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Forum: Offtopic Liechtenstein - was ist das?


Autor: Gummimann (Gast)
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[ ] Eine Miniatur-Monarchie, die sich über kriminelle Geschäfte 
finanziert
[ ] Liechtenstein ist das Monaco für die unteren Klassen

Autor: Apollo (Gast)
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Hm eine schlechte Raubkopie von Lichtenstein?! :)

Autor: Gast (Gast)
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Hallo

Ich komme nicht von dort, aber wie die BRD in den Besitz der Daten 
gelangt ist, ist sicher auch nicht sauber. Sowas nennt sich dann wohl 
Wirtschaftssspionage.
Das Grundlegende Problem sind doch einfach die viel zu hohen Steuern und 
die teilweise absolut unnötigen Ausgaben.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Das Grundlegende Problem sind doch einfach die viel zu hohen Steuern und
>die teilweise absolut unnötigen Ausgaben.

Das kann ich als Deutscher nur bestätigen!

Die wundern sich dass Metall rostet und schleifen jeden Tag den Rost ab, 
als einfach mal das Teil zu verzinken..

Will heißen:
Die doktern überall nur an den Symptomen herum, und wundern sich, dass 
es immer schlimmer wird..

Politiker eben...

Autor: Peter (Gast)
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Liechtenstein ist ein eigenständiger Staat und hat eigenen Gesetze. 
Warum sollen die sich drum scheren ob den deutschen diese Gesetze 
passen?
Die ganzen Beleidigungen der deutschen sogenannten Politiker an die 
Adresse Liechtensteins zeigt doch nur denen ihre Verzweiflung.
Die dutschen ärgern sich wahrscheinlich nur, das der BaFin nicht erlaubt 
wird auch die liechtensteinischen Konten online auszuschnüffeln, wie das 
ja in Deutschland betrieben wird.
Es wandern immer mehr legale Gelder aus D ab, weil der mündige Bürger 
der Staatsbevormundung entkommen will.
Ausserdem, wer einmal mit dem Finanzamt und dern Willkür zu tun hatte, 
der wird sowieso kein Konto mehr in D aufrechterhalten, ausser für 
Spielgeld vielleicht. Das Finanzamt reimt sich irgendwas zusammen, 
entweder man zahlt oder ruckzuck ist das Konto dicht. Staatliche 
Erpressung eben.

Autor: Mighty (Gast)
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> Warum sollen die sich drum scheren ob den deutschen diese Gesetze
> passen?

Weil es Mittel und Wege gibt sie zu zwingen in Zukunft
genauer nach zu hacken ob das Geld aus dem Ausland
legal verdient und versteuert wurde.
Wird in allen anderen EU Ländern ja auch gemacht.

> Es wandern immer mehr legale Gelder aus D ab, weil der mündige Bürger
> der Staatsbevormundung entkommen will.

Legal? Wohl offensichtlich nicht.
Wenn dir Steuern nicht passen und du lieber alles privatisiert haben 
möchtest geh nach Amerika. Wie gut das funktioniert weiss man ja inzw.

Wo meinst du kommen die Gelder für Schulen und Strassen,
Polizei, Feuerwehr, Justiz, usw. her? Und der kleine Mann soll
das alles alleine finanzieren?

Klar es wird viel Geld verschwendet. Vornehmlich wohl aber von
den Bonzen die hier eh keine oder kaum Steuern zahlen müssen.

Deine Argumentation ist wirklich die dümmste und frechste die ich
die letzten Tage vernommen habe.
Falsch, der Lichtensteiner Minister (oder was auch immer) bleibt
ungeschlagen,

Autor: Mighty (Gast)
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Ja ich weiss das Lichtenstein != EU

Autor: Zardoz (Gast)
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> Klar es wird viel Geld verschwendet. Vornehmlich wohl aber von
> den Bonzen die hier eh keine oder kaum Steuern zahlen müssen.

Interessant. Woher sind die Informationen? Alle mir bekannten Zahlen 
belegen, daß der größte Teil der Einkommenssteuer von wenigen 
Spitzenverdienern gezahlt wird.

Nice week,
Zardoz

Autor: The one (Gast)
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Wenn ich soviel Kohle hätte, dass ich für ausländische Banken 
interessant wäre, würde ich so etwas auch in Betracht ziehen.

Wie in einigen Beiträgen über mir schon erwähnt hat kann unser Staat 
nicht alle Steuerhinterzieher als kriminell abstempeln, wenn er selber 
kriminell handelt, indem er sich von einem Kriminellen auf kriminellen 
Wege diese Daten beschafft. Unser Staat sollte eine Vorbildfunktion 
haben!
Abgesehen davon drehen die auch krumme Dinger, wie z.B. 
Schwarzgeldkonten, Stimmenkauf etc.

Wenn ich nur an diese Abgeltungssteuer denke, die Anfang 2009 auf unser 
sauer Erspartes erhoben wird, dann wird mir speiübel. Wie soll man dann 
noch in Deutschland ordentlich sparen bzw. Geld anlegen, damit es für 
die Zukunft reicht? Aufgrund dieser Steuer sagen Steuerexperten eine 
noch größere Welle von Steuerflüchtigen voraus. Natürlich werden das 
wieder Besserverdiener sein.

Autor: Unbekannter (Gast)
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Na, wenn ihr alle Liechtenstein nicht mögt, dann könnte die Bundeswehr 
dort doch einmaschieren?!

Die paar Quadradkilometer sollten ruck zuck eingenommen sein. Einfach 
von Bayern aus den Bodensee überqueren und am Süd-Ost-Ufer noch ein paar 
Kilometer ins Landesinnere maschieren. Schon ist man dort...


An alle die hier so über die "Steuerflüchtlinge" herziehen:

a.) Das Deutsche Steuerrecht ist so kompliziert, in den meisen Fällen 
gibt es kein klares Ja oder Nein. Das fängt ja schon beim "kleinen, 
ehrlichen Steuerzahler" an.

b.) Wenn Menschen mit viel Geld (illegal) ausspioniert werden sollen, 
ist das toll. Wenn Schäuble den "kleinen Mann" ausspionieren will, ist 
das böse.


Die Taktik der Politik ist doch immer die gleiche:

>      Teile und Hersche

Es wird eine Randgruppe gesucht, auf die die große Mehrheit eindreschen 
kann. Mal sind es die Filesharer, dann sind es die Arbeitslosen, 
manchmal die Ausländer und nun die Reichen.

Alles schöne Feindbilder für den "kleinen Mann auf der Straße". Damit 
kann man schön von den eigentlichen Problemen ablenken und die Stimmung 
vorbereiten, um böse Maßnahmen durchzuführen, z.B. mehr Überwachung.

Die Römer hatten auch ein Motto:

>      Brot und Spiele


Einfach mal etwas über die Zusammenhänge nachdenken würde nix schaden!

Autor: Topentwickler (Gast)
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Heute las ich so treffend:

Schwarzarbeit ist das Liechtenstein des kleinen Mannes.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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> Unbekannter (Gast)
> Topentwickler (Gast)


FULL ACK

Autor: Schweizer (Gast)
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Vielleicht sollte die deutsche Regierung mal ihr Steuersystem 
überdenken.

Es ist ja nicht so, dass die Leute keine Steuern bezahlen wollen (In der 
Schweiz zahlen sie ja auch). Aber nur weil einer viel Geld hat darf man 
ihn nicht einfach übermässig mit Steuern belasten, auch die haben mal 
genug.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Vielleicht sollte die deutsche Regierung mal ihr Steuersystem
>überdenken.

So sieht das aus, kann ich als Deutscher nur zustimmen..

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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The one wrote:
> Wenn ich soviel Kohle hätte, dass ich für ausländische Banken
> interessant wäre, würde ich so etwas auch in Betracht ziehen.
>
> Wie in einigen Beiträgen über mir schon erwähnt hat kann unser Staat
> nicht alle Steuerhinterzieher als kriminell abstempeln, wenn er selber
> kriminell handelt, indem er sich von einem Kriminellen auf kriminellen
> Wege diese Daten beschafft. Unser Staat sollte eine Vorbildfunktion
> haben!

Ob der Mann kriminell ist, steht noch gar nicht fest - in Liechtenstein 
wird vermutet dass er es ist, allerdings fehlen dafür Beweise. Man 
weiss ja nicht einmal, wo genau sich der Mensch aufhält!
Tatsache ist: wenn der BND von Schwarzgeldern erfahren hat (z.B. im Zuge 
von Durchforstung nach Terroristenkonten etc.), dann hat er sogar 
Pflicht zur Amtshilfe - ansonsten hätte er gesetzeswidrig gehandelt.

> Wenn ich nur an diese Abgeltungssteuer denke, die Anfang 2009 auf unser
> sauer Erspartes erhoben wird, dann wird mir speiübel. Wie soll man dann
> noch in Deutschland ordentlich sparen bzw. Geld anlegen, damit es für
> die Zukunft reicht? Aufgrund dieser Steuer sagen Steuerexperten eine
> noch größere Welle von Steuerflüchtigen voraus. Natürlich werden das
> wieder Besserverdiener sein.

Quark.
Die Abgeltungssteuer erleichert einem sogar die Steuererklärung. Du 
kannst sogar wählen, ob Du die Abgeltungssteuer oder weiterhin die 
"normale" Einkommensteuer wählst (nennt sich Veranlagungswahlrecht).
Es ändert sich für Dich also gar nix wenn Du es nicht willst.
Wenn Du mehr als 25% Einkommensteuer zahlst, dann sparst Du sogar 
Steuern und kannst die Kapitalerträge einfach in der ESt.-Erklärung 
weglassen, denn die Banken etc. führen bereits die Steuer für Dich ab.

Die Besserverdienenden werden aufgrund dieser Steuer eher hierbleiben, 
weil sie eben nur 25% statt des Spitzensteuersatzes zahlen!

Den Freibetrag gibt es natürlich auch weiterhin.

Und ja: unser Steuerrecht ist viel zu kompliziert - es soll ja auf jeden 
Fall gerecht sein. Ich wünschte es mir lieber ungerechter aber dafür 
einfach.

Christoph

P.S.: 25% Steuern auf Geld, für das man keinen Finger krumm machen muss 
und das keinen Mehrwert schafft, finde ich absolut ok.

Autor: winne (Gast)
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Das Problem liegt beim deutschen Staat nicht in L.

Es ist der deutsche Staat der alle seine Bürger bevormundet 
kriminalisiert und zu Bittstellern macht.

Oder wie bitte ist es zu verstehen dass der Staat die Arbeitgeber und 
Banken zum Inkassobüro der Finanzamtesmacht macht, indem in jedem Fall 
erstmal mehr einbehalten wird als dem Staat zusteht und dem Bürger nur 
der Weg bleibt die zuviel gezahlten Steuern zurückzuforden, mit seiner 
Steuererklärung?

