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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik brauche Hilfe für Problem mit Auto-Display


Autor: Stefan Gängler (lustikus)
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Hallo!

Ich bräuchte mal die Hilfe von Experten in Angelegenheiten rund um 
Mikroprozessoren.

Zu meinem Problem:
Ich habe ein Auto mit einem digitalen Tacho, der auf dem linken Display 
Kilometerstand, Tacho, Tank und Temperatur anzeigt. Auf dem rechten 
Display alle möglichen anderen Informationen (Radiosender/Musiktitel, 
Durchschnittsverbrauch usw.).
Jetzt ist plötzlich der rechte Teil ausgefallen und zeigt meistens Müll 
an.
Ich habe keine allzu schlechten Kenntnisse in Elektronik (bin 
Energieelektroniker) jedoch wenn es direkt um Mikroprozis geht bin ich 
meist überfragt.

Also zur Technik des Tachos (was ich bisher herausgefunden habe):

Der Prozessor ist einer mit massig IO-Ports einige davon auch analog. Er 
kann direkt 2 mehrzeilige Displays ansteuern...

Das Auto arbeitet mit einem VAN (NICHT CAN)-Bus. Das habe ich anhand der 
Kommunikations-ICs zwischen Prozi und Bus und diversen Foren 
herausgefunden.
Nun dachte ich das Auto hätte 2 getrennte BUS-Systeme einer für den 
linken Teil (da der mehr oder weniger Motorspezifische Sachen anzeigt) 
und einen anderen für sonstiges (halt Bus zum Radio, zur 
Lenkradfernbedienung, Abfrage der ZV usw.).

Also habe ich mir meinen Logiktester geschnappt und ein bißchen auf dem 
Bus "mitgelauscht". Kam recht viel rüber (logisch) und hörte sich für 
mich auch fast so an als würde das takten im Rhythmus des blinkens vom 
rechten Display. Also habe ich den BUS mal abgeklemmt um zu sehen ob der 
"Müll" vom Bus kommt oder direkt vom Prozi. Da ging die Tankanzeige 
(LINKE! Seite) auch nicht mehr. Also denke ich kann die 
Bus-Kommunikation schonmal nicht gestört sein?

An den Prozi ist noch ein 93C66 angeschlossen (serielles EEProm) auf dem 
auch ein wenig Kommunikation läuft (die ganze Zeit ebenfalls immer im 
selben Takt). Soweit ich herausfinden konnte steht in dem EEProm z.B. 
der Kilometerstand des Autos drin. Der wird auch richtig angezeigt.

So das Display ging nicht mehr nachdem ich das Cockpit gereinigt habe. 
Ich dachte jetzt vielleicht ist etwas Wasser eingedrungen jedoch kann 
ich nirgendwo eine Spur davon feststellen. An der untersten Seite der 
Platine ist eben erwähntes EEProm und ein HEF4011 (4*NAND), das u.a. das 
CLK-Signal für den EEProm liefert.

So meine eigentliche Frage:

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern vom C64 nebst 1541, die ich 
diverse Male repariert habe. Wenn solch ein Fehler wie dieses 
rhythmische Takten (Sekundentakt) auftrat auf den Datenleitungen war 
irgendwas im Argen. Ist dies hier auch möglich? Das ist das, was ICH mir 
nicht erklären kann wie kann der Prozessor auf der einen Seite eine 
komplette Kommunikation mit dem Auto herstellen, das Tachosignal 
auswerten (macht er ebenfalls), das linke Display korrekt anzeigen aber 
beim rechten Teil nur Müll fabrizieren? Was würde passieren, wenn das 
EEProm bzw. der HEF4011 eine Macke hätten? Da ist doch auch der 
Kilometerstand drin?

Vielleicht kann mir ja jemand helfen...

Der Prozessor ist ein Fujitsu MB90523, der IC für die Kommunikation mit 
dem
VAN-BUS heißt Temic AT-TSS461C und der Buffer-IC zwischen diesem und dem 
Auto ist ein MTC-30521 von Alcatel (Datenblätter habe ich alle).

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Dass rhytmisch Daten ausgetauscht werden dürfte normal sein. Vermutlich 
wird u.a. der Tacho in regelmäßigen Abständen mit Daten versorgt.

