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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wissen über Schaltungslayout


Autor: Maxi M. (keksii)
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Hallo Leute,

ich studiere derzeit Feinwerk und Mikrotechnik an der FH in München und 
würd gern mal wissen wie ihr eure Kenntnisse bezüglich 
Schaltungsaufbau/layout erlangt habt.

Auch bezüglich der Vorgehensweise bei Aufgabeen/Problembewätigung im 
Abreitsumfeld.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass wir bei uns im Studiengang da 
nicht wirklich mit konfrontiert werden und ich mich bis jetzt leider 
auch nicht so viel mit diesem Thema beschäftigt habe.


Danke schonmal für eure Antworten, maxi

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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Ich habe im zarten Alter von ca 6 Jahren damit angefangen, alte Radios 
(mit Röhren (REN 904 und so) nach Hause zu schleppen und zu zerlegen.
Dann habe ich alle erreichbaren Bastelbücher verschlungen. Mit 9 Jahren 
habe ich meinen ersten Detektorempfänger (mit Kristall) gebaut und RIAS 
gehört. Mit 15 eine volltransistorisierte elektrische Uhr (Schaltkreise 
kannte man da noch nicht). War aber schon richtig mit Leiterplatten.

Stimmt, das Studium bringt an der Stelle nicht viel. Man muß es mögen!

Die Sache ist so komplex, daß man es nicht in drei Sätzen erklären kann.

Aber gleich kommt der nächste, der Dir seine Bastler-Ing.-Karriere 
darlegt.

Autor: Topentwickler (Gast)
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Ich bin dann mal der Nächste, muss Bernds Erfahrung in Allem bestätigen.

Schaltungsdesign lernt man nicht im Studium.

Autor: Andy (Gast)
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stimmt, das Studium schafft nur die Grundlagen und gibt die Richtung 
vor, was du daraus machst ist deine Sache. Es ist halt basteln angesagt.

Autor: 6640 (Gast)
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Es gibt noch sehr viel, das im Studium nicht vorkommt. Irgendwie muss 
man ja die Jahre durchbringen. Es gibt Jobs die geben maximalen lohn, da 
sie Produktionsjobs sind, und dann gibt es noch die weniger produktiven, 
ev. schlechter bezahlten Lernjobs, wo man viel erarbeiten muss. Man kann 
dabei ja etwas abwechseln.

Autor: Armin Nagel (avrja)
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Meine (ersten) Kenntnisse habe ich auch durch Basteln, aber 
hauptsächlich durch die Studien- und Diplomarbeit erhalten.
Gruss
Armin

Autor: Gast (Gast)
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Ich habe mit Leiterplattendesign angefangen, in dem ich mit einem 
Lackstift auf Platinen grobe Schaltungen gemalt habe, die natürlich nie 
funktionierten. Mein erstes "Projekt" war natürlich eine Lichtschranke.

Der nächste Schritt waren diese Abreibezeichen. War auch nicht so der 
Brüller. Dann habe ich mir einen sehr feinen Lackstift besorgt (0.5mm) 
und viel besser gezeichnet. Der Weg dorthin: Erst einmal Layout auf 
Millimeterpapier gespiegelt zeichnen (irgendwann hat man Übung darin). 
Darüber wird dann Transparentpapier gelegt, die Löcher mit einem 
schwarzen Stift markiert, das Papier um eine Platine gewickelt und 
gekörnt. Die Platine wird dann gebohrt, gemalt, geätzt, mit Kolophonium 
geschützt.

Irgendwann war mir das auch zu blöd und ich habe mit Layout-Tools 
angefangen. Da ich malen gewohnt war, war die beste Wahl das Malprogramm 
Eagle. Die Layouts wurden gedruckt, mit Transparent 21 von Kontakt 
eingesprüht, auf mit Positiv 20 eingesprühten und im Ofen getrockneten 
Platinen gelegt und mit einer 1000 W Bauleuchte belichtet. nachdem mir 
paar Mal durch die Hitze der Lack geschmolzen ist, habe ich dann eine 
Glasscheibe dazwischen gelegt. Die Platinen wurden dann in der 
Äztzküvette geätzt.