Der deutsche Staat mißtraut seinen Bürgern grundsätzlich und 
kriminalisiert ihn somit per se. Das ist in finanziellen Dingen 
(Steuern, Abgaben und Kassenbeiträgen) so. Das ist so bei der 
Kommunikation(Vorratsdatenspeicherung). Es ist so in der Politik 
(indirekte Demokratie). Wenn ich noch länger nachdenke fällt mir sicher 
noch mehr ein.
Das führt zur bekannten Beweislastumkehr.

Der Bürger kann nicht seine Einkünfte erklären, um daraus die zu 
entrichtenden Steuern ableiten zu lassen. Nein es wird vorab einbehalten 
und er wird gezwungen seinen Rückerstattungsanspruch zu belegen, über 
welchen das Finanzamt ohne reale Anfechtbarkeit entscheidet.
Dies ist eines demokratischen Staates unwürdig, verletzt Artikel 3 des 
Grundgesetzes, die Menschenrechte nach UN und KSZE und entspricht exakt 
dem Vorgehen der DDR ab den fünfziger Jahren.

Die Folge: Die Bürger verhalten sich, wie sie behandelt werden, 
kriminell. Suchen Schlupflöcher etc.

Frage einen Psychologen wie sich ein soziale Gruppe Erwachsener verhält, 
wenn man sie z.B. wie Kinder behandelt durch Entmündigung? Sie werden 
sich nach einer Phase des Widerstandes unmündig aufführen wie Kinder. 
Oder man behandele die Menschen wie Vieh. Wie werden sie sich wohl 
verhalten, wenn sie nicht entrinnen können, ihre Würde nicht erhalten 
können? Genau ... Ihr wisst es. Genau so verhalten sich alle Individuen 
unter Zwang. Wie man in den Wald...

Und hier hat das Fürstenhaus aus rein ethischer Sicht recht. Es ist 
nicht der Büttel eines Zwangsstaates.
Ich hatte genug Möglichkeiten die Leute dort und auch in Vorarlberg 
sowie der Schweiz kennenzulernen. Die Meinung in dieser Angelegenheit 
ist hier, wie in allen Staaten in denen die Würde der Menschen etwas 
gilt, gleich. Man ist entsetzt von der Moral dieser deutschen Regierung 
und man fürchtet ein Deuschland in dem der Zweck die Mittel heiligt. 
Eine alte deutsche Krankheit seit über 150 Jahren.

Und mit seither mehrfach verheerenden Auswirkungen. Seht in die deutsche 
Geschichte und es sollten euch die Schuppen aus den Haaren rieseln, denn 
alles war schon mehrfach da.

Und was bevorsteht wenn die Deutschen anfangen auf ihre Nachbarn verbal 
loszugehen kennt man.

"Ab heute Morgen fünf Uhr...   "

Das ist noch jedesmal in die Hose gegangen.

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Winnie,

"Dies ist eines demokratischen Staates unwürdig, verletzt Artikel 3 des
Grundgesetzes, die Menschenrechte nach UN und KSZE und entspricht exakt
dem Vorgehen der DDR ab den fünfziger Jahren."

Klag doch vor dem Menschengerichtshof in Den Haag.


""Ab heute Morgen fünf Uhr...   "

Ich nehme mal an, Du stehst unter Drogen. Da ist mir ja sogar das 
Geschreibsel von Zardoz lieber.

Autor: winne (Gast)
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Brauche ich nicht. Bin nicht mehr betroffen. ;-)

no drugs or others
Wenn dann ist es der dütsche Habitus welcher mir den Verstand zu rauben 
droht.

Nach dem Motto: "Wenn man weiß wer die bösen sind dan hat der tag doch 
gleich Struktur." Zitatat Volker Pispers

Autor: winne (Gast)
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Autor: winne (Gast)
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Besonders zu empfehlen Teil 2 und 4.

Autor: Spitzenverdiener (Gast)
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>Interessant. Woher sind die Informationen? Alle mir bekannten Zahlen
>belegen, daß der größte Teil der Einkommenssteuer von wenigen
>Spitzenverdienern gezahlt wird.

So, so. Ich kenne diese Zahlen zwar nicht, aber wirtschaftlich geht's 
mir echt schlecht. Jammer, Jammer.

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Winnie,

tut mir leid, mir war nicht klar, Daß Dein Beitrag von 19:19 Uhr als 
Kabarett gedacht war.

Autor: winne (Gast)
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Die Politiker übertreffen jedes Kaberett. Was nichts am Warheitsgehalt 
von meinen Feststellungen ändert. Leider mangelt es hier im forum auch 
an funktionierenden Tags sonst könnte man Satire besser abgrenzen. 
(Warum eigentlich, wenn sie doch zutrifft).

Aber stimmt ich vermag meinen Zynismus in dieser Angelegenheit kaum noch 
zu bändigen. Jedoch erreicht er kaum das notwendige Ausmaß, um gegen die 
wirklichkeit als Satire wahrgenommen werden zu können. mein Fehler.

Bin halt nen lausiger Kaberettist. Aber wenn ichs richtig bedenke, so 
ist die politische Gegenwart in D. noch viel lausiger!

good night.

Autor: Herbert (Gast)
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Liechtenstein - was ist das ?

[x] Eine Miniatur-Monarchie, die sich über kriminelle Geschäfte
finanziert
[x] Liechtenstein ist das Monaco das bisher NIEMANDEM auffiel

[x] Liechtenstein ist eine Pirateninsel in mitten Europa (geäußert von 
Markus Söder, CSU nachzulesen hier 
http://www.presseportal.de/text/story.htx?nr=1139048)

>Warum sollen die (in Liechtenstein) sich drum scheren ob den deutschen diese 
Gesetze
>passen?

ganz einfach, weil sie sich gerade darum bemühen dem Schengen-Abkommen 
beitreten zu wollen und als Steueroase für Schwarzgeld macht sich das so 
schlecht

http://www.zeit.de/online/2008/08/liechtenstein-leicht

>Wenn Menschen mit viel Geld (illegal) ausspioniert werden sollen,
>ist das toll. Wenn Schäuble den "kleinen Mann" ausspionieren will, ist
>das böse.

Nö, aber der kleine Mann wird per Gesetz bereits schon massiv 
bespitzelt. Jeder Bafögempfänger muss jederzeit mit einer anonymisierten 
Kontenabfrage rechnen. Ebenso jeder der Leistungen nach ALG-II erhält. 
Eine große Zahl an (nach meiner Ansicht) illegalen IP Abfragen wegen 
bagatellhaften Musikdownloads treffen fast immer diejenigen, die wenig 
Geld haben und sich kaum wehren können (und dazwischen auch mal einen 
Rentner und pensionierten Polizisten, der aus allen Wolken fällt). Jetzt 
hat es eben auch mal die reichen Absahner erwischt. Sowas kann man auch 
schlicht ausgleichende Gerechtigkeit nennen.

>Alle mir bekannten Zahlen
>belegen, daß der größte Teil der Einkommenssteuer von wenigen
>Spitzenverdienern gezahlt wird.

Ja gesagt wird das immer. Der Satz lautet in etwa immer so:

"Die zehn Prozent der Bundesbürger, die am meisten verdienen, erbringen 
die Hälfte der Einkommensteuer-Einnahmen" (damit woll man sagen, DIE 
finanzieren Deutschland)

und dann gibt es noch einen zweiten Satz, der lautet so

"20 Prozent der Steuerpflichtigen mit den geringsten Einkommen (bis 11 
100 Euro) erbringen nur 0,1 Prozent der Einkommensteuer.

Was dabei immer unterschlagen wird ist folgendes:

Die Einkommensteuer macht nur etwa 1/3 des Gesamtsteueraufkommens aus.

hier mal die Zahlen von 2003
http://www.bpb.de/wissen/TQ0PLW,0,Steueraufkommen_...

Alleine die Mineralölsteuer macht mit rund 10 Prozent ungefair ein 
Viertel des Geldes aus, das angeblich nur die Reichen bei uns zur 
Steuerlast aufbringen. Die Mineralölsteuer zahlen aber vor allem die 
Arbeitnehmer, die täglich gezwungen sind lange Wegstrecken für ihre 
Arbeit auf sich zu nehmen. Kurzstreckenfahrer erhalten keinen Cent mehr 
an Steuerrückerstattung, ebenso Studenten und Rentner ohne 
Nebeneinkünfte. Und die Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer (= das zweite 
Drittel am Gesamtsteueraufkommen) landet ebenso in aller Regel von den 
Unternehmen eingespreist beim Endverbraucher.

Ein weiterer Gedanke. Wenn 20 Prozent der ärmsten Steuerpflichtigen 
angeblich fast nichts zum Steuertopf beitragen, nämlich nur 0.1 Prozent, 
warum werden gerade diese Leute stets der angeblichen massenhaften 
Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit bezichtigt? Wo sollen die soviel 
Geld her haben für all die ihnen untergeschobenen Schäden am Fiskus?

Kommen wir zurück zu den sog. "Leistungsträgern unserer Gesellschaft" 1)

3 Prozent der Bevölkerung (die am meisten verdienen) verursachen einen 
Schaden von 7-10 Milliarden Euro aber 50 Prozent der Bevölkerung (Otto 
Normalbürger) macht dagegen "nur" eine Schaden von 6-12 Milliarden. 
Damit ist die "Täterschaft" doch wohl eindeutig bei den 3 Prozent zu 
suchen!

1) die WAHREN Leistungsträger sind diejenigen, die die Gewinne für Nokia 
eingefahren haben und wie man die behandelt weiß inzwischen jeder in 
unserem Land

http://www.heise.de/newsticker/meldung/103743

Autor: Zardoz (Gast)
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> Nö, aber der kleine Mann wird per Gesetz bereits schon massiv
> bespitzelt. Jeder Bafögempfänger muss jederzeit mit einer ...
> ... hat es eben auch mal die reichen Absahner erwischt. Sowas
> kann man auch schlicht ausgleichende Gerechtigkeit nennen.

Die übliche Sozialistenphilosophie: Unrecht * Unrecht = Recht. Und wird 
es so richtig ungerecht nennen sie das "soziale Gerechtigkeit". Nach dem 
Bankrott lag es dann an den falschen Führern ...

Nice week,
Zardoz

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Das Problem ist und bleibt unser viel zu kompliziertes Steuerrecht.

Ich denke, es gibt hier keinen, der sich sicher ist, wirklich eine 
korrekte Steuererklärung abzugeben - nicht einmal mein Steuerberater ist 
sich 100% sicher.

40% der Steuerbescheide sind falsch (Quelle: Steuerberater und mein FA!) 
und werden erfolgreich angefochten -> selbst die Mitarbeiter im FA 
überblicken diesen kranken Wust und die ständigen Änderungen nicht mehr.