Wie sieht das ganze denn von vorne aus ?
Ich würde jetzt mal auf ein Kontaktproblem zu dem LCD tippen.

Autor: Tom (Gast)
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Infos zum VAN-Bus gibts auch in den Peugeot-Foren, z.B. 
www.peugeot-forum.de und da nach VAN Bus suchen.

Autor: Stefan Gängler (lustikus)
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Hallo!

Danke erstmal für die Antworten!

Also ein Kontaktproblem möchte ich eigentlich ausschließen, da ich auf 
den Leitungen zu dem Display ebenfalls immer wechselnde Impulsfolgen 
bekomme (und damit natürlich viel "Müll" auf dem Display.

Den VAN-Bus selbst kann ich nicht testen da fehlen mir die Kenntnisse. 
Infos zu dem VAN-Bus sind aber sehr gute in der Anleitung zum AT-TSS461C 
mit allen Protokollen etc.
Der hat wohl auch eine Bus-Fehlerkontrolle eingebaut lt. Datenblatt.
Ich versuche morgen mal ein paar mehr Fotos zu machen vielleicht 
erwische ich mal etwas von der fehlerhaften Anzeige. Das taktet dort 
meist im 1/2-Sekunden-Takt meines Empfindens nach mal sieht man nur das 
ganze Display heller werden (also denke mal alle Ausgänge vom Prozi) mal 
zeigt das ein paar Zeilen an aber nie etwas vernünftiges. Das fing auch 
an mit etwas Müll, war dann ganz tot und kam irgendwann wieder mit fast 
100 Funktionsfähigkeit. Am nächsten Tag war es dann für einige Tage ganz 
tot. Ich dachte ja auch erst an einen Wackelkontakt aber ich habe jetzt 
schon so viel mit der Lupe abgesucht und gemessen, gewackelt usw. das 
ich das fast ausschließen möchte.

PS: Es handelt sich um einen Citroen Xsara Picasso.

Autor: Otto (Gast)
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Hallo Stefan,

hast Du in der Mitte bei den beiden Quarzen bereits etwas repariert ?

Otto

Autor: Stefan Gängler (lustikus)
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Hallo!

Nein da habe ich nur Masse abgezapft für den Logiktester...

Autor: Stefan Gängler (lustikus)
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Hier ein Auszug aus der Beschreibung des Prozis:

The MB90520A/520B series is a general-purpose 16-bit microcontroller 
designed for process control applications
in consumer products that require high-speed real-time processing.
The microcontroller instruction set is based on the AT architecture of 
the F2MC* family with additional instructions
for high-level languages, extended addressing modes, enhanced 
multiplication and division instructions, and a
complete range of bit manipulation instructions. The microcontroller has 
a 32-bit accumulator for processing long
word (32-bit) data.
The MB90520A/520B series peripheral resources include an 8/10-bit A/D 
converter, 8-bit D/A converter, UART
(SCI) , extended I/O serial interfaces 0 and 1, 8/16-bit up/down 
counter/timers 0 and 1, 8/16-bit PPG timers 0 and
1, a range of I/O timers (16-bit free-run timers 1 and 2, input capture 
(ICU) 0 and 1, and output compare (OCU)
0 and 1) , an LCD controller/driver, 8 external interrupt inputs, and 8 
wakeup interrupts.
* : F2MC stands for FUJITSU Flexible MicroController, a registered 
trademark of FUJITSU LIMITED

