Transistoren für Analog VGA Signale?

Gast #828630
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Verteilen könnte man auch anders verstehen - vielleicht soll das ja kein 
Umschalter, sondern ein Splitter werden. Dann sind gute Video-OPVs 
angesagt. Als Spar-Lösung könnte man es mit 3x LT1227 versuchen, der 
kann aber nur 140 MHz.
Gast #828635
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Ach ja, wenn man tatsächlich mit dieser Bandbreite leben kann: CR6927A 
(Pollin) wäre die einfachste und billigste Lösung. Drei Verstärker in 
einem, minimale Außenbeschaltung. Allerdings steht keine minimale 
Betriebspannung im Datenblatt. Kommt also auf einen Versuch an - mit 85 
Volt wird man wohl keinen VGA-Verteiler betreiben wollen. Einen 
HF-gerechten Leiterplattenentwurf ersetzt das natürlich alles nicht.
Gast #828652
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Der Verstärker vom Pollin taugt nix, habe den in meinem 
Monitor/Fernseher. Ob du es glaubst oder nicht, die Ergebnisse sind mit 
Standard-Kleinsignal-Transistoren gut (alla BC446) und erreichen 
deutlich mehr als 140Mhz. Mit Schaltungstechnik und Layout lässt sich da 
einiges erreichen. Ein Problem sind parasitären Kapazitäten in den 
Zuleitungen und der Treiberstrom, der möglichst hoch sein sollte. 
Basisschaltung ist wohl selbstverständlich und Sättigung vermeiden. 
Jedes zusätzliche Bauteil macht die Bandbreite schlechter. Eines haben 
NF mit den HF-Typen gemeinsam ohne einen hohen Strom geht gar nix. 
Hintereinandergeschaltete Lastwiderstände haben einen positiven 
Einfluss. Zur Impulsformung kann man Kompensationskapazitäten und 
PI-Filter schalten. Man schaut sich farbige Kreise auf dem Monitor an. 
Horizontale und vertikale Linien sollen gleichdick sein und kein 
Überschwingen zeigen.

Vielleicht hilft dir eine ausrangierte Grafikkarte bei der 
Schaltungstechnik.

Einfach ein Bauteil auswählen, so einfach ist das nicht...
(Firma: Rehrmann Elektronik) #829462
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@Andi:
Bevor Du das Teil nachbaust, solltest Du Dir überlegen, ob es für Deine 
Zwecke taugt, denn die Schaltung hat mehrere Mängel:

1. Die Ausgangsleitungen sind nicht mit 75 Ohm abgeschlossen. -> größere 
Anfälligkeit gegen Kabelreflexionen und Störeinkopplungen.

2. Die Verstärkung ist kleiner 1. -> Kontrastverlust.

3. Der Gleichspannungspegel wird um fast 1 V angehoben. -> Sync-Impulse 
haben keinen sauberen TTL-Pegel mehr (ggf. Sync-Störungen).
Wenn das Videosignal bereits einen nennenswerten DC-Pegel hat, wird die 
Treiberstufe übersteuert und das Videosignal ab ca. 2 V am Ausgang (ca. 
1 V am Eingang) abgeschnitten.

Auf jeden Fall sind gute VGA-Verteiler nicht ohne Grund etwas 
aufwändiger aufgebaut. Du kannst natürlich auch Glück haben und die 
Schaltung funktioniert mit einer bestimmten Kombination von Grafikkarte 
und Monitoren zufriedenstellend.

Jörg
Gast #829916
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Die Schaltung hat noch mehr Mängel. Wenn man 4 Transistoren parallel 
schaltet addieren sich die parasitären Kapazitäten. Abhilfe wäre es als 
Verzweigungsbaum zu schalten, damit belastet man die Grafikkarte 
wenigstens nur mit 2 Basen...

In älteren Monitoren (EIZO) kommt eine Art doppelte Basisschaltung zum 
Einsatz. Der Stromverbrauch für die Steuerung der 3 RGB Gatter also das 
Umladen der Gates mit 90 Volt liegt alleine bei ca. 80 Watt (>100 MHz). 
Ausgekoppelt wird am Kollektor (NPN) und am Emitter eingespeist mit PNP 
in Basisschaltung. Strom ist jeweils maximal aber unterhalb der 
Sättigung.

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