In einem Gespärch mit einem MdB wurde mir ganz klar gesagt, dass das BdF 
sich verselbstständigt hat - sozusagen ein Staat im Staate - der von 
außen kaum noch zu kontrollieren ist: man produziert viel Papier, denn 
dann ist man wichtig und hat eine Daseinsberechtigung.

Ein einfaches Steuersystem macht das Ganze ja auch leichter überprüfbar 
- damit können mehr Fälle bei der Steuerfahndung abgearbeitet werden.

Mich frustiert weniger die Höhe der Steuern sondern die Vorschriften.
Ich möchte wirklich gerne mal wissen, wieviel Produktivität in diesem 
Land durch Steuererklärungen und das Gezerre mit dem FA verlorengeht.

Christoph

Autor: Gast (Gast)
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>Das Problem ist und bleibt unser viel zu kompliziertes Steuerrecht.

Das stimmt! Ich wollte auch eine Stiftung in Liechtenstein gründen und 
habe es nicht geschafft.
Und da ich mich für unheimlich schlau halte, müssen diejenigen, die es 
geschafft haben unglaublich dumm sein. Und die können doch nun wirklich 
nichts für ihr Fehlverhalten - zu dumm ;-)

Der normale Steuerzahler bekommt doch erst einmal alles abgezogen, was 
üblich ist: Steuer+Sozialabgaben - ob er es versteht oder nicht.

Der 'unnormale' Steuerzahler verdient sein Geld und muß sich am 
Jahresende überlegen, was er davon abzugeben bereit ist.

Autor: Gast (Gast)
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>Der 'unnormale' Steuerzahler verdient sein Geld und muß sich am
>Jahresende überlegen, was er davon abzugeben bereit ist.

Woher ist denn diese Weisheit. Eine Wahl gibt es nicht.

Autor: Topentwickler (Gast)
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> die WAHREN Leistungsträger sind diejenigen, die die Gewinne für Nokia
> eingefahren haben und wie man die behandelt weiß inzwischen jeder in...

Sorry, aber das sind keine Leistungsträger, das sind Drangestellte die 
beliebig austauschbar sind.

Autor: Gast (Gast)
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>1) die WAHREN Leistungsträger sind diejenigen, die die Gewinne für Nokia
>eingefahren haben und wie man die behandelt weiß inzwischen jeder in
>unserem Land

Dann könnten doch diese "Leistungsträger" die Firma weiterführen, denn 
anscheinend braucht es ja Nokia nicht. Jetzt können sie mal ihr wahres 
Potential zeigen.

Autor: winne (Gast)
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Aber nur wenn sie auch über die Produktionsmittel weiterverfügen und das 
bedürfte deren Vergesellschaftung. Davor jedoch steht der Schutz des 
Privateigentums.



Was die selbsternannten Leistungsträger angeht so ist dies die Frage wie 
man Leistung definiert.


Für mich sind es diejenigen, welche mit ihrer Kreativität die Mittel für 
eine hohe Produktivität schaffen und organisieren, sowie diejenigen 
welche schlussendlich mit ihrer Arbeit die Leistung erbringen. Aber auch 
alle Servicemitarbeiter welche mit ihrer Arbeit den ganzen Laden am 
laufen halten. Manche von ihnen sind Spitzenverdiener die Meißten aber 
eher nicht.

Der Umkehrschluss wer Spitzeneineahmen erziehlt weil er maximale Gewinne 
erwirtschaftet stimmt jedenfalls definitif nicht.


Um Spitzengewinne zu erwirtschaften und darauf begründet Spitzeneinahmen 
zu erziehlen (von verdienen will ich in diesem Zusammenhang nicht reden 
weil es definitiv  falsch wäre) bedarfes jedoch lediglich einer 
Eigenschafft: Skrupellosiggkeit.

Das Ziel ist auf zwei wegen erreichbar. Entweder mann findet wenige 
Dumme welchen man das Fell massiv über die Ohren zieht , oder man macht 
das gleiche Weise in milderer Form, dafür nachdem Motto: "Mühsam ernährt 
sich das Eichörnle." Ob man viele einwenig bescheist oder wenige gscheit 
ist nur eine Frage des Aufwandes oder der Unverfrohrenheit.

Autor: TechInfo (Gast)
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Am besten wäre, wenn Liechtenstein uns besetzt. Dann können wir alle 
Stiftungen einrichten ohne dass sich das Finanzamt drum kümmert. Gibt's 
in Liechtenstein überhaupt ein Finanzamt?

Autor: Timbo (Gast)
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Bei soviel Staatsbashing wird mir schlecht. Der Piepers hat Recht. "Hier 
wird auf einem Niveau gejammert, um das uns 80% der Weltbevölkerung 
beneiden". Wollt ihr in Deutschland Steuern wie auf den Caymans oder 
Liechtenstein? Wie soll das gehen? Die finanzieren sich doch aus 
Millionären, aber in Deutschland ist halt nicht jeder reich. Wer hier 
leben will, muss die Steuern ezahlen, denn die benutzt er auch täglich. 
Was denkt ihr wer das alles bezahlt was um euch rum existiert? Die 
Straßen, die Schulen, die Polizei, die Gerichte und die Verwaltung? 
Klar, man kann auch auf all das verzichten, dann sieht es eben aus wie 
in Nigeria oder im Kosovo. Dann müsst ihr keine Steuern mehr bezahlen, 
nur noch Schutzgeld. Und dass ihr das nicht hinterzieht, dafür sorgen 
die Herren mit der Wumme schon. Jeder der hier den nächsten Beitrag über 
Steuerungerechtigkeit für Reiche schreibt, soll sich mal überlegen, ob 
er wirklich so wenig Geld hat wie die alleinstehende Kindergärtnerin mit 
zwei Kindern oder der Schichtarbeiter irgendwo in MeckPomm. Hab ihr 
wirklich gerade so viel dass es zum Leben reicht? Könnt ihr nichts mehr 
für die Rente sparen?Dann könt ihr jammern, aer vorher bezahlt verdammt 
noch mal euren Teil an unserem Land!

Autor: Gast (Gast)
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>Manche von ihnen sind Spitzenverdiener die
Meißten (autsch)
>aber eher nicht.

Mich würde bei dem inhaltsleeren Bla Bla mal interessieren, von wem du 
eigentlich redest? Wer führt deiner Meinung nach die Firma? Wer hat das 
benötigte betriebswirtschaftliche Know-How? Wer gibt die Marschrichtung 
vor, wenn es nicht die verhassten Spitzenverdiener sind?

Autor: Timbo (Gast)
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Du meinst die Marschrichtung nach Rumänien? Es sagt doch keiner dass 
Führungskräfte wenig verdienen sollen, einzig die Relation ist verloren 
gegangen. Wenn da einer 5 Mio verdient ist seine Arbeit wohl 100 mal so 
wertvoll wie die eines normalen Angestellten? Ist der 100 mal so klug? 
Aber selbst wen, warum soll er sein Geld nicht genauso wie die 
Angestellten versteuern. Was legal ist ist doch ok, nur kann es nicht 
sein, dass man sich raussucht an welche Gesetze man sich hält. Es fragt 
Dich auch keiner ob Du Dich an das Verbot von Vergewaltigungen halten 
willst. Und lies Dir bevor Du weiterjammerst doch erstmal durch was ich 
da oben gesagt habe!

Autor: Topentwickler (Gast)
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> einzig die Relation ist verloren gegangen.

Wer bestimmt den welche Relation moralisch in Ordnung ist? Die Sozen, 
die Kommunisten, der Schreiberling Prantel, Pfarrer Braun - oder wer?

Der Spitzenverdiener bekommt auch deshalb ein Spitzengehalt weil er 
nicht beliebig zu ersetzen ist, ganz im Gegensatz zum Normalverdiener, 
hier ist jeder innerhalb kurzer Zeit ersetzbar.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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TechInfo wrote:

> Am besten wäre, wenn Liechtenstein uns besetzt. Dann können wir alle
> Stiftungen einrichten ohne dass sich das Finanzamt drum kümmert. Gibt's
> in Liechtenstein überhaupt ein Finanzamt?

Die wollen von ihren eigenen Untertanen auch hinreichend Geld hamm,
nur als Ausländer biste da gern gesehen, um ihnen ihre Bank zu
finanzieren...

Autor: Axel (Gast)
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"Ich denke, es gibt hier keinen, der sich sicher ist, wirklich eine
korrekte Steuererklärung abzugeben - nicht einmal mein Steuerberater ist
sich 100% sicher."

Wo liegt da eigentlich das Problem ?

Die meisten Zahlen kann man direkt aus dem Schreiben vom AG abschreiben, 
Zinsen über dem Freibetrag haben wohl auch die wenigsten. Und die 
meisten dürften auch unter dem Werbungskostenpauschbetrag liegen. Sind 
also zwei Kreuzchen.

Ansonsten scheibe ich die Werbungskosten halt ordnungsgemäss auf. Soll 
das Finanzamt sich doch damit rumärgern, ob sie es anerkennen oder 
nicht. Bisher hatte ich da übrigends erstaunlich wenige Probleme mit.

Das einzige Problem ist doch die diffuse Angst, dass man was anzugeben 
vergessen hat, womit man noch ein paar Euro Steuern hätte sparen können. 
Aber ehrlich gesagt sind mir die paar Kröten die schlaflosen Nächte 
nicht wert.

Gruss
Axel

Autor: Bewunderer (Gast)
Datum:

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@Topentwickler,

"Der Spitzenverdiener bekommt auch deshalb ein Spitzengehalt weil er
nicht beliebig zu ersetzen ist, ganz im Gegensatz zum Normalverdiener,
hier ist jeder innerhalb kurzer Zeit ersetzbar."

Zumwinkel konnte innerhalb von Tagen ersetzt werden. Heißt das jetzt, er 
war auch nur ein Normalverdiener?

Autor: Topentwickler (Gast)
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> Zumwinkel konnte innerhalb von Tagen ersetzt werden.

Da Zumwinkel Ende 2008 aufhören sollte, stand sein Nachfolger schon seit 
Monaten fest.

Autor: Freak (Gast)
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1) LIECHTENSTEIN bitte immer mit "ie", lieber Apollo!

2) Liechtenstein ist ein ehemaliges Fürstentum und Fürsten sind die, die 
vor hunderten von Jahren das Vol ausgebeutet haben. Ebenso 
Grimaldi-Land! Heute machen die alle einen auf sauber.

3) Andererseits könnten die Deutschen auch ihr Geld in Guatemala anlegen 
und dann die Gewinneinküfte verschweigen. Liechtenstein macht ja 
grundsätzlich nicht Falsches. Sie spielen ebn nur ncht den deutschen 
Steuerbehörden zu. (Guatemala auch nicht). Die Lichtensteiner 
investieren ja auch nur Geld und geben schlappe 5% Zinsen. Würde 
Zumwinkel in Aktien machen, hätte er 10% abzüglich ein Drittel Abzug, 
macht 7%.

