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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Tipps zu Berufwahl/Studium Elektrotechnik/Mechatronik(?)


Autor: Paul H. (powl)
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Hi!

Ich bin nun in 12.2 und muss mich wohl oder übel ziemlich sehr bald um 
meine Berufs- und Studienwahl kümmern.

Hobbymäßig bin ich ein Bastler aus leidenschaft und beschäftige mich nun 
schon seit ca. nem halben Jahr mit Elektronik. Bin gleich in die 
Mikrocontrollertechnik mit AVRs eingestiegen und habe ein bisschen Kram 
mit Digital- und Analogtechnik, Platinen selbst herstellen, µC 
Kommunikation... drum rum dazu gelernt und mag mich noch stetig 
verbessern und mich vor allem noch mit Analogtechnik als 
kräftespendendes Glied für die AVRs etwas mehr beschäftigen. 
Programmieren tu ich mittlerweile ganz gerne in C aber ASM ist auch 
möglich aber nur wenns sein muss. Während meinem kleinen LED-Fader 
Projekt in ASM bin ich halb durchgedreht.

Interessant find ich auch die Bearbeitung und den Umgang mit 
mechanischen Elementen. Da ich grade am Umbau von meinem Laminator bin 
und auch desöfteren mal Metallteile oder sowas selbst herstellen müsste 
(wozu ich mangels gescheiter Werkzeuge und CNC-Fräse leider nicht in der 
Lage bin), wie auch in diesem Fall, dachte ich vielleicht an etwas 
mechatronisches. Allerdings hab ich dann Angst, dass bei einem 
Mechatronik BA-Studium die Elektrotechnik einfach zu knapp kommt.

Es gibt ja nun verschiedene Studiengänge, manche BA, manche nur Uni..
- Elektro- und Informationstechnik
- Elektrotechnik / Automatisierungstechnik (hört sich nach großen, 
doofen Anlagen an)
- Mechatronik
- Maschinenbau

Was ich mir gut vorstellen könnte ist, später mal in einer kleinen 
Firma, vielleicht noch in einem kleinen Mini-Team, ein kleines 
elektronisches Gerätchen zu entwickeln. Hier fehlt dann halt die 
mechanische Komponente im Beruf, aber da bin ich halt noch unschlüssig 
ob ich das beruflich machen möchte oder nur hobbymäßig.

Kann mir jemand ein paar Tipps geben ob das so möglich ist wie ich mir 
das vorstelle und mir vielleicht einen kurzen Einblick in die 
verschiedenen Studiengänge gewähren? Was man so alles lernt und später 
machen kann. Vielleicht macht ihr gerade auch schon sowas. Danke!

lg Paul H.

Autor: Guile Lampert (Gast)
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...später mal in einer KLEINEN Firma, vielleicht noch in einem KLEINEN 
MINI-Team, ein KLEINES elektronisches GERÄTCHEN zu entwickeln...

Meine Güte!!! O.o Klein kleiner am kleinsten???
Warum sind grosse Anlagen doof?

An Deiner Stelle würd ich erstmal aufhören mich KLEIN zu machen bevor's 
an die Berufswahl geht...

Autor: Norgan (Gast)
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> Ich bin nun in 12.2 und muss mich wohl oder übel ziemlich sehr bald um
> meine Berufs- und Studienwahl kümmern.
>
> Hobbymäßig bin ich ein Bastler aus leidenschaft und beschäftige mich nun
> schon seit ca. nem halben Jahr mit Elektronik.

Mach beruflich was anderes.

Wenn du dein Hobby zum Beruf machst, was hast du dann noch als Hobby? 
Mach irgendwas an dem du Interesse hast, aber an dem nicht dein Herzblut 
hängt. Das gibt sonst nur Frust, wenn du mit Leib und Seele engagiert 
bist, jedoch mal wieder Pfusch abliefern musst, weil ein Erbsenzähler 
dir wie immer nicht die Mittel für eine anständige Arbeit bewilligt.

Ein Job an dem man emotional nicht sonderlich gebunden ist ist für die 
eigene geistige Gesundheit Gold wert.

Mach auch deshalb was anderes, weil in der Branche jeder über 35 als zu 
alt gilt. Dann bleiben aber noch 32 Jahre bis zur Rente. 32 Jahre 
Existenzangst. Willst du dich vier, fünf Jahre durch eine schweres 
E-Technik Studium quälen, um gerade mal zehn Jahre einen interessanten 
Beruf zu haben?