• Sub-clock (32.768 KHz) operation available
Minimum instruction execution time : 62.5 ns (for oscillation = 4 MHz, 
PLL clock setting = ´4, VCC = 5.0 V)
• 16MB CPU memory space
Internal 24-bit addressing
• Instruction set optimized for controller applications
Rich data types (bit, byte, word, long-word)
Extended addressing modes (23 types)
Enhanced signed multiplication and division instructions and RETI 
instruction
Enhanced calculation precision using a 32-bit accumulator
• Instruction set designed for high-level language (C) and multi-tasking
System stack pointer
Enhanced pointer-indirect instructions and barrel shift instructions
• Faster execution speed
4-byte instruction queue
ROM mirror function (48 Kbytes of bank FF is mirrored in bank 00)
• Program patch function : An address match detection function (2 ´ 
addresses)
• Interrupt function
32 programmable interrupts with 8 levels
• Automatic data transmission function independent of CPU operation
Extended intelligent I/O service function (EI2OS) : Up to 16 channels
• Low-power consumption (stand-by) modes
Sleep mode (CPU operating clock stops, peripherals continue to operate.)
Pseudo-clock mode (Only oscillation clock and timebase timer continue to 
operate.)
Clock mode (Main oscillation clock stops, sub-clock and clock timer 
continue to operate.)
Stop mode (Main oscillation and sub-clock both stop.)
CPU intermittent operation mode
Hardware stand-by mode (Change to stop mode by operatinoperating 
hardware stand-by pins.)
• Process
CMOS technology
• I/O ports
General-purpose I/O ports (CMOS input/output) : 53 ports
General-purpose I/O ports (inputs with pull-up resistors) : 24 ports
General-purpose I/O ports (Nch open-drain outputs) : 8 ports
• Timers
Timebase timer, clock timer, watchdog timer : 1 channel each
8/16-bit PPG timers 0 and 1 : 8-bit ´ 2 channels or 16-bit ´ 1 channel
16-bit reload timers 0 and 1 : 2 channels
16-bit I/O timers :
16-bit free-run timers 0 and 1 : 2 channels
16-bit input capture 0 : 2 channels (2 channels per unit)
16-bit output compare 0 and 1 : 8 channels (4 channels per unit)
8/16-bit up/down counter/timers 0 and 1 : 8-bit ´ 2 channels or 16-bit ´ 
1 channel
Clock output function : 1 channel
• Communications macro (communication interface)
Extended I/O serial interfaces 0 and 1 : 2 channels
UART (full-duplex, double-buffered, SCI : Can also be used for 
synchronous serial transfer) : 1 channel
• External event interrupt control function
DTP/external interrupts : 8 channels (Can be set to detect rising edges, 
falling edges, “H” levels, or “L” levels)
Wake-up interrupts : 8 channels (Detects “L” levels only)
Delayed interrupt generation module : 1 channel (for task switching)
• Analog/digital conversion
8/10-bit A/D converter : 8 channels (Can be initiated by an external 
trigger. Minimum conversion time = 10.2
ms for a 16 MHz machine clock)
8-bit D/A converter : 2 channels (R-2R type. Settling time = 12.5 ms for 
a 16 MHz machine clock)
• Display function
LCD controller/driver : 32 ´ segment drivers + 4 ´ common drivers
• Other
Supports serial writing to flash memory. (Only on versions with on-board 
flash memory.)
Note : The MB90520A and 520B series cannot be used in external bus mode. 
Always set these devices to singlechip
mode.

PRODUCT LINEUP

ROM size 64 Kbytes 128 Kbytes 64 Kbytes 128 Kbytes 128 Kbytes ¾
RAM size 4 Kbytes 6 Kbytes
Separate emulator
Process CMOS
Operating power
supply voltage*2 3.0 V to 5.5 V 2.7 V to 5.5 V 3.0 V to 5.5 V
Internal regulator circuit not mounted

CPU functions
Number of instructions : 340
Instruction sizes : 8-bit, 16-bit
Instruction length : 1 byte to 7 bytes
Data sizes : 1-bit, 8-bit, 16-bit
Minimum instruction execution time : 62.5 ns (for a 16 MHz machine 
clock)
Interrupt processing time : 1.5 ms min. (for a 16 MHz machine clock)
Low power operation
(standby modes)
Sleep mode, clock mode, pseudo-clock mode, stop mode, hardware standby 
mode,
and CPU intermittent operation mode
I/O ports
General-purpose I/O ports (CMOS outputs) : 53
General-purpose I/O ports (inputs with pull-up resistors) : 24
General-purpose I/O ports (Nch open drain outputs) : 8
Total : 85
Timebase timer
18-bit counter
Interrupt interval : 1.024 ms, 4.096 ms, 16.384 ms, 131.072 ms
(for a 4 MHz base oscillation)
Watchdog timer
Reset trigger period
· For a 4 MHz base oscillation : 3.58, 14.33, 57.23, 458.75 ms
· For 32.768 sub-clock operation : 0.438, 3.500, 7.000, 14.000 s
16-bit
I/O timers
16-bit freerun timer:
Number of channels : 2
Generates an interrupt on overflow

16-bit output compare:
Number of channels : 8
Pin change timing : Free run timer register value equals output compare 
register value.