4) Es steht den Deutschen frei, ähnlich günsitge Zinsbedingungen 
herzustellen. Zinsen = Einkommensteuerfrei, dann bleiben die 
Investitionen HIER! Aber das rafft unsere blöde Regierung ja nicht!

5) Ich habe kein Konto in Leichtenstein, sondern eins in der Schweiz. 
Das läuft nur nicht auf meinen Namen sondern auf das der Oma. Ganz 
einfach.

6) Zieht einfach nach Luxemburg, dort sind die Steuern super gering!

7) Die eigentlichen Steuerhinterzieher, sind die Gaststätten! Die setzen 
50% um, ohne es durch die Bücher laufen zu lassen! Gerade die 
Kassenzettel ohne Rechungsnunmer lassen die gerne unter den Tisch 
fallen, indem sie einfach zwei Kassen haben zum Buchen.

8) Nummer 2 sind die Schwarzarbeiter und UST-Betrüger, die hohe 
Vorsteueraufkommen haben und dann kostengünstig abschreiben.

Wer in diesem Land brav Steuern zahl, ist einfach nur Dumm!

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Topentwickler,

Siemens hatte auch einen ziemlichen Verschleiß an Vorständen. Ich 
behaupte mal, das Ersetzen von Vorständen geht schneller als der 
Austausch der Putzfrau.

Eigentlich solltest Du umgekehrt argumentieren: Vorstände sind so 
eminent wichtig für das Überleben einer Firma, daß sie schnell ersetzt 
werden müssen.

Autor: Topentwickler (Gast)
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> Eigentlich solltest Du umgekehrt argumentieren: Vorstände sind so
> eminent wichtig für das Überleben einer Firma, daß sie schnell ersetzt
> werden müssen.

Volle Übereinstimmung, mit dem Zusatz, dass Gehalt und Wichtigkeit sich 
mindestens Proportional verhalten.

Autor: der Provokant (Gast)
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>Volle Übereinstimmung, mit dem Zusatz, dass Gehalt und Wichtigkeit sich
>mindestens Proportional verhalten.

Ach deswegen bekommen Manager, die Firmen in den Sand setzen, wie einst 
BenQ, auch noch satte Abfindungen hinterhergeschmissen.

>>1) die WAHREN Leistungsträger sind diejenigen, die die Gewinne für Nokia
>>eingefahren haben und wie man die behandelt weiß inzwischen jeder in
>>unserem Land

>Dann könnten doch diese "Leistungsträger" die Firma weiterführen, denn
>anscheinend braucht es ja Nokia nicht. Jetzt können sie mal ihr wahres
>Potential zeigen.

Warum nicht? Wenn man Ihnen die Chance dazu gibt. Es gibt Beispiele, da 
wurden Firmen in Eigenregie weitergeführt, indem die Mitarbeiter 
kurzerhand zu Anteilseignern gemacht wurden. Da gab es zwar auch lange 
Durststrecken bezogen auf das Gehalt, aber die Leute wussten wenigstens 
wofür sie sich abrackern. Frag jetzt nicht nach links, hab ich jetzt 
nicht im Kopf.

der Provokant

Autor: winne (Gast)
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jemand

heute auf B3 quer geschaut?

oder  mal gehört was der Vorsitzende des Schweizebankenverbandes vom 
Vorgehen der deutschen Behörden hält?

Freilich sehen sich sowohl die Liechtensteiner als auch der genannte 
Schweizer gezwungen ein weinig zu entschärfen.Doch die Einschätzung ist 
klar.

Man wird bestenfalls verhandeln, aber das war ohnehin geplant. Es war 
jedoch noch nie ein guter Stil eine Verhandlung mit einer Erpressung zu 
eröffnen, da hierbei der Verlust an Reputation für beide Seiten 
vorweggenommen wird.

Dies kann sachliche Verhandlungen nur erschweren. Zum Einen, weil der 
Gegenüber gezwungen wird sein Gesicht zu waren, zum Anderen weil man 
selber auch wird zurückrudern müssen und dadurch ein Gesichtsverlust 
droht.

Zum anderen Frage ich mich warum man so etwas überhaupt so hochspielt 
und brisante Dinge ohne Not preisgibt. Die Hoffnung auf einen 
erfolgreichen Dummenfang erscheint mir eher naiv. Bliebe das man die 
Verhandlungen von vornherein erschweren will. Ums sie zu torpedieren? 
Wohl eher nicht. Dann fiele mir noch ein, das sich eventuell der Eine 
oder Andere Politschauspieler ein selbserschaffene Bühne zur 
persöhnlichen Profilierung davon verspricht. Und diese nutzen unsere 
selbsternannten "Politleistungsträger" nun unisono....

Ein Schelm der .....

Autor: der Provokant (Gast)
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>jemand

>heute auf B3 quer geschaut?

Nee, aber in der ARD läuft gerade Monitor, wo gezeigt wird, wie das 
Stiftungswesen zur Kapitalverschleierung funktioniert.

Stichwort: Geldkoffer!

George W. Bush sprach doch einst von den sog. "Schurkenstaaten", jetzt 
weiß ich endlich welcher Staat damit gemeint ist.

Liechtenstein = Schurkenstaat

der Provokant

Autor: Topentwickler (Gast)
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> Liechtenstein = Schurkenstaat

Es gibt intelligente Provokateure und es gibt primitive Provokateure.
Die primitive Sorte wird immer nur abhängig-beschäftigt bleiben.

Autor: der Provokant (Gast)
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>Die primitive Sorte wird immer nur abhängig-beschäftigt bleiben.

und die "intelligente Sorte" lässt sich beim Steuerbetrug erwischen? :)

der Provokant

Autor: der Provokant (Gast)
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wie sagte doch ein Vertreter aus dem Wirtschaftsflügel die vergangenen 
Tage zum "Fall Zumwinkel"

"ich kann mir gar nicht vorstellen, wie jemand der so viele Millionen 
verdient, so dumm sein kann und einen derartigen Steuerbetrug begeht"

war der Wirtschaftsvertreter auch ein "primitiver Provokateur"?

der Provokant

Autor: winne (Gast)
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>Nee, aber in der ARD läuft gerade Monitor, wo gezeigt wird, wie das
>Stiftungswesen zur Kapitalverschleierung funktioniert.

Ach was ist das so neu für dich ?

Autor: der Provokant (Gast)
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>Ach was ist das so neu für dich ?

Nun, wenn alles bereits jedem bekannt wäre, wozu dann noch darüber 
berichten? Die Allermeisten Bundesbürger wissen nichts genaues von der 
Verschleierung großer Geldvermögen, außer dass dies stattfindet. 
Aufklärung tut also not. Und wie wenig Liechtenstein selbst daran 
interessiert ist als Finanzplatz für Geldwäscher und Steuerflüchter 
dazustehen, dass hat man an deren Reaktion gesehen. Wer sich ertappt 
weiß, der brüllt umso lauter und hat Angst um seine Pfründe. Das 
Fürstentum ist ein Magnet für illegale Kapitalströme und das wissen sie 
auch ganz genau. Die USA hat dem Fürstentum ein Abkommen aufgezwungen, 
eine Meldepflicht für jeden, der dort eine Stiftung gründet. Nur im 
Bananenstaat Deutschland und sogar ganz Europa funktioniert die 
Kapitalwäsche a' la Liechtenstein Dank Anonymität seit Jahren prächtig. 
Aber jetzt ist plötzlich ein Störfaktor ins Geschäftsmodell eingetreten 
und der heißt Skandal und vor allem ÖFFENTLICHKEIT!

Autor: winne (Gast)
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> Aufklärung tut also not.

achja? Wieso? Damit es auch der letzte lernt oder wie? zur Nachahmung 
empfohlen. Aber in D. verboten? lassen sie sich nicht erwischen....
wersich hat erwischen lassen.... Z.  B.  G. ...


>..... Quatsch

Der Skandal dient als Feigenblatt das Geschäft läuft weiter.

Eine willkommene Gelegenheit mal die eigenen Reihen zu Säubern von 
abweichlern, Nestbeschmutzern und Verrätern.

Einziger Unterschied zwischen den Vorgeführten und den nicht 
Vorgeführten,
Letztere besitzen die Macht erstere aus dem Fenster zuhängen und sich 
somit unliebsamer Konkurrenz von Abtrünnigen und Emporkömmlingen sowie 
sonstiger ungebetener Mitspieler zu entledeigen.

Es geht nicht darum den Kuchen in den Müll zu werfen sondern ihn 
unbemerkt und im Stillen neu aufzuteilen.

Autor: der Provokant (Gast)
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>achja? Wieso? Damit es auch der letzte lernt oder wie? zur Nachahmung
>empfohlen. Aber in D. verboten? lassen sie sich nicht erwischen....

Einfach so wie mit den USA regeln und das illegale Geschäftsmodell ist 
vorbei. Das KANN die Politik erzwingen, wenn sie nur WILL. Vorausgesetzt 
es gibt einen genügend hohen öffentlichen Druck auf die Kanzlerin und 
deren getreue Volksvertreter.

Autor: strubi (Gast)
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Eigentlich ist der Thread schon viel zu lang, um noch Senf dazuzugeben, 
aber es gaebe doch noch einige Anmerkungen:

- Die Deutschen jammern wirklich gerne. Sie regen sich aber auch zu 
Recht ueber Ungerechtigkeiten auf, leider herrscht doch immer noch vor 
dem allgegenwaertigen und allmaechtigen Beamtenapparat eine gewisse 
Duldungsstarre. In Holland habe ich - als Deutscher - anderes 
kennengelernt.
Wie auch immer: Das Problem ist hausgemacht, und es wird mit zweierlei 
Mass gemessen. Denn das Problem ist, seit hochrangige CDU-Politiker 
Gelder nach Liechtenstein verschieben, kein Neues. Im Uebrigen hat 
Liechtenstein strenge Geldwaeschergesetze und waere durchaus bereit, im 
Rahmen rechtsstaatlicher Mittel mit EU-Aemtern zusammenzuarbeiten. Nur: 
Hier geht es um Diebstahl von Daten - lassen wir mal das Delikt der 
Steuerhinterziehung aussen vor. Nur sollte diese Diskussion mit einer 
gewissen Selbstreflektion gefuehrt werden, anstatt den schwarzen Peter, 
weil es gerade mal im Trend liegt, Liechtenstein zuzuschieben.
Dass die Deutschen genau dieselben Bankgeschaefte mit "Grossinvestoren 
aus dem Ausland" machen, faellt hier unter den Tisch, man bezeichnet 
dabei sogar gerne mal Kleinstaaten mit effizientem Finanzwesen als 
Schurkenstaaten.
Ich wuerde jedoch meinen: Wer auf diese Weise Daten klaut und sogar 
Mittelsmaenner mit Millionen beschenkt, mausert sich selbst zum 
Schurkenstaat. Ob nun der BND die tolle Arbeit gemacht hat, oder man 
einfach einen Bankangestellten bestochen hat, spielt im Endeffekt keine 
Rolle.
Was die Hollaender, Schweizer, oder auch Liechtensteiner auszeichnet, 
ist, dass die Wohlstandsschere weniger weit auseinanderklafft wie in 
Deutschland. Wuerde die Politik den dauernden Fluss des 
Bruttosozialprodukts vom Mittelstand zu den oberen 10'000 nicht dauernd 
beguenstigen, haetten wir dieses Steuerproblem nicht.
Insofern taete die deutsche Politik besser, nicht die 'Kleinen' als 
Suendenbock hinzustellen, sondern mal von ihnen zu lernen.