Autor: Paul H. (powl)
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Guile Lampert wrote:
> ...später mal in einer KLEINEN Firma, vielleicht noch in einem KLEINEN
> MINI-Team, ein KLEINES elektronisches GERÄTCHEN zu entwickeln...
>
> Meine Güte!!! O.o Klein kleiner am kleinsten???
> Warum sind grosse Anlagen doof?
>
> An Deiner Stelle würd ich erstmal aufhören mich KLEIN zu machen bevor's
> an die Berufswahl geht...

Ich möchte mich damit nicht klein machen, ich stelle mir das eben nur 
gemütlicher vor als in einer riesigen Firma, wo man fast nur noch eine 
Nummer ist und strikte Ordnung und Arbeitsteilung herrscht. Wo der 
Lötkolbenhalter den Lötkolben hält, der Lötzinngeber das Lötzinn reicht 
und der Platinenhalter die Platine hält. In einer kleinen Firma lern ich 
dann vielleicht auch noch den Chef je nach Charakter ganz gut kennen und 
kann meine Erfahrung bezüglich "Pfuschproduktion" in sein Gewissen mit 
einfließen lassen. Ich habe leider keine Erfahrung im Berufsleben, wie 
auch.., deswegen müsst ihr mir ein wenig berichten wie ich mir die 
Beziehung zum Chef in einer größeren Firma vorstellen muss.



Norgan wrote:
>> Ich bin nun in 12.2 und muss mich wohl oder übel ziemlich sehr bald um
>> meine Berufs- und Studienwahl kümmern.
>>
>> Hobbymäßig bin ich ein Bastler aus leidenschaft und beschäftige mich nun
>> schon seit ca. nem halben Jahr mit Elektronik.
>
> Mach beruflich was anderes.
>
> Wenn du dein Hobby zum Beruf machst, was hast du dann noch als Hobby?
> Mach irgendwas an dem du Interesse hast, aber an dem nicht dein Herzblut
> hängt. Das gibt sonst nur Frust, wenn du mit Leib und Seele engagiert
> bist, jedoch mal wieder Pfusch abliefern musst, weil ein Erbsenzähler
> dir wie immer nicht die Mittel für eine anständige Arbeit bewilligt.
>
> Ein Job an dem man emotional nicht sonderlich gebunden ist ist für die
> eigene geistige Gesundheit Gold wert.
>
> Mach auch deshalb was anderes, weil in der Branche jeder über 35 als zu
> alt gilt. Dann bleiben aber noch 32 Jahre bis zur Rente. 32 Jahre
> Existenzangst. Willst du dich vier, fünf Jahre durch eine schweres
> E-Technik Studium quälen, um gerade mal zehn Jahre einen interessanten
> Beruf zu haben?

Ich berücksichtige deine Antwort, jedoch ist das absolut nicht das was 
ich hören möchte ;-) Ich weiß leider nicht, was ich sonst machen sollte. 
Mein Hauptinteresse gilt dem. Wenn ich durch Beruf und Studium mehr 
Kenntnisse über Elektrotechnik und so kram bekomme hab ich auch im Hobby 
mehr Erfolg. Und bleibt später im Berufsleben noch Zeit für ein Hobby in 
dem ich mich lange mit irgendwas auseinandersetzen kann? Wenn ich von 
morgens bis abends um 6 arbeiten geh, dann noch Familie, später noch 
Kinder, Essen machen und einkaufen... das wird mich auffressen da muss 
alles schnell gehen wenn ich nicht wochen- oder monatelang an einem 
kleinen Projektchen rumarbeiten möchte. Oder?

Ich könnte es mir auch durchaus als Herausforderung vorstellen mit 
schlechten Mitteln das bestmöglichste zu erzielen. Was dann nicht geht, 
geht halt nicht, ist dann der Firma ihr Bier wenn ich für die Mist 
produzieren muss aber es würde mir nicht das Herz brechen. Ausleben kann 
ich mich dann zuhause und kann die spezifischsten und teuersten Bauteile 
für die einfachsten Dinge verwenden.

