WinAVR 20080402

OP #833797
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Guten Tag allerseits

Ich habe mir soeben die neueste WinAVR installiert; nur passt nun das 
Programm nicht mehr ins Flash. Waehrend es vorher (mit WinAVR-20071221) 
zu 98% voll war, sind es nun 108%.
Wie ich gelesen habe, gibt es eine neue Optimierungs-Stufe 
-fwhole-program, die beim Linken aufgerufen wird. Ich habe dies im 
makefile, das AVR-Studio erzeugt, eingefügt; aber ohne Erfolg.
Habe ich sonst noch was übersehen?

Mfg aus Istanbul
OP #833803
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Ich habe zuwenig Kenntnisse in Sachen Compilerbau, als dass ich jetzt 
darüber eine Meinung abgeben könnte, ob jetzt Sch... oder nicht.
Aber als GCC-User sollte es unsere Pflicht sein, sobald als möglich auf 
die neuste Version umzusatteln und über mögliche Fehler zu berichten.
Gast #833804
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>Aber als GCC-User sollte es unsere Pflicht sein, sobald als möglich auf
>die neuste Version umzusatteln

Sehe ich nicht so, denn das Umsatteln bringt eigentlich immer Probleme 
mit sich. Hoch lebe der Frickler...
OP #833810
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Ich sage ja nicht, du sollst in einer laufenden Entwicklung auf die neue 
Version umsteigen. Aber eine abgeschlossene Entwicklung sollte man schon 
zu Testzwecken durch den neuen Compiler jagen.
Und eine Neuentwicklung, die z.Zt. bei mir ansteht, würde ich schon 
gerne mit der neuen Version beginnen.
#834004
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Ich hab hier mal eine Routine rausgepickt, die von 9 auf 21 Words 
angestiegen ist, also nur auf schlappe 233%:

http://www.avrfreaks.net/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=61771&start=40

Das komplette Programm ist um 20% größer geworden, was ja auch schon 
ganz schön happig ist. Er hat also nicht alle Routinen derartig 
drastisch unoptimiert.

Obs noch läuft habe ich nicht testen können, die 120% passen nicht mehr 
in den Chip.


Peter
OP #834177
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:D Peter, nicht gleich das Kind mit dem Bad ausschütten.
Wegen dieser Code-Vergrösserung bin ich nolens volens gezwungen, den 
alten Compiler zu benutzen.
Aber bei einem neuen Projekt, da macht es mir nichts aus, einen 
grösseren Chip zu waehlen.
Zumindest gehe ich davon aus, dass dieses Mehr an Code zugunsten von 
mehr Sicherheit erkauft wird. Nur so 'ne Vermutung.
#834192
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Interessant wäre es, mal zu wissen, was der neue konkret besser können 
soll.

Gibt es denn irgendwelche richtig harten Bugs in dem alten?

Wenn es nur um den ATXmega Support geht, dann brauche ich den neuen 
nicht.

Ulkiger Weise scheint der XMega aber auch keine Hardwaredivision zu 
haben, da ist der Hang zum unnötigen Divisionsaufruf ziemlich 
unverständlich.

Ich denke mal, es ist schon opportun, von nem neuen eine Verbesserung zu 
erwarten und keine Verschlechterung.

Allein nur, weil etwas neu ist, mach ich doch keinen Handstand.



Peter
Gast #834201
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Im WinAVR User Manual 20080402 steht u.a.

"GNU Compiler Collection (GCC) 4.3.0 Release Candidate 20080301"

Ist er noch nicht fertig !!!!! Folgt balb schon wieder eine neue Version 
mit dem GCC 4.3.0 Final ??? Wird dieser dann wieder weniger Code 
erzeugen ???

Fragen über Fragen
OP #834224
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@Peter
Ich pflichte Dir bei. Aber. Wenn keiner den neuen Compiler testet, wie 
in aller Welt sollen dann die Entwickler auf die möglichen Fehler 
aufmerksam werden? Dann könnte man ja die ganze avr-gcc Entwicklung 
beenden und sagen "der aktuelle Compiler tut's ja".
#834248
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Mehmet Kendi wrote:
> @Peter
> Ich pflichte Dir bei. Aber. Wenn keiner den neuen Compiler testet, wie
> in aller Welt sollen dann die Entwickler auf die möglichen Fehler
> aufmerksam werden?

Naja, er macht ja keinen Fehler. Er macht es nur umständlicher, mit viel 
mehr Code und Zeitbedarf als nötig.
Solche Sachen, die nicht dem ANSI-C widersprechen haben kaum Chancen.