Gruss,

- Strubi

Autor: Timbo (Gast)
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Was wollt ihr eigentlich vom BND? Der Vorgang im Inland war keine 
Hehlerei da sich der BND nicht bereichert hat. Und was habt ihr denn 
erwartet was ein eheimdienst im Ausland macht? Nennt mir mal einen 
Geheimdienst von euren "guten" Ländern der sowas nicht auch drauf hat. 
Leute das ist lächerlich, das ist deren täglich Brot und das ist auch 
gut so.

Autor: 6637 (Gast)
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Ein neuer Gedanke... Deutschland koennte sich doch auch langsam von der 
fixen Idee loesen, die EU finanzieren zu muessen. Weshalb kann sich 
Deutschland nicht von Spanien, Frankreich und Italien finanzieren lassen 
? Schliesslich sind das alles G8 Mitglieder, dh globale 
Wirtschaftleader, mit gesunden leistungsfaehigen Volkswirtschaften.

Autor: winne (Gast)
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Wer zahlt schafft an.
Uund auf diesem Weg versucht D. Einfluss auf die globale Politik zu 
nehmen. Nachdem es 2 Kriegeg um den Globalen Kuchen bereits verloren 
hat, versucht es den Strategiewechsel. Die (Welt-) äh innereuropäische 
Vorherrschaft auf Filzpantoffeln an sich zu bringen. Da kann man ja 
schon mal bei den Kleinen üben.

Autor: Rob (Gast)
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Nach deutschem Gesatz darf man aus Straftaten keinen Profit schlagen: 
Der Bankdatendieb darf nichts fordern oder bekommen und wenn die 
deutsche Regierung es per BND angezettelt hat, macht sie sich der 
Mittäterschaft schuldig.

Autor: helmut (Gast)
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Sieh an; offensichtlich sind unsere Abgeorneten auch mit dabei.
War ja eigentlich nicht anders zu erwarten.

Autor: schau mal an (Gast)
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>Sieh an; offensichtlich sind unsere Abgeorneten auch mit dabei.

Sieht derzeit tatsächlich so aus, man darf aber auch nicht vergessen wie 
lang angeblich die Liste ist :) Statistisch gesehen werden deswegen 
vermutlich "Persönlichkeiten" aus allen möglichen Gesellschaftsbereichen 
darunter sein

warten wir mal ab

einen hat es heute erstmal 1) richtig erwischt

"Fast drei Jahre Haft für Betriebsratschef Volkert"

http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/w...

"In Sonderbonuszahlungen von VW an Volkert sah die Staatsanwaltschaft 
besonders schwere Untreue, zu der der Betriebsratschef den früheren 
VW-Personalvorstand Peter Hartz angestiftet habe."

Da wollen wir doch gerne mal das allzu vergessliche Volk daran erinnern, 
aus welchen geistig debilen Fahrwasser die ALG-II Gesetzgebung 
entstanden ist, die allgemein unter dem Begriff "Hartz-IV" bei uns ihr 
Unwesen treibt.

1) jedenfalls bis zur Berufung in der nächsten Instanz

Autor: schau mal an (Gast)
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die Welt berichtet in einer Kurzmeldung

"Die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt auch gegen Steuersünder in der 
deutschen Politik. Laut Medienberichten richten sich die Hinweise gegen 
mehrere Politiker aus der FDP und der Union"

Autor: helmut (Gast)
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Das Volk wird schon wieder berühigt:
Es sind keine aktiven Abgeornete dabei, denn die sind ja gegen sowas 
immun.
Ehemalige Abgeordnete könnten vielleicht dabei sein.
Was lernen wir daraus: Eine Immunisierung hält nicht lebenslang.
Angela, Schräuble und Steinkrück haben alles unter Kontrolle.

Autor: Seegers (Gast)
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Was ist jetzt Deine Aussage?

Autor: 0007 (Gast)
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Komisch dass die Amerikaner sich mal wieder durchgesetzt haben. Die USA 
erfährt nämlich vollautomatisch, welcher US Bürger Geld in Liechtenstein 
parkt.
So, aber als Deutscher muss man sich ja noch vom Liechtenstein Fürsten - 
dem auch diese dubiose Bank gehört - anhören, dass "Deutschland wohl 
immer noch nicht gelernt hat, wie man mit Nachbarn umzugehen hat"
Nachbarn? Liechtenstein unser Nachbar? Was stimmt mit Liechtenstein 
eigentlich nicht, dass nicht einmal die Schweiz diesen kleinen Fleck 
haben will? Fakt ist doch: Wenn L. kein krimineller Spielplatz wäre, 
hätten sie wirtschaftlich überhaupt keine Grundlage. Oder gibt es 
irgendwas "Made in Liechtenstein"!? Na ja, Briefkastenfirmen waren noch 
nie produktiv.

Autor: 6637 (Gast)
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>Was stimmt mit Liechtenstein eigentlich nicht, dass nicht einmal die Schweiz 
diesen kleinen Fleck haben will?

Es gibt Leute, die nehmen sich was ihnen gefaellt, und andere die sich 
erfreuen an dem was da ist. Industrie hat lichtenstein auch : Hilti, und 
noch ein paar weniger bekannte. Weshalb es Lichtenstein so gut geht ? 
Sie blasen keine Millionen in eine unnuetze Armee.

Autor: Herbert (Gast)
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>Komisch dass die Amerikaner sich mal wieder durchgesetzt haben. Die USA
>erfährt nämlich vollautomatisch, welcher US Bürger Geld in Liechtenstein
>parkt.
>So, aber als Deutscher muss man sich ja noch vom Liechtenstein Fürsten -
>dem auch diese dubiose Bank gehört - anhören, dass "Deutschland wohl
>immer noch nicht gelernt hat, wie man mit Nachbarn umzugehen hat"

Das haben die Herren aus Liechtenstein sogar noch getoppt, indem sie mit 
einem Nazivergleich noch nachsetzten.

"Die Art und Weise, wie sich die Behörden Daten deutscher Kunden 
liechtensteinischer Banken beschafften, erinnerten ihn „leider an 
Methoden, die jenen der Gestapo würdig sind“, sagte Mirabaud am 
Mittwochabend im Schweizer Fernsehen TSR. "

http://www.focus.de/finanzen/steuern/steuerfahndun...

Finde so eine Wortwahl eine absolute Frechheit! Dieses kleine Land ist 
eine einzige vollgespikte Briefkastenfirma im großen Ausmaß. Die Zahlen 
schwanken zwischen 50.000 bis 75.000 gemeldeten Briefkästenfirmen, bei 
einer Fläche gerade mal so groß wie eine Kleinstadt. Wenn die für die 
ganzen Briefkästenfirmen Büroetagen vorhalten müssten, dann wäre 
wahrscheinlich kein Platz mehr vorhanden für einen einzigen Einwohner 
und der "nette" Erbprinz müsste zusätzlich noch sein Schloss als Büro 
bereitstellen.

Wie lange findet eigentlich die anonyme Geldverschieberei nach 
Liechtenstein mit Hilfe der Stiftungen schon statt? Vielleicht sollte 
mal jemand ausrechnen, wieviele Milliarden dem deutschen Steuerzahler 
(und auch anderen europäischen Ländern) dadurch schon geraubt wurden von 
dieser Pirateninsel. Es wird Zeit, diese Machenschaften endlich mal ans 
Tageslicht zu bringen, damit mehr öffentlicher Druck entsteht, dagegen 
etwas zu unternehmen. Die USA haben in Liechtenstein einfach ihre 
Vorstellung von Transparenz durchgesetzt. Warum kann Deutschland das 
nicht? Oder ist die Lobby der Kapitalbesitzer so mächtig bei uns, eine 
ähnliche Regelung zu unterbinden? Sind wir ein Bananenstaat?

Ich halte auch den Reflex der Liechtensteiner Staatsführung dem 
deutschen Steuerrecht die Schuld für die Inanspruchnahme deren 
Stiftungen in die Schuhe zu schieben für eine plumpes Ablenkungsmanöver. 
Klar ist das deutsche Steuerrecht zu kompliziert, aber deswegen haben 
die anonymen "Investoren" mit Sicherheit nicht ihre Kohle dort hin 
gebracht, da geht es einzig nur darum, sich vor dem Fiskus zu drücken.

Hier lässt sich alles beispielhaft nachlesen.

"Die Tricks der Steuerflüchtlinge"

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/...

"Ob Skipiste, Autobahn oder Wanderweg - um Geld ins Ausland zu schaffen 
und es dort in einer Stiftung zu bündeln, nutzen die Deutschen die 
unterschiedlichsten Wege. Den legalen, nämlich das mitgeführte Vermögen 
dem Zoll zu melden, beschreiten nur die wenigsten. Schließlich müssen 
die Erträge der Stiftung in dem Fall dem Finanzamt angegeben und später 
versteuert werden - wie unattraktiv."

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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@Herbert:

>Das haben die Herren aus Liechtenstein sogar noch getoppt, indem sie mit
>einem Nazivergleich noch nachsetzten.

Dir ist aber schon klar, dass der HErr Mirabaud ein Schweizer ist..?

Autor: Herbert (Gast)
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Und welches politische Klima begünstigt eigentlich den Kapitaltransfer 
der Upper Class? Das manager-magazin verrät es wie folgt

"Positiv wirken die politische Stabilität, die liberal-konservative 
politische Ausrichtung ..."

man lese genau! LIEBERAL-KONSERVATIVE politische Ausrichtung = gute 
Voraussetzung für Kapitalflucht der Spitzenverdiener

"... , die guten Rahmenbedingungen bezüglich Regulierungen ..."

soll heißen bei uns ist das Geld der Vermögenden vor dem Zugriff der 
Allgemeinheit für gemeinnütziges sicher. Einfacher ausgedrückt, kein 
Geld für den armen Pöbel!

