Gehört nur bedingt hierher, aber ich stelle hier mal frecherweise ein
Anschreiben für eine für mich sehr wichtige Bewerbung als Software
Gruppenleiter hinein, in der Hoffnung, Resonanz bezüglich der
Brauchbarkeit des Anschreibens zu erhalten:
*) ist dieses Anschreiben konkurrenzfähig ?
*) fehlen wesentliche Dinge ?
*) ist was zuviel drin?
*) zu kurz und oberflächlich ?
*) stilistisch gut oder sch... ?
Ich bin schon zu sehr betriebsblind, um mir die Reaktion eines
Personalchefs darauf vorstellen zu können.
Man sagt ja, mehr als 6-8 Sätze sollen es nicht sein, alles was darüber
hinaus geht, langweilt den Leser nur. Bringe ich mit mit diesen wenigen
Sätzden überhaupt rüber was ich kann und will? Bitte um
Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik.
;-)
Zu lang, sowie starke Böcke!
Du verhaspelst Dich z.B. mit dem <dafür>, letzter Satzteil Erster
Abschnitt.
mmh, aber da Du Dich als Führungskraft bewerben möchtest weißt Du das
sicherlich selber.
wenn ich es wüsste, würde ich es hier nicht reinstellen.
was meinst du genauer mit "starke böcke" und mit dem <dafür> ? Du meinst
es ist zu verschachtelt formuliert? Oer zu geschwollen ?
Ich habe genau diese Formulierung mit "sehr gut" einem Buch über
Bewerbungsschreiben entnommen, das ich mir kürzlich zugelegt habe. Dort
wird es als Beispiel für ein besonders gelungenes Anschreiben
dargestellt.
Was ist nun richtig ??
**verzweifelt** und ggg
Ich habe diese Information auch aus einem Buch dieser Art. Ich denke, es
gibt da kein Rezept und diese Bücher sollten nicht überbewertet werden.
Im konkreten Fall (vermutlich): Du hast ein Stellenangebot aus Zeitung
oder Internet. Diese Angebote klingen meist gut, aber er werden nur
wenige Details genannt. Sicherlich legst du Arbeitszeugnisse usw. bei,
dass der Arbeitgeber, der alle Details zur Stelle kennt, dann selbst das
Prädikat "sehr gut" setzen kann.
In Deutschland lässt man nach der Anrede "Sehr geehrter ..." das
Ausrufezeichen weg und benutzt stattdessen ein Komma. Ob man danach aber
gross oder klein weiterschreibt, weiss ich auch nicht mehr. Ich weiss
auch nicht, ob das auch für Österreich gilt.
Ich selber benutze nie irgendwelche Hervorhebungen wie fette Schrift
oder Ähnliches. Ich habe gelesen, dass man die Möglichkeiten der
Schreibsoftware nicht ausnutzen sollte.
Inhaltlich finde ich das Anschreiben gut.
Hallo bewerber,
ich bewerbe mich auch gerade deswegen geb ich dir ein paar Tips.
Allerdings darfst Du nicht alles überbewerten. Auch ich kann mich irren
und halte mich kaum an Bücher & CO sondern mach alles aus dem Bauch
raus.
>Ich habe genau diese Formulierung mit "sehr gut" einem Buch über>Bewerbungsschreiben entnommen
Die Bücher sind meiner Meinung nach eine gute Orientierung. Gerade für
die formale Gestalltung der Bewerbung. Was den Inhalt etc.. angeht
sollte man, meiner Meinung, nicht so sehr auf sie hören da diese sich
auch widersprechen.
1. Statt Stellenbörse kannst du auch Internetpräsenz ( verwende ich
gerne ) oder Internetportal verwenden. Börse klingt irgend nach
Geldbörse, Geld machen etc... Du solltest auch nicht umbedingt schreiben
"In einer Stellenanzeige.." sondern vielmehr
- In Ihrer Stellenanzeige vom XX im XX ..
oder
- Auf der Internetplattform XX ist mir Ihre Stellenanzeige aufgefallen..
2. Unterlass die ganzen Schlagworte. Du schreibst "engaierte
Mitarbeit.."
Das darf man auch verlagen als Arbeitgeber. Das ist etwa so wie die
Menschen die einen Satz mit "Sind wir doch mal ehrlich.." beginnen, da
frage ich mich immer ob sie sonst nicht ehrlich sind.
