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Forum: Offtopic Labor einrichten


Autor: der Glückliche (Gast)
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Hallo Leute,

wir haben bei uns in der Firma endlich mal Gelder bekommen, um unser 
sehr schlecht eingerichtetes Labor einzurichten.
Jetzt wollte ich einfach mal nachfragen, was Ihr so empfehlen könnt sich 
anzuschaffen.
Bisher haben wir alles (Schaltungen und Software) extern entwickeln 
lassen und haben deswegen desöfteren Kunden verloren. Jetzt wird das 
alles intern aufgebaut.
Ich kommen aus Leistungselektronikbereich und Automotive. Wir haben sehr 
viele Anwendungen mit µController, besonders mit den Typen PIC und 
MSP430.

Was wir brauchen ist eine gute Ausstattung im Labor für die Elektronik 
Entwicklung.
 - Oszi
 - Spannungsmessgerät
 - Netzteil\Generator
 - Diverse Bauelemente

Ich wollte mich einfach umhören, was Ihr so empfehlen könnt bzw. was Ihr 
vielleciht habt.
Geld? Das Preisleistungsverhältniss muss halt stimmen. Ich möchte 
vorerst Infos sammeln.

Gruß

Autor: Unbekannter (Gast)
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> wir haben bei uns in der Firma endlich mal Gelder bekommen, um
> unser sehr schlecht eingerichtetes Labor einzurichten.
> Jetzt wollte ich einfach mal nachfragen, was Ihr so empfehlen
> könnt sich anzuschaffen.

Was ist denn das für eine Firma, wo man einfach Geld bekommt, aber noch 
nicht weiss, für was?

Ihr müsst doch konkrete Anforderungen haben?

Versteh' ich nicht...

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Hallo,

also ein einfaches digitales Multimeter für 20 € reicht. Es sollte 
Temperatur und auch Kapazität messen können. (Spannung, Strom geht 
sowieso)
Dann als Osziloskop sollte man auch ein DSO nehmen, mit min. 2 Kanälen 
und wenn möglich Farbdisplay. Es muss keins für >5000 € sein. 
Labornetzteile gibt es sehr preisgünstig. Strom- und Spannungsregelung 
sollte es mind. können. Auch da braucht man selten hohe Leistungen. 
Wenns allerdings um Leistungselektronik geht, dann weißt du ja selbst, 
as die Mindestanforderungen sind. Das Oszi kann man auch gleich zum 
Frequenzmessen nutzen. Dann fehlt nur noch ein Signalgenerator, da gibts 
auch billige Bausätze. Lieber vonn allem erstmal etwas kaufen, als ein 
Highend-Gerät, das etwas sehr gut kann und dann fehlt das Geld fürs 
Netzteil oder andere wichtige Sachen.

Autor: Gisbert (Gast)
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@Stefan Helmert

die Ironie-Tags muß ich mir denken....oder?

Autor: crazy horse (Gast)
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@Stefan: es geht hier nicht um die Ausstattung einer Bastelwerkstatt 
oder des Raumes einer Schul-AG....

Autor: Rick Dangerus (Gast)
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Wer billig kauft, kauft zweimal.

Vielleicht überlegst Du Dir noch mal die genauen Anforderungen und lädst 
Dir dann verschieden Meßgerätefirmen ein, und laßt dir die Geräte 
vorführen und testest die zwei Wochen lang.

Rick

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Also bei Dir Firma wuerd ich auch nichts entwickeln lassen wollen, da 
offensichtlich keine Fachkraefte vorhanden sind.

Autor: hans wurst (Gast)
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naja, wenn sie bis jetzt alles auswärts haben machen lassen, dann müssen 
sie ihr know-how eben erst einmal aufbauen - wieso wird man da denn 
gleich wieder so fertig gemacht!

@derGlückliche
was Du genau benötigst hängft ja auch davon ab, was ihr machen wollt. 
Bei uns (und bei vielen anderen Firmen bei denne ich oft bin) werden 
meist Oszis von Tektronix verwendet, beim messen von analogsignalen wäre 
es wohl nit schlecht wenn Ihr Geräte mit Phosphordisplay kauft! (schau 
Dir mal das TDS3034 an)
Ob zwei- oder vier kanal dürfte preislich (in diesem Segment) keinen 
großen Unterschied mehr machen, für den beruflichen Alltag wäre mir eben 
wichtig dass es min 2GS/s hat, eher 2,5
Wenn Ihr viel digitales messen müsst, wäre wohl auch gleich noch das 
Anwenduingsmodul "Komfort-trigger" als zusätzliche option zum Oszi 
empfohlen!

wenn Du ein präzises Messgerät benötigst, dann schau Dich mal bei 
keithley um, wenn Du aber von einem "normalen" Multimeter sprichst, dann 
greif zu Fluke.

