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Forum: PC Hard- und Software Doku für Diplomarbeit mit was schreiben?


Autor: dude (Gast)
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Hallo,

schreibe ab Montag an meiner Diplomarbeit, jetzt bin ich noch nich 
sicher welches Programm ich für die Doku nehmen soll.
Wollte mich halt schon so früh wie möglich festlegen, dass ich am Schluß 
nich ins rotieren komme.

Habe beim 2. Praxissemester MS Word verwendet, aber die Erfahrungen 
waren teilweise nich so toll, da Word bei vielen Bildern im Dokument 
öfters mal abstürzt.

Habe jetzt von ein paar Bekannten gehört die haben ihre Doku mit Latex 
geschrieben, ist halt alles quellcodebasiert und ich habe mich jetzt 
meistens ums Programmieren gedrückt.

Ein Anderer meinte er würde nie wieder mir Latex schaffen, Open Office 
sei besser.


Deshalb wollte ich nun mal wissen, wie eure Erfahrungen so sind was man 
am Besten verwendet, sprich wo Vorteile und Schwächen des jeweiligen 
Programms liegen.

Autor: Mathi (Gast)
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Ich habe schon Word und OpenOffice verwendet. Teilweise für 
Formelintensive Sachen. Werd ich nie wieder tun. Wenn eine größere Doku, 
dann Tex.
Der Formeleditor, sowohl von OO als auch Word, ist regelrecht 
unbrauchbar für komplexere Formeln.
Wenn es um "Prosa" geht, dann sind die beiden schon ganz nett ;)

Autor: Der Dude (Gast)
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Heutzutage ist wohl Word nicht mehr fein genug für eine Diplomarbeit.

Womit willst Du später im Berufsleben arbeiten?

Autor: Der Dude (Gast)
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P.S.: Der Dude bin ich. Merk Dir das.

Autor: Stefan (Gast)
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LaTeX

wenn man die ersten Hürden übestanden hat wie Titelseite, grundlegendes 
Layout, Kopf/Fußzeile einrichten etc. und die ersten paar Abschnitte 
getippt hat und sich durch die Spezialitäten des Bilder-Einfügens 
durchgearbeitet hat (Das dauert vielleicht 10-Word-Seiten-Zeiteinheiten 
lang...) gibt es nichts besseres als LaTeX.

1 Mal eingerichtet, nie mehr ums Layout kümmern, sieht auf allen 1, 10, 
100, oder 1000 Seiten überall gleich gut und professionell aus!

Gruß
Stefan

Autor: Oliver Keller (ozel-)
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Ich empfehle auch Tex und LaTex.
Es hat zwar auch so seine Tücken. Z.B. Fußnoten in Tabellen 
realisieren... ein Gräuel! Aber man hat doch überwiegend alles viel mehr 
unter Kontrolle. Und wenn man einmal die richtigen Parameter für eine 
bestimmte Textformatierung gefunden hat, kann man sie ja immer wieder 
für's nächste mal aus dem letzten Latex file rauskopieren.
Die Lernkurve sollte man halt nicht unterschätzen. Falls nur noch wenig 
Zeit übrig ist, lieber nicht gleich LaTex ... ;)

Unter Mac OS X (Tiger) find ich TextMate als Editor sehr bequem und Skim 
dazu als PDF Reader im zweiten Bildschirm, der automatisch die Änderung 
im Latex-File per auto-update Funktion anzeigt.

Für Windows solls auch ganz gute Werkzeuge geben, die LaTex Editierung 
und Anzeige elegant kombinieren (WYSIWYG). Lyx bzw. Klyx (kommt 
ursprünglich von linux und kde) soll da super sein.
http://www.lyx.org/about/screenshots.php

Autor: Steffen (Gast)
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Naja, soo schlecht ist Word eigentlich gar nciht. Man muss nur 
durchgängig mit den Formatvorlagen arbeiten, dann sieht es im gesamten 
Dokument einheitlich aus.

In der Summe sehen LaTex Dokumente allerdings (gerade bei Dipl.Arbeiten) 
meist besser aus. Man braucht sich nicht um die Formatierung kümmern 
(insbes. das Inhaltsverzeichnis von Word finde ich tooootal besch...) 
auch werden automatisch Abstände richtig eingehalten (vor und hinter 
Absätzen, Überschriften, ...).

Formeln finde ich eigentlich nicht soo einen besonderen Grund für oder 
gegen ein Programm. Mit dem Formeleditor kann man auch Seitenlange 
Formelansammlungen recht schnell und optisch ansprechend schreiben...

Nicht vergessen: Inhalt und Struktur der Arbeit sind eigentlich noch 
viel wichtiger.

STeffen.

Autor: Oliver Keller (ozel-)
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ich hab auch nicht das Gefühl, dass unter der LaTex Nutzung mein MS Word 
"know how" merklich gelitten hat

Autor: Steve (Gast)
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Hier ist auch gerade LaTeX im Einsatz, verwende ich jetzt seit 4 
Semestern und im Moment für die Master Arbeit. Es schaut einfach super 
aus und man kann sich größtenteils auf den Inhalt konzentrieren. 
Allerdings ist jemand der sich damit auskennt einfach Gold wert, weil 
der Einstieg ziemlich happig ist. Dann aber ein Traum, 
Formelnummerierung, Inhaltsverzeichnisse, Literatur ... wird alles für 
dich gemacht.

Wenn dich das zu sehr abschreckt, nimm OO. Einmal sauber eingerichtet 
(Formatvorlagen) tut es seinen Dienst akzeptabel. Der Formeleditor ist 
ähnlich wie TeX und allemal besser als das Teil von Word.

Autor: yalu (Gast)
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Wenn die Arbeit voraussichtlich länger als zehn Seiten wird:  LaTeX.
Wenn die Arbeit mindestens eine nichttriviale Formel enthält: LaTeX.
Wenn die Arbeit hinterher halbwegs ordentlich aussehen soll:  LaTeX.

Für alles andere:                              OpenOffice oder Word.

Alles mit LaTeX machen zu wollen ist Quatsch, das machen nur
Puristen und Frickler.

