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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik FI-Schutz bei Gleichströmen


Autor: josef (Gast)
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Hallo zusammen,

Ist ein FI-schutzschalter vom Typ A an einer Gleichstromquelle
(z.B. 70V Batterie) anwendbar? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten
wie man sich vor hohen Gleichfehlerströmen schützen kann?

besten Dank im Voraus,
Josef

Autor: Thomas Glass (taximan)
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Ne geht nicht, weil ein FI nur mit Wechselstrom das macht, was er machen 
soll.

T.G.

Autor: josef (Gast)
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Hallo Thomas,

ja die Fi-schalter die du meinst sind AC Typs, also 
wechselstromsensitiv.
Es gibt aber noch Fi-schalter vom Typ A.. diese reagieren sowohl auf
Wechselströme als auch auf pulsierende Gleichströme (siehe Wikipedia).
Oder sind die auch ungeeignet??

Grüße,
josef

Autor: tex (Gast)
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Für reinen Gleichstrom sind die meines Wissens ungeeignet. Vielleicht 
kann etwas mehr Randinformation nützlich sein.

Autor: Stefan (Gast)
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>weil ein FI nur mit Wechselstrom das macht
Das stimmt so nicht. es gibt 3 versch. Typen von FI's:
-Typ AC (wechselstromsensitiv), in D nicht zugelassen
-Typ A  (sinusförmige Wechselströme und pulsierende Gleichströme)
-Typ B  (allstromsensitiv) erfasst auch Gleichströme. Funktioniert aber 
nur
        durch zusätzliche Elektronik, benötigt also eine 
Versorgungsspannung,
        ist also nicht Netzspannungsunabhängig, wie Typ A

Autor: Thomas Glass (taximan)
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> -Typ A  (sinusförmige Wechselströme und pulsierende Gleichströme)

ach ja hatte ich übersehen. Dabei wird ja auch was induziert...

Is eben das Funktionsprinzip von den "normalen" FIs. Weis nicht was es 
da mittlerweile alles gibt, Lehre is auch schon >20 Jahre her.

T.G.

Autor: josef (Gast)
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@Stefan,

> Das stimmt so nicht. es gibt 3 versch. Typen von FI's:
> -Typ AC (wechselstromsensitiv), in D nicht zugelassen
> -Typ A  (sinusförmige Wechselströme und pulsierende Gleichströme)
> -Typ B  (allstromsensitiv) erfasst auch Gleichströme. Funktioniert aber
> nur
>        durch zusätzliche Elektronik, benötigt also eine
> Versorgungsspannung,
>       ist also nicht Netzspannungsunabhängig, wie Typ A

so ist es!

@tex,

ich habe 10 Bleibatterien a 6V in reihe geschaltet. Die gesamte Spannung
beträgt ca. 70V. Nun möchte ich diese Quelle vor tödlichen Unfällen
schützen, indem ich halt einen FI-schalter einbauen will. Da nach m.E.
ein Fi-schalter am besten geeignet ist, weiss ich momentan nicht, ob
diese überhaupt anwendbar bzw. geeignet sind.

viele Grüße,
josef

Autor: Roland (Gast)
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Mal ´ne andere Frage, warum sollte man sich vor 70 V Gleichspannung 
schützen, wo doch beim Anfassen eh nichts passiert, dafür ist diese 
Gleichspannung einfach zu gering um gefährlich zu werden. Ab 120V 
Gleichspannung wirds gefährlich!

Autor: josef (Gast)
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@Roland,

bist du sicher?? ich hätte jetzt gedacht, dass 40V schon ausreichen, um 
etwas
zu spüren..

Grüße,
Josef

Autor: Roland (Gast)
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Ich habe zwar noch nie die Möglichkeit gehabt 70 Volt Gleichspannung 
anzufassen ( dafür aber 400V Wechselspannung:-) ), aber laut den 
Vorschriften des VDE, wird Gleichspannung für den Menschen erst ab 120V 
lebensgefährlich, bei Tieren ist es allerdings anders, da reichen schon 
kleinere Spannungen aus.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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josef wrote:
> ich hätte jetzt gedacht, dass 40V schon ausreichen, um
> etwas zu spüren..

Halt dir mal eine 9V Batterie an die Zunge, dann weißt du ab wan man was 
spürt...
An der passenden Stelle kann man sich sogar damit umbringen.

Ich habe noch nie einen FI an einer 70V DC Quelle gesehen. Wobei die 
natürlich trotzdem gefährlich sein können, aber nur wenn man wirklich an 
+ und - greift, aber da schützt dann ein FI auch nicht.

Autor: josef (Gast)
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@Roland,

Danke für den Tip!

Grüße,
Josef

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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> aber laut den Vorschriften des VDE, wird Gleichspannung für den Menschen > erst 
ab 120V

ich verabscheue den VDE, weil er als privatwirtschaftliche Organisation 
nichts vorzuschreiben hat, aber es stimmt trotzdem.
In der Fernmeldetechnik waren früher 60 V die absolut übliche Spannung. 
Normale Wartungsarbeiten in den Vermittlungszentralen wurden ohne 
Spannungsabschaltung durchgeführt (ging nicht anders). Da hat man öfter 
mal was abbekommen. Wenn man die Justierhaken für die Relaiskontakte 
einen in der rechten und den anderen in der linken Hand hat und am 
falschen Kontakt werkelt, merkt man es ganz heftig.
Es ist aber nicht wirklich gefährlich, weil durch Gleichstrom kein 
Kammerflimmern ausgelöst werden kann. Absturz von der Leiter ist 
natürlich möglich und sollte vermieden werden.

Autor: tex (Gast)
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Ich kenne jetzt den Aufbau hinter dem System nicht, aber der FI würde 
nur funktionieren, wenn Du eine Seite des Systems erden würdest.
Viel wichtiger bei Deiner Anwendung als der Berührungsschutz ist der 
Überstrom-Schutz.
Zum einen ist die Berührungsspannung nicht als gefährlich einzustufen 
zum anderen schützt Dich der Fi nur gegen Fehlerströme, die Gegen erde 
fließen, was sie nicht tun, wenn das System nicht geerdet ist

Autor: DCli (Gast)
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Dafür hat man mit DC Elektrolyse im Körper. Das bringt dich zwar nicht 
in ein paar Sekunden um, aber Stunden bis Tage sammeln sich die 
Gasbläschen möglicherweise irgendwo und dann fällst du auch um. DC ist 
nicht weniger gefährlich wie AC!

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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Oh...
wußte ich nicht, dann ist mein Beitrag sozusagen als Fehlmeldung 
einzustufen. Auch bei 60 V? Ich lebe noch! Mir sind zumindestens keine
elektrischen Unfälle durch 60 V bei Fernmeldebaubetrieben, Post oder 
Telekom bekanntgewoprden.
Bei welchen Spannungen ist sowas nachgewiesenermaßen schon passiert?

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