16-bit input capture:
Number of channels : 2
Saves the value of the freerun timer register when a pin input occurs 
(rising edge, falling edge, either edge) .

16-bit reload timer:
Number of channels : 2
Count clock frequency : 0.125, 0.5, or 2.0 ms for a 16 MHz machine clock
Can be used to count an external event clock.

Clock timer:
15-bit timer
Interrupt interval : 0.438, 0.5, or 2.0 ms for sub-clock frequency = 
32.768 kHz
8/16-bit PPG timer
Number of channels : 1 (Can be used in 2 ´ 8-bit channel mode)
Can generate a pulse waveform output with specified period and 0 to 100% 
duty ratio.
8/16 -bit up/down
counter/timers
Number of channels : 1 (Can be used in 2 ´ 8-bit channel mode)
External event inputs : 6 channels
Reload/compare function : 8-bit ´ 2 channels
Clock monitor Clock output frequency : Machine clock/21 to machine 
clock/28
Delayed interrupt
generation module
Interrupt generation module for task switching. (Used by REALOS.)
DTP/External
interrupts
Input channels : 8
Generates interrupts to the CPU on rising edges, falling edges with 
input “H” level, or “L”
level.
Can be used for external event interrupts and to activate EI2OS.
Wakeup interrupts
Input channels : 8
Triggered by “L” level.
8/10-bit A/D converter
(successive
approximation type)
Number of channels : 8
Resolution : 8-bit or 10-bit selectable
Conversion can be performed sequentially for multiple consecutive 
channels.
· Single-shot conversion mode : Converts specified channel once only.
· Continuous conversion mode : Repeatedly converts specified channel.
· Intermittent conversion mode : Converts specified channel then halts 
temporarily.
8-bit D/A converter
(R-2R type)
Number of channels : 2
Resolution : 8-bit
UART (SCI)
Number of channels : 1
Clock synchronous transfer : 62.5 Kbps to 1 Mbps
Clock asynchronous transfer : 1202 bps to 31250 bps
Supports bi-directional and master-slave communications.
Extended I/O serial
interface
Number of channels : 2
Clock synchronous transfer : 31.25 Kbps to 1 Mbps (Using internal shift 
clock)
Transmission format : Selectable LSB-first or MSB-first
LCD controller/driver
Number of common outputs : 4
Number of segment outputs : 32
Number of power supply pins for LCD drive : 4
LCD display memory : 16 bytes
Divider resistor for LCD drive : Internal

Vielleicht hilft das jemandem ich finde keinen Fehler. Das Einzige was 
ich auf Anhieb probieren könnte wäre das austauschen des 93C66 und 
HEF4011.

Autor: Analog (Gast)
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Ich vermute auch Kontaktproblem im LCD. Kannst Du mal ein Bild vom 
Display uploaden. Oft sind im Display Kontaktgummies - vielleicht ist 
das was locker. Versuch doch mal das Display etwas zusammenzudrücken und 
starte dann neu, wegen der Initialisierung.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Ich vermute, dass der interen LCD Controller den Kilometerstand usw. 
anzeigt. Für das andere Display wird dann vermutlich ein externer 
Controller verwendet.

Ich habe zwar keine Ahnung wie der VAN Bus aufgebaut ist, aber 
üblicherweiße wird im KFZ Bereich alles mit Prüfsummen usw. abgesichert. 
Wenn irgendwo was nicht passt, dann kommt am Ende kein Müll an, sondern 
die Daten werden ignoeriert/neu angefordert unds es wird alles 
abgeschaltet bzw. ein Fehler angezeigt, falls die Daten garnicht 
ankommt. Von daher bleibe ich bei meiner Vermutung: Der Fehler entsteht 
auf der letzten Strecke zwischen Controller und Display.

