Schaltung für Antennenmultiplexer

Gast #837492
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Guten morgen,

ich Suche eine Lösung oder einen Denkansatz für einen Multiplexer. Mein 
Plan ist an einem RFID Lesegerät mit einer Trägerfrequenz von 125kHz 
mehrere Antennen anzuschließen.

Problem ist, dass für das RFID Modul eine Antennenspannung von Upp = 
270V angegeben ist.
Denke also das die typischen Multiplexer Bausteine der 74HCxxxx Serie 
nicht in Frage kommen.

Hat jemand vielleicht einen Vorschlag für eine IC Lösung oder einen 
Schaltplanansatz?

Bin für jede Hilfe dankbar.

MfG, Bernd
Gast #837527
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Es muss auch mal in Umlauf gebracht werden :-)

Die Antenne benötigt natürlich einiges an Platz ist jedoch nur über eine 
Leitung an den Reader angeschlossen so das ich beide Teile Räumlich 
getrennt unterbringen kann.

Seid ihr denn der Meinung das eine Lösung durch Reed-Relais oder 
Halbleiterrelais die beste Lösung ist?
Es gibt einige Fertiglösungen (z.B. von Feig) die keine Relais 
enthalten. Wieso ist das so? Gibt es bei der Relaislösung nachteile oder 
wieso greifen die ehr auf eine komplexe Schaltung ohne Relais zurück?

Gibt es überhaupt sinnvolle alternativen zu Relais für mein Problem?
Gast #837535
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Ich möchte mit der Anwendung lediglich RFID Transponder mit 125kHz 
auslesen.
Die Auslesestationen sind räumlich getrennt wodurch mehrere Antennen 
notwendig sind. Ein besonders schnelles Umschalten oder ähnliches ist 
nicht notwendig...
Es sollen auf Befehl eines µCs nacheinander alle angeschlossenen 
Antennen einmalig abgefragt werden...
Gast #837550
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Es wird kein Reader IC verwendet sondern eine diskret aufgebaute 
Schaltung mit Atmel Prozessor die als fertige Platine zugekauft ist.

Der Platzbedarf ist kritisch da die Multiplxschaltung in das Gehäuse des 
jetzigen Readers integriert werden muss.
Gast #837588
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Ja habe ich aber soweit ich weiß kann ich den ja nur in einer Richtung 
nutzen... Und bei RFID wird die Antenne ja zum Senden und Empfangen 
genutzt.

Wenn ich richtig Informiert bin ist das über die üben angesprochene 
Diodenschaltung nicht möglich oder?
#837611
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Im Prizip saehe das so aus
Durch die eine Diode fliesst ein Gleichstrom dadurch ist sie niederohmig
durch die andere fliesst kein Gleichstrom sie ist dadurch hochohmig.
Der Gleichstrom der ueber die Diode fliesst muss natuerlich groesser 
sein als der HF-Strom sonst faengt sie an zu sperren an. Im ungekehrten 
Falle muss die negative Spannung am Schalteingang zum sperren der Diode 
groesser sein als die Maximale HF-Amplitude sonst wuerde sie leitend 
werden.

Mit solchen Schaltungen werden auch Radarantennen umgeschaltet.

Gruss Helmi
Angehängte Dateien:
Gast #837645
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Hmm wenn ich das richtig verstehe bekomme ich bei der PIN-Dioden 
Schaltung ein Problem weil die Steuerspannung größer sein muss als die 
Antennenspannung.
Damit bräuchte ich eine Steuerspannung von über 270Vpp... Entspricht 
eigentlich nicht meinen Vorstellungen...

Wie sieht es denn mit einer FET Schaltung aus?
Mit zwei in Serie geschalteten FETs (je ein N-Kanal ein P-Kanal) müsste 
man den Schalter doch auch realisieren können oder? Da habe ich dann den 
Vorteil das ich als Steuerspannung direkt die 5V des µC verwenden 
könnte...
Was sagt ihr dazu?
#837656
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Wie ist es denn mit einem Anpassnetzwerk zwischen Antenne und Umschalter 
?
Die 270Vpp stehen doch nur im Resonanzfall an der Antenne dabei duerfte 
allerdings kaum Strom fliessen. Wenn du nun die Antennenimpedanz auf die 
ueblichen 50 Ohm heruntertransformierts duerften die Spannung erheblich 
kleiner sein und dadurch auch mit ueblichen Steuerspannungen beherschbar 
sein.

Also Antenne -> kleiner Ferrituebertrager -> Pin-Dioden Umschalter -> 
Sender/Empfaenger.

Gruss Helmi
#837693
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Nicht die Steuerspannung an sich zwischen Gate u. Source.
Aber da sich deine Source auch auf hohem Potential befinden (270Vpp)
und die Gatespannung sich auf die Source bezieht muss deine 
Steuerspannung dementsprechend auch angehoben werden in bezug auf Masse 
der Schaltung.

Gruss Helmi
#837713
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@Jörg Wunsch

Meinen tue ich da gar nichts.
Ist ist nur eine Loesung fuer die hohen Spannungen an der Antenne die ja 
nur durch die Resonanz entstehen. Auch ist es fraglich eine so 
abgestimmte Antenne ueber eine laengeres Kabel an den Sende/Empfaenger 
anzuschliessen ohne die Resonanzbedingung zu verschlechteren. 
Normalerweise passt man die Antenne ja an 50 Ohm an.
Gast #838536
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Erstmal vielen dank für die vielen Antworten. Werde mich jetzt erstmal 
daran machen das ganze auf 50 Ohm anzupassen. Ist glaube ich erstmal die 
sauberste Lösung bevor ich mit dem multiplexen der Antennen beginne.

Leider komme ich aber ehr aus der Digitaltechnik, wodurch ich keine 
Erfahrung mit Anpassungsnetzwerken habe.
Kann mir da jemand einen guten Link empfehlen an dem man sich orienieren 
kann oder der einem die Grundlagen dazu vermittelt?

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