Siehe auch:

  Beitrag "Eure Meinung zu Textverarbeitungsprogrammen"

Autor: der mechatroniker (Gast)
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Wenn man sich anhört, was den Leuten bei LaTeX Schwierigkeiten bereitet, 
so sind dies meist die grafisch "exotischeren" Angelegenheiten wie 
Titelseiten o.ä. In der Tat ist das Layouten auch mit mehr Erfahrung 
noch mühselig, da die Nicht-WYSIWIG-Arbeitsweise von LaTeX dem nicht 
gerade entgegenkommt.

Typisch für diese Seitentypen ist aber, daß sie pro Dokument nur einmal 
oder wenige Male vorkommen. Das relativiert den (Einarbeitungs-) 
Mehraufwand bei umfangreicheren Arbeiten bereits deutlich. Und er läßt 
sich, last but not least, auf nahezu null reduzieren, wenn man diese 
Exoten einfach mit einem Programm seiner Wahl erstellt und in ein PDF 
druckt. pdfpages ist dein Freund.

Autor: Chris (Gast)
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Hi,

einmal ein kleines "Pro" an die Closed-Source-Fraktion: In Word 2007 hat 
sich sehr viel in Sachen Textverarbeitung und v.a. Formeln getan.
Vorher waren Formeln wirklich ein grauß, der Formeleditor ist permanent 
abgeschmiert und war nie richtig in Word integriert - jetzt: nahezu 
perfekt ;)

Bei MS dürft's irgendwo eine 60-Tage-Demo geben.
Ansonsten gibt's das Office für Studenten ziemlich günstig (iirc 
Professional für 120€ oder Home-Edition für 160 Tacken, allerdings kann 
man das auf 3 Rechnern installieren - aber: jeweils non-commerial!)

Und nein, ich arbeite nicht in Unterföhring.

Viele Grüße

Chris

Autor: Stefan Salewski (Gast)
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Das ist mal wieder so eine Frage, die man nicht pauschal beantworten 
kann.

Ein Textsatzsystem wie LaTeX ist eben doch etwas völlig anderes als Word 
und Co.

Zur Diplomarbeit mit LaTeX anzufangen ist eigentlich schon etwas spät.
Wenn Du später auch deine Dissertation, ein Buch oder ähnliches 
schreiben willst kann es sich aber noch lohnen. Wenn aber absehbar ist, 
dass Du bald in eine Umgebung wechseln wirst, wo man LaTeX nicht 
einsetzen kann, lohnt es nicht unbedingt.

Es kommt auch stark auf Deine jetzige Umgebung an. Wenn dort LaTeX kaum 
genutzt wird, wirst Du dir alles selbst erarbeiten müssen, dann kann 
einem schnnell die Zeit weglaufen. Insbesondere wenn von Deinem Chef ein 
ganz bestimmtes Erscheinungsbild gefordert wird, das vom typischen LaTeX 
Aussehen abweicht.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>aja, soo schlecht ist Word eigentlich gar nciht. Man muss nur
>durchgängig mit den Formatvorlagen arbeiten, dann sieht es im gesamten
>Dokument einheitlich aus.


Diese LaTex/Word/OpenOffice Diskussion ist doch Schwachsinn.

Es sind alle Programme gleich gut(schlecht) dafür geeignet, ordentlich 
Schriftstücke zu verfassen. Man muss nur in der Lage sein, die 
entsprechenden Features des jeweiligen Programmes nutzen zu können.


Die meisten Firmen verwenden zur Erstellung ihrer Schriftstücke 
Word/OpenOffice. Warum sollte man also vorher etwas anderes nehmen?

Autor: Gast (Gast)
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> Es sind alle Programme gleich gut(schlecht) dafür geeignet, ordentlich
> Schriftstücke zu verfassen.

Schriftstück ist nicht gleich Schriftstück. Je nachdem was man machen 
will gibt es drastische Unterschiede in der Eignung der Programme. 
Versuch mal mit Word ein 500-seitiges Buch zu schreiben, oder mit LaTeX 
ein bebildertes Magazin zu erstellen, dann weißt du was ich meine.

Autor: Christoph __ (chris)
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> Die meisten Firmen verwenden zur Erstellung ihrer Schriftstücke
> Word/OpenOffice. Warum sollte man also vorher etwas anderes nehmen?

Um seinen Horizont zu erweitern? Warum studiert man ueberhaupt, wenn man 
nicht bereit ist mal ueber den Tellerrand von MS Word zu schauen?

Entschuldigung fuer diese harten Worte, aber ich finde, dass es absolut 
selbstverstaendlich ist, dass man eine Diplom-Arbeit nicht mit MS Word 
oder OpenOffice verfasst. Ich meine das gar nicht nur wegen des Layouts, 
sondern auch schon wegen des ganzen Schriftbildes. LaTeX oder andere 
richtige DTP-Programme (man muss ja nicht LaTeX nehmen) positionieren 
die Buchstaben, Zeilen und so weiter so viel praeziser als MS Word und 
OpenOffice, dass viele Leute den Unterschied auf den ersten Blick 
erkennen koennen.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Diplomarbeit mit was schreiben?

"...womit schreiben?"

Bzw. "Womit die Diplomarbeit schreiben?"


Als Antwort: In besserem Deutsch!

Autor: Guile Lampert (Gast)
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Also ich habe meine Abschlussarbeit auch mit Latex geschrieben und habe 
vorher kein Latex benutzt. Ich werde nie wieder grössere Artikel in Word 
schreiben sondern nur noch in Latex. Zur Zeit schreibe ich ein Buch in 
Latex.

Ich empfehle Miktex und als Editor Texniccenter unter Windows!

Gibt aber sicher auch noch andere gute Editoren.

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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@Der Dude:

> Heutzutage ist wohl Word nicht mehr fein genug für eine Diplomarbeit.

Wieso "nicht mehr"? Das war es noch nie. Eher passen würde "heutzutage 
ist wohl TeX nicht mehr klickibunti genug für einen Diplomanden". Man 
ist sich zu fein geworden, um Kommandos mit der Tastatur einzutippen, 
obwohl man die doch auch zum Schreiben des eigentlichen Textes einsetzt.

> Womit willst Du später im Berufsleben arbeiten?

Womit du arbeiten willst_ und womit du arbeiten _mußt sind leider 
nicht unbedingt deckungsgleich. Die Microsoft-Dominanz ist im 
beruflichen Umfeld leider sehr groß.

