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Forum: Platinen Platine mit Fädeldraht löten?


Autor: Sir Sydom (sirsydom)
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Hallo,

ich komme zum Löten wie die Jungfrau zum Kind.. den Artikel im Wiki zu 
Löten hab ich schon durch, ich bekomme auch Streifenrasterplatinen mit 
Drahtbrücken aus Klingeldraht ganz gut hin.

Jetzt habe ich aber öfters gelesen mann soll möglichst dünnen Draht 
verwenden, außerdem wäre es oft kompakter möglch wenn ich mit Fädeldraht 
arbeiten würde (und Lochraster).

Wie macht man das eigentlich? Bedrahtetes Bauteil reinstecken, 
festlöten, Fädeldraht ums Beinchen, festlöten? oder ohne rumwickeln? 
Irgendwie mag das bei mir alles nicht so hinhauen..

Ein paar Tipps von den Profis?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Sir Sydom wrote:
> Hallo,
>
> ich komme zum Löten wie die Jungfrau zum Kind.. den Artikel im Wiki zu
> Löten hab ich schon durch, ich bekomme auch Streifenrasterplatinen mit
> Drahtbrücken aus Klingeldraht ganz gut hin.
>
> Jetzt habe ich aber öfters gelesen mann soll möglichst dünnen Draht
> verwenden, außerdem wäre es oft kompakter möglch wenn ich mit Fädeldraht
> arbeiten würde (und Lochraster).
>
> Wie macht man das eigentlich? Bedrahtetes Bauteil reinstecken,
> festlöten, Fädeldraht ums Beinchen, festlöten? oder ohne rumwickeln?

Ich mach mit rumwickeln.
Aber die Reiehnfolge ist bei mir so:
Bedrahtetes Bauteil reinstecken, Fädeldraht ums Bein wickeln, löten.

Wird das Beinchen zuerst festgelötet, dann geht das mit dem
Rumwickeln nur noch schlecht. In dem Fall: Fädeldraht auf den
Lötkolben und etwas Isolierung abschmelzen. Das isolierte Ende
in das erneut aufgeschmolzene Zinn am Beinchen schieben. Pusten.

> Irgendwie mag das bei mir alles nicht so hinhauen..

Übung, Übung, Übung. Nach ein paar Zig-Lötstellen hast du den
Dreh raus.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Fädeldraht ist Kupferlackdraht dessen Lack beim Löten verschwindet. Ist 
als spezieller Fädeldraht sauteuer, als lötbarer Kupferlackdraht billig. 
Es gibt allerdings auch nicht lötbaren Lackdraht, gern verwendet für 
Trafos und Spulen, der taugt dafür nicht.

Wie du den am Pin befestigst ist egal, ob rumwickeln oder einfach nur 
dran. Wichtig dabei ist aber, dass sich das Lötzinn nicht bloss um die 
Isolation herum legt, d.h. es muss den Draht sichtbar benetzen. Das 
Löten dauert deutlich länger als bei blankem Draht. Sehr hilfreich dabei 
ist eine Lupenleuchte, Pollin hat eine ganz brauchbare.

Zu beachten: Wenn der Draht ein paar Millimeter daneben auf einem 
anderen Draht drauf liegt, kann es vorkommen, dass durch die 
transportierte Hitze der Lötung dort ein Kontakt entsteht.

Was auch gut funktioniert: Wrap-Draht AWG30. Da muss (sollte) man zwar 
explizit absiolieren, aber dafür ist der Lötvorgang viel kürzer und 
schonender und man kriegt den in allerlei Farben. Ist bloss schlechter 
zu kriegen und nicht ganz billig (Segor, RS).

Autor: Matthias Kölling (Gast)
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@Karl Heinz
In der Lehrzeit hat man mir beigebracht, Lötstellen nicht anzupusten. 
Das könnte kalte Lötstellen geben.

Gruß Matthias

Autor: Sir Sydom (sirsydom)
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Sind ja schon mal gute Tipps, Danke.
Und so eine Lupenleuchte brauch ich wohl, bin ja trotz meiner zwei 
Flaschenböden auf der Nase blind wie ein Maulwurf ;)

Ich hab so Kupferlackdraht von Reichelt, kam lose in der Tüte und ich 
brenne den Lack vorher mit dem Kolben und etwas Zinn weg, hab also 
verzinnte Enden.

Muss ich bei der "Verlegung" des Drahts irgendwas beachten? Oder einfach 
wild kreuz und quer (Wartbarkeit mal außen vor..)?

Autor: Olaf (Gast)
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> Muss ich bei der "Verlegung" des Drahts irgendwas beachten? Oder einfach
> wild kreuz und quer (Wartbarkeit mal außen vor..)?

Je unordentlich es aussieht um so zuverlaessiger ist das Ergebnis.

Wenn Draehte immer ordentlich nebeneinander liegen dann steigt das 
Uebersprechen.

Olaf

Autor: Nicht_neuer_Hase (Gast)
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Auch 'ne Möglichkeit, Fädeldraht zum Löten ...-
Laut Statistik sind "richtige" Wire-Wrap-Verbindungen langlebiger als 
Lötstellen ( jeweils sachgemäss ausgeführt ). Sollte für Hobby-Zwecke 
jedoch belanglos sein.
Ich nehme seit ca. 38J. Klingeldraht, Litze, ausgeschlachtete 
Netzanschlussleitungen vom Sperrmüll, was auch immer da ist und 
möglichst
wenig kostet.
Ist es eng, sind Litzen manchmal kritisch ( irgendwo ist immer noch ein 
Fädchen und macht Kurzschluss ), dafür sind sie schön flexibel.

Also, für zu Hause spielt's eher keine Rolle, was man nimmt, reine 
Geschmackssache.

Den guten Tip von Olaf "kreuz und quer / je unordentlicher, desto 
besser" sollte man besonders bei räumlich etwas grösseren Aufbauten von 
z.B. hochverstärkenden Schaltungen etc. beachten ( "nicht schön, aber 
ein Unikat" / Gesetze und Würste werden auch nicht immer ganz sauber 
gemacht !)

Draht bleibt Draht !

Übrigens:
Hat man störende Schaltinduktivitäten z.B. in getakteten Netzteilen
oder UHF-Verstärkern => Überbrücken mit einem Kurzschluss hilft immer !

Viel Spass

Autor: Der Dude (Gast)
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Genau, mein Lüfter vom PC-Netzteil war unerträglich laut...seit ich ihm 
einen Kurzschluss spendiert habe ist Ruhe im Karton.

Hat der angehende Löter eine Wire Wrap Pistole? Und Litze von 
Netzleitungen? Die ist doch blank?

Beim Löten mit Fädeldraht übrigens ordentlich Stoff geben, 400°C 
dürfen's schon sein. Sonst geht der Lack nicht ab.

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Ich nehme jeweils Kupferlackdraht (Den für Trafos), kratze erst den Lack 
mit einem scharfen Messer etwas ab, verzinne das Ende und löte ihn dann 
fest. Dauert zwar etwas länger, dafür habe ich keine Probleme mit 
ungewollten Kurzschlüssen.

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