Autor: Stefan Gängler (lustikus)
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Hallo!

ALso der Prozessor übernimmt auf jeden Fall die Ansteuerung BEIDER 
Displays. Eins geht noch das andere nicht...

Wird denn das "Bild" auf dem Display getaktet? Oder legt der Prozessor 
das eigentlich an und wenn sich etwas ändert dann ändern sich halt 
entsprechend die Output-Pins vom Prozi?

Wie funktioniert denn so eine Ansteuerung vielleicht bringt mir das auch 
schon etwas. Das Display hat ja nicht viele Anschlüsse aber kann 2 
Zeilen mit 12 Zeichen anzeigen (Zahlen und Buchstaben) und etliche 
andere Symbole dazu. Was passiert wenn da ein paar Anschlüsse keinen 
richtigen Kontakt haben? Wird dann wirklich Schrott angezeigt?
Da sind die Experten gefragt...

Ist das so in der Art wie bei einer Tastaturmatrix, daß halt jede Taste 
immer 2 Anschlüsse verbindet aber halt nicht einzeln sondern die 
Kombination die Erkennung ausmacht? Nur wie geht das dann beim Display? 
Für mich sind das zu wenig Pins um alles anzeigen zu können also doch 
mit einer bestimmten Frequenz die das Auge nicht erfassen kann?

Wenn dem so ist dann MUSS es ja zu Problemen kommen wenn der Kontakt 
nicht stimmt?

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Stefan Gängler wrote:
> ALso der Prozessor übernimmt auf jeden Fall die Ansteuerung BEIDER
> Displays. Eins geht noch das andere nicht...

Im prinzip ja, aber das andere Display wird vermutlich direkt 
angesteuert, also die Pins des Controllers gehen direkt an die 
Elektroden im LCD, während bei diesem Display vermutlich noch ein Chip 
dazwischen sitzt.
>
> Wird denn das "Bild" auf dem Display getaktet? Oder legt der Prozessor
> das eigentlich an und wenn sich etwas ändert dann ändern sich halt
> entsprechend die Output-Pins vom Prozi?

Kommt drauf an: Wenn da wirklich noch ein Chip dazwischen sitzt, dann 
hat dieser LCD Controller ein SRAM eingebaut. Man initialisiert diesen, 
läd das anzuzeigende Bild in den Speicher, und danach wird es angezeigt, 
ohne dass man noch irgendwelche Daten senden muss.

Und wenn beim Senden der Daten/Befehle irgendwas schiefgeht, wird dann 
etwas falsches angezeigt.

> Wie funktioniert denn so eine Ansteuerung vielleicht bringt mir das auch
> schon etwas. Das Display hat ja nicht viele Anschlüsse aber kann 2
> Zeilen mit 12 Zeichen anzeigen (Zahlen und Buchstaben) und etliche
> andere Symbole dazu.

Werden die Symbole aus einzelnen Pixeln zusammengesetzt, oder haben die 
Symbole glatte Kanten und eine feste Position ?
Dem Aussehen nach scheint das nämlich ein Grafikdisplay zu sein, auf dem 
man jedes beliebige Bild darstellen kann. Sind auf der Platine in der 
Nähe des Displayanschlusses mehrere Kondensatoren die mit dem Stecker 
verbunden sind ?

> Was passiert wenn da ein paar Anschlüsse keinen
> richtigen Kontakt haben? Wird dann wirklich Schrott angezeigt?

Ja, oder garnichts, wenn die Befehle nicht ankommen.

> Ist das so in der Art wie bei einer Tastaturmatrix, daß halt jede Taste
> immer 2 Anschlüsse verbindet aber halt nicht einzeln sondern die
> Kombination die Erkennung ausmacht? Nur wie geht das dann beim Display?

Genauso: Auf der Glasplatte sind vorne und hinten Elektroden. Wenn man 
eine Spannung anlegt "leuchtet" der Pixel an der Kreuzungsstelle. (Um es 
mal extrem vereinfacht zu erklären, in der Praxis ist es um einiges 
komplizierter.)