Das mit der Existenzangst ist berechtigt, aber was soll ich schon 
machen, ich brauche ja auch was wo ich später einigermaßen freude im 
Beruf hab und mich dabei nicht langweile oder schon mit der 
Null-Bock-Einstellung zur Arbeit gehe weil mich meine Tätigkeiten 
einfach nur ankotzen. Bis 35, das sind bei mir noch 16 Jahre. Kann sich 
bis dahin nicht noch einiges ändern? Ich verstehe zwar, dass es gewisse 
Grenzen in Berufsfeldern gibt, ab denen man als "alt" gilt, aber ist 
langjährige Berufserfahrung was schlechtes? Für neue Technik kann man ja 
Fortbildungen besuchen. Ausserdem kann man doch sicher schlecht 
Ingenieur mit Ingenieur vergleichen. Der eine ist Ingenieur mit Leib und 
Seele, der andere hats einfach mal nur so studiert weil ihm nix besseres 
eingefallen ist. Ich weiß nicht, ist es so dass, wenn ich einen 
Ingenieur einstelle, der die kompliziertesten Aufgaben auf anhieb 
perfekt umsetzen können muss? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen dass 
jeder wie eine Maschine ständig die genialen Ideen und Einfälle und das 
umfassende Fachwissen in allen Bereichen hat. Oder wird man dann einfach 
abserviert und durch die nächste Fachkraft ersetzt, die eventuell wieder 
keinen Rat weiß und dann geht das gleiche Spiel mit dieser wieder von 
vorne los.

lg Paul H.

Autor: Patrick (Gast)
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>Bis 35, das sind bei mir noch 16 Jahre.
Ich dachte Du bist 12? Sehr verdächtig.

Autor: Paul H. (powl)
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Patrick wrote:
>>Bis 35, das sind bei mir noch 16 Jahre.
> Ich dachte Du bist 12? Sehr verdächtig.

Soll das wirklich heißen, dass du in Erwägung ziehst zu denken, ich 
hätte gesagt ich sei 12 Jahre alt?

lg Paul

Autor: Patrick (Gast)
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Wahrscheinlich daher, weil ich Deinen ersten Satz nur überflogen hab und 
das steht:
>Ich bin nun in 12.2
Was soll denn das heissen?
Ich hab sowieso nicht geglaubt, dass Du erst 12 bist ;-)

Zum Thema: Ich habs so gemacht:
4-Jährige Berufslehre zum Automatiker (in D heisst das glaube ich 
Mechatroniker). Da hab ich Drehen, Fräsen, Bohren, Feilen, Verdrahten, 
Löten und sonstiges gelernt. Abschluss 2004. Zur Zeit studiere ich im 6. 
Semester (von 8) berufsbegleitend Elektronik und Regelungstechnik und 
arbeite nebenher 80% als Entwicklungs"ingenieur" für Elektronik. Da kann 
ich wenigstens gleich das gelernte praktisch anwenden.
Meine Tätigkeit umfasst:
Entwickeln von elektronischen Schaltungen (Schaltplan, PCB-Layout)
Erstellen von Funktionsmustern und Prototypen
Testen der selbigen
Mikrocontroller Programmierung in C (Hauptsächlich AVR)
Seriebetreuung
...

Also ziemlich Abwechslungsreich

Autor: Paul H. (powl)
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Klingt recht nett, so in etwa stelle ich mir das auch vor, ich denke 
"Entwickler" ist das Stichwort.

12.2 bedeutet, dass ich gerade auf dem Gymnasium in der 12. Klasse, 
zweites Halbjahr bin. Ist wohl doch nicht so bekannt diese Syntax :-)

lg PoWl

Autor: Patrick (Gast)
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>Ist wohl doch nicht so bekannt diese Syntax :-)
Zumindest bei uns in der Schweiz nicht :-)

Autor: Olaf (Gast)
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> Interessant find ich auch die Bearbeitung und den Umgang mit
> mechanischen Elementen.

Du kannst ja beides machen. Ich hab mal Schlosser gelernt und danach
Etechnik studiert. Das ist eine ziemlich gute Kombination, aber ich
natuerlich nicht objektiv. :-)

Eine Lehre hat ausserdem den Vorteil das du im Studium besser Geld 
verdienen kannst. Ich war in den Semesterferien immer auf Montage. 
(bringt Kohle und baut die Persoenlichkeit auf :-D )

Und man schlaeft im Studium besser. Als ist studiert habe sind von
sieben Studenten nur einer fertig geworden, alle anderen wurden
abgesaegt. Da ist es viel beruhigender wenn man schon einen anderen
Beruf hat und nicht spaeter sein Leben als Taxifahrer verbringen muss.

