Hallo Leute,
habe gerade folgenden Artikel gelesen. Quelle: CT Heft, Ausgabe 6:
"Absolventen der Natur- und Ingenieurwissenschaften können sich in
diesem Jahr auf rund 1000 neu geschaffene Stellen im Bereich angewandte
Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft bewerben. Weitere 500 sollen noch
folgen...usw"
Da sagt noch einer, es gibt keinen Ing-Mangel....
Jo, alleine bei uns sollen 10 Leute eingestellt werden dieses Jahr.
Allerdings kann man die meisten Stellen nicht besetzten, da die
Fraunhofer Gesellschaft an den TVÖD gebunden ist, und die meisten
Absolventen nur auf´s Geld aus sind. Zum Glück gibts immer mal ein paar,
die sich für die Sache begeistern. Die Arbeitsbedingungen sind sehr gut,
die Aufgaben interessant. Und die Stellen sind befristet, das ist
richtig, aber hier im Institut sind bisher alle Verträge immer
verlängert worden, wenn der Betreffende das wollte und sich nicht zu
doof angestellt hat bei seiner Arbeit. Die Befristung kann man bei
Neueinstellungen nicht umgehen, es gibt immer nur ein Kontingent an
unbefristeten Stellen, da rücken dann immer mal ältere Ingenieure nach,
wenn einer in Rente geht oder so.
@Supachris
OT: Was ist eigentlich aus der Suche nach einem Lehrling herausgekommen?
Hast Du denn mal nachgesehen, ob Dein Angebot überhaupt in den
Ausbildungsmarkt bei der AA eingetragen worden ist?
Ist meine Prophezeiung eingetroffen, daß Du mit hunderten von
Bewerbungen
zugeschüttet würdest?
Hochachtungsvoll
Herbert von Caravan
vermutlich wieder nur für Topabsolventen. Man lässt die Stellen also
lieber unbesetzt als dass man jemanden mit durchschnittlichen
Abschlussnoten eine Chance gibt. Oder diese Stellen sind die übliche
Propaganda, die ein Ingenieurmangel vortäuschen wollen. Dass die
Fraunhofers ein geringeres Gehalt als die Industrie zahlt, glaube ich
kaum. Man hat mir im Rhein-Main-Gebiet 20-25000Euro brutto pro Jahr
geboten, ich hatte zuerst 35000 verlangt, dann aber doch zugesagt. Die
Absage kam trotzdem. Es war keine kleine Klitsche.
Ich bin beim www.ifzp-d.fraunhofer.de
Heute kommen 7 Lehrlingskandidaten. Auf mehrfache Nchfrage wurde es beim
AA dann eingetragen. Auf unserem Stellenmarkt stand es dann auch 4
Wochen lang. Beworben haben sich nur 18 Leute, von denen wir 11
eingeladen haben. 5 haben schon das Vorstellungsgespräch abgesagt. Mal
sehen, wieviele heute wirklich kommen. Lehrstellenmangel gibts nur in
den Köpfen der Politiker. Als ich damals Elektroniker gelernt habe, war
ich einer von 150 Bewerbern bei Philips.
> Eher nicht Topabsolventen. Das machen eher die, die woanders nichts> kriegen. Wer halbwegs zählen kann, geht für das Doppelte in die> Industrie
Naja, zum Glück ist es nicht immer so. Hier arbeiten genug Top-Leute,
meistens FH-Ingenieure, mit sehr guten Abschlüssen, die sich auch privat
für Elektronik interessieren.
> Eher nicht Topabsolventen. Das machen eher die, die woanders nichts> kriegen. Wer halbwegs zählen kann, geht für das Doppelte in die> Industrie.