Auch tue ich mich schwer, in diesem Sourceforke durchzusehen, wie und wo 
man Probleme richtig reinstellt (ein Wiki oder Tutorial dafür wäre nicht 
schlecht).

Wenn ich merke, ein Compiler erzeugt falschen Code, dann würde ich das 
natürlich sagen und versuchen, ne andere Version zu finden, die den 
Fehler nicht mehr bzw. noch nicht macht.

Wenn aber der Code nur langsamer und größer wird, dann kann ich nur 
versuchen die optimale Version zu finden.

Der WINAVR-20071221 macht auch vieles nicht mehr so gut, wie der 
WinAVR-20070122.
Aber er hat kann MOVW bei den ATtinys und damit ist dann in der Summe 
der Code doch kleiner und schneller, da ich fast nur ATTinys einsetze.

Ich hab ein neues Projekt mit dem ATmega168 und da werde ich 
warscheinlich mit dem WinAVR-20070122 am besten fahren.

Ich hab mir extra ein paar Batch-Dateien geschrieben, mit denen ich 
schnell zwischen den Versionen umschalten kann.


Peter
Gast #834341
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Peter Dannegger schrieb:

> Ich hab hier mal eine Routine rausgepickt, die von 9 auf 21 Words
> angestiegen ist, also nur auf schlappe 233%:
>
> http://www.avrfreaks.net/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=61771&start=40

Eigentlich ist der neue Compiler genial, denn er erkennt, dass die
Schleife nichts weiter tut, als aus zwei Zahlen Quotient und Rest zu
berechnen. Auf Prozessoren mit Hardwaredivision oder bei einer
größeren Anzahl von Schleifendurchläufen ist es auch völlig richtig,
die fortgesetzte Subtraktion durch eine Division zu ersetzen.

Leider hat der Compiler keine Sonderbehandlung für den AVR eingebaut,
für den die Division natürlich kein Pappenstiel ist.

Unglücklicherweise führt er die Division sogar zweimal durch, nämlich
erst für den Quotienten und dann für den Rest, obwohl die
Divisionsroutine beides auf einmal liefern würde.

Die Bibliotheksdivision führt zur den 12 zusätzlich Codeworten, aber
auch nur dann, wenn sie nicht sowieso schon an anderer Stelle im
Programm benötigt wird.

Der GCC wäre aber nicht der GCC, wenn man das unglückliche Feature -
wie auch die meisten anderen Optimierungen - nicht selektiv abschalten
könnte, und zwar mit

  -fno-tree-scev-cprop

Mit dieser Option wird die Codegröße des Beispiels wieder auf die
ursprünglichen 9 Worte reduziert. Ob damit an anderer Stelle Nachteile
entstehen, weiß ich nicht, da ich auf die Schnelle keine detailierte
Beschreibung der Option gefunden habe.

Wie Nixiefan oben schrieb, ist der GCC nicht primär für 8-Bit-
Prozessoren in speicherarmen Umgebungen gemacht. Wenn man jedes Byte
und jeden Taktzyklus zählen muss, ist es wichtig, mit den richtigen
Compiler-Optionen zu arbeiten. Die Defaulteinstellungen sind eher für
32-Bit-Prozessoren mit üppigem Befehlssatz und massig Speicher
geeignet. Handbuch lesen hilft oft, wenn auch nicht in diesem
speziellen Beispiel. Aber wo das Handbuch aufhört, fängt Google an ;-)
#834404
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yalu wrote:
>
>   -fno-tree-scev-cprop
>
Staun! Also ich habe mal mit Google gesucht, habe nicht eine Erklärung 
zu der Option gefunden. Nur Funde im Zusammenhang mit einem Linux Kernel 
Bug.
Auch das GCC Handbuch danach durchsucht. Nichts.

Woher wußtest Du von dieser Option und dass sie das bewirkt?

900ss
Gast #834440
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> Staun! Also ich habe mal mit Google gesucht, habe nicht eine
> Erklärung zu der Option gefunden. Nur Funde im Zusammenhang mit
> einem Linux Kernel Bug.

Die Linuxer sind wohl neben Peter die einzigen, die das Problem bisher
wahrgenommen haben. Ich bin auf die Diskussionen gestoßen, nachdem ich
im GCC-Manual vergeblich nach einer passenden Option gesucht und
deswegen angefangen habe, Google mit dem Problem zu beschäftigen.

