hallo lieben Mitglieder,
ich möchte bei einem IC herausfinden, welchen der 3 Zustände die
Datenpins gerade haben (High/Low/Open), 1 und 0 ist klar, aber wie kann
ich herausfinden, ob mein Port gerade offen ist??? Kann ich dafür die
(hier im Forum) genannte Schaltung mit den 3 Widerständen und 2 LEDs
nehmen???
Wäre für jede Antwort dankbar...
MFG Flo
Hallo!
Ich hatte mal das selbe Problem.
Die Schaltung ist im Anhang.
Nicht besonders elegant, aber es geht.
Ist der Ausgang High, leuchtet das untere LED.
Ist er Low leuchtet das obere.
Wenn er hochohmig ist leuchten beide LEDs.
Der Ausgang muss aber den LED Strom aushalten.
Als Widerstände habe ich 330R verwendet (5V Versorgung).
Alternativ könnte man auch den Ausgang an den Mittelpunkt eines
hochohmigen
Spannungsteilers klemmen und dann dort die Spannung messen.
1: 5V
0: 0V
Hochohmig: 2,5V
mfg cbaumann
Vielen Dank für die Antwort,
habs kurz mal getestet,
kann es denn sein, dass mein Voltmeter an einem Pin 0V anzeigt und
dieser Pin aber laut obiger Schaltung "offen" ist, also beide LEDs
leuchten???
Vielen Dank schonmal...
schönen gruß Flo
hmmm okay... mein fehler :-I Danke...
ähm und wie kann ich es realisieren, dass mein Mega8 an einem bestimmten
Pin auf "offen" steht??? Muss ich den als Eingang definieren und ohne
Pullups betreiben oder wieder ein Denkfehler???
MFG Flo
Danke,
letzte Frage, also wäre es quasi kein problem, ein IC, welcher 3
Zustände kennt, mit dem mega8 anzusteuern. Als Ausgang definiert 0/1,
als Eingang definiert Open... Wenn ich den Megapin also als Eingang
definiere und diesen mit dem IC verbinde, wird dann an dem IC
Eingangspin auch open erkannt??? oder toggelt mein Pin dann wild rum?
>wird dann an dem IC Eingangspin auch open erkannt?
An welchem IC ? Bei einer hochohmigen Leitung fängst
du dir sonst was ein. Irgendwas zwischen 0/1. Und ja,
da sind alle Zwischenwerte möglich. Und die ändern sich
ständig.
Spielt das eine Rolle bei welchem IC??? Ein rf coder. Der codiert quasi
die anliegenden Pegel an den Datenpins in ein Datenwort und sendet
diesen dann... Richtig gemessen liegt an den Pins von dem IC bei Open
und bei orginalfunktionalität etwas mit 0.5V an und sinkt beim messen ab
bis auf 0.1V
Ist es denn egal, ob der dritte Zustand 0.....5V wenn er hochohmig
ist??? sowas wie "dont care" oder ist das schon ein definierter
Zustand???
LG Flo
>Richtig gemessen liegt an den Pins von dem IC bei Open>und bei orginalfunktionalität etwas mit 0.5V an und sinkt beim messen ab>bis auf 0.1V
Was heisst richtig gemessen ? Da hast du doch die Antwort
auf deine Frage: Selbst beim messen mit Multimeter kommen
schwankende Werte raus. Open kannst du nur messen wenn
du selbst einen definierten Pegel anlegst. Z.B. 2.5V
mit einem hochohmigen Spannungsteiler der Low- oder Highpegel
vom ATMega nicht stört wenn der auf Ausgang geschaltet ist.
"dont care" heisst "mir doch egal". Definiert ist das nicht ;)
Hallo,
naja, "dont care" heißt durchaus manchmal auch "Pegel egal, wird sowieso
ignoriert und nicht ausgewertet.
Eingangspins, die L, H und offen z.B. als Programmierpin benutzen um
eine Funktion festzulegen, kenne ich und habe ich auch schon benutzt.
Die kommen mit dem offenen Eingang schon klar. Was da genau als
Innenschaltung verbaut ist, verrät das Datenblatt nicht immer.
Gruß aus Berlin
Michael
Eine Leitung die nicht elektrisch geführt oder aktiv getrieben wird hat
nie einen definierten Zustand und ein normaler digitaler Eingang wird
nichts sinnvolles erkennen können.
ICs die eine Erkennung durchführen ob der Eingang tristate ist oder
nicht (also quasi einen dritten Zustand kennen) sind mir nicht bekannt.
Für die normale Funktionalität ist eine solche erkennung zu unsicher und
zu langsam - ansonsten würde es bestimmt breite Verwendung finden (ein
Informationszustand mehr, der sozusagen "umsonst" zu erreichen ist würde
wohl einiges bringen).
Grübel, grübel und studier...
Das ist dabei herausgekommen... Die obige Schaltung ein wenig gemodded,
falls jemand Tristate mit etwas Geschwindigkeit erkennen will...
Für mehr Speed kann man auch das ganze mit ein paar Handgriffen auf
Logikgatter anstatt des OPV umbaun!
lg jÜrgen
>ICs die eine Erkennung durchführen ob der Eingang tristate ist oder>nicht (also quasi einen dritten Zustand kennen) sind mir nicht bekannt.
Ich meine in Erinnerung zu haben, dass es die gibt (z.B. bei
Ethernet-Bausteinen?). Sie werden verwendet zur Konfiguration von
Einstellungen, also nichts dynamisches.
Der Eingang muss halt nur einen Fensterkomparator besitzen und den Pin
ohne Beschaltung auf die Mitte ziehen.
@ JÜrgen G.
Wie funktioniert denn dein Vorschlag - oder ich steh auf meiner Leitung
;-)
HildeK wrote:
> @ JÜrgen G.> Wie funktioniert denn dein Vorschlag - oder ich steh auf meiner Leitung> ;-)
Jetzt steh ich selbst kurz auf der Tristate-Leitung ^^
Danke an alle, es funktioniert...
nicht wundern... hab mich kurz registriert, weil selten eine so
interessante Forumgemeinde gesehen...
@Marius:
Also ich hab die IC Pins auf Masse gezogen, nix passiert...
Ich habe die Pins auf High gezogen nix passiert...
Ich habe mein Controllerport als Eingang definiert und diese Pins mit
den Eingängen des ICs verbunden und siehe da, es tut sich was...
Folgerung: Es gibt wohl doch solche ICs, die auch einen dritten Zustand
kennen... Wollts auch nicht wahr haben, aber ist so ;-)
Vielen Dank nochmal an alle...
Hallo,
@ Marius Schmidt: es ist nicht die Rede davon, daß Datenübertragung
damit gemacht werden soll.
Meist sind es Config-Eingänge, die fest so beschaltet werden. Irgendein
I2C-IC aus der Rundfunkecke habe ich rumliegen, da werden 3 mögliche I2C
Adressen auf diese Art festgelegt, war eben kein weiterer Pin mehr
übrig.
Video-ICs, die Scart-Signale schalten, entscheiden mit der Höhe der
Schaltspannung an einem Pin, ob auf TV, Scart-FBAS oder Scart RGB
durchgeschaltet wird.
Es kann also schon einen Grund geben, daß per handgeschmiedeter
Elektronik umschalten zu wollen, dann hilft eben ein AVR mit
TrState-Ausgang durchaus, die Welt ist nicht nur schnell und digital.
;-)
Gruß aus Berlin
Michael