> Mach beruflich was anderes.
> Wenn du dein Hobby zum Beruf machst, was hast du dann noch als Hobby?

Das ist zwas boese formuliert, aber nicht ganz falsch. Man muss in der 
Lage
sein nach der Arbeitszeit puenktlich alles zu vergessen was in der Firma 
war sonst versaut es einen den Spass am Hobby.

Das was du studieren willst hiess frueher uebrigens Nachrichtentechnik 
oder
Mikroinformatik. Halte dich fern von der normalen Informatik, das hat 
nichts mit Etechnik oder Computern zutun.
Allerdings lernt man im Studium eh nicht Mikrocontroller zu 
programmieren,
oder es wird als kleine Beigabe angesehen. Wichtig ist Mathe und 
theoretische Grundlagen, Schaltungstechnik, English usw. Von daher ist
das genaue Studium eh nicht so wichtig. Eigentlich braucht man seinen
Titel nur im erstmal einen Fuss in die Tuer zu bekommen und danach 
sollte
man selber ueberzeugen koennen.


Olaf

Autor: Paul H. (powl)
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Dass das Studium und der später ausgeübte Beruf manchmal nicht mehr viel 
gemeinsam haben ist mir auch schon zu hören gekommen. D.h. also viele 
Wege führen nach Rom.

Hier mal ein paar Stichpunkte was ich später mal machen möchte (Patrick 
hat es eignetlich schon auf den Punkt gebracht):

- Schaltungen mit Schaltplan entwickeln, entsprechendes Board dazu 
machen, wobei ich Routen als recht lästig empfinde, Platine irgendwie 
herstellen
- Das ganze testen
- Mikrocontrollerprogrammierung (AVRs habens mir inzwischen angetan, C 
auch)

Wäre aber halt auch nicht falsch mal mit etwas Werkstoffkunde und 
Metallbearbeitung im Studium in Berührung zu kommen. Das kann mir dann 
zwar vielleicht nicht im Beruf aber dafür im Privatleben eine große 
Hilfe beim zusammenbasteln eigener kleiner Maschinchen sein.

Die Trennung zwischen Beruf und Hobby. Ja, wie schon gesagt kein zu 
unterschätzendes Thema. Aber unterschätze ich die Situation wenn ich 
sage dass, der Kram den ich in der Firma zu erledigen habe mit den 
Basteleien in meiner Hobbywerkstatt nichts zu tun hat? Oder meint ihr 
mir gehen dann die Probleme aus der Firma im Kopf rum und machen mich 
total Kirre? ;-)

Also ihr könnt natürlich nicht wissen ob ich lieber etwas mit reiner 
E-Technik studieren soll oder noch was anders dabei sein sollte. Aber 
würdet ihr mir ein Mechatronikingenieurs Studium empfehlen? Lernt man da 
auch die Dinge die ich oben mit aufgezählt hab, also ist man in der Lage 
auch mal komplexere elektronische Schaltungen zu erstellen, LF, 
HF-Technik.. usw.. Was macht man denn so an "Mechanik" im Mechatronik 
Studium? Man sagt ja, ein Mechatroniker ist Schlosser und Elektroniker 
in einem. Allerdings möchte ich von meinem Ziel, später mal irgendwo als 
Entwickler zu arbeiten, nicht abdriften.

lg PoWl

Autor: HildeK (Gast)
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> ... gemütlicher vor als in einer riesigen Firma, wo man fast nur noch >eine
>Nummer ist und strikte Ordnung und Arbeitsteilung herrscht. Wo der
>Lötkolbenhalter den Lötkolben hält, ...

War vielleicht mal so. Aber im Zuge des Outsourcings müssen diese 
Dienste u.U. lange vorher bestellte werden, so dass im Zeitdruck man 
auch mal selber Hand anlegen kann und muss. Manchmal wäre ich froh, wenn 
'ungeliebte' Dinge weiterhin von den inzwischen nicht mehr vorhandenen 
oder sich nur im Ausland befindlichen Kollegen erledigt werden würden.