So ein Schwachsinn! Es gibt wichtigeres als Geld. Wer sich nur mit Geld
ködern lässt, ist arm dran. Ich will nicht in die Industrie zu
profilierungssüchtigen Kollegen und Vorgesetzten, wo nur Neid und
Ellenbogenmentalität herrscht und nur Beziehungsgeflechte zählen, wo
teilweise mehr Zeit für Meetings und Palaber mit Ahnungslosen verbracht
wird als mit der Entwicklungsarbeit. Außerdem gibt es in der Industrie
nur wenige, die das doppelte verdienen und diese Posten im mittleren bis
höherem Management sind für mich absolut uninteressant, egal wieviel
Geld dabei rausspringt.
Jorge wrote:
> Wahrscheinlich kannst du da deinen Doktor machen oder du wirst> ausgenutzt. Eine gute Referenz ist es aber allemal.
Ich weiß gar nicht, woher immer dieses schlechte Image über uns
herkommt. Wieso sollte man ausgenutzt werden? Nur weil man etwas weniger
Geld bekommt als in der freien WIrtschaft?
@Christian
Weil wahrscheinlich die Hälfte von den Leuten, die solche Aussagen in
den Raum werfen entweder ohne Arbeit im Keller sitzen oder selbst
weniger verdienen und man eine gewisse Portion Neid raushört.
> Wieso sollte man ausgenutzt werden? Nur weil man etwas weniger> Geld bekommt als in der freien WIrtschaft?
Genau, so ist die verbreitete Definition.
Auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass man bei "euch" ausgenutzt wird
- gibt ja schliesslich mehr als nur die Kohle.
Alles schön und gut was ihr schreibt. Sehr löblich wenn der Inhalt der
Arbeit wichtiger ist als die Kohle.
Nur, wenn ihr mal eine Familie zu ernähren habt, dann nimmt die Kohle
einen ganz anderen Stellenwert ein.
Stefan H. wrote:
> Alles schön und gut was ihr schreibt. Sehr löblich wenn der Inhalt der> Arbeit wichtiger ist als die Kohle.>> Nur, wenn ihr mal eine Familie zu ernähren habt, dann nimmt die Kohle> einen ganz anderen Stellenwert ein.
Stimmt, aber mit TVÖD kommt man schon hin. Ist sicher kein Luxus-Leben,
aber es reicht dicke.
> vielleicht lebt deine Familie auf zu großem Fuß, mit einem Gehalt nach> TVÖD kann man gut leben...
Das ist bestimmt richtig, aber wären die Alternativen?
1.) Job annehmen mit mehr Gehalt
2.) auf kleinerem Fuß leben (falls 1. nicht möglich oder gewollt ist)
Der eine entscheidet sich für 1. der andere für 2.
>Ich weiß gar nicht, woher immer dieses schlechte Image über uns>herkommt. Wieso sollte man ausgenutzt werden? Nur weil man etwas weniger>Geld bekommt als in der freien WIrtschaft?
Tja ausnutzen lässt sich schwer an den Fakten festmachen, es geht um
eine psychologische Dimension. Habe selbst lange an der Uni Zeit
verbracht und kann eigentlich nicht sagen, dass ich ausgenutzt worden
bin, eher umgekehrt ich habe die ausgenutzt. Alle waren sehr freundlich
zu mir. Trotzdem ist es leider so, dass ich während dieser Zeit immer
das Gefühl hatte, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht,
schätze mal dass es daran lag, dass ich den Eindruck hatte die Menschen
um mich herum sind unredlich und dafür gibt es dann hinreichend Belege.
Ohne zu lügen muss ich sagen, dass meine Vorgesetzten da eine seltene
Ausnahme waren, sonst hätte ich es auch nicht ausgehalten. Mit dem
Ausscheiden meiner Vorgesetzten bin ich dann auch selbst ausgeschieden.
Also darum geht es mir, man hat es mit einer Art von Betrügern zu tun.
Es wird geschoben mit Mitteln und Personal und es wird an Fakten gebogen
und gelogen. Jemand der in diesem Punkt versagt ist ein unredlicher
Mensch und hat mein Vertrauen verspielt. Dies trifft oft im öffentlichen
Dienst zu und bei Max Planck, Robert Bosch, Fraunhofer und wie sie alle
heissen, sind eben schräge Typen, kanns nicht anders sagen.