Das gleiche bei "sehr gut.." schau mal nach Synonymen im Internet. Man
sagt das gleiche aber halt ein wenig flacher.
3. Der Absatz mit der Führung ist Super. Genau das wollen die hören
4. Der danach klingt ein wenig plump. "Effektive kommunikation" klingt
irgendwie nach schwieriegem Mitarbeiter. Nur soviel reden wie nötig.
5. Der Absatz darauf gehört mehr zu punkt 3 und wird irgendwie von Punkt
4 getrennt. Es geht ja immer noch um Deine Führungsqualität
6. Du schreibst am Anfang sowie am Ende das du dich wegen dem
Technischen Umfelds bewirbst. Das ist doppelt gemoppelt.
Wobei Umgebung=Umfeld
Da solltest Du dich für eine Variante entscheiden wenn es denn umbedingt
2 mal rein soll.
Das selbe mit Tätigkeit( Position ). Du solltest auch da einheitlich
bleiben.
7. Das letzte drittel solltest du nochmal neu formulieren. Nicht nur
wegen punkt 6 sondern der Satz ist sehr lang. Außerdem werden die
freundlichen Grüße übel von der Gehaltsvorstellung abgeschnitten.
Ansonsten würde ich mir nicht so den Kopf machen. Wenn es natürlich sehr
wichtig für Dich ist, kannst du dir für ein paar tips auch ein Buch
besorgen die kosten nur 10€ oder du gehst mal zu einem professionellen
Berater.
Achso und solltest Du die Stelle bekommen, ich such auch noch <ggggg>
;-)
Vielen Dank für die ausführliche Kritik. Ich habe nun einige Dinge noch
entsprechend umformuliert und weggeschickt. Jedenfalls traurig, dass es
auf solche oberflächlichen Dinge wirklich anzukommen scheint...
Bei vorhergehenden Bewerbungen hatte ich nach rein optischer
Überarbeitung meines CVs (Bild vom Photographen, etc, ...) plötzlich
fast jedes mal eine Einladung.
Vielen Dank noch mal und viel Glück an die anderen Stellensuchenden.
>Vielen Dank für die ausführliche Kritik. Ich habe nun einige Dinge noch>entsprechend umformuliert und weggeschickt. Jedenfalls traurig, dass es>auf solche oberflächlichen Dinge wirklich anzukommen scheint...
Ja, das was sich da teilweise etabliert ist schon mächtig Hirnrissig.
Selbst wenn man die Stellenanzeigen liest kommen mir manchmal schon
Tränen. Da werden teilweise Wörter verwendet dessen
Bedeutung/Hintergrund vermutlich nichmal der Autor kennt.
Meine Meinung:
Schon tausendmal gelesen, von einer Führungsperson Deines Kalibers,
immerhin musst Du nach Deiner eigenen Einschätzung ja mehr als super
sein, würde ich einen eigenen Stil und nicht Abgeschriebenes erwarten
(siehe oben).
By the way: Was ist, wenn sich Dein Personaler XXX in diesem Forum
tummelt?
Peinlic peinlich peinlich.
@bewerber
Ohne jetzt auf jeden Satz eingehen zu wollen, finde ich die Bewerbung
ganz OK.
Hier ein paar Verbesserungsvorschläge (alles ganz subjektiv):
1.) Lass den ersten Absatz weg. Du erzählst dem Personaler nichts was er
schon wüsste. Wenn Du Dich für die Stelle nicht interessiert hättest,
würdest Du nicht schreiben, oder? Woher Du die Anzeige kennst kannst Du
auch mit in die Betreffzeile schreiben (Bewerbung auf Anzeige soundo von
daoderda). Außerdem schreibt so ein Einleitungssatz fast jeder.
Nutze den Platz lieber für einen direkten Einstieg mit Informationen
über Deine Person, die dem Personaler die Möglichkeit geben Dich als den
idealen Kanditaten einladen zu wollen.