Ich habe die Diskussion nicht im Detail durchgelesen, aber es geht
wohl um eine Rechenoperation, bei der eine Zeit in Nanosekunden (64
Bit!) zu einem struct timespec (Sekunden und Nanosekunden) addiert
wird. Damit das Ergebnis gleich normiert ist, werden die Nanosekunden
in 10E9er-Schritten addiert. Da der Prozessor keine des
64-Bit-Division kann und typische Zeitwerte selten größer als 1 s
sind, wird im C-Code auf Divisionen absichtlich verzichtet. Der GCC
4.3.0 baut aber genau diese wieder ein. Das Problem ist also fast das
gleiche wie das von Peter.

Folge dieser Diskussion: Die GCC-Entwickler sind sich des Problems
bewusst. Man darf gespannt sein, wie das Problem in künftigen
GCC-Versionen gehandhabt wird. Da es sich bei der Optimierung um
keinen Fehler handelt und in vielen Fällen tatsächlich eine
Verbesserung des erzeugten Codes stattfindet, wird man sie sicher
nicht entfernen.

Gerade habe ich noch eine Möglichkeit gefunden, den Tatendrang des
Compilers nur lokal zu bremsen: Man fügt eine Optimierungsbarriere in
Form einer __asm__-Anweisung wie folgt in die Schleife ein:
1
  for( tens = 0; val >= 10; val -= 10 ) {
2
    __asm__ ("" : "=r" (val) : "0" (val));
3
    tens++;
4
  }

Damit wird die Schleife gleich übersetzt wie mit -fno-tree-scev-cprop,
lässt die Optimierung aber an anderer Stelle trotzdem zu.
#834444
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Aber das bringt's nicht wirklich. Oder ist nur ein Problem von mehreren.

Mir hat es von 20070525 zu 20080404 Release den Code von 3424 auf 3614 
Bytes aufgeblasen. Grund dafür ist ein -Os völlig zuwiderlaufendes 
agressives Inlining. Ein häufig auftretender Funktionsaufruf (4 Bytes) 
wurde durch jeweils 16 Bytes ersetzt.

Mit -fno-inline-small-functions (kann auch mal nach hinten losgehen) 
oder -finline-limit=<n> (hier ist ggf. etwas tuning angesagt) hält man 
sich das vom Leib. Ergebnis: 3196 Bytes.

Ähnliches ist mir schon früher in der ARM Version passiert. Die hinter 
diesem Inlining stehende Grössenabschätzung ist wohl "etwas" unpräzise.
Moderator Persönliche Seite #834448
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Peter Dannegger wrote:

> Interessant wäre es, mal zu wissen, was der neue konkret besser können
> soll.

Die Benutzung von GCC 4.3 war für Eric die einzige Chance, dass er
den Xmega-Support mit reinbekommen konnte, weil dieser nur für diese
Version gezimmert worden ist (und letztlich immer noch wird -- da ist
doch manches anders dabei als bei den alten Cores).  Das Rückportieren
dieses umfangreichen Patchwerkes auf die 4.2-er Linie war schon aus
Gründen fehlender Manpower nicht machbar.

Idealerweise hätte er wohl Installationsoptionen für GCC 4.2.x ohne
Xmega-Support und 4.3-BETA mit Xmega anbieten sollen, aber dafür fehlt
es ihm im WinAVR-Installer an jeglicher Unterstützung für derartige
Optionen.  Das wäre übrigens ein Feld, wo sich ein ambitionierter
Windows-Entwickler ganz sicher in diesem Opensource-Projekt einbringen
könnte: den Installer flexibler zu machen.  Ist ja nicht das erste
Mal, dass man sich sowas gewünscht hätte.  Installationsoptionen
wären beispielsweise auch denkbar, um dem Nutzer wahlweise die
Installation eines Standalone-USB-Treibers oder des Filter-Treibers
(der oberhalb des Jungo-Treibers von AVR Studio sitzt) zu ermöglichen.

> Ulkiger Weise scheint der XMega aber auch keine Hardwaredivision zu
> haben,

Nö, die Änderungen im XMega sind an anderen Stellen.  Na komm, du hast
selbst jahrelang nach priorisierbaren Interrupts gerufen...
#834987
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Sehr schöne Antworten, hat sich also voll bezahlt gemacht, das konkrete 
Problem zu posten.
Das mit dem unerwünschten Inlining hat mich auch schon immer gestört.
Diese Optimierungsschalter sind aber wohl erst mit GCC 4.3. anwendbar.

