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Forum: HF, Funk und Felder Frage zur Verstärkerschaltung --> Übertrager


Autor: Oswald M. (Gast)
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Hallo,

ich habe einen Class-A Verstärker mit zwei Transistoren (Darlington) 
gebaut und einen Op-Amp als Vorstufe zur Spannungsverstärkung.
Da ich die Schaltung mit +/-15V betreibe brauche ich keine 
Arbeitspunkteinstellung, da sich der Darlington-Transistor immer bei 
keiner Aussteuerung genau in der Mitte befindet.

Nun möchte ich einen Übertrager(1:2 oder 1:4) verwenden um den relativ 
hohen Kollektorstrom auf eine hohe Spannung für die 50 Ohm Last zu 
wandeln.
Dazu zwei Fragen:

- Ist es grundsätzlich egal ob ich den Übertrager anstatt des Kollektor- 
oder Emitterwiderstand verwende? Ich brauche halt nur einen Widerstand 
Rc oder Re zur Strombegrenzung oder?

- Damit ich Leistung am Übertrager übertragen möchte, brauche ich neben 
dem Kollektorstrom auch noch einen Spannungsabfall an der Primärseite... 
wie dimensioniere ich dazu den Übertrager hinsichtlich Windungsanzahl 
bzw. Induktivitätswert?

LG Mario

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Hmm, bist du immer noch nicht dazu zu bewegen, für Kurzwelle einfach
eine bewährte PA-Schaltung zu benutzen statt irgendwelcher Experimente
mit OPVs?

Nein, es ist natürlich nicht egal, ob der Trafo im Kollektor- oder
Emitterkreis liegt.  Die jeweiligen optimalen Lastimpedanzen sind
in beiden Fällen verschieden.  Hast du dich mal mit Transistor-
grundschaltungen beschäftigt?  Die Kollektorschaltung hat keine
Spannungs-, sondern nur eine Stromverstärkung.  Das äußert sich in
einem niedrigeren optimalen Lastwiderstand als bei der Emitterschaltung,
die beide Werte verstärkt.

Der Trafo transformiert den am Abschluss gesehenen Lastwiderstand
(idealerweise im Verhältnis des Quadrats seiner Windungszahlen),
das ist dann der Widerstand, an dem beim (Wechsel-)Stromfluss eine
(Wechsel-)Spannung abfällt.  Einen Gleichspannungsabfall willst du
nicht haben, der würde nämlich im Trafo nur in Wärme umgewandelt.

Trafodimensionierung ist noch ein Ding, über das es sicher auch
hinreichend viele Appnotes der jeweiligen Hersteller von Kernmaterial
bzw. Bücher in der (Uni-)Bibliothek deines geringsten Misstrauens
geben sollte.

Wenn ich mir deine Fragen ansehe, kommen mir aber starke Zweifel, dass
du hier in absehbarer Zeit nennenswerte HF-Leistungen erzielen wirst...
Wenn, dann vermutlich nach dem alt bewährten Prinzip: ein Transistor
schwingt eigentlich immer, außer man verbaut ihn in einer Oszillator-
schaltung.

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