Gleiches mit dem Netzteil. Da man die Spannungen meist ja sowieso mit 
dem Multimeter einstellt/kontrolliert (oder die Genauigkeit keine große 
Rolle spielt und es egal ist ob 24,0 oder 22,9V) , ist die Genauigkeit 
des Displays m.M.n. nicht so wichtig, für "normale" Elektronik würde ich 
ein gewöhnliches Labornetzteil 0-30V 3A z.B. beim Conrad berstellen - 
empfehlenswert wären zwei seperate Ausgänge (voneinander getrennt) sowie 
abschaltbare Ausgänge - Überlastsicherung haben heute sowieso alle 
Geräte in diesem Segment! (hoffentlich)

Generator: --> Hameg only!

Bauelemente: -> kommt wohl auf den Schaltplan Deines Produkts an!?


Die Geräte sind zwar allesamt kein Lowcost, aber Robustheit und 
Benutzerfreundlichkeit haben nunmal ihren Preis!!!

Autor: Timbo (Gast)
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Kauft euch mal ein paar Widerstände. Die kann man immer mal gebrauchen. 
Und LEDs, vieeele LEDs! LEDs kommen immer gut an.
Ich habe meine Zweifel, aber hier sind ein paar nützliche Dinge:
-Peaktech Multimeter der 100 Euro Klasse. Kauft nicht ein sauteures 
Agilent sondern 10 Peaktech. Könnt ja noch ein stationäres von Agilent 
für die genauen Sachen kaufen
-Oszi: kauft nicht Tek! Die Dinger sind Scheiße für den Preis. TDS3014: 
alle Kanäle an und Rollmodus eingeschaltet: zwei Kanäle flackern das man 
Augenkrebs bekommt. Wenn Ihr was gutes sucht, kauft euch LeCroy Wavejet 
314 für die Alltagssachen und ein Wavesurfer für die besseren (sofern 
ihr das was Leistungselektronik angeht überhaupt braucht)
-Lötstationen: WD1M mit passendem Kolben WSD80 oder WMRP
-Netzteil: lineare von EA. Kauft keine Schaltnetzteile, das bringt bei 
analogen Sachen oft Ärger. Schaltnetzteile nur für Hochstromsachen ab 4 
A.
-Funktionsgenerator: Tektronix ist da ganz ok, irgendwas nettes ArbGen 
mäßgies.
-Bauteile: Widerstände und LEDs! VIIIIIIEEEEELLLLEEEE!

Autor: Timbo (Gast)
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@Hanswurst: man sieht dass Du keine Ahnung hast Kollege. Tek3034? Das 
Ding hat üble Macken, meist das Display betreffend und eigenartige 
Menus. Zudem ist es zu teuer und ein Phosphordisplay hat es auch nicht, 
das ist ein LCD. DigitalPhoshor is was anderes, das simuliert nur das 
Nachleuchtverhalten von Phosphor. Wenn Du mal sehen willst was richtig 
Scheiße ist am TDS3034 zieh mal alle Probes ab und stell "Spitzenwert" 
als Messmodus ein. Fröhliches Rauschen! Da erkennt man kein Signal mehr.

Autor: mr.chip (Gast)
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LOGIC-ANALYZER nicht vergessen :-) Ich empfehle den Logic Port von 
Intronix, www.pctestinstruments.com. Das Teil ist eine wahre Freude, 
obwohl es mindestens eine Zehnerpotenz weniger kostet als ein 
vergleichbares Standalone-Gerät.

Ich arbeite übrigens in einer ähnlichen Firma wie du, die Ausrüstung ist 
ungefähr folgende:
- DSO für ca 2000-3000 EUR
- oben genannter Logic Analyzer
- SMD-Lötplatz
- Ätzanlage

Etwas, was mir bei solchen Einrichtungsaktionen immer auffällt: Man 
kauft zwar für teuer Geld diverses Zeugs und richtet aufwändig neue 
Räume ein, aber schlussendlich dauert es eine Ewigkeit, bis allerlei 
Kleinkram nachbesorgt ist: Steckerleisten, genügend lange Kabel, 
Werkzeug, Werkzeug, Werkzeug, triviales Werkzeug (Klebeband...) usw.

Autor: Fritz (Gast)
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Hallo,

kauf Dir ein gebrauchtes IWATSU (SS5711) Oszi. Das beste Gerät, das je 
gebaut wurde.
Zusätzlich vielleicht eine Analogkarte von Mational Instruments (12 
Bit); damit kann man viel anfangen. z.B. Signal ausgeben und messen, PWM 
erzeugen ... und LabVIEW.

Gruß
Fritz

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