Allerdings krieg ich nun Probleme mit der Kommandozeile, die wird zu 
lang.
Weiß da einer vielleicht Abhilfe?

Kann man irgendeine Datei editieren, wo sich der GCC die 
Optimierungseinstellungen rausholt?


Peter
#835287
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So, die beiden Optimierungen haben voll eingeschlagen (14% weniger), ist 
schon fast wieder an den GCC4.2.2 ran.

Ich hab dann mal gesucht, wo der nächste Codefresser sitzt und ihn 
gefunden.

Vielleicht findet ja noch jemand raus, warum darin der GCC4.3.0 
haufenweise unnütz pusht, moved, ored.
Da scheint irgendwas in der 32-Bit Berechnung umständlich zu laufen.
Die Routine steigt damit um 155% an.

Anbei der Quellcode und die beiden Listings.


Peter
Angehängte Dateien:
#835687
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Hat keiner behauptet, dass die Suche zu Ende sei. Wirf mal einen Blick 
in die Mapfiles und stelle fest, ob eine bestimmte Funktion besonders 
gross wurde.

Und probier dann besser gleich mit
  avr-gcc -Os -fno-<hier-die-option-reinschreiben> quelle.c
mal aus, ob sich unter den in -O1 oder -Os verwendeten 
Optimierungsoptionen was passendes findet.

PS: Du hast -fno-inline-small-functions vergessen.
#835715
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Also ich habe das ganze mit den verschiedenen genannten Optionen (auch 
noch andere) mit einem Bootloader probiert, der aus 2 Funktionen besteht 
(main + nochwas, startup-libs u.s.w. fehlt). Ist komplett in C 
geschrieben. Da hat der WinAVR-200705xx (die Version vor 
WinAVR-20071221) etwas unter 1024 Bytes erzeugt. Das Minimum mit dem 
aktuellen WinAVR war 1056 Byte. Ich meine bei 2 Funktionen kann man auch 
nicht viel mit Inlining optimieren :-) -fno-tree-scev-cprop und 
-fwhole-program haben am meisten gebracht. Allerdings komme ich eben 
nicht unter die 1024 Byte. Und das ist für einen Bootloader dann 
schlecht, da dann man gleich weitere 1Kb Flash opfern muß. Vielleicht 
hat ja noch jemand eine Idee.  ????

Habe schon einige Optionen probiert, komme aber nicht unter 1024 Bytes. 
Hier zeigt sich, das man auch keine pauschalen Aussagen machen kann, wie 
gut ein Optimierungsswitch wirkt. Kommt immer noch ein wenig auf den 
Code an.

Viel Spaß noch,
900ss
OP #835772
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Also ich hab' mal beide map files durchgesehen. Von dem, was auf meinem 
Mist gewachsen ist, gibt es ein Mehr von nur 82 Bytes.
Der Rest von ca. 150 Bytes geht auf das Konto von GCC 4.3

Besonders sticht ins Auge, dass 4.3.0 _prologue_saves_ und 
_epilog_restores_ hinzugefuegt hat. Diese scheint er beim 
eeprom_read_block() hinzugefügt zu haben.
Moderator Persönliche Seite #835807
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Andreas Kaiser wrote:

> Möglicherweise wurde der eeprom-Kram in der Lib damit übersetzt.

Ja, der eeprom-Kram wird nun inline gemacht statt über Bibliotheks-
funktionen (war die einzige Möglichkeit, ohne komplettes Umstruktu-
rieren von AVR-GCC und avr-libc die EEPROM-Routinen für jeden
AVR-Typ customized zu bekommen), und Eric hat sich für die
call-prolog-Variante entschieden.  Warum?  Ich denke, dass das
WinAVR-Template das ohnehin als Default hat, weil es normalerweise
Platz spart (geringfügig auf Kosten der Ausführungszeit).
OP #835811
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Separat in Form der prolog/epilog-Funktionen.
Aber auch ohne -mcall-prologues habe ich diese Funktionen, die meiner 
Meinung nach das ganze so aufblaehen.

Wenn ich das Ganze mit 4.2.2 uebersetze, ist die Lib-Funktion 
eeprom_read_block ganze 13 Bytes.

