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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Kondensator in Serie


Autor: Beni (Gast)
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Was bewirkt ein Kondesator auf einer Signalleitung mit AC-Anteilen in 
Serie geschaltet? Soweit ich weiss filtert der die DC Teile weg, oder? 
Wie muss ich mir das anschaulich vorstellen?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Beni (Gast)

>Serie geschaltet? Soweit ich weiss filtert der die DC Teile weg, oder?

Ja.

>Wie muss ich mir das anschaulich vorstellen?

Muss gar nicht, aber kann ;-)

Nun versuch doch mal einen Kondensator an eine Gleichspannung zu hängen. 
Und was passiert? Er wird aufgeladen. Wenn er voll ist fliesst kein 
Strom mehr. Also kann Gleichstrom nicht durch einen Kondensator, nur 
Wechselstrom, der den Kondensator zyklisch lädt und entlädt.

MfG
Falk

Autor: Kai Franke (kai-) Benutzerseite
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genau richtig, ein Kondensator wird dazu verwendet um den DC Anteil 
herauszufiltern. Vorstellen kannst du dir das folgendermaßen:
Liegt Gleichspannung an, ist der Kondensator geladen, es kann aber kein 
Strom fließen, da ein Kondensator (zumindest vom Prinzip) zwei Platten 
sind, die isoliert sind. Sobald jetzt ein AC Signal anliegt, entläd und 
läd sich der Kondensator ständig, wodurch ein Strom fließt.
Hoffe das ist verständlich

Autor: schnudl (Gast)
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Ein (idealer) Kondensator hat eine von der Frequenz abhängige Impedanz. 
Je höher f, umso niederohmiger wird es. Umgekehrt setzt ein (idealer) 
Kondensator einem Stromfluss bei f=0 unendlichen Widerstand entgegen, 
sodass hier nichts mehr durchgeht.

Zusammengefasst:

Z = 1 / (omega * C)

Was du am anderen Ende der Leitung misst, hängt aber auch vom 
Parallelwiderstand ab, mit dem diese belastet ist. Du hast dann einen 
Tiefpass erster Ordung. Dann ist die Ausgangsspannung (in komplexer 
Notation)

Ua = Ui * j w R C / (1 + j w R C)

Autor: schnudl (Gast)
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>Du hast dann einenTiefpass erster Ordung.

Ist natürlich ein Hochpass

Autor: Karl (Gast)
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wie ist es eigentlich bei Gleichspannung, fällt über einen Kondensator 
Spannung ab oder ist der Spannungsabfall in Gleichspannung bei einem 
Kondensator gleich 0??

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Kommt drauf an, was auf beiden Seiten dranhängt. Es wird sich einfach 
die Spannung einstellen, bei der kein wirklicher Strom mehr durch den 
Kondensator fliesst.

Autor: Karl (Gast)
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zBsp. so wie im Bild zu sehen ist.

Wenn ich die Schaltung simuliere, dann sehe ich dass die Spannung Ux 
genau so groß ist wie die Spannung vor dem R4

Autor: Karl (Gast)
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das würde heißen, dass an dem Kondensator C1 keine Spannung abfällt.

Sehe ich das falsch?

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>das würde heißen, dass an dem Kondensator C1 keine Spannung abfällt.
>Sehe ich das falsch?

Ja. Das wiederspricht sich ja mit:
>Spannung Ux genau so groß ist wie die Spannung vor dem R4


Mach doch mal aus V1 ne Wechselspannungsquelle

Autor: Karl (Gast)
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ich weiß nicht wie man Wechselspannung simuliert :-(

>Ja. Das wiederspricht sich ja mit:
>>Spannung Ux genau so groß ist wie die Spannung vor dem R4

ich glaube die Lösung ist:

Wo kein Strom fließt, kann auch keine Spannung abfallen!



Da durch den Kondensator kein Strom fließen kann, kann auch keine 
Spannung abfallen :-D

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Bei Gleichspannung fließt auch kein Strom durch nen Kondensator, außer 
im Einschaltmoment. Ist der Kondensator mal geladen, fließt auch kein 
Strom mehr.

Bei Wechselspannung wird er ja ständig geladen und wieder entladen, 
folglich fließt da dann auch Strom durch und eine Spannung fällt ab.

Autor: Gast (Gast)
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@ Karl:

> Wo kein Strom fließt, kann auch keine Spannung abfallen!

Dann halte mal einen Kondensator an einen 9V-Block.
Da liegen dann 9V an.


Was ist eigentlich Spannungsabfall?

Spannung ist als Potentialdifferenz definiert.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Wo kein Strom fließt, kann auch keine Spannung abfallen!

und warum gibt es dann eine Leerlaufspannung an zB einer Batterie?

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Sorry, hab mich blöd ausgedrückt:

>Dann halte mal einen Kondensator an einen 9V-Block.
>Da liegen dann 9V an.
Ist natürlich richtig.

Das hier war blöde von mir formuliert:
>folglich fließt da dann auch Strom durch und eine Spannung fällt ab.

Besser würd ich sagen, wäre wohl: Da kein Strom fließt, wird auch keine 
Leistung im C umgesetzt (P = U*I, I=0, damit P=0). Daher wird die Quelle 
(Innenwiderstand!) nicht belastet, sodass beim Beispiel mit der 
9V-Batterie die vollen 9V zu messen sind.
Gegenbeispiel: Halt nen Draht an die Batteriepole. Widerstand des 
Drahtes wäre idealerweise Null Ohm. Damit fließt ein Strom, der nur 
durch den Innenwiderstand der Batterie begrenzt wird und im Draht (bzw. 
im Innenwiderstand) wird Leistung umgesetzt (Erwärmung). Praktisch 
bricht die Spannung ein, sowas nennt man dann für gewöhnlich 
"Kurzschluss".

Autor: Karl (Gast)
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Spannung ist Potentialdifferenz

wieso teilt sich die Spannung bei Reihenschaltung von Widerständen auf?

ist es weil die -Elektronen, die durch den Widerstand durchkommen viel 
weniger sind als die -Elektronen die durch den Widerstand durch wollen 
und daher der Potentialdifferenz gegen Masse kleiner wird?

Zahlenbeispiel:

Masse = 0 -Elektronen

Vor dem Widerstand 100 -Elektronen
-> Differenz: 100 - 0 = 100


Nach dem Widerstand 46 -Elektronen
->Differenz. 46 - 0 = 46

==> Spannungsabfall am Widerstand: 100 - 46 = 54

Autor: Kif (Gast)
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Nein, mit der Anzahl Elektronen hat das nichts zu tun. Das ist so als 
müsstest du Treppen rauflaufen. Ob du erst 5 dann 10, und dann wieder 5 
Stufen raufläufst, ist das gleiche wie 20 Stufen auf einmal.(vgl. 
5+10+5ohm=20ohm)
Nach 5 Stufen wirst du auch halb so müde wie nach 10.
An der Anzahl Elektronen ändert sich erstmal nichts.

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