Kapiert?
@ Jorge
und du glaubst, in der freien Wirtschaft geht es fairer zu? Dort
herrscht doch nur Konkurrenzdenken und Profilierungssucht, und
Beförderungen oder die Zuteilung interessanter Aufgaben läuft nur mit
Vitamin B.
>und du glaubst, in der freien Wirtschaft geht es fairer zu? Dort>herrscht doch nur Konkurrenzdenken und Profilierungssucht, und>Beförderungen oder die Zuteilung interessanter Aufgaben läuft nur mit>Vitamin B.
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass die Menschen überall mehr oder
minder gleich sind. Bei den o.g. Stiftungen hat man es aber schon im
Geschäftsmodell mit drin, also Stiftung was heisst das eigentlich...
Bleibt es also dabei. Was kann man mit weniger Geld machen -> weniger
leisten und mehr headache haben. Der Punkt im öffentlichen Dienst ist
egal wie man strampelt man zieht immer den Kürzeren. Es fehlt der Magnet
vor dem Fahrrad, die Möhre vor dem Karren, der Anreiz, ja was soll ich
denn noch.
Wenn es dir nur ums Geld geht, dann geh auf eine Bohrinsel oder werde
Hafentaucher oder Klärgrubentaucher oder Bergmann, falls es den noch
gibt. Alles andere lässt Neidmentalität erkennen. Wie viele kennst du,
die im öffentlichen Dienst am Hungertuch nagen? Und vergiss nicht, wer
den öffentlichen Dienst bezahlt.
Absolventen? So, so. Interessant zu sehen, dass man bei Frauenhofer auch
dem Jugendwahn frönt. Wenn schon eine faktisch staatliche Organisation
Jugend zum Einstellungskriterium erhebt, dann weiß man, dass die
deutsche IS/IT-Branche wirklich am Arsch ist.
Zum Beispiel wurden gestern 265 HF-Spezialisten "dem Arbeitsmarkt zur
Verfügung gestellt" http://www.heise.de/newsticker/meldung/104976
Absolventen dürften die wenigsten sein. Bei Frauenhofer wird daher
keiner landen. So wird Kompetenz und Erfahrung vernichtet, weil die
Leute zu Harz-4-Laubfegern im Park degradiert werden. Ok, wer Glück hat
kommt in einer Dönerbude unter. Da ist es wenigstens schön warm.
@norgan
du redest einfach nur mist daher...glaubst du wirklich, dass diese
hochqualifizierten Ing´s auf der Straße landen...!?
HF-Spezialisten sind sehr begehrt auf dem Arbeitsmarkt, die finden alle
wieder was und zwar nicht als Parkwächter o.ä.!
Diese Aussage von dir ist nur Stammtischpolemik, nichst anderes! Geh zum
jammern in deine Kneippe und verschon uns damit!
>Wenn es dir nur ums Geld geht, dann geh auf eine Bohrinsel oder werde>Hafentaucher oder Klärgrubentaucher oder Bergmann, falls es den noch>gibt.
Deine Vorschläge sind schlecht, weil sie nicht funktionieren.
Es geht mir nicht ums Geld obwohl ich es gut gebrauchen könnte. Geld und
Kriminalität sind miteinander verwandt, ich bin gegen Kriminelle weil
deren Rechnung nicht aufgeht und Leute Schaden nehmen. Im
Technologiebereich braucht man etwas Geld um etwas bewirken zu können.
Ich bin auch nicht gegen o.g. Stiftungen oder den öffentlichen Dienst.
Die Steuern wurden erfunden weil es die Justiz, die Ausbildung
(+Forschung und Entwicklung) und das Gesundheitswesen notwendig gibt.
>Alles andere lässt Neidmentalität erkennen. Wie viele kennst du,>die im öffentlichen Dienst am Hungertuch nagen?