Mit 4.3.0: 34 Bytes (__eerd_block) + (29 Bytes) prolog_save + (29 Bytes) 
prolog_restore
#835813
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Ist dieser Zuwachs arg störend? Diese Sorte Wachstum skaliert nicht, 
d.h. das vergössert den Code nicht prozentual. Die Einsparung durch 
-mcall-prologues hingegen erspart prozentual. Unterm Strich bist du also 
bei Tinys gekniffen und beim Mega644 klar im Vorteil.
OP #835821
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".... Tinys gekniffen und beim Mega644  klar im Vorteil." :D
z.Zt. bin ich der Gekniffene: Mein Zeilprozessor ist ein 2333.

Naja, nicht so schlimm. Bleibe ich halt bei diesem eh alten Project beim 
4.2.2
Zumindest bin ich dahingehend beruhigt, dass dieses Mehr an Code einen 
Sinn hat.
Danke für die Hilfe.
Persönliche Seite #836788
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So jetzt habe ich mir auch die neue Version geholt und keine Warnings 
(schonmal gut). Aber ein ganz bestimmter Teil meines Programms 
funktioniert nicht mehr.
1
Timer1a = (153 * Timer1) / 1000;

Hat vorher super funktioniert.

Beispiel:
Timer1 = 9968
Timer1a = (153 * 9968) / 1000;
Da kommt bei mir 1525,104 raus.
Er sagt 17.

Kann ich nicht nachvollziehen.
#836847
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Kannst ja mal schauen, ob du dieses Stückchen Code im *.lss File 
findest. Daran liesse sich das evtl. verifizieren.

Ansonsten poste mal einen Testcase, d.h. ein absolut miminales Stück 
Code, das genau diesen Effekt produziert. Also ohne zig KB anderes Zeug 
drumherum was ausser dir sowieso niemand übersetzt kriegt.
#837006
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Ich glaube da hast du einen Volltreffer gelandet.
1
unsigned long A;
2
unsigned int B = 9000;
3

4
int main(void)
5
{    
6
    A = 150 * (long)B;
7
    return(0);
8
}
liefert bei -mmcu=attiny25 korrekterweise:
1
main:
2
        lds r22,B
3
        lds r23,(B)+1
4
        ldi r24,lo8(0)
5
        ldi r25,hi8(0)
6
        ldi r18,lo8(150)
7
        ldi r19,hi8(150)
8
        ldi r20,hlo8(150)
9
        ldi r21,hhi8(150)
10
        rcall __mulsi3
aber bei -mmcu=atmega16 fehlt ein bischen was:
1
main:
2
        lds r22,B
3
        lds r23,(B)+1
4
        ldi r24,lo8(0)
5
        ldi r25,hi8(0)
6
        call __mulsi3

Damit hängt m.E. das Ergebnis davon ab, was vorher in R18..R21 
drinsteht.
Gast #857041
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Ein großes "Hallo" an die C-Spezialisten und diesem Forum !

OK.
Mein Beitrag zu diesem Thema hier fällt nur bescheiden aus.
Der Grund ist hier wohl in meinen mangelnden C-Kenntnissen zu suchen.

Warum ich eigentlich was schreiben möchte liegt einzig allein in der
Tatsache, dass ich ausser in Assembler auch anfangen möchte in C- zu
proggen. (Basic fällt leider flach-mag die Sprache nicht so)

Ihr macht's mir also überhaupt nicht einfacher einen Compiler fuer meine
Projekte zu verwenden wenn man(n) das so liest.
Verstehe hier nur mal Bahnhof und "O-gott, O-gott" was wird das nur 
werden.

Ich hoffe ihr versteht meine Zweifel ein wenig !!??

Also just zu meiner Hauptfrage "Welche Compilerversion" sollte ein 
Anfänger denn verwenden ??
Um nicht gleich den Mut zu verlieren.

Verwende Hauptsächlich Atmega8, ATiny Typen,

Danke schon mal an dieser Stelle !!

mfg TintiFax
Gast #857062
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>Also just zu meiner Hauptfrage "Welche Compilerversion" sollte ein
>Anfänger denn verwenden ??

Grundsätzlich die neuste, da du keine alten Projekte hast und es somit 
auch nicht zu Kompatibilitätsproblemen kommen kann.

Zwar bringt jede neue Version Bugs mit sich aber die Hoffnung ist doch 
da, dass wenigstens mal ein paar alte Bugs behoben wurden.

Ok, problematisch ist, dass die Programme immer mehr Speicher brauchen. 
Wenn das so weiter geht, passt ein Programm für einen ATmega16 halt 
nicht mehr in einen ATMega16 rein, weil der Compiler zu viel Müll 
erzeugt.

Mit vorzüglicher Hochachtung,
Helmut Wendler

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