Hallo zusammmen,
Ich bin eher ein Anfänger und darum verzeiht wenn mein Eintrag im
falschen Forum sein sollte.
Es geht bei meinem Problem darum, dass ich eine Gleichstromquelle bauen
muss um eine Spule zu speisen, welche ich für meinen Magneten brauche.
Ich brauche deshalb ca. 420-450V und die Spule hat einen Widerstand von
ca. 55 Ohm. Damit will ich ein zeitlich konstantes Magnetfeld
herstellen. Die Gleichstromquelle muss auch irgendwie regulierbar sein,
da sich meine Spule erwärmt und ich so manuell nachkorrigieren muss, um
ein konstantes Magnetfeld zu bekommen. Zudem wäre der Induktionsstrom
beim sofortigen Abschalten zu hoch. Vielleicht zu erwähnen wäre noch,
dass die Spule nur ca. 5 Minuten in Betrieb sein wird, danach muss Sie
auskühlen, sonst wird diese zu warm. Irgendwelche Ideen? Ich hab mal an
eine Drehstrombrücke gedacht (hab aber noch keine Ahnung wie man das
baut) also die 3 Phasen gleichrichten. Aber wie kann ich die Spannung
regulieren? Ich hab gehört das soll mit einem Inverter oder einem
Phasenanschnittsteller zu lösen sein, kann mir jemand das Prinzip davon
erklären? Der Gleichstrom muss nicht super gut geglättet sein, dass
übernimmt die Induktion meiner Spule ohne Probleme.
Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.
Gruss
Es ist keine Wasserkühlung geplant. Der Magnet, also die Spule muss nur
maximal 5 Minuten laufen, dann wird abgeschaltet um das ganze zu kühlen.
Ich weiss, ist nicht gerade super, aber es reicht für meinen Zweck.
Wie teuer wäre so ein Schaltregler?
Ich wuesste grad keine Firma die in dieser Leistungsklasse einen Stepup
macht. Ich kenn nicht mal die ueblichen Verdaechtigen. Allenfalls mit
Google nach Pwersupplies im kW Bereich suchen. Nicht erschrecken, es
wird teuer. Ich wuerd erwarten beginnend mit 1 Euro pro Watt.
Was du so schreibst hört sich nicht sehr realistisch an. > 3kW die ja
quasi in Wärme übergehen ohne Kühlung in einer Spule (wahrscheinlich
hohe Wickeldichte) für 5 Minuten. Das kann ich nicht glauben, das das
gut geht.
Darf man fragen was das wird?
DIY MRT ;-)?
Das mit der Wärme sollte schon einigermassen funktionieren. Es sind ja
immerhin über 30kg Kupfer, welche erwärmt werden müssen.
Das ganze wird ein Magnet für einen kleinen Zyklotron (ca. 8cm
Durchmesser)... Ich weiss, dass ist schwer zu bauen, aber nicht
unmöglich :)
> Ich brauche deshalb ca. 420-450V
Brauchst du die dauerned oder nur zum Hochfahren der Spule?
> Die Gleichstromquelle muss auch irgendwie regulierbar sein,
da sich meine Spule erwärmt und ich so manuell nachkorrigieren muss, um
ein konstantes Magnetfeld zu bekommen.
Da ist eine Stromquelle (im Gegensatz zur Spannungsquelle das Richtige.
> Zudem wäre der Induktionsstrom beim sofortigen Abschalten zu hoch.
Du meinst möglicherweise die Induktionsspannung. Das vermeidest du durch
Dioden, die die Spannung begrenzen.
> Ich hab mal an eine Drehstrombrücke gedacht (hab aber noch keine Ahnung wie man
das baut) also die 3 Phasen gleichrichten.
Solche Drehstromgleichrichter gibt es fertig zu kaufen.
> Aber wie kann ich die Spannung regulieren?
Den Strom. Wie oben erwähnt, bei den Leistungen am besten mit einem
Schaltregler. Kansst dir mal einen Schaltplan eines Schaltreglers für 12
Volt 1 Ampere besorgen, und den hochskalieren. Sicherheitseinrichtungen
nicht vergessen.
> Der Gleichstrom muss nicht super gut geglättet sein, dass übernimmt die
Induktion meiner Spule ohne Probleme.
Das bezweifle ich. Ich würde den Strom/ die Spannung trotzdem sauber
glätten.
Ich würd eher anfangen auf Supraleiter zu sparen ;-)
Da entfällt wenigstens die Verlustleistung und man kann nebenher seinen
Eisbecher schön kühl halten.
@ Tom:
Die Spannung brauche ich dauernd, also eine Stromquelle. Das Magnet muss
aber wie schon erwähnt nur ca.5 min laufen.
Zur Glättung: Eine Drehstrombrücke glättet eigentlich ziemlich gut. Das
Magnet sollte den Rest schon schaffen (Es ist ein verdammt grosses
Magnet, ca. 120Kg schwer). Zudem wären Kondensatoren dafür zu teuer, ich
überlegs mir mal...
Was kosten so ca. die Bauteile für einen Schaltregler in meiner
Grössenordnung?
@ Ekschperde:
Supraleiter wären schon schön :) aber leider etwas zu teuer...und zudem
ist ein Magnet mit Supraleitern nicht ganz einfach zu konstruieren...
Ein normales Magnet tuts auch. Lawrence (Der Erfinder des Zyklotrons)
baute seinen ersten Zyklotron 1930 und dort wurden auch keine
Supraleitern etc. verwendet...
400 V, 3 kW auch ein sehr schönes Anfängerprojekt.
Gaslasernetzteile spielen in der Liga. Kannst dir ja mal auf folgender
Seite ein Auge holen...
http://www.repairfaq.org/sam/laserfaq.htm
Zum thema schaltregler:
da du ja schon eine Spule hast, kann man den schaltregler auf Schalter,
Diode und Steuerung reduzieren.
da diese Spule vermutlich eine hohe induktivität hat, würde da eine
simple PWM-Schaltung (relativ geringe frequenz) mit einem leistungs-fet
als schalter genügen.
Eine Glättung wäre evtl. nicht einmal erforderlich, da bei
3-Phasen-Speisung der vorteil besteht, dass die frequenz nach dem
Gleichrichter 3x2x50HZ = 300Hz beträgt und die spannung nie auf 0 zurück
geht.
Ja. Dann hat er aber den Stromrippel auf dem Feld. Das ergibt dann
Seitenbanden... Was soll das Zyklotron den machen ? Einen
Elektronenstrahl beschleunigen ? Also Seitenbanden in der
Geschwindigkeitsverteilung.
Wegen Stromrippel:
Ich kenne mich im bereich Zyklotron überhaupt nicht aus.
Da er aber davon geschrieben hat, den gleichrichter ohne glättung zu
betreiben (da dies eben die spule übernimmt), dachte ich, es spielt
keine rolle mit dem PWM, da die PWM-Frequenz einiges höher liegt als die
netzfrequenz.
hallo
eine 6pulsgleichrichtung bei Drehstrom ist schon recht glatt.
Das große L macht das übrige.
Nur die Sicherheit macht mir Sorgen.
Der Weg ist das Ziel.
wer so denkt randaliert nicht
Grüße