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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik MOSFET fiept bei 45kHz


Autor: Timo (Gast)
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Hallo zusammen,

ich habe einen Hochsetzsteller gebaut, der mit einer Taktfrequenz
von ca. 45kHz arbeitet. Funktioniert auch einwandfrei. Nur der Mosfet
erzeugt ein unangenehmes "fiepen". Woran kann das liegen?? Soweit
ich weiss, hört das menschl. Ohr ab eine Frequenz von 20kHz nichts
mehr. Aber die Taktfrequenz ist deutlich drüber? Oder könnte es noch 
ander
Ursache geben?

vielen Dank im Voraus,
Timo

Autor: avion23 (Gast)
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Womit erzeugst du die 45kHz?
Womit misst du die erzeugten 45kHz?

Autor: Timbo (Gast)
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Kann ein schlechter Kontakt sein. Der Mosfet selbst sollte nicht fiepen. 
Irgendwo lose Teile oder eine Spule? Mal gemessen ob irgendwo große 
Spannungsspitzen abfallen?

Grüße,
Timbo

Autor: universaldilettant (Gast)
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Bist du sicher das dein Wandler nicht schwingt? Eine Regelschwingung 
meine ich, nicht der Takt von 45kHz. Hochsetzer machen das gerne. Wenn 
du ein Oszi hast solltest du das sehen. Wenn nicht, mal die 
Proportionalverstärkung des Reglers zurücknehmen und vielleicht den 
Integralteil ausschalten.

Rainer

Autor: mandrake (Gast)
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Hallo Timo!

Vermutung von mir:

Das Teil fiept nur wenn die Last gering ist. Wenn du etwas stärker 
belastest hört es auf.
Ein Grund könnte darin liegen, dass der Regler bei wenig Last Bursts 
ausgibt.
Bedeutet das der Regler (z.B) 10x den MOSFET hintereinander kurz 
anschaltet, dann eine ganze Weile Ruhe hält und dann wieder 20 Pulse 
hintereinander auf die Drossel gibt. Die dabei enthaltene Periodendauer 
Burst plus Ruhephase kann wieder im Hörbereich liegen. Ergo: Bei dir 
piept's.
Im Grunde ist das allerdings eine Regelschwingung, die 
universaldilettant bereits angeführt hat. Wenn dein Steuer IC eine 
externe Beschaltung des Regelverstärkers vorsieht, beim UC384x zum 
Beispiel zwischen Cmp (Compensate) und FB (Spannungs Feedback), kannst 
du das Steuersignal schön am Cmp (im Grunde der Ausgang des integrierten 
OPV) Pin oszillographieren.
Das sollte dann schwingen.
In diesem Fall Verstärkung runter, Differentialteil weg (falls 
vorhanden) und Integralteil rauf.
@universaldilettant:
Der Integralteil macht seltener Probleme, da er die Schaltung langsamer 
reagieren lässt (das Ausregeln dauert länger). Wesentlich kritischer ist 
ein evtl. vorhandener Differentialteil. Meist werden jedoch PI-Regler 
bei diesen Schaltungen eingesetzt.

Autor: Timo (Gast)
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> Der Mosfet selbst sollte nicht fiepen. Irgendwo lose Teile oder eine Spule?

Es ist tatsächlich so, dass das Fiepen von der Spule kommt!

> Das Teil fiept nur wenn die Last gering ist. Wenn du etwas stärker
> belastest hört es auf.

So ist es! Bei sehr hoher Last höre ich nichts mehr.

> Ein Grund könnte darin liegen, dass der Regler bei wenig Last Bursts
> ausgibt.

ich glaube die habe ich!

> Wenn dein Steuer IC eine
> externe Beschaltung des Regelverstärkers vorsieht, beim UC384x zum
> Beispiel zwischen Cmp (Compensate) und FB (Spannungs Feedback),

für den Hochsetztsteller verwende ich genau den UC3843

> kannst du das Steuersignal schön am Cmp (im Grunde der Ausgang des
> integrierten OPV) Pin oszillographieren.
> In diesem Fall Verstärkung runter, Differentialteil weg (falls
> vorhanden) und Integralteil rauf.

Bei meiner Regelschaltung handelt es sich um einen PI Regler, d.h. ist 
kein
Differentialteil vorhanden. Wenn das vielleicht noch hilft:
Ich habe folgende Parameter für meine PI Regler verwendet (siehe 
Anhang).

viele Grüße,
Timo

Autor: JÜrgen Grieshofer (Firma: 4CKnowLedge) (psicom) Benutzerseite
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Timo wrote:
>> Der Mosfet selbst sollte nicht fiepen. Irgendwo lose Teile oder eine Spule?
>
> Es ist tatsächlich so, dass das Fiepen von der Spule kommt!

Das ganze kommt durch die Magnetisierung und der Luftspalt tut sein 
übriges...

Autor: mandrake (Gast)
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Deine Gleichspannungsverstärkung ist mit 1MOhm ziemlich hoch.
Setze dort mal den gleichen Wert ein, den dein oberer Widerstand des 
Spannungsteilers am Ausgang hat. Dann ist die Verstärkung 1. Dann erhöhe 
langsam die Verstärkung. Auf der Seite von Schmitt-Walter

http://schmidt-walter.eit.h-da.de/

wird ganz gut erklärt wie man so einen Regler empirisch einstellen kann.

Autor: Timo (Gast)
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> Das ganze kommt durch die Magnetisierung und der Luftspalt tut sein
> übriges...

ich habe eine billige, 08/15 Spule verwendet (50µH, 10A). Vermutlich 
sollte
ich noch zusätzlich die Spule durch eine hochwertigere ersetzen.

Autor: Timo (Gast)
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@mandrake,

> Deine Gleichspannungsverstärkung ist mit 1MOhm ziemlich hoch.
> Setze dort mal den gleichen Wert ein, den dein oberer Widerstand des
> Spannungsteilers am Ausgang hat. Dann ist die Verstärkung 1. Dann erhöhe
> langsam die Verstärkung.

ok das probier ich mal aus.

> Auf der Seite von Schmitt-Walter

> http://schmidt-walter.eit.h-da.de/

> wird ganz gut erklärt wie man so einen Regler empirisch einstellen kann.

die Seite kenn ich schon ;-)

besten Dank,
Timo

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