"Das strikte Bankgeheimnis Liechtensteins und seine Weigerung, bei 
Steuerdelikten mit ausländischen Behörden zu kooperieren, ermöglichen es 
vielmehr, dass lediglich einem sehr beschränkten Kreis von Eingeweihten 
überhaupt die Identität des Stifters bekannt ist. Vor allem der deutsche 
Fiskus kommt auf legalem Wege nicht an diese sensiblen Informationen."

soll heißen, WIR verraten nix AN ANDERE! Nur an die Amis, denen MÜSSEN 
wir alles melden. Die dummen Deutschen mit ihrem doofen Sozialstaat 
erfahren nix!

somit können die Eliten die deutsche Öffentlichkeit bescheißen, wie es 
ihnen Spaß macht!

Autor: 6637 (Gast)
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>..soll heißen, WIR verraten nix AN ANDERE! Nur an die Amis, denen MÜSSEN
>wir alles melden. Die dummen Deutschen mit ihrem doofen Sozialstaat
>erfahren nix!

Wer sagt, dass die Amis etwas erfahren ? Weil sie muessen ? Das ist 
jetzt aber etwas sehr naiv. Der Herbert war noch nie in einer Bank. Dass 
Ding laeuft andersherum. Die Banken fragen die Kunden, ob sie 
amerikanischen Staatsbuerger, oder Greencardinhaber sind, und sagen, 
falls sie das waeren, muesste die Bank ihre Transaktionen melden. Es ist 
nun jedem Einzelnen ueberlassen sich als Ami, resp Greencardinhaber zu 
outen. Er muss sich doch ausweisen ! Muss ja nicht der amerikanische 
Pass sein. Ein bereister Ami hat mehr als einen Pass. Und ein 
Greencardinhaber sowieso.

Autor: Bewunderer (Gast)
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@6637

"Ein bereister Ami hat mehr als einen Pass"

Mehrere amerikanische Pässe oder einen Querschnitt durch alle Länder?

Der amerikanische Fiskus ist nicht ganz ohne. Man denke daran, daß Al 
Capone nicht wegen seiner Morde sondern wegen Steuerhinterziehung 
eingelocht wurde.

Autor: 6637 (Gast)
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Es gibt viele Laender, bei denen bekommt man den Pass wenn man lange 
genug geblieben ist. Die fruehere deutsche Eigenart, dass man die 
anderen Paesse abgeben muss ist nicht sehr verbreitet. Den 
schweizerischen zum Beispiel kann man nicht abgeben. Die 
Staatsbuergerschaft behaelt man sowieso. Einen schweizerischen gibt's 
nach 12 Jahren, einen australischen gab's mal nach 2 Jahren, usw. Wenn 
man ein paar Jahre irgendwo an einem Projekt arbeitet, hat man einen 
neuen Pass. Dabei kann man den Namen nicht grad aendern, aber etwas 
anders schreiben, und auch ein computer findet dich nicht mehr.

Autor: winne (Gast)
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Hat sich von euch schon mal einer seine Geburturkunde oder womöglich ein 
Duplikat ausstellen lassen und angesehen. Ich kenne kein amtliches 
Dokument, welches so dilletantisch ausgeführt und versendet wird. sogar 
solche für deine Kinder kannst du auf einfachste Weise erhalten. Und 
dieses ist das Einzige, was du brauchst dir einen Pass ausstellen zu 
lassen, zu heiraten oder sonst dergleichen. .....

Autor: 6638 (Gast)
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Und wo genuegt das ? Hier in CH laeuft alles ueber den 
Schriftenenpfangsschein. Den gibt's bei der Wohngemeinde als 
Gegenleistung zu den abgegebenen Schriften. Die abgegebenen Schriften 
beinhalten den Geburtsschein, sowie den Heimatschein. Neben der 
Wohngemeinde hat man eine feste Heimatgemeinde, die sich um die 
Familiengeschichte, Erbfolge, Erbberechtigung kuemmert. Die 
Heimatgemeinde wird vererbt. Frueher, vor dem Sozialstaat war die 
Heimatgemeinde zustaendig wenn man mittellos wurde. Heute macht sie noch 
die Erbangelegenheiten. Diese Heimatgemeinde stellt den Heimatschein 
aus, den muss man bei der Wohngemeinde hinterlegen. Ist noch das uralte 
System und gibt einigen einen job.

Autor: schau mal an (Gast)
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>Wer sagt, dass die Amis etwas erfahren ? Weil sie muessen ? Das ist
>jetzt aber etwas sehr naiv. Der Herbert war noch nie in einer Bank. Dass
>Ding laeuft andersherum. Die Banken fragen die Kunden, ob sie
>amerikanischen Staatsbuerger, oder Greencardinhaber sind, und sagen,
>falls sie das waeren, muesste die Bank ihre Transaktionen melden. Es ist
>nun jedem Einzelnen ueberlassen sich als Ami, resp Greencardinhaber zu
>outen. Er muss sich doch ausweisen ! Muss ja nicht der amerikanische
>Pass sein. Ein bereister Ami hat mehr als einen Pass. Und ein
>Greencardinhaber sowieso.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/200/159765/

"Offenbar verkaufte er sie auch an die Briten, die Amerikaner, die 
Franzosen und Australier.

Wie die britische Zeitung The Times berichtet, gehen die britischen 
Behörden rund 100 Fällen von Steuerhinterziehung nach, die durch die 
Unterlagen bekannt wurden. Zudem lägen entsprechende Datensätze auch in 
Frankreich und Australien. Wie bereits das Wall Street Journal berichtet 
hatte, wurden auch in den USA aufgrund der Informationen rund 50 
Strafverfahren eingeleitet."

jetzt hams die Amis wohl doch erfahren, scheint also nicht so einfach zu 
funktionieren mit der "Methode Greencard"! :)

auch eindrucksvoll ist dieser Abschnitt aus der Süddeutschen

" "Manche hatten die Schecks schon ausgefüllt", sagt ein Ermittler. Es 
habe in den vergangenen Tagen bundesweit "ungewöhnlich viele 
Blitzüberweisungen an die Finanzämter" gegeben.

In einigen Fällen hätten die Heimgesuchten noch vor dem Besuch der 
Fahnder Selbstanzeige erstattet. Nun müsse geprüft werden, ob diese 
Anzeigen den Anforderungen genügen. "

Steinbrück wird wohl allen Zweiflern zum Trotz mit einigen unverhofften 
Einnahmen rechnen können

und die Breitenwirkung in der Öffentlichkeit (der gut Betuchten) darf 
man wohl auch nicht unterschätzen ..

Autor: 6638 (Gast)
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Wohl kaum. Der einzige Nutzen ist, dass sich die Leute sagen : 
Lichtenstein ist wohl etwas zu nah. Es gibt die Kanalinseln, Singapore, 
Cayman, was auch immer. Deshalb sind die Aktienkurse der betroffenen 
Banken etwas eingebrochen. Und die Banken werden auch etwas hinzugelernt 
haben. Dass es sicherlich keinem Angestellten mehr moeglich sein wird, 
die Adresslisten der Kunden rauszulassen. Eigentlich muss der 
Kundenbediener, den Kunden nicht authentifizieren, wenn er schon 
Einblick in das Konto hat. Das konto braucht auch keinen Namen mehr, die 
Authentifizierung kann ein anderer Angestellter machen, der aber das 
Konto nicht sieht. Wasauchimmer die Bank gelernt hat, vos vorgefallen 
ist wird nicht mehr vorkommen. Es sind nicht alles Deppen.

Autor: schau mal an (Gast)
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>Wohl kaum. Der einzige Nutzen ist, dass sich die Leute sagen :
>Lichtenstein ist wohl etwas zu nah ...

Ach was, die Wahrheit ist längst nicht so kompliziert wie immer 
angenommen wird. Schau dir mal die ganzen Grenzkontrollen an, wo der 
Zoll andauernd wieder Leute mit Geldbündeln erwischt. Die 
Geldverbringung findet in der Regel Orts nah statt, das zeigt auch der 
Fall Zumwinkel. Hier kannste nachlesen

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/...

außerdem wäre der völlig falsche Schluss, gar nix zu tun gegen die 
Geldverschleppung, bloß weil es irgendwo in der (fernen) Welt noch eine 
Steueroase gibt. Der Mensch ist träge, bequem und vor allem 
Sicherheitsbewusst. Er möchte einen Kontoauszug PERSÖNLICH von seinem 
Kreditinstitut in die Finger bekommen (durch persönliches Abholen!) und 
nicht durch elektronische Systeme, an die der Staat rankommen könnte. 
Wir reden hier auch und vor allem über eine Generation mit hohen 
Geldvermögen, die noch größtenteils datentechnisch Analphabeten sind und 
kaum ihre Mails richtig schützen können (oder oft nicht mal wissen, was 
eine E-Mail ist).

Diese Leute mit Alter meist >50 fahren persönlich mit ihrem Daimler nach 
Klein-Walsertal oder Liechtenstein zum Geldabholen und verbinden solche 
"Kapitalausflüge" meist mit einem gemütlichen Ausflug, inklusive 
erregenden Nervenkitzel und latenter Entdeckungspanik. Wenn der Zoll 
personaltechnisch nicht so schwachbrüstig ausgestattet wäre, würden viel 
mehr erwischt. Jeder weiß das Grenzkontrollen statt finden aber dennoch 
findet dieses Spielchen seit langem statt (trotz Singapore, Cayman usw.)

Autor: Topentwickler (Gast)
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In Deutschland redet man z.Z. von Kommunisten, Sozialisten, 
Steuerbetrüger, Politikbetrüger(Beck,Ypsilanti), Soziale Gerechtigkeit, 
Sozialneid und ähnlichen Katastrophen.

Zur gleichen Zeit wird in der Schweiz, nach Willen des Volkes, die 
Unternehmenssteuer für KMUs gesenkt.
Sicher findet sich bald ein deutscher(linker) Politiker, der dieses 
unerhört und Europafeindlich findet.

Autor: 6638 (Gast)
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Naja. Ist schliesslich eine Demokratie. Dass man ueber die Hoehe von 
Steuern abstimmen kann ist doch das absolute Minimum.

Autor: schau mal an (Gast)
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>Sicher findet sich bald ein deutscher(linker) Politiker, der dieses
>unerhört und Europafeindlich findet

vielleicht solltest du mal wahrnehmen, dass unsere Bundesregierung weder 
aus Kommunisten noch aus Sozialisten im Westerwell'schen Sinn besteht 
und trotzdem Niemand sich für kleine Unternehmen stark macht, sondern 
immer nur den Großen hinterhergelaufen wird. Aber stell dir mal vor die 
Linke würde sich stattdessen auch und gerade für kleine Unternehmen 
einsetzen, da würde dein Weltbild aber in Schieflage geraten.