Trotzdem ist die 'kleine Firma' heutezutage vielleicht die bessere - vor 
Allem, wenn die 'große' eine Aktiengesellschaft ist. Da wird nur noch 
den Aktionären in den A*** gekrochen - und du, der du gute Arbeit 
leistest, musst immer wieder darunter leiden (Einstellung von Projekten, 
Konsolidierung, Konzentration von Entwicklungsstandorten, Konkurrenz aus 
China, Indien).

Ich arbeite in einer großen Firma und wünsche mir manchmal, ich wäre in 
einem gesunden, mittelständigen Unternehmen. Vielleicht auch nur ein 
Wunschdenken, dass es dort besser sein könnte.

>Wenn ich durch Beruf und Studium mehr
>Kenntnisse über Elektrotechnik und so kram bekomme hab ich auch im Hobby
>mehr Erfolg.
Schon, aber andereseits hast du es mit der praktischen Erfahrung im 
Hobby leichter, dein Studium zu bewältigen und beim Berufseinstieg zügig 
zu wachsen. Wenn ich dran denke, wie wenig Absolventen in der Lage sind, 
an einer einfachen Transistorstufe den Arbeitspunkt zu berechnen ...

Ich bin auch vom Hobby auf das E-Technikstudium gekommen. Naja, die 
Hobbytätigkeit verliert dann halt nach einigen Jahren (Jahrzehnten) die 
Attraktivität - es muss aber nicht sein. So gesehen hat Norgan schon 
recht.

Autor: Paul H. (powl)
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Ich muss zugeben, manchmal wäre ich froh, wenn ich einfach mal 
entspannen könnte. Ich muss ständig basteln und umbauen. Das war schon 
immer so und ich weiß nicht ob sich da soviel tun wird. Um ehrlich zu 
sein möchte ich auch garnicht, dass sich da viel dran ändert. Ich habe 
soviele Ideen, die ich alle umsetzen möchte.

lg PoWl

Autor: Olaf (Gast)
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> Ich arbeite in einer großen Firma und wünsche mir manchmal, ich wäre in
> einem gesunden, mittelständigen Unternehmen.

Und ich bin in einer kleinen Firma und vermisse das wir keine eigene
Kantine haben. :-)

> Vielleicht auch nur ein
> Wunschdenken, dass es dort besser sein könnte.

Bestimmt, sollen wir mal nen Monat tauschen. :-D

Olaf

Autor: daniel (Gast)
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du weisst doch genau was du willst, also mach es.
in ersten 4 semestern lernen alle so ziemlich dasselbe
und das ist weder uC, noch Layoutentwurf. wenn du die
mathehürde genommen hast, dann weisst du noch besser
was du machen willst. und es ist nicht ungewöhnlich
wenn die leute ihre richtung ändern (um paar grad natürlich^^)

und noch was: die zeit bleibt nicht stehen, manche hobbies
gehen andere kommen .. im grunde ändert sich alle 5 jahre
deine einstellung zu anderen dingen, psychologisch gesehen.

ich kann zwar deine euphorie etwas zu entwickeln verstehen,
als eine art geek zu gelten, der C oder uC "versteht"
aber in der geschäftswelt möchte man mit profis und nicht
mit geeks zu tun haben. ein profi kennt sich sehr gut aus
aber er ist nicht in seine arbeit vernarrt.

grüsse, daniel

ps: pauke lieber mathe, für was du dich dann entscheidest
ist wirklich zweitrangig.

Autor: student (Gast)
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was für ein lerntyp bist du? überleg dir, ob du an einer fh besser 
aufgehoben bist. an einer uni ist stures büffeln angesagt, damit du die 
ganze theorie reinkriegst. wenig zeit für andere dinge (liebe, 
verreisen, basteln).
fh ist lernen nach schema - weniger aufwand für brauchbare ergebnisse.
hochschulen sind öffentlicher dienst, meistens interessiert sich kein 
schwein für dich. mit glück hast du dozenten, die nicht nur stoff gut 
vermitteln, sondern auch erfahrungen aus der wirtschaft. eher selten.

und das dann einige jahre lang, um in einer kleineren firma eine 
schlüsselposition zu bekommen, wo man von der arbeit erschlagen wird? 
lieber (kinder) gärtnern?