@Oliver Keller:

> Die Lernkurve sollte man halt nicht unterschätzen. Falls nur noch wenig
> Zeit übrig ist, lieber nicht gleich LaTex ... ;)

So dachte ich auch, als ich letztens eine kleine Doku für ein Programm 
schreiben mußte. Dachte mir, da es nicht so groß ist und ich schon eine 
Weile fast kein LaTex mehr benutzt habe, nehm ich halt "schnell mal" 
Word. Mittlerweile glaube ich, daß ich in LaTex trotzdem schneller 
gewesen wäre und vor allem auch meinen Blutdruck niedriger gehalten 
hätte.

@Stefan Salewski:

> Zur Diplomarbeit mit LaTeX anzufangen ist eigentlich schon etwas spät.

Ich habe das auch so gemacht. Allerdings hat ein Kommilitone seine 
Diplomarbeit auch in der selben Abteilung geschrieben, und so konnten 
wir  uns gemeinsam einarbeiten.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Falls man gezwungen ist, doch mit MS Word zu arbeiten:

Der Verzicht auf die sogenannten "Positionsrahmen" steigert die 
Zuverlässigkeit enorm.

Autor: Icke Muster (Firma: my-solution) (hendi)
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Also ich hab für meine DA auch miktex mit Texniccenter verwendet. Ich 
bin damit sehr gut gefahren. Als Einstieg ist es wirklich ein bischen 
spät, wenn man sich allerdings mit entsprechenden Einstellungen in Word 
nicht auskennt, ist das IMHO auch nicht trivial dort alles einzustellen.
Der Vorteil bei Latex ist, das alles bleibt wo/wie du es haben willst. 
Wenn die Präambel steht, kann man einfach schreiben. Rechtzeitig vor 
Abgabe die Formatierung noch überprüfen und dann passt das. Wichtig ist, 
dass man den Zeitaufwand zur Einrichtung nicht unterschätzt. Am Anfang 
können andere Schriftarten und Überschriftenanpassungen zur Tagesaufgabe 
werden. Wenn es später einen Glossar oder einen Index geben soll, sollte 
man sich auch am besten gleich am Anfang darüber klar werden. Präambeln 
gibt es mehr oder weniger gut dokumentiert im Netz, damit ist meist der 
Großteil der Einrichtung abgeschlossen. Allerdings ist es sinnvoll sich 
dort Anregungen zu holen und seine eigene Präambel zu verfassen. Dann 
weiß man auch mal warum es grade klemmt.
Vorteile: Runter schreiben, einfache Erstellung von *.pdfs und geiles 
Layout(immer gleich). Codeumgebungen und Formeln sind für mich ein 
klares Pro. Inhaltsverzeichnis, Index, Abkv., Glossar und Litv. lassen 
sich automatisieren. Die Dateien kann man über andere Programme 
manipulieren, das ist günstig, wenn man global z.B. ein Wort kursiv 
schreiben will (k.A. ob das so in Word geht).
Wenn du dich für die Latex-variante entscheidest, besorg dir ein Buch 
und eine dauerhafte I-Net Verbindung ist auch von Vorteil.
Wenn du ne funktionierende Präambel brauchst, sag Bescheid.
Ansonsten viel Erfolg.

Autor: Marc Meise (bytewood) Benutzerseite
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Ich habe meine Diplomarbeit auch in Latex geschrieben, was folgende 
Gründe hatte:

- nicht binäres Format (daher sehr sicher),
- kostenlos, portabel, PDF
- durchgängig sehr guter optischer Eindruck (prof. Layout),
  (Ich finde, der Leser sollte nicht gleich beim lesen von den ersten 
paar
  Seiten ermüden. Größtenteils ist es bei Word & Co so der Fall.)
- super simple Aufteilung der Gesamtarbeit auf mehrere Dateien,
- automatisches Erstellen von Verzeichnissen (Literatur, Tabellen, 
Index)und
- ein einmal eingestelltes Layout wird dauerhaft beibehalten.
- Einfach nur schreiben, die Formatierung übernimmt Latex.
- Was auch mal gelegentlich vorkommt: Wechsel von Hochformat ins 
Querformat unter dauerhafter beibehaltung der Formatierungsmerkmale :
  - Latex -> sehr einfach
  - Word&Co -> eine Hürde
- Durchgehend, gleiche Darstellung von komplexen Formeln ggf. mit 
Numerierung,
- output als PDF-Datei mit Links zu Kapiteln, Formeln usw.
- Eine einmal erstellte Präambel (für eine Semesterarbeit, Diplomarbeit) 
kann einfach wiederverwendet bzw. angepasst werden.

Ich habe mal miterlebt, dass ein Mitstudent seine Diplomarbeit (Word) 
fertiggestellt hatte und sie sich knapp eine Woche vor Abgabetermin 
nicht mehr öffnen lies.
Er hatte dann eine zwei wochen ältere Sicherungskopie hergenommen und 
dann damit die Arbeit fertiggestellt, die sich dann nicht mehr speichern 
lies.
Nach etlichen Versuchen gings dann magischerweise.
Nach dem er dann seine Arbeit ausgesdruckt hatte, stellte er fest, dass 
WYSIWYG eher eine Philosophie ist und nicht ganz der Wahrheit 
entspricht.
Seine (händischen) Formatierungen stimmten alle nicht mehr -> ein ganzer 
Tag für'n A.
Ein echtes Ko-Kriterium!
Word ist mit Word wohl nicht ganz kompatibel ;-)


Latex ist nichts dolles für so kleine, kurze Sachen, aber hervorragend 
geeignet für umfangreiche Arbeiten.

Einarbeitungszeit: ca. 1-Woche (habe ich gebraucht)
Was ich wollte:
Einfach nur schreiben - die Formatierungen soll gefälligst das 
Satzprgramm machen - und es geht.
Bisher mit Latex gemacht: 3 Arbeiten, insges. ca. 400 Seiten.

