Veränderbarer Widerstand um NTC zu simulieren

Gast #821901
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Hallo,

ich möchte meiner Heizung eine Raumtemperatur vorgaukeln.
Dazu besitzt die Heizung einen Eingang für einen externen Raumfühler 
(denke es ist ein 10k NTC).

Versuch1:
Per Atmega16 mit 16 Bit PWM eine LED betreiben, die auf einen LDR 
leuchtet.
Probleme:
- LDR zu träge, es dauert teilweise 30 Minuten, bis die Heizung die 
korrekte Temperatur am Display anzeigt.
- Ungenau: An einem Tag 0,3 Grad zu viel, an einem anderen Tag 0,7 zu 
wenig. Obwohl die Temperatur im Keller (dort ist das Ganze montiert) 
eigentlich recht konstant ist.

Versuch2:
LDR durch Fotodiode getauscht.
Probleme:
- Immer noch sehr ungenau, wie oben. Dafür aber wesentlich schneller.


Was wäre noch als Lösung denkbar?
- Die Heizung erwartet einen Widerstand zwischen ca. 2 und 22kOhm, um 
daraus 5 bis 35 Grad zu interpretieren.
- Es muss auf jeden Fall elektrisch getrennt sein.
- Außer den beiden Anschlussklemmen habe ich kein Wissen über die 
Funktionsweise der vorhandenen Heizungssteuerung.
- Modifikation ab der Heizungsstuerung usw. scheidet aus, da die Heizung 
neu ist.

Mein nächster Gedanke wäre ein Poti, verbunden mit einem Servo....
Was meint ihr?

Christian
Gast #821905
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Hallo Christian,

auch die LED ist für die lineare Übertragung eines Analogsignals 
ungeeignet - die mangelnde Genauigkeit kann auch z. T. durch diese 
verursacht werden.

Wenn Du schon über mechanische Lösungen (Kopplung Servo - Poti) 
nachdenkst, wären 8 Relais welche auf geeignete Weise eine 
Widerstandsdekade im gewünschten Bereich bilden, eine bessere Lösung.

Gruss Otto
#821957
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Hallo,

also ein LDR ist ja träge, aber träge in Bezug auf höhere Frequenzen...
100Hz bekommt auch ein LDR noch recht brauchbar mit.

Kann man ja gut selbst testen: LDR an Multimeter im Ohm-Bereich und mal 
die Reaktion abschätzen.

PS: wenn mein damaliger LDR-Belichtungsmesser mir erst nach 10 Minuten 
eine gültige Belichtungszeit angezeigt hätte...

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #822063
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Hallo,
danke für eure Antworten.

@Michael U.:
Mich wundert die Trägheit auch...
Die Änderung erfolgt zunächst schnell, dann immer langsamer. Irgendwann 
stimmt es dann. Es ist also nur langsam, wenn es genau sein muss.

@Daniel Reinke:
Das wäre dann aber nicht galvanisch getrennt, oder?
128 Stufen reichen natürlich nicht.

@Otto:
Da wird mir wohl keine andere Lösung bleiben, als wirklich ein paar 
Relais zu nehmen.
#822187
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Christian wrote:
> Hallo,
> danke für eure Antworten.
>
> @Daniel Reinke:
> Das wäre dann aber nicht galvanisch getrennt, oder?
> 128 Stufen reichen natürlich nicht.
>

Nein, es wäre nicht wirklich galvanisch getrennt, aber ist das unbedingt 
notwendig? Der elektr. Poti stellt nach außen hin nur einen 
Spannungsteiler dar, eben wie ein normaler Poti.

Dazu gibt es auch Versionen mit 1024 Steps, damit hättest du eine 
"Auflösung" von 0.03°C, was wohl reichen sollte. Der Wertebereich des 
Bauteils geht von 0-50k, kann aber durch entsprechende Beschaltung auf 
einen Wertebereich von 2-22k (wie von dir benötigt) gebracht werden, 
ohne die Anzahl an möglichen Zwischenschritten zu reduzieren (dadurch 
ergibt sich dann die hohe Auflösung). Hab mal ein Beispiel skizziert 
(siehe Anhang).
Angehängte Dateien:
Gast #825603
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Hallo,

ich werde wohl einen 10 bit da-Wandler mit Reed-Relais bauen.
Das ist dann galvanisch getrennt, der Stromverbrauch hält sich in 
Grenzen, die Kosten auch.
Und es gibt keine mechanischen Teile wie bei der Poti-Lösung. Abgesehen 
von den Relais natürlich.

Christian
Gast #825835
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Habe ich auch schon überlegt, aber das wird ja langsam echt "seltsam".
Ich brächte dann auch wieder einen 2. NTC, der misst, wie warm der erste 
NTC ist, um über den Widerstand entsprechend heizen zu können.
Somit hat man wieder eine AD-Wandlung drin und braucht noch eine 
Regelung für die NTC-Beheizung....

Da ist doch ein DA-Wandler sauberer. Selbst mit Relais....

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