Neid/Schadenfreude ist das Pech/Glück der Dummen, da sind wir einig. Im
öff. Dienst nagt man nicht am Hungertuch sondern an
psychischen/psychosomatischen Störungen z.B. bekannt bei Lehrern dank
Abnutzung und fehlender Entwicklungsmöglichkeiten und da sind wir schon
wieder beim Thema.
>Und vergiss nicht, wer>den öffentlichen Dienst bezahlt.
Ja wir haben die Bürokratie gefüttert und sie ist gewachsen, ein
unglücklicher nutzloser Haufen ist das, ausgenommen sind natürlich
Klinikpersonal, Lehrer, Juristen und noch ein paar.
Wenn man bei Fraunhofer etwas bewirken kann im Sinne einer Ausbildung
oder in einem Projekt als technologischer Fortschritt, und da sind die
Bedürfnisse ja sehr individuell, dann ist das in meinen Augen voll in
Ordnung. Es ist auch nicht so, dass die Vorgesetzten bei den Instituten
grundsätzlich schlecht sind und die Auszubildenden grundsätzlich gut.
Was aber sicher so ist, ist das die Kultur durch die Vorgesetzten
geschaffen wird.
Sklaventreiber, die schräg anerkennend grinsen, wenn sich der Aspirant
die Seele aus dem Leib kotzt und Leute die genauso schräg das Gesicht
verziehen wenn der Zögling eigene Ideen (vielleicht die Richtige dabei)
entwickelt. Natürlich funktioniert dieses "shaping" nur beim
Muttersöhnchen richtig gut. Was können Muttersöhnchen leisten.
Für mich ist es so, das ich den Standpunkt der Naturvölker die ihre
Verwandten essen durchaus akzeptieren kann. Ich sorge dafür, dass ich
nicht gegessen werde.
@ Norgan
Dummschwatzer!
Finde es gut, dass Fraunhofer auch mal Absolventen eine Chance gibt.
Absolventen haben in der Industrie in Deutschland nämlich fast Null
Chancen, da die Anforderungen der Industrie maßlos überzogen sind. Man
scheut nämlich die Kosten, Anfänger einzuarbeiten. Es sind ja jetzt
wieder einige Spezialisten freigestellt worden, die nimmt man in der
Industrie natürlich lieber als Absolventen. Kenne genug Absolventen, die
von Hartz-IV leben und wenn diese mal 5 Jahre nichts gearbeitet haben
oder in Hilfsarbeiterjobs für 6Euro versauert sind, haben sie keine
Chance mehr, als Ingenieur arbeiten zu dürfen. Natürlich tauchen diese
Fälle in keiner Arbeitslosenstatistik auf. Armes Deutschland. Die
Industrie macht sich selber kaputt.
>die nimmt man in der Industrie natürlich lieber als Absolventen
Das ist natürlich Quatsch. Wenn Firmen hören, dass da Spezialisten
freigesetzt werden, dann werden gleich die Headhunter losgeschickt.
Ich weiß, dass einschlägige volksnahe Blätter vermitteln, dass
Spezialisten in hartz4 abrutschen. Als Beweis liefert man oft einen
einzigen zweifelhaften Beweis, der dann für alle herhalten soll. Fakt
ist, dass diese Spezialisten gesucht werden und mit Sicherheit vor der
endgültigen Schließung schon neue Arbeitsverträge haben.
Es ist immer noch ein MARKT und als Arbeitssuchender ist man Anbieter.
Die Nachfrage regelt dann den Preis. Ist man nur ein kleiner
Angestellter, der seit dem Studium nichts dazugelernt hat, seine Zeit
absitzt und nur Geld verlangt, dann wird die nachfrage sicherlich nicht
gerade hoch sein.
>>die nimmt man in der Industrie natürlich lieber als Absolventen>> Das ist natürlich Quatsch. Wenn Firmen hören, dass da Spezialisten> freigesetzt werden, dann werden gleich die Headhunter losgeschickt.
Das ist doch genau das, was ich geschrieben habe.
> Ich weiß, dass einschlägige volksnahe Blätter vermitteln, dass> Spezialisten in hartz4 abrutschen.