Ich benutze Miktex und Texniccenter
http://www.toolscenter.org/

Autor: Gast (Gast)
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Konzentriere dich mehr auf deine DA als auf die Ausführung der 
Dokumentation. Die DA wird in den seltensten Fällen durchgelesen. 
Wichtig sind Deckblatt, kurze Zusammenfassung, Inhaltsverzeichnis, und 
Fazit. Durch diese Seiten wird meistens die DA bewertet.
Wenn ich mir meine DA-Doku anschaue, finde ich jedesmal kleine Fehler.

Autor: Gast (Gast)
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Falls du schon vertraut mit eclipse bist, gibt es dafuer das 
Texlipse-Plugin.

Autor: Timo (Gast)
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>Die DA wird in den seltensten Fällen durchgelesen.

Na ja, das wage ich zu bezweifeln! Sicherlich gibt es einige Institute 
als Negativ-Beispiel, aber Usus ist das sicherlich nicht!

Autor: Steffen (Gast)
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naja, ich finde wenn man lange Dokumente schreibt sollte die 
Arbeits-/Schreibweise mit Latex/Word/OO recht ähnlich sein. Einmal 
Gedanken zum Layout machen (Präambel in Latex, Formatvorlagen in 
Word/OO) und dann den Text schreiben. Bei Word und OO muss man dann die 
Maus weit entfernt von den Formatbuttons lassen (Schriftgröße, Fett, 
Kursiv, Zeilenabstand...) --> Man sollte NUR NOCH in den Formatvorlagen 
ändern. Dann sieht das gesamte Dokument einheitlich aus, 
Inhalts-/Abbildungs-/...-verzeichnisse können automatisch erstellt 
werden. Auch die Seiten- und Fußnotennummerierung funktionieren in Word 
und OO.

Und wenn man es erst einmal eingestellt hat, dann sieht auch die 
ursprünglich recht wilde Formatierung des Inhaltsverzeichnisses ganz gut 
aus - in Latex sieht es eben von Anfang an sehr gut aus :-)

Vorteil für Latex und OO ist, dass jeder Studi es legal und kostenlos 
installieren kann. Wenn man allerdings ein aktuelles Word (2003 oder 
2007) hat kann man damit auch locker Dokumente schreiben, die über 200 
Seiten haben (richtige Bücher für den Druck würde ich dann aber doch in 
Latex oder Framemaker o.ä. schreiben).

Also mein Tipp für Word/OO Interessierte - Formatvorlagen, 
Formatvorlagen, Formatvorlgen ... sobald mehr als 2 Seiten geschrieben 
werden sollte die händische Formatierung durch markieren und Buttons 
anklicken vermieden werden.

Aber das ist alles nur meine Meinung und ist sicherlich nicht für jeden 
möglichen Zweck sinnvoll.

Steffen.

Autor: Steffen (Gast)
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>>Die DA wird in den seltensten Fällen durchgelesen.

>Na ja, das wage ich zu bezweifeln! Sicherlich gibt es einige Institute
>als Negativ-Beispiel, aber Usus ist das sicherlich nicht!

Sehe ich auch so.

Aber oft wird schon während der Diplomarbeitsphase von Betreuern ein 
Blick auf das "Werk" geworfen und dann merkt man schnell wie wichtig 
Format/Struktur/Inhalt aus Sicht der Benotung sind. Ausserdem steht oft 
nach dem Studium und nem halben Jahr intensiver Arbeit die eigene Arbeit 
im eigenen Schrank - egal wer das wie oft liest, der eigene Anspruch 
sollte zumindest hoch gesteckt sein.

Steffen.

Autor: Matthias (Gast)
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Angehängte Dateien:

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>Ich empfehle Miktex und als Editor Texniccenter unter Windows!

Dem kann ich mich anschließen. Damit hab ich auch meine Diplomarbeit 
geschrieben. Allerdings würde ich empfehlen, jemanden zu suchen, der
eine schöne Präambel in LaTex geschrieben hat (mit viel Kommentaren).

Als Einarbeitungszeit würde ich so ca. 1-2 Wochen einplanen, wenn man 
nicht jeden Tag 8 Stunden in LaTex schreibt.

Zusätzlich empfielt sich die Lektüre von Rechenberg "Technisches 
Schreiben (nicht nur) für Informatiker". Damit lassen sich schlechte 
Formulierungen
etwas in Grenzen halten ;-)

Ach ja, das mit den Bildern in LaTex ist etwas gewöhnungsbedürftig und 
Tabellen sind meiner Meinung nach ein Graus (wenn's viele sind, und vor 
allem große/umfangreiche!)

Literatur, Quellenverzeichnis, etc. ist dagegen ein Kinderspiel (läuft 
ja alle automatisch, wenn man es mal richtig "konfiguriert" hat.

Hab mal meine Hauptdatei als Beispiel angehängt. Ein Anfänger muss sich 
dabei erstmal mit den Dingen wie Dateien einbinden, etc. beschäftigen.
Ich hab jedes Kapitel in eine eigene Datei gepackt. Andernfalls hat man 
keine Chance die excludeonly/includeonly sinnvoll einzusetzen. Das 
Compilieren des Quelltextes kann dann schonmal ne Weile dauern!
Bei meinem Dokument (< 150 Seiten) waren das ca. 30 Sekunden.
Wenn es mal länger dauert, dann kann es sein, dass man irgendwo ein 
Zeichen
(glaub es war { oder }) zuviel drin hat. Dann geht das compilieren 
endlos!

Hinweis:
das "DIV13,BCOR8.25mm" Zeugs ist gefährlich! Kann weggelassen werden. 
Damit hab ich nur ne Kleinigkeit "hingebogen"!

Autor: Oliver Stellebaum (phetty)
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Latex mit dem Texniccenter ist genau das Richtige!

Wer mir eine "Diplomarbeit" vorlegt die mit Wörd, am Besten noch in 
TIMES NEW ROMAN Standardschriftart verbrochen wurde kann sich gleich 
hinten anstellen.

Augenkrebs kann man auch woanders bekommen.

Autor: Jörg S. (Gast)
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> Wer mir eine "Diplomarbeit" vorlegt die mit Wörd, am Besten noch in
> TIMES NEW ROMAN Standardschriftart verbrochen wurde kann sich gleich
> hinten anstellen.
Na ja, LaTeX Dokumente sehen ja auch (fast) alle gleich aus. Mit der 
Phantasie der LaTeX Benutzer scheint es nicht so weit her zu sein.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Wer mir eine "Diplomarbeit" vorlegt die mit Wörd, am Besten noch in
> TIMES NEW ROMAN Standardschriftart verbrochen wurde kann sich gleich
> hinten anstellen.

