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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Breadboard - einige Fragen


Autor: Stefan (Gast)
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Hallo,

wollte mir demnächst mal ein paar Experimentier- / Breadboards zulegen. 
Hätte da aber noch ein paar offene Fragen:

1) Die gibt es ja, wie ich hier über die Suche in Erfahrung bringen 
konnte, von Pollin, Reichelt, ELV und Conrad. Würde aufgrund des Preises 
und da ich sowieso hin und wieder dort bestelle gerne bei Reichelt 
ordern. Ist das in Ordnung oder gibt es gute Gründe, eoanders zu kaufen 
?

2) Passen beim Reichelt (oder dem empfohlenen) auch Stiftleisten in die 
Löcher ohne gleich die Kontakte "auszulutschen" ?

3) Welche Drahtstärke ist für Brücken zu empfehlen ?

4) Es gibt ja die Boards mit 2-4 Verbindern für Versorgungsspannungen. 
Wo ekomme ich diese Spannungen z.b. bei 
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=C94;G... 
auf dem Board her ?

Autor: Igor Metwet (bastel-wastel)
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1) Breadboards von Reichelt sind OK, aber nicht besonders hochwertig. 
Meinereiner kommt damit aber gut zurecht

2) Stiftleisten passen gut rein. Ich hab mir für die Verbindung kurze 
Litze genommen und an den Enden jeweils einen dieser Stifte angelötet.
Die Kontakte vom Reichelt BreadBoard sind beim ersten Mal relativ 
schwergängig. Einen Widerstand verbiegt man in der Regel. Mein Tip: 
Bevor dünne Beinchen gesteckt werden vorher einmalig einen Stift einer 
Stiftleiste hineindrücken. Danach gehen die Kontakte wunderbar.

3) Kommt auf deine Anwendung (Strom) an. Nimm halt ne Litze mit 
0,1-0,25mm² oder so. Wenn sie zu dünn ist, lässt sie sich nicht so gut 
handhaben.

4) Du brauchst noch ein externes Netzteil. Im einfachsten Fall ein 
günstiges Steckernetzteil für ein paar Euro. (Diese haben halt keine 
einstellbare Strombegrenzung)
Besser wäre ein Labornetzteil (bei ebay ab 50€, ansonsten eher im 
dreistelligen Bereich.)


edit: Da hätte ich noch ne Frage an andere Besitzer eines Bread Boards:
Habt ihr auch manchmal probleme, dass über die metallene Grundplatte 
störungen eingefangen werden? Meine µC bleiben ab und zu hängen (laufen 
halt nicht mehr weiter - wie wenn der Quarz nicht mehr schwingt). Wenn 
ich die Platte dann mit Masse verbinde läuft alles. Sollte man die 
Grundplatte pauschal mit Masse verbinden?

Autor: Stefan (Gast)
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Dankeschön für die Antwort

>4) Du brauchst noch ein externes Netzteil. Im einfachsten Fall ein
>günstiges Steckernetzteil für ein paar Euro. (Diese haben halt keine
>einstellbare Strombegrenzung)
>Besser wäre ein Labornetzteil (bei ebay ab 50€, ansonsten eher im
>dreistelligen Bereich.)

Das ist mir soweit ganz gut bekannt, so war das aber nicht gemeint :)

Es geht eher darum, ob diese angelegten Spannungen an den Anschlüssen 
des Breadboards z.B. auf diesen Zwischenreihen liegen.
Bei einem anderen Board von ETT sind diese Zwischenreihen farbig 
markiert, daher gehe ich davon aus, dass auf der Vertikalen an mehreren 
Stellen die angeschlossenen Spannungen abgegriffen werden können.

Autor: Stefan (Gast)
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Achso noch was:

> 3) Kommt auf deine Anwendung (Strom) an. Nimm halt ne Litze mit
> 0,1-0,25mm² oder so. Wenn sie zu dünn ist, lässt sie sich nicht so gut
> handhaben.

Du meintest doch sicher Draht und keine Litze ...