Und zum angeblichen Wahlbetrug in Hessen nur soviel, es wird Zeit mal 
die Betonfronten aufzubrechen und sich NEUE Mehrheiten zu suchen, denn 
wir leben inzwischen in einem 5-Parteien-System. Die FDP kann die Linke 
doch in Hessen verhindern, sie braucht nur in eine Ampel-Koa 
einzutreten. Aber den Westerwelle-Schreiern ist es scheints viel lieber 
ständig den Altslogan über "Postkommunisten" aus der Kalten-Kriegs-Zeit 
zu bemühen.

Umdenken ist angesagt! Neuausrichtung! Neue Mehrheiten, neues Glück, 
neue Politik!

Autor: winne (Gast)
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@ 6638

in D. heist das Standesamt.

Eine Geburtsurkunde erhält man auf formlosen Antrag hin ebenso 
Heiratsurkunde oder auch ein Dublikat. All diese Dokus werden am Ort der 
Ausstellung verwaltet. Zweitschriften sind dort anzufordern. Zur 
Austellung eines Passes oder eines Ausweises ist die jewils letzte 
derartige Urkunde nötig, selbst wenn mann inzwischen rechtskräftig 
geschieden ist. Aber wie gesagt der Hammer ist deren Qualität und 
Fälschungssicherheit. Diese liegt nahe bei Null.

Autor: winne (Gast)
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@ 6638

PS.
Das Dublikat meiner Heiratsurkunde hat meine Mutter per Vollmacht 
beantragt und wurde mir von ihr postalisch zuschickt. Weder brauchte ich 
zur Beantragung, noch zur Abholung persöhnlich erscheinen, lediglich 
meine Mutter musste sich ausweisen und eine formlose Vollmacht sowie 
einen formlosen Antrag, beides von mir ausgestellt, vorgelegen.

Autor: Topentwickler (Gast)
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@ schau mal an

> vielleicht solltest du mal wahrnehmen, dass unsere Bundesregierung weder
> aus Kommunisten noch aus Sozialisten im Westerwell'schen Sinn besteht

Hab ich sowas behauptet? Nein, natürlich nicht!
Aber du als linker Demagoge bist darin geschult den Leuten mittels 
Gehirnwäsche deine Meinung aufzudrücken.

Es gibt auch keine Kommunisten und Sozialisten im Westerwell'schen 
Sinne.

Es gibt nur DIE Kommunisten und DIE Sozialisten!

Sollten sich das links-sozialistische Gesocks mal für die KMUs 
einsetzen, so würden bei mir alle Alarmglocken läuten. Den ohne 
Internationale Konzerne funktioniert unsere Wirtschaft nicht.


Dein angeblicher Wahlbetrug in Hessen ist ein tatsächlicher 
Wählerbetrug!

Die selben SPD-Leute, die vorige Woche zu Recht auf die Steuerbetrüger 
eingeprügelt haben, begehen jetzt Wählerbetrug.
Zwischen Steuerbetrug und Wählerbetrug ist, aus moralischer Sicht kein 
Unterschied zu machen.

Dein Eindreschen auf die FDP kannst du dir auch sparen. Damit wirst du 
die Schwächen der SPD nicht kaschieren können, und schon gar nicht den 
Wählerbetrug der SPD entschuldigen können.

> Umdenken ist angesagt! Neuausrichtung! Neue Mehrheiten, neues Glück,
> neue Politik!

Das war schon die große Träumerei der 70er-Jahre unter W.Brandt.


p.s. Falls man umdenken will, so kann man ja Petra Roth, die die 
"Ministerpräsidentin der Herzen" für schwarz-gelb-grün vorschlagen.

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Topentwickler,

"Sollten sich das links-sozialistische Gesocks mal für die KMUs
einsetzen, so würden bei mir alle Alarmglocken läuten. Den ohne
Internationale Konzerne funktioniert unsere Wirtschaft nicht."

Die meisten Arbeitsplätze befinden sich in mittelständischen Unternehmen 
bzw. werden von diesen geschaffen! Unter diesen gibt es übrigens auch 
eine Reihe von Weltmarktführern auf deren Gebiet.

Also, bleib lieber bei Deinen Topentwicklungen.

Autor: winne (Gast)
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@ 6638

>Naja. Ist schliesslich eine Demokratie. Dass man ueber die Hoehe von
>Steuern abstimmen kann ist doch das absolute Minimum.

Das geht bei euch in der Schweiz mit eurer direkten Demokratie und den 
Volksabstimmungen.

Soetwas geht aber nicht in Deutschland. Dort gibt es eine 
parlamentarische (indirekte) Demokratie. Gestzesvorlagen (auch 
Steuergesetzgebung) werden durch den Bund (teilweise Länder, wo 
Ländersache) ausschließlich durch die Parlamente eingebracht und 
beschlossen und bedürfen der Absegnung durch den Bundesrat, welcher sich 
aus Vertretern der Landesregierungen zusammensetzt.
Eine Volksabstimmung (Plebizit) ist im Grundgesetz ausdrücklich nicht 
vorgesehen. Und insofern haben die deutschen Bürger keinerlei Handhabe 
gegen den Willen der Politik im Ganzen oder in Detailfragen. 
Ledigliglich die Parlamentarier könne ausgetauscht werden. Diese sind 
jedoch durch Fraktionszwang zu meist (und damit sogar entgegen dem 
Grundgesetz)innerparteilich gleichgeschaltet.

Dies und die Bund-Länderdualität machen strukturelle sowie 
spezifisch-grundsätzliche Veränderungen de facto unmöglich. Was ein 
unmögliches Gezerre um jedes Semikolon im Gesetztestext zur Folge hat, 
und letztendlich zur allseits beklagten Zernovellierung des Deutschen 
Steuerrechts führte. Jegliche generelle Reform auf diesem Sektor wird 
unmöglich.

MfG Winne

Autor: winne (Gast)
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>Die selben SPD-Leute, die vorige Woche zu Recht auf die Steuerbetrüger
>eingeprügelt haben, begehen jetzt Wählerbetrug.
>Zwischen Steuerbetrug und Wählerbetrug ist, aus moralischer Sicht kein
>Unterschied zu machen.


Siehe oben:
Dieser "Wählerbetrug" ist grundgesetzimmanent verankert, da den Parteien 
durch die ausdrücklich im Grundgesetz vorgesehene Fraktionsbildung eine 
überprortionale Macht zu Teil wird und somit der einzelne Parlamentarier 
de facto entgegen dem Grundgesetz nicht die Möglichkeit besitzt frei 
nach seinem Gewissen zu entscheiden. Diese Freiheit besteht in D. nur 
und rein theoretisch.

Ein Punkt welchen jüngst die SVP auch in der Schweiz eingführte, in dem 
sie ihre zwei von der Mehrheit der Parlamentarier gewählten jedoch nicht 
von der Fraktion vorgeschlagenen Bundesräte kurzerhand aus ihrer eigenen 
Fraktion ausschloss, weil diese es wagten die Wahl anzunehmen.
smoit zeigte  die parlamentarische Mehrheit der SVP-Fraktion die Grenzen 
ihrer Macht, was selbige vergolten in dem sie ihrerseits Ihren eigenen 
Bundesräten die Grenzen ihrer Freiheit vor augen führte.

Ein Schelm, der hier an Demokrati glaubt .....

Autor: schau mal an (Gast)
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>Aber du als linker Demagoge bist darin geschult den Leuten mittels
>Gehirnwäsche deine Meinung aufzudrücken.

so redet nicht ein "Top-Entwickler" sondern ein Top-Demagoge!

>Es gibt auch keine Kommunisten und Sozialisten im Westerwell'schen
>Sinne.

Doch gibt es sehr wohl. Westerwelle versucht andauernd Linkswähler in 
die Ecke der Kommunisten zu schieben und mein Eindruck ist, du versuchst 
das genau so.

>Es gibt nur DIE Kommunisten und DIE Sozialisten!

Falsch! Die Sozialdemokraten haben unter Kurt Beck selbst den sog. 
demokratischen Sozialismus als Ziel beschlossen.

>Sollten sich das links-sozialistische Gesocks mal für die KMUs
>einsetzen, so würden bei mir alle Alarmglocken läuten.

Weshalb? Wo ist denn Westerwelle wenn es um kleine Unternehmen geht? Wo 
ist denn Westerwelle wenn es um die erbärmliche Elektroschrott Regelung 
geht?

>Den ohne
>Internationale Konzerne funktioniert unsere Wirtschaft nicht.

Schon wieder so ein Schwarz-Weiß Denken. Hilfe, die böse Linke will alle 
Großkonzerne verstaatlichen. Ogottogott. Absolut Lächerlich! Am Fall 
Nokia sieht man aber, dass diese Konzerne mittlerweile mit ihrer 
Arbeitnehmern machen was sie wollen und da bedarf es dringend einiger 
Korrekturen.

>Dein angeblicher Wahlbetrug in Hessen ist ein tatsächlicher
>Wählerbetrug!

Ach ja? Wie war das noch gleich mit der FDP, die einst holter die polter 
die SDP im stich lies und zur CDU wechselte? Aber lassen wir das, das 
ist Vergangenheit.

Nehme mal langsam unser neues 5 Parteien Szenario zur Kenntnis. Wie 
sollen denn künftig noch Mehrheiten zustande kommen, wenn sich keiner 
bewegen möchte und die Claims abgesteckt sind? Die Linke und die SPD 
haben viele Gemeinsamkeiten wie den Mindestlohn, die Bildungspolitik und 
anderes.

Von Wählerbetrug kann gar nicht die Rede sein, wie haben eine LINKE 
MEHRHEIT im Hessischen Landtag, da beißt die Maus keinen Faden ab UND 
wir haben einen Ministerpräsidenten, der von der Anzahl der Mandate her 
ABGEWÄHLT ist. Basta! :)

>Die selben SPD-Leute, die vorige Woche zu Recht auf die Steuerbetrüger
>eingeprügelt haben, begehen jetzt Wählerbetrug.

Niemand prügelt auf jemand ein. Die Steuerbetrüger sind RECHTSBRECHER 
die keine Bagatelle begangen haben, sondern ohne Not ihren Reichtum auf 
Kosten der Allgemeinheit mehren. Die vielen Selbstanzeigen sprechen eine 
deutliche Sprache.

>Zwischen Steuerbetrug und Wählerbetrug ist, aus moralischer Sicht kein
>Unterschied zu machen.

Wenn du diesen Unterschied nicht kennst, dann solltest du dich mal mit 
den entsprechenden Paragrafen beschäftigen. Steuerbetrug in 
Millionenhöhe ist eine Straftat. Ein falsches Wahlversprechen ist 
höchstens eine Dummheit, aber in der Geschichte der politischen 
Äußerungen nahezu Normalität! Wie war das noch gleich mit dem falschen 
Rechenschaftsbericht von Roland Koch?