Was natürlich eine höchst lächerliche Einstellung ist. Bei einer 
Diplomarbeit kommt es auf den Inhalt an, und nicht auf die Form.

Und auch nicht auf Perfektion im Satz, es sei denn, die betreffende 
Arbeit ist die eines angehenden Schriftsetzers.

Und wer von Times New "Augenkrebs" bekommt, der hat auch noch ganz 
andere Probleme. Das ist eine professionell gestaltete 
OpenType-Schriftart mit anständigem Kerning, die nur durch ihre 
Häufigkeit etwas abgenutzt und daher langweilig erscheint.

Autor: manoh (Gast)
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Was mir an LaTeX gefällt, dass es dafür jede Menge an Erweiterungen 
gibt.

siehe http://tug.org/PSTricks/main.cgi?file=packages

z.B. pst-circ: PSTricks package for electrical circuits

Autor: mydani (Gast)
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Word oder OpenOffice. Kein Tex, es sei denn du möchtest die Arbeit eher 
auf "Ich habe TeX gelernt" anstatt auf den eigentlichen Inhalt 
konzentrieren. Und wer sagt dass der Umgang mit TeX einfacher ist als 
mit Word.... - klar, sobald man ein halbes Jahr investiert hat.......

Such dir eine vernünftige Vorlage und benutze nen WYSIWYG-Editor deiner 
Wahl. Dann brichst du dir auch keinen ab mit Bildern/Zeichnungen usw. 
sondern kannst dich ganz auf den Inhalt konzentrieren.

Gruß

Daniel

Autor: mydani (Gast)
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PS: Lieber die doppelte Zeit in Grammatik und Rechtschreibung 
investieren - das hätte anderen Diplomarbeiten, die ich im Laufe der 
Jahre gelesen habe, deutlich verbessert. :)

Autor: Christian R. (supachris)
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Ich hab meine DA auch mit Tex verfasst, für einen der sonst programmiert 
ist das dann fast wie Quellcode schreiben. Am besten finde ich die 
Kapitel- und Abschnittverwaltung. Einarbeitungszeit hatte ich etwa 2 
Tage, einen passenden Header mit allen Einstellungen hatte ich von einem 
Kollegen bekommen.

Autor: gast (Gast)
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wie sieht es den aus wenn man einen haufen Bilder in die Doku 
einbringen, will geht dass mit Latex gut?

Autor: Christoph __ (chris)
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> Das [Times New Roman] ist eine professionell gestaltete
> OpenType-Schriftart mit anständigem Kerning, die nur durch ihre
> Häufigkeit etwas abgenutzt und daher langweilig erscheint.

Word setzt das Kerning allerdings nicht so praezise um wie LaTeX. Den 
Unterschied sieht man deutlich, (haeufig) unabhaengig von der 
Schriftart.

LaTeX-Dateien haben uebrigens noch einen weiteren Vorteil: Sie lassen 
sich ohne Probleme in Versionsverwaltungs-Systeme einbinden. Wer einmal 
ein solches System benutzt hat, wird das nicht mehr missen moechten.

Autor: Jan (Gast)
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So dann muss ich jetzt auch mal was los werden:

Ich habe auch ne Menge in Latex geschrieben und habe auch (fast) immer 
das in bekommen was ich wollte. Nur hat es einige male auch wirklich 
lange gedauert den richtige Webseite oder Doku zu finden.
Ich bin mir aber nicht sicher ob ich wieder Latex benutzen würde, denn 
die Formatierung geht auch nicht SO ganz von allein, wie immer 
behauptet. Seitenumbrüche, Tabellen , Bilder etc. bedürfen auch in Latex 
einer finalen Kontrolle, wenn alle Änderungen drin sind!!!
Was ich am meisten vermisst habe ist eine wirklich gute Rechtschreib- 
und Grammatikprüfung. Da ist Office (besonders das von MS) deutlich 
überlegen.
Was aber wirklich absolut Top bei Latex ist sind die Referenzen und 
verweise mit Bibtex. Was in jede gute Arbeit ja rein gehört ;).

Was mich zum Schluss eingeholt hat war die Korrekturbemühungen von 
Freunden. Das geht in Word mit "Änderungen nachverfolgen" sehr gut. Da 
gehst du bei Latex den ganzen Text wieder und wieder durch! Das hat mich 
wirklich sehr genervt.

Also ich glaube es egal was du benutzt, wenn der Inhalt passt!

Autor: yalu (Gast)
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> Was ich am meisten vermisst habe ist eine wirklich gute
> Rechtschreib- und Grammatikprüfung.

Die Rechtschreibprüfung ist Aufgabe des Editors, mit dem der Text
eingegeben wird, oder eines eigenständigen Programms. Ich verwende Vim
mit Aspell, das funktioniert recht gut, und der Wortschatz ist,
bezogen auf meine Texte (Fachliteratur) akzeptabel und erweiterbar,
d.h. etwa mit dem von Word vergleichbar.

Grammatikprüfung verwende ich keine, da ich noch keine gefunden habe,
die die deutsche Grammatik halbwegs beherrscht. Auch die von Word
findet nur die einfachsten Fehler und oft welche, die gar keine sind.
Und Korrekturlesen muss man den Text nach Fertigstellung so oder so.
Für englische Texte würde ich mir hingegen eine Grammatikprüfung
ähnlich der von Word wünschen. Die ist deutlich besser als die
deutsche (liegt wohl auch an der einfacheren englischen Grammatik) und
stellt für mich eine wirkliche Hilfe dar.

> Was mich zum Schluss eingeholt hat war die Korrekturbemühungen von
> Freunden. Das geht in Word mit "Änderungen nachverfolgen" sehr gut.
> Da gehst du bei Latex den ganzen Text wieder und wieder durch! Das
> hat mich wirklich sehr genervt.