Ich lese keine "volksnahe Blätter", aber ich stimme dir zu, Spezialisten
rutschen wohl kaum nach Hartz4 ab, wohl aber Absolventen.
> Es ist immer noch ein MARKT und als Arbeitssuchender ist man Anbieter.> Die Nachfrage regelt dann den Preis. Ist man nur ein kleiner> Angestellter, der seit dem Studium nichts dazugelernt hat, seine Zeit> absitzt und nur Geld verlangt, dann wird die nachfrage sicherlich nicht> gerade hoch sein.
Ebenfalls Zustimmung. Aber das zeigt auch, dass es ein Überangebot an
Ingenieuren gibt.
Das schöne ist ja, das die obigen
Norgan-ist-ein-Bildzeitungsleser-und-Arschloch Brüller auch mal älter
werden.
Absolventen bekommen keine Chance? 41% aller arbeitslosen Ingenieure
sind über 50, 39% der arbeitslosen Ingenieure sind zwischen 35 und 50
Jahre und nur 20% der arbeitslosen Ingenieure sind unter 35 Jahre
(Quelle VDI). Vor dem Hintergrund setzt Frauenhofer mit der Suche nach
Absolventen genau das falsche Zeichen.
Die Industrie, genau wie Frauenhofer sucht junges, billiges und williges
Frischfleisch. Ein Absolvent bekommt nicht deshalb keinen Job, weil ihm
der von einem alten Sack weggenommen wird, oder weil man Absolventen
keine Chance gibt, sondern weil es gar keine Jobs gibt. Weil die
Industrie ihre Anforderungsprofile so eng schraubt, dass Jung und Alt
durchs Raster fallen, ältere Ingenieure häufiger als junge.
> Absolventen bekommen keine Chance? 41% aller arbeitslosen Ingenieure> sind über 50, 39% der arbeitslosen Ingenieure sind zwischen 35 und 50> Jahre und nur 20% der arbeitslosen Ingenieure sind unter 35 Jahre
Erst denken, dann schreiben.
Die Absolventen, die keinen Job finden und dann notgedrungen am Band
stehen, Paletten schieben Taxi fahren oder sich im Sicherheitsdienst
langweilen, tauchen natürlich in keiner Arbeitslosenstatistik auf.
> (Quelle VDI)
Diese Industrielobby, lach.
Es klingt wieder mal so, als ob die Industrie daran schuld wäre, wenn
Absolventen mit schlechtem Durchschnitt und mangelhafter Bewerbung keine
hochbezahlten Stellen als Projektleiter bekommen.
>Vor dem Hintergrund setzt Frauenhofer mit der Suche nach>Absolventen genau das falsche Zeichen.
Eigentlich nicht. "Ingenieur" sagt nichts über dessen Fähigkeiten aus.
Ein E-Techniker wird wohl keine Maschinen konstruieren können, ein
HF-Spezialist sich kaum für Forstwirtschaft interessieren und ein
Lebensmittelingenieur tut sich beim Layouten von PCBs sicherlich schwer.
Die Angabe der arbeitslosen Ingenieure ist nichtssagend. Es fehlt die
Aufstellung ihrer Fähigkeiten und wo sie sich befinden, denn es ist
fraglich, ob ein arbeitsloser Flensburger E-Techniker in Freiburg eine
Stelle annehmen möchte.
Immer die Fragen stellen:
Was und wo fragt die Industrie nach.
Was und wo und wie kann ich meine Arbeitskraft anbieten.
na , so gut ist der vorletzte Beitrag auch nicht...
der erste Punkt, den ich kritisieren möchte ist die unterschwellige
Unterstellung, daß in der Regel Kandidaten jenseits 2,5 "schlecht"
seien und vorallem ,daß mangelhafte Bewerbungen quasi der
Hauptauslöser für Absagen sind.
bzgl der Ansicht, "Ingenieur" als General-Fähigkeitsnachweis
ja das hätte manche Firma gerne ...