Was den Steuerbetrug angeht, man hat doch lange genug hinter Hartz IV 
Beziehern hergeschüffelt und Betrug aufgedeckt. Jetzt ist endlich mal 
die obere Einkommensschicht dran und zittert. Das war längst überfällig. 
Gleiches Recht für alle!

>Dein Eindreschen auf die FDP kannst du dir auch sparen. Damit wirst du
>die Schwächen der SPD nicht kaschieren können..

Oooch! :) Du meinst die FPD die in Hamburg nicht mal die 5 Prozent Hürde 
geschafft hat? Da hat sich Westerwelle bestimmt gelb drüber geärgert :))

Ich sage es nochmal, umdenken ist angesagt! Es wird Zeit sich endlich 
mit Sachpolitik zu beschäftigen, mit dem Mindestlohn, mit der 
Schulpolitik und nicht welches Grüppchen nicht oder niemals mit wem 
darf.

Wegen mir soll doch Roland Koch auf seinem Stuhl festgetackert werden. 
Ypsi macht einfach ihre Gesetzesvorlagen, Grüne und Linke stimmen zu 
dort wo die Vernunft es anzeigt und die FDP samt CDU lässt man rechts 
liegen. Herrlich! :)))

Autor: mal nachdenken! (Gast)
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Wie groß wäre eigentlich das Geschrei gewesen, wenn die Linkspartei sich 
für Einführung von Online-Durchsuchungen ausgesprochen hätte? Dann hätte 
jeder gesagt "jetzt wollen se die Stasi wieder haben, jetzt ist es 
endlich raus, da haben wir den Salat".

Die alten Denkschemata stimmen schon lange nicht mehr.

Autor: Herbert (Gast)
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>Den ohne
>Internationale Konzerne funktioniert unsere Wirtschaft nicht.

und mit Großkonzernen funktioniert auch vieles nicht (mehr)

Zitat

"Weder bei den Stromnetzen noch bei den Bahntrassen noch bei anderen 
technisch bedingten Monopolen macht es Sinn diese Netze von Profit 
orientierten Konzernen betreiben zu lassen"

sagte Prof. Lorenz Jarass von der Fachhochschule Wiesbaden

heute als Fazit in einem Beitrag für ZDF Frontal21 über die Folgen der 
zunehmenden Vernachlässigung unserer Stromnetze durch die 
Monopolkonzerne.

Autor: gast (Gast)
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@Topentwickler

lol, du glaubst doch wohl nicht das Zeugs was du da schreibst?

Obacht Volk! - CDU hatte einen Kommunisten in seinen höchsten Reihen!? - 
Attac Mitglied, Globalisierungskritiker und Linksparteiversteher:

http://www.stern.de/politik/deutschland/:Heiner-Ge...

Autor: Herbert (Gast)
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>Obacht Volk! - CDU hatte einen Kommunisten in seinen höchsten Reihen!? -
>Attac Mitglied, Globalisierungskritiker und Linksparteiversteher:

Also ich möchte den Topentwickler nicht in Schutz nehmen, aber Heiner 
Geißler einen "Kommunisten" zu nennen ust so daneben, dass es quietscht.

Geißler war einer der wenigen der rechtzeitig erkannte, dass die sog. 
Leipziger Parteitagsbeschlüsse der CDU/CSU nicht einen Sieg sondern eine 
Niederlage bescheren werden.

Wer es nicht mehr weiß, die Leipziger Parteitagsbeschlüsse sahen unter 
anderem vor, die Einführung einer sog. einheitlich "Kopfpauschale" statt 
eines nach Einkommen gestaffelten Krankenversicherungsbeitrages.

Nebenbei gesagt, warum Heiner Geißler Attac beigetreten ist hat er auch 
schon erklärt. Attac heißt "Association pour une Taxation des 
Transactions financières pour l'Aide aux Citoyens et Citoyennes".

Übersetzt heißt das: Vereinigung für eine Besteuerung von 
Finanztransaktionen zum Wohle der BürgerInnen.

Wenn man das Ungleichgewicht zwischen der Besteuerung von 
Produktionsgütern einerseits und der ungebremsten wild wuchernden 
Zockerei an den Kapitalmärkten durch Private Equity Fonds und dem ganzen 
Gesocks andererseits verfolgt, dann ist hier DRINGEND Handlungsbedarf 
angesagt, bevor sich der Kapitalismus selbst auffrisst und wir zunehmend 
Inseln der Superreichen bekommen und gleichzeitig steigende Armut in 
reichen Ländern wie der Bundesrepublik Deuschland (und anderer Ländern).

Autor: gast (Gast)
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>Also ich möchte den Topentwickler nicht in Schutz nehmen, aber Heiner
>Geißler einen "Kommunisten" zu nennen ust so daneben, dass es quietscht.

Sorry, hatte den Iron-Tag vergessen ;)

Ich schätze Heiner Geissler als Demokraten und auch als Querdenker sehr.

-gast (Gast) 27.02.2008 10:29

Autor: Zardoz (Gast)
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Ja sowas aber auch: 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,538671,00.html

Wie gut, daß es noch menschliche Regungen jenseits des Neids gibt.

Nice week,
Zardoz

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Zardoz,

schlimm, schlimm. Der Neid hat mittlerweile schon die wirtschaftliche 
Elite erreicht:

Berlin (AP) Mit deutlichen Worten hat sich BDI-Präsident Jürgen Thumann 
angesichts des Steuerskandals von Post-Chef Klaus Zumwinkel distanziert. 
Wer gegen Gesetze verstoße, «gehört nicht mehr dazu», sagte Thumann der 
«Bild am Sonntag». «Generell gilt: Manager und Unternehmer tragen 
besondere Verantwortung», stellte der Industriepräsident klar.

«Wer gegen die Spielregeln verstößt, stellt sich gegen die Wirtschaft. 
Der verdient nicht die Unterstützung der Kollegen.» Thumann betonte: 
«Wir werden uns vor diejenigen stellen, die nach Recht und Gesetz, Ehre 
und Gewissen arbeiten. Wer das nicht akzeptiert, gehört nicht mehr 
dazu.»

Was soll nur aus uns werden? Zardoz, bitte hilf uns.

Nice confusion

Autor: Zardoz (Gast)
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Herr Thumann ist ein Funktionär. Und er funktioniert. Jedenfalls im 
Sinne der Politiker. Im BDI ist er durchaus umstritten ...

Nice week,
Zardoz

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Zardoz,

und jetzt auch Olaf Henkel und Hanns-Eberhard Schleyer als neidgestuert 
aus http://www.dradio.de/aktuell/739680/):

"Der frühere BDI-Chef Hans-Olaf Henkel zeigte sich schockiert über den 
Fall Zumwinkel. Henkel sprach im Deutschlandfunk von einer gewaltigen 
Enttäuschung. Zugleich betonte er, seines Wissens sei 
Steuerhinterziehung in Vorstandsetagen extrem selten.
Ex-BDI-Chef Henkel zeigte sich schockiert über den Fall Zumwinkel (Bild: 
AP) Man dürfe in der Debatte um das Gebahren von Spitzenverdienern in 
der Wirtschaft nicht verallgemeinern, sagte Henkel. Es sei falsch, immer 
von "den" Managern oder "den" Vorständen zu reden. Sogar die 
Bundeskanzlerin und der Bundespräsident redeten inzwischen von "den 
Managergehältern". Richtig sei es dagegen, die Betroffenen konkret beim 
Namen zu nennen."


"Der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, 
Hanns-Eberhard Schleyer, sagte, das Verhalten einiger 
Unternehmensleitungen und der Aufsichtsräte werde ihrer Vorbildfunktion 
nicht gerecht. Zugleich vermittelten sie ein Unternehmerbild, das für 
die Mehrheit nicht zutreffe. Schleyer sagt im Deutschlandfunk: "Man hat 
mitunter das Gefühl, dass gewisse Spielregeln für die da oben nicht mehr 
gelten." Allerdings warnte er auch davor, Unternehmer unter 
Generalverdacht zu stellen"

Oder ist Hr. Zumwinkel nur Opfer einer gigantischen Verschwörung?

Heiliger Zardoz, sei bei uns.

Autor: Herbert (Gast)
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>Wie gut, daß es noch menschliche Regungen jenseits des Neids gibt.

Das sag mal den vielen kleinen Leuten, denen man täglich die 
Lebensmittelpreise, die Miet- und Mietnebenkosten, die Energiepreise, 
die Spritpreise und vieles andere erhöht, während sich eine bereits 
schon satte Elite immer noch mehr Geld einscheffelt. Neid ist was ganz 
anderes. Neid hieße, man wolle auch die vielen Millionen eines 
Zumwinkels haben. Das trifft für die Allermeisten überhaupt nicht zu. 
Die Leute wollen einfach nur noch genügend Luft haben zum Leben und zur 
Teilhabe an unserer Gemeinschaft. Sie wollen nicht marginalisiert werden 
und sich abrackern für einen Hungerlohn, bei dem die "Westerwelle's" 
sagen, "tja, Sie haben halt eine zu niedrige Produktivität".

Wir haben mittlerweile eine um sich greifende WIRTSCHAFTSVERDROSSENHEIT 
im normalen bis unteren Einkommenssegment und unter den Hilfeempfängern 
erst recht. Die Leute glauben nicht mehr an unser bestehendes 
Wirtschaftssystem. Jetzt werden schräge Randfiguren wieder unterstellen, 
böse linke Kräfte wollten die DDR wieder einführen oder gar den 
Kommunismus, aber das stimmt nicht. Wir müssen den Teilen unserer 
Gesellschaft, die sich zunehmend aus der Solidarität AUCH DURCH 
Steuerhinterziehung in MILLIONENHÖHE hervortun, wieder bescheid stoßen, 
dass wie das nicht länger hinnehmen und wir dürfen uns nicht ständig 
durch das Fluchtargument erpressen und klein kriegen lassen. Die 
Kanzlerin hat das wenigstens im Ansatz mittlerweile begriffen. Die Union 
hat nicht mehr uneingeschränkt die bis dato immer für sie typische 
Wirtschaftshörigkeit und Blindvertrauen in den Arbeitgeberflügel und 
deren Lobbygruppen. Leider braucht es immer erst eine spürbare Zahl an 
Opfern, bis die politische Führungsriege mal langsam merkt, was los ist 
im Staate Dänemark (falls sie es überhaupt merken).

Schön geredete Statistiken aus dem Arbeitsministerium verkleistern den 
politischen Sachverstand oder werden sogar bewusst zur Falschdarstellung 
der Situation in D-Land verwendet.

Autor: Max (Gast)
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Auf Doku-Planet.com gibts den interessante Doku zu diesem Thema:

http://www.doku-planet.com/2009/08/liechtenstein-g...

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