Auch hier muss man sehen, was der Editor kann. Die besseren (z.B. Vim
;-)) haben einen Diff-Modus, mit dem die Unterschiede zwischen
mehreren Dateien hervorgehoben und mit ein paar Zeilen Kontext
angezeigt werden. Der Rest wird wahlweise weggeblendet. Man kann dann
ähnlich wie in Word die Änderungen übernehmen, ablehnen oder selber
etwas neues schreiben. Dadurch, dass man auch mehr als zwei Dateien
vergleichen kann, ist es möglich, Änderungen von mehreren Leuten in
einem Aufwasch einzuarbeiten.

Da bei LaTeX Texteingabe und -verarbeitung getrennt ist, hat man bei
der Eingabe viele Alternativen, bei klassischen Textverarbeitungs-
programmen muss man das User-Interface so nehmen, wie es ist.

Autor: Christian R. (supachris)
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Jan wrote:

> Was mich zum Schluss eingeholt hat war die Korrekturbemühungen von
> Freunden. Das geht in Word mit "Änderungen nachverfolgen" sehr gut. Da
> gehst du bei Latex den ganzen Text wieder und wieder durch! Das hat mich
> wirklich sehr genervt.

Das hab ich gleich von Anfang an mit SubVersion gemacht, ist doch ideal 
für ASCII Basierte Dateien. So hatte ich alle Versionen im Repo.

Autor: Icke Muster (Firma: my-solution) (hendi)
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So, ich nochmal. Natürlich ist der Inhalt primär wichtig, darum gehts 
ja, keine Frage. Das Auge ißt aber auch in diesem Fall mit. Da finde ich 
Latex bis jetzt am besten, das ist aber sehr subjektiv.
Die Zuarbeit von Freunden einpflegen verlangte - zumindest bei mir - 
schon noch genaues Hinsehen, also lesen der jeweiligen Passagen. Eine 
einfache Übernahme der Passagen war nicht drin.
Gerade die Zitate, die im theoretischen Teil eine Menge sind/sein 
sollten, erleichtern das einfache Schreiben.
Die Rechtschreibprüfung ist bei Texniccenter auch nicht wirklich der 
Hit, aber dazu hat man ja besagte Freunde ;-).
Naja, wie schon gesagt was Perfektes gibt es nicht, letztlich kommt es 
drauf an WER, WAS draus macht.

Autor: gast (Gast)
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hat jemand Erfahrungen mit Zentral- und Filialdokument  M$ Word ?

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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@rufus:

> Bei einer Diplomarbeit kommt es auf den Inhalt an, und nicht auf die
> Form.

Nein! Der Inhalt ist natürlich das Wichtigste, aber die Form ist dennoch 
nicht zu vernachlässigen. Daß die auch stimmt, ist eine 
Selbstverständlichkeit. Dazu gehört eine einigermaßen gute 
Rechtschreibung und Zeichensetzung, aber auch eine vernünftige 
Formatierung.

> Und auch nicht auf Perfektion im Satz, es sei denn, die betreffende
> Arbeit ist die eines angehenden Schriftsetzers.

Auch wenn die Perfektion im Satz nicht unbedingt nötig ist, ist sie kein 
Nachteil.

@mydani:

> Kein Tex, es sei denn du möchtest die Arbeit eher auf "Ich habe TeX
> gelernt" anstatt auf den eigentlichen Inhalt konzentrieren.

Unsinn. Bei uns ist gerade ein Diplomand fertiggeworden, den wir 
überredet haben, es in LaTex zu schreiben. Er hat nachher ganz klar 
gesagt, daß er es viel besser fand, als es in Word zu machen. Klar muß 
man sich am Anfang mal einarbeiten, den Rahmen aufbauen und alles 
passend einrichten, aber sobald das getan ist, kann man sich bei LaTeX 
viel besser auf das Wesentliche konzentrieren. So hat das auch unser 
Diplomand gesagt, und so habe auch ich es bei meiner Diplomarbeit 
erlebt, genauso wie die Kollegen, die auch LaTeX verwendet haben.

@yalu:

> Das geht in Word mit "Änderungen nachverfolgen" sehr gut. Da
> gehst du bei Latex den ganzen Text wieder und wieder durch! Das hat
> michwirklich sehr genervt.

Bei LaTeX nimmt man dazu ein Revisionskontrollsystem wie CVS oder SVN. 
Wenn man im Rahmen der Diplomarbeit programmiert, hat man sowieso eins.

Was ich bei der Arbeit mit LaTeX genossen habe, war, daß ich problemlos 
in der Firma, zuhause und in der FH so ziemlich an jedem beliebigen 
Rechner daran arbeiten konnte, weil ein einfacher Texteditor dazu 
reicht. Bei Word erinnere ich mit Grauen noch daran, wie ich zuhause 
einen Laborbericht geschrieben habe, den ich in der FH noch schnell 
fertigmachen wollte. Leider hat die neuere Word-Version dort das 
komplette Layout zerstört und ich hatte fast nochmal soviel Arbeit, um 
es wieder geradezubiegen. Danach konnte ich das File natürlich zuhause 
nicht mehr öffnen.

Autor: Blob! (Gast)
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>Leider hat die neuere Word-Version dort das
>komplette Layout zerstört und ich hatte fast nochmal soviel Arbeit, um
>es wieder geradezubiegen. Danach konnte ich das File natürlich zuhause
>nicht mehr öffnen.

Welche Versionen waren das den? - "normaler Weise" ist word immer 
abwärtskompatibel, ich hatte noch nie Probleme wenn ich ein altes 
Word2000 (oder auch W'97) Dokument mit 2007 geöffnet habe!

Ich denk die ganze Latex-Geschichte ist Ansichtssache, mir hat es 
überhaupt nicht zugesagt, da verwende ich lieber Word. Und ich hatte 
auch bei grösseren Dokumente noch nie Probleme Bilder einzubinden, 
wichtig ist halt dass man die Pix dementsprechend im Vorfeld schon 
formatiert, wenn ich ein 10mb grosses tif in Word einbinde, dann fängt 
es eben an zu rödeln, is ja verständlich! Abgesehen davon sollte man 
dann auch vom .doc-Format gebrauch machen und das ganze nicht als rtf 
abspeichern, dann kann man Grafiken auch Pixel-genau verschieben und auf 
2 Komastelle genau drehen, ziehen, zerren und/oder spiegeln.