Welch schrille Vorstellungen teilweise herrschen zeigt die Äusserung
letzte Woche ( ich glaube ein gewisser Rodenstock war das ) der
doch ernsthaft meinte ,daß EINE Weiterbildung eines 35-40 jährigen
reicht bis in die Rente....
Im weiteren bzgl arbeitsloser Ing etc.. Das Problem ist IMHO daß
man weltfremde Vorstellung in der HR pflegt...
Sprüche im Sinne , sie sind ja schon über 4 Monate auf Suche - können
sie überhaupt noch arbeiten ....
... werden ja in Teilen im CV schon widerlegt .. Wenn einer in der
Firma xx 1,5 Jahre leitend , dann 2 Jahre ohne Job , dann wieder
2 Jahre auch wieder leitend tätig ... dann sollte man sich eher
fragen ,ob einige nicht eher verkrustete und krude Vorstellungen
haben - ja ums dezent zu formulieren ,ob sie nicht weltfremd sind....
Eines kann klar festgehalten werden , das gros der Stellenangebote
ist lustlos formuliert und wenn wir wirklich einen Fachkräftemangel
haben, dann sollte sich dies auf verschiedensten Ebenen äussern
Die niedrigststruktrurierte ist das Gehalt ...
Zu DM Zeiten verdiente ein Einsteiger 80000DM pA
Zu Euro Zeiten heute um 25000-40000 -und dies bei eher über
50% Inflation ...
Du hast es da mit einem Mitarbeiter zu tun, wie objektiv kann der wohl
sein.
Ich kenne Leute beim MPI. Hier in der Gegend gibt es für entsprechende
Leute keine Alternative und auch nix Besseres, sie nehmen alles was in
Frage kommt und fleißig ist. Bei Fraunhofer ist das Klima hierzulande
gut, von Mitarbeitern wird über die Undurchsichtigkeit bei
Stelleverschiebungen debattiert.
Zitat einer Stellenanzeige:
"Wissenschaftlicher Hochschulabschluss in Informatik, Ingenieur o.ä.
Studiengang (Univ./TU, bitte keine FH o.ä. auch nicht mit anschließendem
Master-Studiengang)".
Damned! Jetzt komm ich mir mit meinen ollem FH-Abschluss aber ganz schon
miserabel vor.
Ich hatte erst mit einer Promotion geliebäugelt, aber BAT2a, halbe
Stelle waren einfach zu abschreckend.
Mit jetzt bald 5 Jahren Berufserfahrung reizt mich ein Wechsel, und von
den Themen her wäre das Frauenhofer sehr interessant.
Leider ist die Aussage "TVöD" in den Stellenanzeigen wenig klar. In den
FAQ heisst es dann wieder "eine leistungs- und marktorientierte
Vergütung".
Kennt hier jemand die mögliche Spanne? Ist E13S1 die Regel, oder kann
man realistisch auch E15S2 fordern?
>ein gewisser Rodenstock
Ist sicher Randolf Rodenstock gewesen, ein Macher der ersten Stunde.
sicher bemerkenswert, was der aufgebaut hat, aber er verkennt leider,
daß die simplen und zugelich glänzenden Aufbaubedingungen, die seine
Genration hatte, heute passe sind. Da kam fast jeder hoch der
einigermassen fleissig war. Heute musst du Jurist sein, um eine Firma
hochziehn zu können.
Der noramle Ingenieur hat dazu heute kaum eine Chance! Ingenieure sind
heute so derartig spezialisiert daß sie auserhalb ihres Arbeitsfensters
kaum eine Beschäftigung kiegen, zugleich geht die Spezialisierung immer
tiefer und schneller. Heute gibt es alle 3 Monate ein neue Toolchain
oder sagen wir neue featuresa oder bugs darin, die man kennen muss.
Zu Zeiten, als ein Rodenstock studiert hat gab es keine Winsows-PCs,
heute wechseln die features in Win2k-Server jede Woche, sodaß ein
IT-Speazialist, der mal 3 Monate wegen Krankheit ausgefallen ist, schon
nicht mehr auf dem neuesten Stand ist. Ein Jahr Pause oder 2 Jahre keine
Schulung und er ist draussen!