Autor: Igor Metwet (bastel-wastel)
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Ich meinte schon Litze, kommt aber auf die Anwendung an.

Mit Litze bist du flexibler. Ein Draht ist eben starr. Für kurze Bahnen 
kannst du gut Draht nehmen - kurze Leitungen sind hinsichtlich Störungen 
sicherer.

Um die Spannungsversorgung an diverse Bauteile zu legen oder ne LED 
anzuschließen ist ne flexible Leitung aber viel bequemer und einfacher 
zu handhaben.

Autor: Paul H. (powl)
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1) Ja, die von Reichelt find ich völlig in Ordnung. Die von Conrad sehen 
halt hochwertiger aus, sind aber auch 2-4mal so teuer. Mittlerweile hab 
ich mich sogar an die von Reichelt eher gewöhnt^^ Kommt drauf an, manche 
gehen richtig schwer, manche gehen eher leicht. Aber ich empfehl dir die 
einfachen ohne Platte und Anschlüsse. Siehe 4), die bringen dir kaum 
was.

2) Ja, passt wunderbar. Hab mir komplette Kabelsätze dafür gebastelt.

3) Ka, ich hab ein kleines Drahtbrückenset von Conrad. Ist zwar teuer 
aber dafür sind die alle passend gebogen. Kann man gut mit ner Pinzette 
einsetzen und ausziehen :-)

4) Die Buchsen sind halt für Laborstecker geeignet. Du kannst die dann 
afaik mit Draht entsprechend mit dem Steckboard verbinden.

Noch was: Solche Steckboards haben manchmal heftige 
Übergangswiderstände, es kann also vor allem bei den beiden 
Masseschienen passieren dass zzwischen ihnen kleine Spannungen 
auftreten. Dann baust du da deinen AVR drauf und wunderst dich warum der 
ADC trotz bester verschaltung noch schwankt. Meine Filterschaltung hat 
aus dem Grund mal total geschwungen. Halt dir den Tipp im Hinterkopf 
falls mal unterklärliche Phänomene auftreten

Tipp: Bastel dir Kabelsätze! Nimm die Stiftleisten von Reichelt, löte da 
an eine Stiftleiste an die kurzen Stiftenden so 20..30 10cm lange Kabel 
dran. Dann mach jeweils ein 1cm kurzes Stück schrumpfschlauch drauf, 
zieh die Kabel samt den angelöteten Stiften aus der Plastikleiste und 
wiederhole den Vorgang mit der anderen Seite der Enden. So machst du dir 
dann noch so 20 5cm und 10 20cm lange Kabel.

lg PoWl

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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Igor Metwet wrote:
> Ich meinte schon Litze, kommt aber auf die Anwendung an.
>
> Mit Litze bist du flexibler. Ein Draht ist eben starr. Für kurze Bahnen
> kannst du gut Draht nehmen - kurze Leitungen sind hinsichtlich Störungen
> sicherer.

Litze in Breadboards sind absolut scheiße.

Autor: Paul H. (powl)
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ja, ohne die stiftleistenstifte am ende, wie ichs beschreiben hab, kann 
ich mir das auch nicht vorstellen.

man könnte die litze aber am ende zumindest verdrillen und verzinnen

Autor: Stefan (Gast)
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Das mit den Stiftleisten an Litzenenden habe ich mir auch schon mal 
gedacht. Habe nur Angst, dass die Kontakte wesentlich schneller 
"ausgeleihert" sind.

Wie weit reichen da die Erfahrungen ? Macht das viel aus im Vergleich 
zur Verwenung von Draht. An Draht stört mich eben, dass der gerne mal 
bricht und das nervt ...

Autor: Igor Metwet (bastel-wastel)
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Hannes Jaeger wrote:
> Igor Metwet wrote:
>> Ich meinte schon Litze, kommt aber auf die Anwendung an.
>>
>> Mit Litze bist du flexibler. Ein Draht ist eben starr. Für kurze Bahnen
>> kannst du gut Draht nehmen - kurze Leitungen sind hinsichtlich Störungen
>> sicherer.
>
> Litze in Breadboards sind absolut scheiße.

und
@Paul:

Lest doch mal in meinem ersten Post unter Punkt 2), was ich geschrieben 
habe.