Was die Formeln betrifft, es gibt unzählige (freie) Formeleditoren die 
als PlugIn für Word (und auch für oO) genau das gleiche wie bei Latex 
können. Und ordentlich formatieren kann man mit Word sowieso - man muss 
eben wissen wie's geht - das ist wie bei Tex ;)

Wie gesagt, das ist Geschmacksache udn man kann da sicherlich eine 
Grundsatzdiskussion ähnlich wie Linux vs. Windows führen - ich für 
meinen Teil konnte mich mit LaTeX nicht auf den Inhalt konzentrieren da 
ich ständig mit der Formatierung angeeckt bin - und wenn man sich im Ms 
Office auch überdurchschnittlich auskennt und nicht nur weiß wie man 
Fett und kursiv schreibt, dann nützt das sicherlich auch später auf der 
Arbeit, den dort hat man meist auch nicht die Möglichkeit mit LaTeX zu 
arbeiten!

Autor: yalu (Gast)
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@Rolf Magnus:
> @yalu:
>
>> Das geht in Word mit "Änderungen nachverfolgen" sehr gut. Da
>> gehst du bei Latex den ganzen Text wieder und wieder durch! Das hat
>> michwirklich sehr genervt.

Diese Aussage stammt nicht von mir, sondern von Jan. Ich habe ihn nur
zitiert, um als Alternative den für LaTeX gut einsetzbaren Diff-Mode
vieler Editoren anzupreisen, mit dem Änderungen mehrerer Korrektur-
leser leicht wieder in das Originaldokument eingearbeitet werden
können.

Eine Versionsverwaltung ist natürlich zusätzlich praktisch, um
jederzeit ältere Versionen des Dokuments verfügbar zu haben.

Autor: Maik (Gast)
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@Blub!

Sehe ich auch so. Und gerade, wenn auch das digitale Dokument noch von 
jemandem verwendet wird (bearbeiten, kopieren, verändern,...) dann ist 
das WYSIWYG eines Word oder OO schon nicht schlecht.

Maik.

Autor: Meister (Gast)
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Hi,

also wenn du das Bedürfnis hast, dich quasi mit "Hammer und Meißel"
durch deine DA zu klöppeln, nimm latex, ansonsten Office - ab 2000
stabil auch für lange Texte, ist außerdem DER Quasi-Standard und
man kann sofort anfangen zu schreiben - Texte Setzen ist in einer
Diplomarbeit nicht gefragt.

Kommandozeile ist definitiv keine Alternative aus meiner Sicht -
außer für Steinzeit-Fetischisten...

Autor: Christoph __ (chris)
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> wichtig ist halt dass man die Pix dementsprechend im Vorfeld schon
> formatiert, wenn ich ein 10mb grosses tif in Word einbinde, dann fängt
> es eben an zu rödeln, is ja verständlich!

Also verstaendlich find ich das ganz und gar nicht. Ein 10MB-TIF-Bild 
benoetigt man schon mal, wenn man etwas mit mindestens 600dpi in 
annehmbarer Groesse darstellen moechte.
Es gibt auch keinen wirklichen technischen Grund dafuer, dass Word nicht 
einfach hergeht und das Bild selbst runterrechnet, und dann niemals 
wieder (ausser beim Drucken oder Exportieren) die hochaufloesende 
Version benutzt.

Warum ist es fuer dich also so "verstaendlich", dass Word mit grossen 
Bildern nicht klarkomt?



Uebrigens: Die Software heisst LaTeX und nicht Latex. Das hat nichts mit 
Gummi zu tun.

Autor: Christoph __ (chris)
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> Kommandozeile ist definitiv keine Alternative aus meiner Sicht -
> außer für Steinzeit-Fetischisten...

Wer nutzt denn dafuer heute noch die Kommandozeile? Es gibt eine ganze 
Menge guter LaTeX-Editors fuer jedes gaengige Betriebssystem.

Autor: Johannes M. (Gast)
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Ich glaube das was Bolb! meint ist dass es ist nicht verständlich dass 
word nicht mit grossen Bildern klar kommt, sondern es ist verständlich 
dass es allgm. schwierig ist solche grossen Bilder darzustellen! - Word 
ist eben keine Bildbearbeitung.


Und wenn man von grossen Bildern sprichst: ein ganzseitiger A4-Ausdruck 
eines 600dpi Bildes hat im jpg format beim mittlerer komprimierung ~2MB 
- und da "röddelt" Word nicht - hab ich selbst schon zu genügen 
ausprobiert. Meiner Meinung nach bringt alles was darüber hinaus geht 
keinen Qualitätsvorteil - ausser wenn man das Bild wieder aus dem 
Dokument heraus kopiert und anderweitig verarbeiten will.

Bei uns waren auch welche dabei die Ihre DipA mit latex (sorry LaTeX!) 
geschrieben haben, das wurde dann voller Stolz verkündet worauf ein Prof 
nur meinte ob auch jemand dabei ist der seine DipA auch mit einem 
Setztkasten und Mobillettern gedruckt hat!
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Gutenberg

Ob man will oder nicht, man muss sich im späteren Berufsleben mit sehr 
grosser wahrscheinlichkeit mit MS Office auseinander setzen, Zeit für 
LaTeX oder andere "Spielereien" wird meist nicht bleiben, daher wäre es 
doch nur sinnvoll sich gleich in Word einzuarbeiten - wie Blob sagt, 
auch mit Word kann man Bilder pixelgenau verschieben, ziehen, drehen, 
spiegeln. Wenn ich aber an meinem neuen Arbeitsplatz erst eine Stunde 
suchen muss bis ich sowas hin bekommen ist das wohl nicht so prikelnd!

Autor: Sascha (Gast)
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Wir haben unsere Abi-Zeitung am Anfang in Word gemacht.

Mein Vorschalg, LaTeX oder eine DPT-Software zu verwenden wurde 
anfänglich ignoriert.

Wir waren vier Leute im Team. Zwei davon kamen von einer Berufsschule, 
wo sie  einen spezillen Microsoft-Office-Kurs besucht haben und auch das 
Microsoft Office Speciali-st Master Zertifikat gemacht haben.
(Sorry für den - in Speciali-st; ohne geht es nicht, da kann ich nicht 
posten: Your post seems to contain Spam: "c i a l i s".)