>Zitat einer Stellenanzeige:>"Wissenschaftlicher Hochschulabschluss in Informatik, Ingenieur o.ä.>Studiengang (Univ./TU, bitte keine FH o.ä. auch nicht mit anschließendem>Master-Studiengang)".
Diese Anzeigen sollen Dummies ausblenden. Würde ich auch so machen.
Hinzu kommt, daß spezialisierte Anzeigen so formuliert werden, daß nur
noch ein einziger passt, nämlich der, den man sich vorher schon
ausgesucht. Bei alen Unis und Instituten ist das so, daß nur der die
Promostelle bekommt, der mit dem Prof gut kann.
Und noch eins:
Man sollte sich genau überlegen, ob mna so eine Stelle machen will.
Diesen Leuten haftet nämlich hinterher an, sie seien zu akademisch und
zu unpragmatisch, was in der Industrie überhaupt nicht gefragt ist.
> Es klingt wieder mal so, als ob die Industrie daran schuld wäre, wenn> Absolventen mit schlechtem Durchschnitt und mangelhafter Bewerbung keine> hochbezahlten Stellen als Projektleiter bekommen.
An einer Führungsposition habe ich kein Interesse. Je höher die
Stellung, desto uninteressanter die Arbeit, da immer weniger Technik.
Ich wäre glücklich, wenn man mir die Chance gäbe, meine Kenntnisse in
Elektronikentwicklung ausbauen zu dürfen. Das Studium konnte mein
Wissensdurst nicht befriedigen bei den zwei Elektronikvorlesungen. Das
Gehalt spielt für mich zunächst eine sehr untergeordnete Rolle.
Wenn durchschnittliche Absolventen keinen Job finden, liegt das nicht an
den Absolventen, sondern am Geiz der Industrie (man will sich keine
Einarbeitung leisten). Leider muss sich die Industrie wenig Sorgen
machen, dass es bald aufgrund ihrer Einstellungspolitik keine erfahrenen
Fachleute mehr geben wird, denn die Politik wird dann immer helfen,
billige und willige Sklaven aus dem Ausland zu importieren. Oder die
Technik wird soweit es geht nach Asien ausgelagert, so wie die Tendenz
schon heute ist.
woher kommt eigentlich der irrglaube, das ein 1-er student schneller und
billiger einzuarbeiten ist als ein 2,5-er student?
Gute Prüfungen schreiben ist das einte, in der industrie
lösungsorientert, schnell und preisbewusst arbeiten was ganz anderes...
Grundsätzlich setzt ein ing-diplom voraus, dass die materie verstanden
wurde (und sonst stellen sich gewisse fragen zu den anstallten welche
diese ausgestellt haben...), also ist ein vernüftiges erscheinungsbild,
wissen über den arbeitgeber, sozialkompetenz, sicher halbwegs verkaufen
können, etc wohl bedeutender als ne halbe note mehr... naja die
fixierung auf noten ist wohl typisch deutsch (weder ab noch aufwertend
gemeint...) anders kann ich mir den rummel den hier darum gemacht wir
nicht erkären...
p.s. war weder 1er noch 2,5er student...
Ich bin auch ein 3.0er, was aber auch an mangelnder Zeit für Prüfungen
liegt. Gerne verberge ich mich auch hinter der Praxis, muss aber ehrlich
zugestehen, daß es schon einen Unterschied macht, wenn einer schneller
lernt. Der ist schon auch 10%-2ß% effektiver, als andere und sollte auch
mehr Geld bekommen. Soziales ist allerdings eine Art Schalter: Wenn
einer mit den anderen nicht zurecht kommt, zieht er alle um 10% runter.
Bei 10 Leuten ist das dann auch schone einer weniger und das ist noch
vorsichtig geschätzt. Hinzu kommt, daß sozial gute Leute ein gute
Stimmung verbreiten, was die Teamleistung verbessert.