Nur Litze lässt sich natürlich nicht in einem Breadboard verwenden. Auch 
verzint ist das schon fast unmöglich -> deshalb die Stecker an den 
Enden.
TIP: Am besten lange stecker nehmen, damit kann man diese besser mit der 
Hand in die Kontakte drücken.
Ein "Ausleiern" durch Stiftleisten-Stifte habe ich bis jetzt noch nicht. 
Es halten in diesen Kontakten auch noch dünne Drähtchen von z.B. TO-92 
Gehäusen etc.

Autor: Stefan (Gast)
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> TIP: Am besten lange stecker nehmen

Welchen Typ hast du da genau im Hinterkopf (Artikelnummer?)

Frohe Ostern

Autor: Paul H. (powl)
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Wer Geld hat kann sich beim großen C auch die flexiblen Drahtbrücken 
kaufen. Die sind zwar teuer aber man muss das als einmalige investition 
betrachten. die haben u.A. folgende Vorteile:
- Flexiblere Kabel (denk ich zumindest, diese Litze nimmt nach kurzer 
Zeit schon nicht mehr die ursprüngliche Form an)
- runde Stifte an den Enden (kann man in jeder Richtung einstecken, bei 
den kantigen Stiftleistenstiften gibts nur 4 mögliche Richtungen was das 
einstecken manchmal erschwert wenn man wenig Platz hat)
- Keine Bastelarbeit

joah
lg PoWl

Autor: Dominik Friedrichs (forlix) Benutzerseite
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Als Draht für Breadboard nehm ich entdrillten Kupferdraht aus 
Netzwerk-verlegekabel. 0.5mm Durchmesser und gut biegbar, 8 versch. 
Farbstile :D , muss man halt selber auf Länge bringen und abisolieren, 
aber inzwischen hab ich ne ganze Tüte voll und bin in der Länge 
flexibel, kosten tuts auch nix. Tip zum Entdrillen: Akkuschrauber o.ä. - 
ist am Ende perfekt gerade.

Noch ein Wort zu den Breadboards von Pollin, ich weiß nicht inwiefern es 
bei anderen zutrifft:
Die Kontaktfedern sind etwas zu tief im Plastikraster versenkt, Folge: 
an manchen Stellen gnupfen eingesteckte ICs dauernd wieder hoch und 
erzeugen miese Wackelkontakte, sehr nervig. Aber ich kann damit leben.

Autor: Dominik Friedrichs (forlix) Benutzerseite
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Ich seh gerade die von Reichelt sind auch diese "Wanjie" Boards, das 
sind die gleichen wie bei Pollin. Hat hier sonst noch jemand bemerkt das 
manchmal die ICs da hochkommen?

Zur Stromversorgung nehm ich nen kleines 5V Schaltnetzteil, gabs auch 
mal bei Pollin. Die Grundplatte hab ich übrigens auch mit Masse 
verbunden, Hilft in vielen Fällen z.B. bei Mikrofonverstärker fängt er 
dann sehr viel weniger Brummen ein. Für ganz die ganz empfindlichen 
Aufbauen hab ich mir nen Schuhkarton mit Alufolienumhüllung gebastelt, 
z.B. bei Fotodiode und nanoampere Strömen gehts garnicht ohne. Und der 
Mikrofonverstärker verstärkt unabgeschirmt lustigerweise auch die 
örtlichen Mittelwellensender.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Also was ich noch empfehlen kann zum Verbinden, dass ist 
Wire-Wrap-Draht. Ist son ganz dünner Draht (Draht!) mit 
Tefzel/Teflon-Isolation, den man leicht abisolieren kann. Spart das 
Verzinnen/Anlöten von Stiften und hält fast ewig.

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