Trotzdem endete die Sache in einer Kathastrophe. Word 2000 hat eben 
nicht Dokumente, die mit Word 97 erstellt wurden, korrekt geöffnet. 
Bilder waren an der falschen Stelle, Tabellen sahen ganz anderes aus und 
Schriften hatten unterschiedliche Größen.

Manchmal waren nach dem Speichern die Bilder einfach verschwunden. Statt 
der Bilder gabs dann nur noch rote Kreuze und die Datei war nur noch 
wenige kB gross.

Wir haben dann die Notbremse gezogen und uns neu beraten. Eine 
DPT-Software kam nicht in Frage, da zu teuer. Scribus gab es noch nicht.

Ich hatte schon geringe Kenntnisse mit LaTeX gesammelt.
Wir haben uns dann umorganisiert. Die anderen Drei haben ihre Artikel in 
Plaintext geschrieben und die Bilder aufgearbeitet.

Ich sollte dann das ganze in TeX giessen.
Ich hatte am Anfang größte Schwierigkeiten und das Projekt war sehr kurz 
vorm Scheitern.

Dann ging es nach einer Einarbeitungsphase wie geschmiert.


Seit diesem Zeitpunkt habe ich kein Word mehr angefasst.

Ich benutze Openoffice schon mal hin und wieder wenn mal schnell ein 
Brief zu schreiben ist.

Hausarbeiten, Seminarvorträge und meine DA habe ich in LaTeX gemacht.

Autor: Morin (Gast)
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> Ich glaube das was Bolb! meint ist dass es ist nicht verständlich dass
> word nicht mit grossen Bildern klar kommt, sondern es ist verständlich
> dass es allgm. schwierig ist solche grossen Bilder darzustellen! - Word
> ist eben keine Bildbearbeitung.

"Word ist eben keine Bildbearbeitung": Das war ja gar nicht verlangt.

Ne sorry, etwas Fairness ist schon angebracht. Dass Word mit großen 
Bildern nicht klarkommt ist (immerhin im Jahre 2008) genauso 
unverzeihlich wie z.B. die teils unterirdisch schlechten Fehlermeldungen 
die LaTeX ausspuckt. Gold kriegen eh beide Programme nicht bei mir und 
es bleibt dabei, das kleinere Übel zu wählen.

Autor: Christoph __ (chris)
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> Und wenn man von grossen Bildern sprichst: ein ganzseitiger A4-Ausdruck
> eines 600dpi Bildes hat im jpg format beim mittlerer komprimierung ~2MB
> - und da "röddelt" Word nicht - hab ich selbst schon zu genügen
> ausprobiert. Meiner Meinung nach bringt alles was darüber hinaus geht
> keinen Qualitätsvorteil - ausser wenn man das Bild wieder aus dem
> Dokument heraus kopiert und anderweitig verarbeiten will.

Ich hoffe du meintest mit "Bild" nur so etwas wie "Foto". Denn fuer 
Grafiken (Plots, Diagramme, Tabellen) ist JPEG selbstverstaendlich nicht 
genug, da muss es zwingend ein verlustfreies Format wie png oder eben 
tif sein. Bei komplizierten Grafiken kann das leider schnell zu ziemlich 
grossen Dateien fuehren.

Mal ganz davon abgesehen, dass man in LaTeX auch gerne Vektor-Formate 
wie EPS einbindet, die aufloesungsabhaengig sind. Man kann die Texte in 
diesen Vektor-Grafiken dann sogar wieder von LaTeX setzen lassen, damit 
alles in derselben Schrift ist und sich zum Beispiel 
Achsenbeschriftungen nicht vom Rest unterscheiden.

Autor: Christian Berger (casandro) Flattr this
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Naja in Latex oder PDFTEx kannst Du einfach deinen Text schreiben, und 
90% des Layouts stehen dann schon mal. Und es sieht auch mal halbwegs 
gut aus.

Tex-Dokumente kannst Du auch noch nach Jahren halbwegs gut bearbeiten.

Das große Problem mit Word ist, dass wenn Du aus versehen die falschen 
Funktionen benutzt (z.Bsp. OLE) Du keine Chance mehr hast die mit irgend 
einem anderen Rechner zu öffnen.

Und Word ist teuer und läuft nur auf bestimmten Rechnern. Es ist nicht 
davon auszugehen, dass Du in 10 Jahren noch Rechner findest, auf denen 
Du Word noch ausführen kannst. Selbst wenn Microsoft bis dahin noch 
existiert werden die zukünftigen Windows-Versionen wahrscheinlich 
inkompatibel sein.

Im Betrieb wirst Du wahrscheinlich nie EDV zu Gesicht bekommen. In 
manchen Betrieben (z.Bsp. BMW) ist es unüblich, dass ein Ingeneur einen 
eigenen Digitalrechner zur Verfügung gestellt bekommt. Ansonsten kannst 
Du davon ausgehen, dass die EDV selbst modernster Firmen eher 
historischen Wert als Nutzwert hat. Die letzte Firma in der ich war 
setzte 2007 noch AVM Ken! und NetBIOS ein. Das Betriebssystem der 
Rechner war nach einer Niederländischen Pop-Gruppe der 70ger Jahre 
benannt.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Was die Bildauflösungen angeht: Der Druckerbetrieb meines Vertrauens ist 
froh über jedes DPI, was ich ihm mitgebe. Noch glücklicher ist der, wenn 
er vernünftige Vektorformate (ok, bei Photos geht das natürlich net) 
bekommt, so à la EPS oder SVG oder sowas.

> Kommandozeile ist definitiv keine Alternative aus meiner Sicht -
> außer für Steinzeit-Fetischisten...
Du bist auch ein Steinzeit-Fetischist! Beschreib doch mal, was für dich 
die "Kommandozeile" ist. Etwa command.com? He! Die Welt hört hinder MS 
noch nicht auf, es gibt auch Konsolen, mit denen man was anfangen kann. 
Die sind u.A. sogar so leistungsfähig, dass allein mit 
"Kommandozeilen"-Skripts ein ganzes Betriebssystem gebootet wird.

EDIT @Christian Berger: Der Betrieb, in dem mein Vater schafft, der 
hat vor einem Jahr erst AVM Ken! installiert :-)

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