Offensichtlich können 1er Studenten Probleme schneller lösen. Irgendwo
müssen ja die schlechteren Studenten Defizite haben. Das kann mangelndes
Wissen, lange Leitung (man braucht wesentlich länger zum Lösen der
Aufgabe) oder einfach nur ein schlechter tag sein. Aber zu behaupten,
schlechtere Studenten wären besser oder mindestens genauso gut, wie 1er
Studenten, ist sehr blauäugig. Die Bewertungssysteme gibt es nicht
umsonst. Und leider ist es noch so, dass Firmen auf diese Bewertung
schauen.
@Gast
Ich sage nicht das schlechtere studenten besser sind, gar nicht...
ledentlich, dass bei realen problemen in der arbeitswelt verschiedene
fähigkeiten zum zug kommen, welche nicht direkt gelernt wurden. Daher
finde ich die reduzierung auf eine note irgendwo unsinnig, auch wenns im
vergleich zu weichen kriterien ein hartes ist...
Gerade am wochenende habe ich noch mit einer Freundin darüber
gesprochen.
Die hat nen Notendurchschnitt von 1,4 an einer Uni, musste für die Note
aber nur 4mündliche Prüfungen und eine Diplomarbeit abliefern.
Also wurden die 4en des Studiums in den Klausuren nicht mitgezählt!
Ich hab nen Durchschnitt von 2,2 auf ner FH, aber alle Klausuren zählen
mit zur Note!
Das hat nichts mit besser und schlechter zu tun!
Ungerecht finde ich nur das viele Personaler den Unterschied mit
sicherheit nicht kennen!
> Die Bewertungssysteme gibt es nicht> umsonst. Und leider ist es noch so, dass Firmen auf diese Bewertung> schauen.
Die Bewertungssysteme sind untauglich, weil sie nicht vergleichbar sind.
Jeder Prof kocht sein eigenes Süppchen, selbst innerhalb der selben
Hochschule. Die Anforderungen im Studium und auch bei der Diplomarbeit
sind zu verschieden und nicht vergleichbar.
Folgendes hat sich an einer Fachhochschule und einer Uni zugetragen:
Der eine Student macht in seiner Diplomarbeit irgendeine komplizierte
Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit Entwicklung eines Prototypes, die
weder der Prof, noch der Aufraggeber im Detail versteht. Da gibts vom
Auftraggeber/Prof dann Vorgaben, die prinzipiell nicht möglich sind. Als
Note gibt es dann eine 3.
Der andere macht was Ähnliches, verwendet dazu aber fertige Baugruppen
und dokumentiert nur etwas die Datenblätter. Note 1.
Ein anderer Diplomand macht eine simple Marktanalyse der Art, welche
Typen von Produkt A gibt es von welchen Herstellern und was kostet es.
Eventuell vergleicht er dann noch selbst messtechnisch verschiedene
Produkte, worauf aber meist verzichtet wird. Als Note gibt es dann eine
1.
Einem anderen wird eine lange Zeit von über 4 Wochen gewährt, um sich in
C einzuarbeiten um dann was simples zu programmieren. In der
Schriftlichen Ausarbeitung hält er sich dann damit auf, wie eine
while-Schleife und andere grundlegende Dinge funktionieren. Die
eigentliche Aufgabenstellung kommt dann zu kurz. Trotzdem gib es eine 1.
Andere Diplomanden hatten vorher genauso wenig C-Kenntnisse. Aber da
verlangte man es einfach.
Während des Studiums ist es genauso. Die einen haben Glück, mit
Auswendiglernen gut durchzukommen. Die anderen geraten an
anspruchsvollere Profs oder sind selber anspruchsvoller und wollen alle
Hintergründe verstehen, wodurch sich die Studienzeit verlängert, aber
die Noten nicht notwendigerweise verbessern.
> Und leider ist es noch so, dass Firmen auf diese Bewertung> schauen.
Das ist ein Zeichen dafür, dass es keinen Fachkräftemangel gibt.