Autor: Paul H. (powl)
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Mit andern Worten, ich soll mich zu dem machen was die Geschäftswelt 
sucht und mir aus dem Kopf schlagen später mal Spaß und Freude an der 
Arbeit zu haben?

lg PoWl

Autor: HildeK (Gast)
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@Olaf
>> Ich arbeite in einer großen Firma und wünsche mir manchmal, ich wäre in
>> einem gesunden, mittelständigen Unternehmen.

>Und ich bin in einer kleinen Firma und vermisse das wir keine eigene
>Kantine haben. :-)

Das ist ein unschätzbarer Vorteil - man sieht, wie sich die 
Job-Randbedingung in ihrer Reihenfolge darstellen ...

>> Vielleicht auch nur ein
>> Wunschdenken, dass es dort besser sein könnte.

>Bestimmt, sollen wir mal nen Monat tauschen. :-D

JA! Grundsätzlich wäre das eine richtig schöne Idee - in meinem Fall 
will ich dir das aber nicht antun: ich werde demnächst Opfer der schon 
beschriebenen "Konzentration von Entwicklungsstandorten".

Autor: Lötkünstler (Gast)
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>Mit andern Worten, ich soll mich zu dem machen was die Geschäftswelt
>sucht und mir aus dem Kopf schlagen später mal Spaß und Freude an der
>Arbeit zu haben?

Das sowieso,denn du bist als abhängig Beschäftigter ohnhin denen ein 
Klotz
am Bein,belastest das Unternehmerische Streben und Ergebnis,so das das 
Unternehmertum keinen Spaß mehr macht weil du einem auf der Tasche 
liegst.
Wen interessiert denn da der Spaßfaktor von Mitarbeitern?

Wenn ich dir einen Rat geben darf,versuch eine Gemischtausbildung wie 
z.B.
Mechatroniker/Kaufmann oder etwas Kaufmännischem mit technischer 
Orientierung.Wenn du das geschafft hast kannste dich mit einer guten 
Idee
NACH DEINEN WUNSCHVORSTELLUNGEN selbstständig machen und damit Geld 
verdienen.Mit normaler Arbeit wird das nichts werden.

Denn der Kern eines jeden Unternehmers ist,kaufen und verkaufen,um damit 
Gewinne zu erwirtschaften,um unanständig reich,geachtet und gefürchtet
zu werden.Alles andere wäre Vergeudung von Lebensenergie.


Lötkünstler

<mit der Lizenz zum Löten>

Autor: HildeK (Gast)
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>Denn der Kern eines jeden Unternehmers ist,kaufen und verkaufen,um damit
>Gewinne zu erwirtschaften,um unanständig reich,geachtet und gefürchtet
>zu werden.Alles andere wäre Vergeudung von Lebensenergie.
>Lötkünstler
><mit der Lizenz zum Löten>

Recht hast Du! Aber nur als Lötkünstler, <mit der Lizenz zum Löten>, 
hast Du wohl was falsch gemacht ....

Autor: Lötkünstler (Gast)
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>Recht hast Du! Aber nur als Lötkünstler, <mit der Lizenz zum Löten>,
>hast Du wohl was falsch gemacht ....

Wieso,ist doch nur ein witziger Nickname ohne
Bezug zu meinem wirtschaftlichen Stand.

in diesem Sinne

Lötkünstler

<mit der Lizenz zum Löten>
(selbst wenn man davon alleine nicht leben kann)

Autor: blub (Gast)
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Bin Mechatronik-Absolvent. Wenn ich nochmal studieren würde, würde ich 
EIT wählen ;-)

Autor: Paul H. (powl)
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blub wrote:
> Bin Mechatronik-Absolvent. Wenn ich nochmal studieren würde, würde ich
> EIT wählen ;-)

Möchtest du deine Gründe noch etwas genauer ausführen? ;-)

Autor: blub (Gast)
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Ich hätte mich einfach lieber etwas mehr auf diese Themengebiete 
konzentriert, da sie im nachhinein mehr meinen Interessen entsprachen. 
Aber hinterher ist man immer schlauer :) Ist jetzt aber auch nicht so 
dass Mechatronik eine schlechte Wahl war, es wär für mich persönlich 
halt nur besser gewesen EIT zu wählen :)

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