Hallo,
wieso eignen sich Z-Dioden zur Spannungsstabilisierung? Bei einer
Normalen Diode Fällt ja eine Spannung ab, wenn diese in
durchlassrichtung geschalten ist. Wenn sie sperrt fällt kein Strom ab.
Aber wie ist das bi Z-Dioden? Diese werden ja in Sperrrichtung
geschalten. Liegt es daran, das Spannung fliest, weil sie durchbrochen
werden? Aber da würde ja dauerhaft ein Strom durch die Diode fliesen,
welcher jedoch nicht genützt wird, also verschwendet wird.
Spannung fliesst nicht!
Ja es ist so, bei der stabilisierung mit einer Zehner Diode, ist der
Grundgedanke, bei steigender Spannung einen größeren Strom fliessen zu
lassen, sodass die Ausgangsspannung konstant bleibt.
Schau dir mal die Beispielschaltungen dazu an. Die gibts z.B. beim
Elektronik-Kompendium.
Da ist genau erklärt, warum es funktioniert, wie es funktioniert. Mit
Kennlinienfeld etc.
> Wenn sie sperrt fällt kein Strom ab.
Schöner Satz........
> Liegt es daran, das Spannung fliest, weil sie durchbrochen werden?
... der ist fast noch besser.
> Aber da würde ja dauerhaft ein Strom durch die Diode fliesen,
welcher jedoch nicht genützt wird, also verschwendet wird.
Ja
Hallo,
Spannung fließt nicht, das macht Strom. ;-))
Such mal nach Lawinen-Effekt (oder Avalancheeffekt) und nach
Zener-Effekt.
Wikipedia weiß da bestimmt was.
Gruß aus Berlin
Michael
Hi
Vielleicht hilft es dir zu wissen, das eine Z-Diode ihre
spannungsstabilisierende Wirkung erst so richtig mit einem Vorwiderstand
entfaltet.
MfG Spess
sorry für die Strom/Spannungs Verwechslung...peinlich! Also wie ich das
jetzt verstehe fällt in Sperrichtung keine Spannung ab wenn die
Versorgungsspannung unter die Durchbruchspannung ist. Sie Stabilisiert
also nur wenn die Spannung über dieser liegt. Die Differenz wird in
wärme umgesetzt. Also fast wie ein Spannungsregler.
Die Z Diode ist wie der Überlaufschutz im Waschbecken. Ja und muss in
Sperrichtung betrieben werden damit im "Normalfall" kein Strom fließt.
Anderer Grund wäre sicherlich dass die Sperrspannung uA durch Dotierung
auf einen bestimmten Wert festlegen. Im Durchlassbetrieb ist die
Spannung so gesehen "vorgegeben".
> Also wie ich das jetzt verstehe fällt in Sperrichtung keine Spannung ab wenn die
Versorgungsspannung unter die Durchbruchspannung ist.
Hast du NICHTS verstanden?
na wenn kein Strom fliest fällt doch auch keine Spannung ab oder?
Dann dürftest Du an einer offenen Spannungsquelle auch keine Spannung
messen, und dieser Effekt entsteht nicht nur dadurch, dass das Messgerät
keinen unendlichen Eingangswiderstand hat. Sieh Dir mal das
Ersatzschaltbild von einer Spannungsquelle an. Wenn die Klemmen offen
sind, fließt kein Strom und es fällt über den Innenwiderstand keine
Spannung ab und deswegen misst Du an den Klemmen die Urspannung.
Bei Deiner Z-Diode mußt Du jetzt 2 Betrachtungen machen:
1. Die Z-Diode mit Vorwiderstand + Last ist der Ra der Spannungsquelle.
Ist die Eingangsspannung kleiner als die Z-Spannung, dann ist die Z-
Diode quasi nicht da und die Spannung an der Last ergibt sich aus dem
Verhältnis von Vorwiderstand zu Lastwiderstand (wenn mann den Ri der
Spannungsquelle vernachlässigen kann. Ist die Eingangsspannung größer
als die Z-Spannung, fällt aufgrund des Kennlinienverlaufes der
Z-Diode
eine annähernd konstante Spannung ab unter der Voraussetzung und
damit
kommen wir zum 2. Punkt -
2. Die Z-Diode als Spannungsquelle
Der Strom durch die Z-Diode sollte minimum 10mal größer sein als der
Laststrom. Denn nur dann kann man den Anteil des Spannungsabfalls am
Vorwiderstand der Z-Diode verursacht durch die Last vernachlässigen.
Gruß Matthias
Hallo,
10x Laststrom ist normalerweise viel zu viel. Das kann man machen, wenn
man die Z-Diode als Ersatz für eine sinnvolle Referenzspannung
mißbrauchen will.
Als mehr oder weniger gute Stabilisierung gilt, daß bei maximalem
Laststrom noch Strom durch die Z-Diode fließen muß und zwar soviel, daß
man laut Datenblatt schon im (halbwegs) geraden Teil der Kennlinie ist.
Bei minimalem Laststrom darf dagegen der Maximalstrom und vor allem die
maximale Verlustleistung der Z-Diode nicht überschritten werden.
So wurden die Teile benutzt, als 78xx noch ein Fremdwort war. ;)
Die Stabilisierung ist brauchbar, eine Begrenzung gegen zu hohe
Spannungen ist gegeben, der Nachteil ist, daß der Rest am Vorwiderstand
verheizt wird.
Gruß aus Berlin
Michael
Nicht_neuer_Hase wrote:
> Dann gibt's auch noch "Z-Dioden", die in Durchlassrichtung betrieben> werden müssen, z.B. BZX 55 C0V8 ...
Nein, das sind keine Z-Dioden, auch wenn sie BZX heißen. Es sind
einfache Dioden in Durchlassrichtung, die halt auf den Einsatz als
Spannungsstabilisatoren optimiert worden sind (wie auch immer).
Z-Dioden sind das, was man landläufig Zener-Dioden nennt. Herr Zener
soll aber wohl selbst darauf hingewiesen haben, dass deren Wirkung
außer auf dem Zenereffekt noch auf anderen physikalischen Effekten
beruht, daraufhin hat man sie Z-Dioden umgenannt.
@Tony (Gast)
mein senf dazu
>Normalen Diode Fällt ja eine Spannung ab, wenn diese in>durchlassrichtung geschalten ist. Wenn sie sperrt fällt kein Strom ab.
auch das ist stabilisierung (durchlasspannung relativ unabhängig vom
durchlasstrom)
MfG
Hallo, @Jörg Wunsch;
"> Dann gibt's auch noch "Z-Dioden", die in Durchlassrichtung betrieben
> werden müssen, z.B. BZX 55 C0V8 ...
Nein, das sind keine Z-Dioden, auch wenn sie BZX heißen. Es sind
einfache Dioden in Durchlassrichtung, die halt auf den Einsatz als
Spannungsstabilisatoren optimiert worden sind (wie auch immer)."
Tatsächlich, wär kein Mensch drauf gekommen.
Ich dachte schon, das Original-Datenblatt hätte recht ...
Übrigens, ich hatte das Wort "Z-Dioden" in Anführungsstriche gesetzt
( s.o.) ...
Nachdem, was ich mal lernen sollte, bezieht sich der Ausdruck "Z-Diode"
auf die Form der Kennlinie.
Viele Grüsse