Hält PVC-Kabel in CA: 50°C warmem Ätzmittel ?

Persönliche Seite #839038
Hallo,
also erstmal zum Aquariumheizstab ansich: bei mir hält der bis jetzt 
auch wunderbar, aber ich tauche ihn auch nur soweit in die 
Ätzflüssigkeit ein, wie man ihn auch in Wasser hängt.
Wenn du ihn aber, wie man aus dem Threadtitel folgern kann, komplett 
unter Wasser (Ätzflüssigkeit) betreibst, dann geht er mit hoher 
Warscheinlichkeit kaputt, da die Abdichtung zwischen Heizstab ansich, 
und Kabel nicht besonders gut ist.
Ich hoffe geholfen zu haben ;-)
Gruß, Steffen
Gast #839366
Hi,

es geht um keinen herkömmlichen Heizstab sondern die Regelung erfolgt 
extern, d.h. es ist am oberen Ende vergossen. Es geht also lediglich 
darum, ob Giesmassen bzw. insbesondere das Kabel empfindlich auf ein 
Ätzbad solcher Temparatur reagiert ...
Gast #839808
>ob Giesmassen bzw. insbesondere das Kabel empfindlich auf ein
>Ätzbad solcher Temparatur reagiert ...
das kann Dir niemand 100%ig sagen, da es unterschiedliche Vergussmassen 
usw. gibt
wenn jemand 10jährige Erfahrung hat, kann es sein, dass die damaligen 
Materialien heute schon nicht mehr verwendet werden
Gast #839825
Was benutzt du als Ätzbad? Eisen(III)chlorid ist "harmlos" gegenüber 
Kunststoffen, Persulfat hingegen ist ein starkes Oxidationsmittel und 
damit wäre ich skeptisch was organische Stoffe (nix anderes ist 
Kunststoff...) angeht. Die Polymerkette wird es nicht unbedingt 
zerstören, aber bei den Weichmachern (woher weisst du WAS genau 
verwendet wurde) wäre ich mir nicht sicher.

Gruß,
Christian
#839915
Ich hatte einen Aquarienheizstab (nicht voll eingetaucht) mit 
Kunststoffhalterung sowie einen länglichen Ausströmerstein mit 
Kunststoffummantelung in meinem Natriumpersulfat Ätzbad.
Letztens -ein halbes Jahr nach Einrichtung des Ätzbades- wollte ich mal 
wieder was ätzen und musste leider feststellen, dass sowohl die 
Halterung des Heizstabes wie auch die Kunststoffteile des Ausströmers 
komplett zersetzt waren. Der Kunststoff-Luftschlauch ist dagegen noch 
völlig intakt.

Es wird also schwer vorherzusagen, welches Material im Bad überlebt und 
welches nicht.
Gast #839928
Micha B. wrote:
> Es wird also schwer vorherzusagen, welches Material im Bad überlebt und
> welches nicht.
eher wohl, um welches material es sich genau handelt.

wenn du wirklich pvc hast, wird dein naps die weichmacher angehen.
Christian Erker hat ganz recht und mein tipp wäre, kabel und verguss 
nochmal mit einem material überziehen, von dem du dir sicher sein 
kannst, dass es nicht angegriffen wird.

grüße, holli
Gast #840472
Hallo,

es wird wohl eher um EisenIIIChlorid gehen. Ich weiss leider nicht um 
was für eine Vergussmasse es sich handelt un bin eh davon ausgegangen, 
dass erst der Versuch klug macht.

So ein paar Erfahrungswerte im Vorraus waren mir trotzdem wichtig, um 
herrauszufinden, ob ich es gleich lassen sollte ...
Gast #840578
>oder sorg dafür, dass nur der Glasteil ständig in der Ätzbrühe steht.

Titan, nicht Glas  - das sollte schon was aushalten ... :) Und liegen 
muss es, da es im Endeffekt um eine Sprühätzanlage geht. Die Lösung 
durch die Küvettenwand mit Quetschdichtung ist mir nicht so ganz geheuer 
...
Gast #840816
>Titan, nicht Glas  - das sollte schon was aushalten ...
mechanisch ja, chemisch nicht immer,
konkrete Aussagen geben nur Beständigkeitstabellen (hab leider keine 
greifbar)
hab schon Titanblech gesehen, das nach einer gewissen Einsatzzeit nur 
noch hauchdünn war bzw. ganz fehlte
Gast #840827
Klingt nicht so toll, bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass Titan 
eines der wenigen Metalle ist, die das aushalten. Hersteller (oder 
Importeur) können mir bezüglich irgendeiner Legierung etc. keine Angaben 
machen.
Gast #841112
>bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass Titan
>eines der wenigen Metalle ist, die das aushalten.
Es kann sein, dass Titan  in Deiner Ätzlösung hält.
Man muss aber immer den jeweiligen Einsatzfall genauer betrachten. Mein 
Beispiel bezog sich auf den Einsatz von Titan in gasförmigem Chlor eines 
Elektrofilters. Wie diffizil das ganze ist, kann man hier gut erkennen. 
Während Titan in feuchtem Chlor beständig ist, wird es von trockenem 
Chlor zerstört. Im Elektrofilter gab es eine Stelle, wo Titaneinbauten 
„trockengelegt“ waren, sodass es zur Zerstörung kam.
Gast #841315
Wohl auch hier wieder: Versuch macht Klug. Bin mir nicht mehr sicher wo, 
aber meine von irgendeiner Ätzanlage gelsen zu haben, dass das 
Titanteile verbaut sind.
Gast #841653
Ich hab mal für Dich etwas Literatur gewälzt.
Daraus ergibt sich,  dass Titan gegen oxidierende Medien und dazu gehört
Eisen III chlorid, beständig ist.
Also, solange Kupfer noch geätzt wird, d.h. Eisen III chlorid ist in 
ausreichender Konzentration vorhanden, sollte Titan nicht nennenswert 
angegriffen werden.
Für diese Angabe kann ich aber keine Garantie übernehmen.
Gast #841661
hmm, aber scheidet sich vllt das kupfer am heizstab ab? natürlich ist 
das kein galvanischer prozess, weil der strom fehlt, aber es könnte 
sein.

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