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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik LCD-Controller des Siemens M35


Autor: robse (Gast)
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Hallo liebe Entwicklergemeinde,

ich habe ein Siemens M35 zum Ausschlachten geschenkt bekommen und würde 
gerne das LCD-Display per atmega-avr ansteuern. Leider findet sich im 
WWW keine Dokumentation, um welchen LCD-Controller es sich handelt und 
wie dieser angesteuert wird.

Hier im Forum hat schon einmal jemand bezüglich des Displays vor einiger 
Zeit angefragt, aber keine Antwort bekommen.

Sowieso scheint es noch kein µC-Projekt mit diesem LCD-Typ zu geben. 
Warum eigentlich nicht? Die Dinger wurden in der x35-Serie von Siemens 
doch in rauen Mengen verbaut, so dass es für einen Hobbyelektroniker als 
"Abfall" doch zu beschaffen ist.

Und obwohl die Platine vor mir liegt, kann ich den Controller zum 
Ansteuern einfach nicht "finden".

Daher meine kurze Frage: Um welchen Controller-Typ handelt es sich bzw. 
wo muss ich bei dem genannten Handy-LCD danach suchen? Lohnt sich der 
Aufwand für eine eigene Ansteuerung per atmega?

Vielen Dank im voraus

lg robse

Autor: robse (Gast)
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schieb

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

naja, Displays habe ich anders in Erinnerung. ;)
Das sieht mir nach Sender/Empfänger und dem Kram der dazugehört aus.
Wo ist der Rest und das Display?

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: robse (Gast)
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Hallo Michael,

natürlich ist das nicht das LCD... Ich suche ja den Controller zum LCD 
:)

Sollte sich dieser auf dem Display befinden?! Das kann ich kaum glauben. 
(siehe angehängte Fotos). Die Bezeichnung des Display lautet 
"LPH7794-1".

Ebenfalls angenehme Grüße aus Berlin.

lg robse

Autor: robse (Gast)
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und das LCD in der Plasteverpackung...

Autor: holger (Gast)
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>Sollte sich dieser auf dem Display befinden?! Das kann ich kaum glauben.

Noch nie was von COG gehört ? Chip on glass.
Der sitzt da drauf. Das kannst du ruhig glauben.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Der Controller ist auf dem Glas, an der Stelle, an der das 
Flachbandkabel endet. Allerdings ist er im Gegensatz zum verbreiteten 
Nokia 3310-Display wohl noch nicht identifiziert worden - sprich: es ist 
nicht bekannt, wie er anzusteuern ist.

Autor: robse (Gast)
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Hi *.*,

ne, das der Chip auf dem Glas eingegossen ist, daran habe ich wirklich 
nicht glauben wollen. Bei diesem Baujahr (2000-2001) bin ich eher davon 
ausgegangen, das ein separater (smd)-Controller verbaut wurde. Ergo ist 
das ganze Teflon ein Fall für die Mülltonne... Das finde ich natürlich 
prinzipiel schade.

Asche auf mein Haupt

Ich habe dennoch den Prinzip-Schaltplan für den Analogteil des S/C/M35 
aufgetrieben. Den hänge ich in den Anhang mit rein. Falls es jemanden 
noch interessiert.

Trotzdem vielen Dank für die Informationen.

lg robse

Autor: robse (Gast)
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Hi *.*,


Mir will der Gedanke "ab-in-die-Tonne" nicht recht aus dem Sinn gehen.

Deshalb mal die Frage: Wie abwegig wäre es denn, dem Insolvenzverwalter 
von Siemens-Benq vorzuschlagen, das die "Ansteuerung" der älteren LCD's 
der Handys ( <= M35) unter OpenSource gestellt wird?!

Die Dinger sind doch am Ende ihrer praktischen Einsatzes und nur für die 
Ansteuerung des (Monochrom)-Displays werden doch keine Patente oder 
ähnliches mehr laufen?!

lg robse

Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
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Das gleiche Display hab ich auch noch rumliegen, erst letztens hab ich 
das handy ausgeschlachtet ;)

Oben rechts unter dem Kasten kann man schöne Siliziumstrukturen unter 
dem Mikroskop sehen (die chips sind einfach per Silikon kleber 
aufgeklebt und direkt gebondet) Dürften SAW Filter sein, hab aber nur 
mit der Lupe geguckt, dann ist da glaub ich ein 48MHz Quarzoszi, der 
Lautsprecher ist verwertbar, und zum RAM und FLASH des Handys lassen 
sich Datenblätter finden, leider alles µBGA. In dem mittleren Silbernen 
kasten sieht man schöpn, wie das ding Laser getrimmt wurde ;) Das unter 
den kästen lässt sich außerdem mit Heißluft prima auslöten, sind eigene 
Platinen die auf die Hauptplatine aufgelötet sind.