> Für mich sind das zu wenig Pins um alles anzeigen zu können also doch
> mit einer bestimmten Frequenz die das Auge nicht erfassen kann?

Ja, nennt sich Multiplexing. Aber wie gesagt: Üblicherweise sitzt da 
noch ein IC auf dem Glas (sollte man erkennen können, denn dann ist 
meist ein schwarzer Klecks + ein Aufkleber auf der anderen Seite.

> Wenn dem so ist dann MUSS es ja zu Problemen kommen wenn der Kontakt
> nicht stimmt?

Ja.

Autor: Stefan Gängler (lustikus)
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Benedikt K. wrote:
> Stefan Gängler wrote:
>> ALso der Prozessor übernimmt auf jeden Fall die Ansteuerung BEIDER
>> Displays. Eins geht noch das andere nicht...
>
> Im prinzip ja, aber das andere Display wird vermutlich direkt
> angesteuert, also die Pins des Controllers gehen direkt an die
> Elektroden im LCD, während bei diesem Display vermutlich noch ein Chip
> dazwischen sitzt.

Nein ich habe es extra nachgeschaut er steuert DIREKT beide an!

>>
>> Wird denn das "Bild" auf dem Display getaktet? Oder legt der Prozessor
>> das eigentlich an und wenn sich etwas ändert dann ändern sich halt
>> entsprechend die Output-Pins vom Prozi?
>
> Kommt drauf an: Wenn da wirklich noch ein Chip dazwischen sitzt, dann
> hat dieser LCD Controller ein SRAM eingebaut. Man initialisiert diesen,
> läd das anzuzeigende Bild in den Speicher, und danach wird es angezeigt,
> ohne dass man noch irgendwelche Daten senden muss.
>
> Und wenn beim Senden der Daten/Befehle irgendwas schiefgeht, wird dann
> etwas falsches angezeigt.

Gut das verstehe ich soweit. Ist aber in dem Fall leider nicht weil 
nichts dazwischen liegt.

>
>> Wie funktioniert denn so eine Ansteuerung vielleicht bringt mir das auch
>> schon etwas. Das Display hat ja nicht viele Anschlüsse aber kann 2
>> Zeilen mit 12 Zeichen anzeigen (Zahlen und Buchstaben) und etliche
>> andere Symbole dazu.
>
> Werden die Symbole aus einzelnen Pixeln zusammengesetzt, oder haben die
> Symbole glatte Kanten und eine feste Position ?
> Dem Aussehen nach scheint das nämlich ein Grafikdisplay zu sein, auf dem
> man jedes beliebige Bild darstellen kann. Sind auf der Platine in der
> Nähe des Displayanschlusses mehrere Kondensatoren die mit dem Stecker
> verbunden sind ?

Wenn man sich das Display im Licht anschaut sind es FESTE Symbole. Die 
Buchstaben/Ziffernplätze sehen aus wie eine 8 mit einem Stern drin. Das 
gibt es in 2 Zeilen mit 12 Zeichen und einige andere Symbole (RDS, TA, 
ZV usw.)

>
>> Was passiert wenn da ein paar Anschlüsse keinen
>> richtigen Kontakt haben? Wird dann wirklich Schrott angezeigt?
>
> Ja, oder garnichts, wenn die Befehle nicht ankommen.
>

OK

>> Ist das so in der Art wie bei einer Tastaturmatrix, daß halt jede Taste
>> immer 2 Anschlüsse verbindet aber halt nicht einzeln sondern die
>> Kombination die Erkennung ausmacht? Nur wie geht das dann beim Display?
>
> Genauso: Auf der Glasplatte sind vorne und hinten Elektroden. Wenn man
> eine Spannung anlegt "leuchtet" der Pixel an der Kreuzungsstelle. (Um es
> mal extrem vereinfacht zu erklären, in der Praxis ist es um einiges
> komplizierter.)
>
>> Für mich sind das zu wenig Pins um alles anzeigen zu können also doch
>> mit einer bestimmten Frequenz die das Auge nicht erfassen kann?
>
> Ja, nennt sich Multiplexing. Aber wie gesagt: Üblicherweise sitzt da
> noch ein IC auf dem Glas (sollte man erkennen können, denn dann ist
> meist ein schwarzer Klecks + ein Aufkleber auf der anderen Seite.
>
>> Wenn dem so ist dann MUSS es ja zu Problemen kommen wenn der Kontakt
>> nicht stimmt?
>
> Ja.