Da man sich weiter entwickelt, war es mir irgendwann leid, die ganzen 
Werkzeuge durch das Eisen-iii-Chlorid zerstört zu sehen. Auch 
Natriumpersulfat brachte keinen Vorteil, nachdem mir die Ätzküvette 
kaputt gegangen ist. Also habe ich die Layouts inzwischen mit Protel 
erstellt und zuerst beim PCB-Pool, später bei Eurocircuits bestellt. Die 
bessere Qualität, die Sauberkeit entschädigen für den recht hohen Preis.

Ich würde jedem Neuling empfehlen, diesen Weg zu gehen, da man sich dann 
mit der ganzen Technik auseinander setzen muss und dabei viel lernt.

Autor: Master Snowman (snowman)
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ähm... die frage war ja nicht, wo man es nicht lernt sondern wie man das 
wissen (nachträglich) erlangen kann. grundsätzlich sollte es sicher was 
online geben oder ein schlaues buch, das zumindest die groben grundlagen 
(HF/signalrouting, "starkstrom", etc.) behandelt ..bevor man in der 
praxis noch viel dazu lernt. und genau an diesen seiten/bücher habe auch 
ich interesse, doch wie heissen sie???

vielen dank

Autor: Armin Nagel (avrja)
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Autor: Gast (Gast)
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>ähm... die frage war ja nicht, wo man es nicht lernt sondern wie man das
>wissen (nachträglich) erlangen kann.

Nun, da Layouten nirgendwo unterrichtet wird, sondern immer auf 
Erfahrungen beruht, können nur diese weitergegeben werden. Spezielle 
Bücher wirst du selten finden. Speziell zu EMV empfehle ich die Black 
Magic-Bücher. Für Starkstrom gibt es Formelsammlungen, für hohe 
Spannungen (war wohl eher gemeint), Richtlinien.

HF-Signalrouting sind keine groben Grundlagen, sondern schon 
Spezialwissen. Grobe Grundlagen sind, wie man überhaupt routet. Die 
besten Grundlagen bilden Physikverständnis.

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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@ Master Snowman

Für ein gutes Buch (Elektronik im allgemeinen), halte ich für den, der 
es sich nachträglich anlesen muß immer noch den Tietze/Schenk 
"Halbleitertechnik". Alles natürlich alphabetisch und nicht systematisch 
geordnet.
Wie man zu einer guten Schaltungssynthese kommt, steht da allerdings 
auch nicht drin.
Alles lesen, was Du in die Hände bekommst
Ich lebe davon, daß viele andere damit nicht gut zu Rande kommen. Das 
Verständnis liegt dann vor, wenn man sich Stromlaufpläne mit 
Feinschmeckermiene ansieht und weiß, was los ist, und was sich der 
Entwickler dabei gedacht hat. Klingt alles großkotzig, ich weiß.
Ich kann z.B. aber als Ausgleich dafür keine Noten lesen und gucke auf 
ein Notenblatt wie das bekannte Schwein ins Uhrwerk.

Autor: Olaf (Gast)
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> online geben oder ein schlaues buch, das zumindest die groben grundlagen
> (HF/signalrouting, "starkstrom", etc.) behandelt ..bevor man in der

Zunaechst mal kannst du mit Horrowitz&Hill anfangen. Dann hat
Bob Pease(richtig geschrieben?) was ueber Troubleshouting geschrieben.
Im Opamps for Everyone steht auch einiges drin was man wissen sollte!

Als naechstes liesst man dann mal alles was es an Applikationen von
TI, AD und National so gibt.

Interessant ist sicherlich auch noch die Elrad-DVD von Heise. Die 
Schaltungen sind natuerlich oft veraltet, aber die Grundlagenartikel 
sind ihr Geld wert.
Sehr interessant auch noch das ARRL Handbook...

Und dann verbringt man ein paar Jahre (5-10) damit das auch alles mal 
aufzubauen. Theorie lesen reicht nicht, man braucht auch ein Gefuehl das 
aus der Praxis kommt.