Sonst ist nicht allzuviel zu holen, der Stecker fürs display halt und 
ein oder 2 Tantals ;)

Achja irgendwo ist noch mal n SAW Filter von EPCOS, für den es auch noch 
n Datenblatt gibt, aber das wars dann auch langsam ;)

Autor: tom (Gast)
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Hi,

tja, das ist das Problem. Ich habe hier noch ein Display für ein Simens 
M50 rumliegen (sammt "Rest"-Elektronik, nur der Akku fehlt). Dafür habe 
ich sogar schon mal etwas wie einen Schaltplan gefunden. Aber das reicht 
ebend noch nicht aus. Nur, mehr Info's bekommen ... ist irgendwie eine 
Art Quadratur des Kreises! ;-)

Also wohl doch eher ein Fall für das private Elektronik-Museum oder den 
Rundordner ...

Schönen Tag noch,
Thomas

Autor: Sebastian (Gast)
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Auf dem Schaltplan ist das Display ja gar nicht drauf, oder habe ich da 
etwas übersehen? Daß der Chip auf dem Glas ist, ist übrigens kein 
Nachteil - im Gegenteil, wer kann schon mit dem losen Displayglas ohne 
Chip etwas anfangen, wie es in manchen älteren Geräten verwendet wird.
Besitzt hier denn niemand einen Logikanalzyer, um mal kurz mitzulesen? 
Schließlich ist der Rest der Elektronik noch in der Lage, das Display 
anzusteuern, oder?

Autor: robse (Gast)
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@Hauke: Ja, die Teile habe ich auch zum "abgrasen" gefunden. Nur µFPGA 
löten?! Nee, kein Bedarf :)

@Tim: Vermutlich meinst Du dieses Dokument?!

Autor: robse (Gast)
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@Sebastian: Ich verfüge leider über nicht mehr als ein einfaches 
Messgerät. Ich habe weder einen Logikanalyzer, noch ein Oszi...

Aber: für das C45-Display hab ich doch noch das o.g. Schaltbild 
ausgraben können. Das sollte sich prinzipiell doch auch auf das 
M35-Display übertragen lassen?!
Die technischen Parameter (LCD mit 101x64 Pixel) sind soweit identisch, 
die PINS 27-28 werden auf der Flachbandfolie des C45 nicht 
weitergeführt, so das analog zum M35-LCD nur die Pins 1 bis 26 
beschaltet sind.

Zumindest kann ich das Display "reseten" und auf den PINs 1 bis 5 messe 
ich auch die 2,65 bzw. dort, wo an PIN4 der LCD_CLK hängt ne schwankende 
Spannung von 1,28 bis 1,289 V, je nach dem was gerade auf dem Display 
anzeigt wird...

Auch die eingekringelten Kondensatoren und Widerstände finde ich im 
Schaltbild und auf der Platine wieder...

lg robse

Autor: Michael (Gast)
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> Sowieso scheint es noch kein µC-Projekt mit diesem LCD-Typ zu geben.
> Warum eigentlich nicht? Die Dinger wurden in der x35-Serie von Siemens
> doch in rauen Mengen verbaut, so dass es für einen Hobbyelektroniker als
> "Abfall" doch zu beschaffen ist.

Es gibt halt auch modernere Handy-Displays mit integrierter 
Spannungserzeugung für die LCD-Spannungen, sodass man weniger 
Schaltungsaufwand hat. Die vielen Cs (siehe c50_lcd.pdf) fallen dann 
weg...

Autor: robse (Gast)
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Hallo Michael,

mmh... aber eine zeitlang waren die Displays doch teuer genug, so das 
der Preis für die C's einigermassen untergegangen sein dürfte.

Das der Beschaltungsaufwand relativ hoch (im Gegensatz zu einem 
Nokia-LCD) und die Anschlüsse diffizil zu löten sind... Das verstehe 
ich.

Aber das bisher noch keiner nen Siemens-Display verbaut hat... Das will 
mir nicht in den Kopf. Zumindest dem Schaltplan nach sollte es sich um 
eine "TWI" aka "I2C" Ansteuerung handeln?! Oder irre ich mich?

Ergo: Fragen über Fragen...

lg robse

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Die Ansteuerung, ob I²C oder SPI, ist recht irrelevant, sofern man nicht 
den Befehlssatz des verwendeten COG-Controllers kennt.

Autor: Michael (Gast)
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Den Befehlssatz kriegt man nur durch Mitloggen der Daten im Handy raus.
Das C50 LCD hat SPI-Interface, M35 weiß ich nicht.

Autor: Michael (Gast)
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Anhang => M35 LCD Pinout
Müsste also auch SPI sein.

Autor: robse (Gast)
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Hallo Michael,

vielen, vielen Dank für das Schaltbild! Das war exakt das was ich 
gesucht habe :) Bleibt "bloß" noch das Problem, den passenden 
LCD-Controller zu finden und ihn richtig anzusteuern. Im C45 / M50 war 
es wohl ein SSD1818A, Analogien zum M35/C35 sollten sich vermutlich 
wieder finden lassen.

Auf jeden Fall möchte ich die Schaltung mal die kommende Woche in Ruhe 
aufbauen.

lg robse

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