Wieso mus man Dil-Pins immer gerade biegen?

Gast #836087
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Würde jetzt einfach mal ins blaue vermuten das bei der Produktion die 
Dinger hintereinander auf einer Profilleiste abgelegt werden, da passen 
sie natürlich besser drauf wenn die Beine etwas breiter als die Leiste 
sind...
Gast #836264
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> Da die Beine leicht federn, klemmt sich das IC fest, sobald es vom
> Bestückungsautomaten losgelassen wird.

Und was bringt das? Die Platine wird doch beim maschinellen Löten
normalerweise nicht umgedreht. Und was ist mit anderen Bauteilen (z.B.
Transistoren, einreihigen Widerstandsnetzwerken usw.), die sich nicht
festklemmen können?
Moderator Persönliche Seite #836276
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yalu wrote:

> Und was bringt das?

Sie fallen nicht raus.

> Die Platine wird doch beim maschinellen Löten
> normalerweise nicht umgedreht.

Hast du mal so einen Bestückungsautomaten gesehen?  Deren
Beschleunigungen sind beeindruckend.  (Noch beeindruckender finde
ich es, dass mittlerweile die SMD-Lötpaste so gut klebt, dass die
Bauteile in der Paste gleiche Beschleunigungen aushalten, ohne sich
wieder zu lösen.)

> Und was ist mit anderen Bauteilen (z.B.
> Transistoren, einreihigen Widerstandsnetzwerken usw.), die sich nicht
> festklemmen können?

Wenn du jemals so 'ne Platine abgelötet hast, wirst du dabei das Fluchen
gelernt haben: deren Beine werden nämlich allesamt ein Stück umgebogen.
Absolut ätzend wieder auszulöten.
#836375
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Manchmal sind die Beinchen etwas verbogen, mal nach innen und mal nach 
außen. Wären sie alle bei der Herstellung senkrecht angeordnet, so müßte 
man sie mal nach innen und mal nach außen geradebiegen. Wenn man sie nun 
schon nach außen vorgebogen produziert, braucht man die verbogenen nur 
in eine Richtung geradebiegen, nämlich nach innen, und das ist technisch 
viel einfacher als mal ein Beinchen nach innen und das nächste Beinchen 
nach außen usw.
Gast #836690
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Jörg Wunsch scrieb:

>> Und was ist mit anderen Bauteilen (z.B. Transistoren, einreihigen
>> Widerstandsnetzwerken usw.), die sich nicht festklemmen können?
>
> Wenn du jemals so 'ne Platine abgelötet hast, wirst du dabei das
> Fluchen gelernt haben: deren Beine werden nämlich allesamt ein Stück
> umgebogen. Absolut ätzend wieder auszulöten.

Ja, das Fluchen habe ich diesbezüglich schon gelernt ;-)

Allerdings habe ich diese umgebogenen Pins bisher sehr selten
angetroffen, weswegen ich davon ausgegangen bin, dass das handgelötete
Platinen waren.

Es gibt ja auch noch weitere Bauteile (z.B. Stiftleisten), deren Pins
man nicht so ohne weiteres umbiegen kann. Gerade bei Stiftleisten habe
ich zwar schon den Fall erlebt, dass die Löcher so knapp gebohrt
waren, dass die Leisten allein durch die Reibung einen sicheren Halt
finden. Aber auch das war eher die Ausnahme, normalerweise stecken die
recht locker in ihren Löchern.

Dirk J. schrieb:

> Wenn man sie nun schon nach außen vorgebogen produziert, braucht man
> die verbogenen nur in eine Richtung geradebiegen

Das klingt auch irgendwie plausibel. Aber warum sollte der Bestücker
bei originalverpackten Bauteilen nicht von unverbogenen Pins ausgehen?
Bei fast allen anderen Bauteilen, insbesondere SMD-ICs, tut er das ja
auch.
#836705
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yalu wrote:
>> Wenn man sie nun schon nach außen vorgebogen produziert, braucht man
>> die verbogenen nur in eine Richtung geradebiegen
>
> Das klingt auch irgendwie plausibel. Aber warum sollte der Bestücker
> bei originalverpackten Bauteilen nicht von unverbogenen Pins ausgehen?
> Bei fast allen anderen Bauteilen, insbesondere SMD-ICs, tut er das ja
> auch.

Ja, heute, aber wie sah das früher aus?
Vielleicht ist es nur eine historische Altlast.

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