Andi,
nur zur Info: Falsche Schreibweise "Wiederstand", richtige Schreibweise
"Widerstand". Kommt von wider = gegen. Und dann noch Ziel, nicht Ziehl.
Zu Deiner Frage: Dafür gibt es Geräte, die sehr teuer sind, z. B. von
der Fa. Burster.
Man könnte über eine Reihe niederohmiger MOS-FETs ein in 2er-Potenzen
gestuftes Array digital bedienen. Bei einer Parallelschaltung ergibt
sich dann aber eine Funktion der Leitwerte, nicht der Widerstände.
Bedingung für diese Schaltung wäre auch noch, dass sie nur für eine
Polarität betrieben werden kann. Eine bipolare Ausführung wäre einiges
aufwändiger.
Der Pt hätte bei 0 °C eine Wid. von 100 Ohm, bei 80 °C einen von ca. 131
Ohm. Würden wir mit diesem o. g. Array einen Widerstandsbereich von 100
Ohm bis sagen wir mal 140 Ohm generieren wollen, so könnte man dies
durch einen Grundwiderstand (der permanent geschaltet ist) von 140 Ohm
und besagtem Array realisieren, welches einen Minimalwiderstand von 350
Ohm aufweist. Man müsste also lauter 2er-Potenzen dieses Widerstands
schalten, also 700, 1400, 2800 Ohm usw. Sinnvollerweise würde man jedoch
E-Reihe-Werte wählen, mit denen die Abstufung einfacher ist.
Die Anzahl der Stufen im Array richtet sich nach der geforderten
Auflösung -- überschlagsmäßig wäre bei einem Bereich von 80 K in
0,5-K-Schritten insgesamt 160 Schritte notwendig, was man mit 8 Bit
bewerkstelligen könnte. Man muss jedoch beachten, dass man mit einer
solchen "Leitwert-Addition" nur eine nichtlineare Widerstands-Simulation
machen könnte. Anhand der am weitesten außen im Bereich liegenden
Schritte könnte man sich jedoch ausrechnen. Wenn ich richtig gerechnet
habe, wäre dies die Zuschaltung des LSBit mit ca. 90 k, und dies einmal
bei 140 Ohm und dann bei ca. 100 Ohm. Man kommt auf 139,78 gegen 140 und
99,89 gegen 100 Ohm. Im einen Fall also ca. 0,2 Ohm und im anderen (bei
der niedrigen Temperatur) 0,1 Ohm. Sollte für eine 0,5-K-Auflösung
genügen.
Klar, man muss die Digitalwerte erst über eine Tabelle auf die
geforderte Temperatur anpassen.
Gruß
Dieter