VIELEN DANK!

Mal schauen auf dem defekten Display kann man das (im Bild) erkennen mag 
sein daß da ein kleiner Professor hintersitzt. Könnte auch hinkommen 
weil man im Licht erkennen kann, daß aus dem kleinen Block viel mehr 
Leiterbahnen rausgehen als reinkommen... wenn zu dem die Kommunikation 
aus dem Hauptproz nicht stimmt ist das nicht gut denke ich?

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Stefan Gängler wrote:

> Nein ich habe es extra nachgeschaut er steuert DIREKT beide an!

Was ist das dann für ein viereckiger Fleck oberhalb von dem Kabel ?


> Wenn man sich das Display im Licht anschaut sind es FESTE Symbole. Die
> Buchstaben/Ziffernplätze sehen aus wie eine 8 mit einem Stern drin. Das
> gibt es in 2 Zeilen mit 12 Zeichen und einige andere Symbole (RDS, TA,
> ZV usw.)

OK, dann ist das kein Grafikdisplay, sondern irgendwas 
kundenspezifisches. 2 Zeilen zu je 12 Zeichen mit je vermutlich 14 oder 
16 Segmenten macht insgesamt etwa 400 Segmente. Selbst im besten Fall, 
nämlich einer 20x20 Matrix, bräuchte man immer noch 40 Leitungen. OK die 
hat das Kabel zwar, aber da der Controller nur  4 + 32 Ausgänge hat, und 
daher nur 4*32=128 Segemente ansteuern kann, ist definitiv noch ein IC 
dazwischen.

> Mal schauen auf dem defekten Display kann man das (im Bild) erkennen mag
> sein daß da ein kleiner Professor hintersitzt. Könnte auch hinkommen
> weil man im Licht erkennen kann, daß aus dem kleinen Block viel mehr
> Leiterbahnen rausgehen als reinkommen... wenn zu dem die Kommunikation
> aus dem Hauptproz nicht stimmt ist das nicht gut denke ich?

Ja, genau so ist es.

Autor: Stefan Gängler (lustikus)
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Achja und kann es denn sein, daß das Display selbst Feuchtigkeit gezogen 
hat?

Autor: Analog (Gast)
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Der viereckige Fleck ist ein "chip on glass" - das ist der Controller 
des Displays

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Stefan Gängler wrote:
> Achja und kann es denn sein, daß das Display selbst Feuchtigkeit gezogen
> hat?

Kann passieren, sollte aber eigentlich nicht vorkommen, vor allem im KFZ 
Bereich wo jedes Detail jahrelang im Klimaschrank getestet wurde.
Was viel häufiger passiert ist, dass sich die geklebte Verbindung 
zwischen LCD und Kabel löst. Drück da mal drauf während das Display 
läuft und schau ob das etwas bewirkt.

Autor: Stefan Gängler (lustikus)
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Danke werde ich mal versuchen. War nur so auffällig daß es direkt NACH 
dem Putzen des Cockpits war... aber ich habe natürlich nicht direkt auf 
die Displays gesprüht aber anscheinend... grummel

Die ganze Einheit soll 660 Euro plus Einbau kosten darum mache ich mir 
die Arbeit und versuche es zu reparieren...

Autor: Analog (Gast)
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Kann sein das Reinigungsmittel in die Verbindung zwischen Dioplay und 
Kabel gekommen ist. Vielleicht hat es auch einen Kurzen am 
Display-Controller -> viereckiger Fleck gegeben. Schau mal was das für 
ein Display ist, vielleicht bekommst Du es auch einzeln ohne die 
Steuerung ?

Autor: Stefan Gängler (lustikus)
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Das Problem ist das Display ist extra für den Tachohersteller gefertigt 
worden (ich glaube VDO setzt das auch noch in anderen Autos ein).
Es sind extra Symbole eingebaut z.B. für RDS, Zentralverriegelung usw. 
da müßte ich mal bei VDO nachfragen...

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