2.) Ich kenne jetzt die genaue Formulierung der Stellenanzeige nicht,
darum eher grundsätzlich: Richte Deine Anzeige soweit wie möglich immer
nach den geforderten Skills der Stellenanzeige aus. Versuche inhaltlich
das Gewünschte abzudecken. Als Software-Gruppenleiter schreibst Du z.B.
wenig über Deinen Software-Background, der ja wahrscheinlich von der
Stelle gefordert wird.
Fazit: Alles in allem eine ordentliche Bewerbung, die aber irgendwie
"austauschbar" wirkt. Wie gesagt ich kenne jetzt nicht die Anzeige, aber
ich finde, dass Sie nicht genug auf das Unternehmen bei dem Du Dich
bewirbst eingeht.
MfG
QMler
Hrhr.
Führungspersönlichkeit und 15 Leute unter dir gehabt. Aber dann hier im
Forum nachfragen, ob deine Bewerbung so passt? Wirkt auf mich sehr
unsicher.
Wünsche dir aber viel Erfolg bei der Bewerbung.
Für mich sieht diese Bewerbung wie ein Standartschreiben aus. Alles sehr
starr, trocken und teilweise umständlich formuliert. Ich habe die
Erfahrung gemacht, das es besser ist den Bewerbungstext übersichtlich,
einfach und verständlich zu formulieren/gestalten.
@williwacker
Ich denke nicht, dass es peinlich ist. Ein Bewerbungsschreiben ist ja
etwas subjektives und kein Naturgesetz bei dem man zu einem eindeutigen
Ergebnis kommt.
Ein Review, Durchsicht, Qualitätskontrolle, ... oder wie auch immer man
das nennt ist nichts unmoralisches.
Für 75 kEUR würden nach meiner Einschäzung die meisten Arbeitgeber mehr
erwarten als eine reine Schlagwortsammlung. Wie wäre es denn, im
Anschreiben auf das Stellenangebot einzugehen? Davon steht bisher nichts
im Schreiben, kein Wort! Hinzu kommen holpriger Stil und bedenkliche
Rechtschreibung, das qualifiziert auch nicht gerade für dieses
Gehaltsniveau. Um so mehr sollte der fachliche Bezug hergestellt werden.
Ulli wrote:
> Ein Review, Durchsicht, Qualitätskontrolle, ... oder wie auch immer man> das nennt ist nichts unmoralisches.
"Unmoralisch" ist nicht von mir!
Sich Rat holen ist auch ok, das macht wohl jeder oder falls nicht sollte
es jeder tun.
Aber der Personaler muss den Eindruck gewinnen, die Bewerbung ist
letztlich vom Bewerber und nicht vom einer Gruppe von Leuten aus einem
Forum. Ich denke, das ist dann so schlimm, wie den Text von irgendeiner
Bewerberseite abzuschreiben.
ist sehr unwahrscheinlich, dass der zuständige personalchef das hier
liest...
ich habe jedenfalls mal eine einladung bekommen. ganz so schlecht kann
es daher nicht gewesen sein. gelaufen ist damit noch lange nichts.
ich verstehe weiters die kritik einiger leute hier, dass man seine
bewerbunbg nicht einfach abschreiben oder von anderen leuten machen
lassen sollte. es ging mir jedoch um tips, und nicht um komplette
passagen. ich finde es jedenfalls keineswegs anstössig, eine optimale
formulierung mit der erfahrung anderer leute zu finden. es ist so, als
würde ich in einem schlauen buch nachlesen, nur dass ich dieses nicht
nach der meinung fragen kann. das ist doch gerade der nutzen eines
solchen forums, oder?
Jeder Personaler ist verschieden, daher ist es nahezu egal, wie und was
man schreibt. Die Chance beträgt 50%, dass man die Schleimspur des
Personalers trifft, so what...
Schreiben, wie man denkt und nichts verstellen, dann klappt das schon.
@ bewerber:
Herzlichen Glückwunsch, die erste Hürde ist genommen. Viel Erfolg beim
Gespräch.
Das mit der Einladung ging ja schnell. Ich finde, soetwas spricht für
das Unternehmen.
Für das Bewerbungsschreiben ist das der Erfolg. Es dient nur dem Zweck,
die Einladung zu einem Vorstellungstermin zu bekommen. Dort findet dann
das Weitere statt. Also nicht nachlassen ...
AAAaaaaber: Augen und Ohren offenhalten, ob das denn wirklich so ein
Traumjob ist!