Danach weisst du dann auch warum man gute Schaltungsentwickler mit 
einkristallinen Silizium aufwiegt. :-]

Olaf

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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@ Olaf

> Danach weisst du dann auch warum man gute Schaltungsentwickler mit
> einkristallinen Silizium aufwiegt. :-]

Aber bitte ohne Gitterfehler!

Autor: Thomas Ranseier (ziggy)
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> Als naechstes liesst man dann mal alles was es an Applikationen von
> TI, AD und National so gibt.

Stimmt, da gibt es haufenweise Zeugs. Wenn du mal Zeit und Muse hast, 
kannst du dich durch den ganzen Wulst von Application Notes 
durcharbeiten.

Gruß,
Thomas

Autor: Oliver Keller (ozel-)
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Ich empfehle dir konkret die parzhuberschen Vorlesungen alla Embedded 
Systems und die nagelneue Robotikwerkstadt (Jaschul + Parzhuber)! Dort 
einfach fragen und ausprobieren, machen, basteln, tun ...

Beim PCB CAD Programm Eagle ist das Tutorial von www.cadsoft.de garnicht 
mal so schlecht. Ansonsten gibts zum allgemeinen PCB Layout z.B. Quellen 
wie:
http://www.alternatezone.com/electronics/files/PCB...
Oder auch das Wiki hier etc.

Gruß, Oli :-)

Autor: Maxi M. (keksii)
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hehe hi oli ;)

jo beim parzi hab ich mich schon angemeldet, bin schon gespannt.
Danke auch schonmal an alle anderen für die nützlichen Antworten.

Ich werd dan mal loslegen müssen ;)

Autor: Ede (Gast)
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naja, einer wird immer die BE ausgabe machen müssen. MB

Autor: pcbfreak (Gast)
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@ Gast (Gast)

>Nun, da Layouten nirgendwo unterrichtet wird, sondern immer auf
>Erfahrungen beruht, können nur diese weitergegeben werden. Spezielle
>Bücher wirst du selten finden. Speziell zu EMV empfehle ich die Black
>Magic-Bücher. Für Starkstrom gibt es Formelsammlungen, für hohe
>Spannungen (war wohl eher gemeint), Richtlinien.

Stimmt leider nicht.
Es gibt da z.B. den Fachverband-Elektronik-Designer (www.FED.de) wo man
Kurse belegen kann.Aber billig sind die nicht.
Und die Leiterplattenfirma ilfa (www.ilfa.de) hat sogar eine Art 
Akademie
die Kurse anbieten(Als ich mal da vor längerer Zeit mal angefragt hatte
waren alle Plätze auf lange Sicht schon vergeben).
Da gibt`s bestimmt noch mehr, allerdings meist auf die Bedürfnisse und 
Geldbeutel von Firmen ausgerichtet.
Für eagle (von www.cadsoft.de) gabs vom Franzis-verlag eine schönes 
Lehrbuch(das aber nicht mehr gedruckt wird) was man bei Ammazon.de oder 
Ebay gelegentlich erwerben kann.
Ich hab auch mal mit einem Edding angefangen,später hab ich mir schwarze 
Klebebänder besorgt und damit Layouts auf Polyesternetzdruckfolie 
geklebt.Fachzeitschriften wie elektor (Abo sei `77) und ELV (Abo von 
Anfang an)sind da eine ständige Inspiration wie man Schaltungen designen 
kann.
Am besten lernt man das Autodidaktisch in der Praxis (Hobby oder Beruf).
Von eagle und Altium(Protel) gibts sogar Einführungsvideo`s die ich über
dieses Forum kennegelernt habe.

Gruß Martin

Autor: Peter (Gast)
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Auch ich habe schon als Schüler angefangen. Zuerst mit Radios dann 
Verstärker und andere analog Anwendungen. Dann später die 
Transistortechnik und die IC´s.
So nun zu Schaltungs Design, ich finde ganz einfach. Man lese Z.B. 
Elektor,ELV,ELO usw. Dann suche man eine interesante Schaltung und 
studiere Layout und Board, und irgentwann, je nach Interesse oder 
Begabung, kann man selbst brauchbare Layouts erstellen. Und immer daran 
denken: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Mfg

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