ein Kondensator schnell oder langsam sein? Wie würde ich das im 
Ersatzschaltbild darstellen?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ jljlg (Gast)

>Wie kann ein Kondensator schnell oder langsam sein? Wie würde ich das im
>Ersatzschaltbild darstellen?

Eine Induktivität sowie freqeunzabhängiger ohmscher Widertand in Reihe.

MFG
Falk

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