Es ist immer schwer, ein Problem so zu beschreiben dass
1. die Beschreibung kurz ist
2. es nicht zu Fehlinterpretationen kommt.
Die gesamte Aufgabenstellung hier reinzutippen würde wohl weder zum
Verständnis noch zur Lösung beitragen. Vor allem würde das die Länge des
Startartikels derart beeinflussen, dass ihn keiner mehr liest.
Daher hab ich versucht (so wie es wohl immer gemacht wird) das konkrete
Teilproblem von der Gesamtaufgabe zu isolieren.
Und von einer undefinierten Aufgabenstellung im Stil "ich hab einen ADC
und muss was filtern, wie geht das?" bin ich -- meines Erachtens -- weit
entfernt.
Umso bemerkenswerter finde ich es, dass man ob dieser wenigen Angaben
schon Schlüsse über die Realisierbarkeit meines Ansatzes ziehen kann.
Natürlich bin ich gewillt etwas über die Aufgabenstellung zu schreiben:
Ich hab 2 phasenstarr gekoppelte symmetrische Signale.
Eines hat eine Frequenz f1 <= 10MHz, das zweite f2 = n*f1 mit n=1..5.
Beide Signale werden von je einem DAC mit 500MSPS ausgegeben.
Das Oversampling von mindestens Faktor 10 dient der Vereinfachung des
AA-Filters (bzw. Anti Imaging Filter um genau zu sein) um das es hier
geht.
Signal f1 dient als Spannungsvorgabe für eine Impedanzmessung und soll
daher in seiner Amplitude so präzise wie nur möglich bleiben.
(Daher der Anhaltspunkt mit den 0,01dB.)
Das Signal f2 dient als Phasenreferenz für eine nachfolgende Einheit,
seine Amplitude ist daher nicht von Bedeutung. Damit bei n>1 die
Phasenfehler zwischen den Filtern nicht zu stark anwachsen die Forderung
dass das Filter bei bis 50MHz einen flachen Amplitudengang aufweist.
Sollte eine (digitale) Korrektur des Phasenganges bis 50MHz nicht mit
ausreichender Genauigkeit (dzt. noch unbekannt) möglich sein so
gewährleistet diese Forderung zumindest bei niedrigen n einen kleineren
Phasenfehler.
Die ideale Dämpfung bei 500MHz (und das impliziert auch 490MHz) ergibt
sich aus der darauffolgenden Digitalisierung des Stromsignals der zu
bestimmenden Impedanz.
Natürlich ist es möglich, das Filter diskret aufzubauen, jedoch bedeutet
das einen großen Aufwand um alle für die Dimensioniereung der restlichen
Schaltung erforderlichen Parameter zu bestimmen.
Zu einem fertigen Filter gibts ein Datenblatt, das die für die
Dimensionierung nötigen Informationen enthält.
Sollte die Ausführung unklar, unvollständig oder fehlerhaft sein freue
ich mich natürlich auf Hinweise bzw. Diskussionen, auch wenn ich
eigentlich nur wissen wollte, ob jemand einen Hersteller von
symmetrischen Filtern kennt......
Aber vielleicht gibts ja keine, weil die Ansätze der Anwendungen nicht
realisierbar sind?
Nides