Danke für den Link. :)
Also ich war zwar noch nie an einer amerikanischen Uni (nur an einer
deutschen ;)), aber ich denke, dass die pädagogische Herangehensweise
dort tatsächlich eine andere ist als hier.
Das fängt schon bei Fachbüchern an, ich empfand die amerikanischen
Fachbücher, die ich bisher in der Hand hatte, generell als viel leichter
zu lesen und mit eben einem pädagogischem Hintergedanken geschrieben.
Deutsche Fachbücher sind oft sehr dröge und lexikaartig. Bei den
amerikanischen scheint mir das Motto eher zu sein "Wie kann ich es dem
Leser erklären", bei den deutschen vielleicht eher "Wie kann ich den
Stoff so kompakt und komprimiert wie möglich ins Buch pressen". Soll
jetzt nicht für alle gelten, aber es war bei wirklich vielen
Fachbereichen so.
Und auch bei Unikursen sehe ich eine ähnliche Tendenz. Trotz löblicher
Ausnahmen sind Vorlesungen (an meiner Uni) oft sehr trocken und schwer
verdaulich. Amerikanische Vorlesungen, die ich z.B. bei
http://open.yale.edu/courses/ ansehen kann, sind da ganz anders
konzipiert. Da fühle ich mich ein bißchen mehr an die Hand genommen und
durch den Wissensdschungel geführt.
Ich weiß nicht, ob das vielleicht am Zeitdruck oder der Faulheit
deutscher Lesender liegt, weil es ja deutlich schwieriger ist, komplexen
Stoff so aufzubereiten, dass er den Studenten "schmeckt", als ihn
einfach mehr oder weniger so hinzuknallen, wie er in den (ebenfalls
trockenen) Fachbüchern steht.
Natürlich ist eine Uni keine Vorschule und ein Student soll schon mit
härterem Tobak klarkommen, als in seinen Schuljahren. Trotzdem sehe ich
keinen Nachteil, Stoff pädagogisch gut aufbereitet und eben z.B. mit
vielen Wiederholungen zu lernen. So lerne ich es eher "richtig", als nur
für die Prüfung. Wenn trockene Fakten "lebendig" gemacht werden, präge
ich sie mir fast schon automatisch ein.
Entschuldigt die nicht in dieses Forum passenden Ausführungen. :)