hat einer von euch schon mal versucht mit Schwefelsäure (nicht
Salzsäure) und Wasserstoffperoxyd zu ätzen ?
So würde Kupfersulfat als Endprodukt entstehen, dieses kann man mit
Alkohol ausfällen, den Alkohol verdunsten lassen und die Lösung
weiterverwenden
mfg
http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffperoxid#.C3.84tzmittel
In der Mikroelektronik benutzt man das Gemisch von Schwefelsäure und
Wasserstoffperoxid – „Piranha“ genannt – zur Reinigung der Oberfläche
von Wafern und zur Erzeugung einer dünnen, etwa 3–4 nm dicken
hydrophilen Oxidschicht auf den Wafern. Heutzutage ist die Bezeichnung
„SPM“ (Sulphuric Peroxide Mixture) geläufiger. _Die Hauptanwendung ist
das Entfernen von Fotolacken._
Gehts da wem nicht schnell genug?
M.W wird H2SO4 +H2O2 nur in der Industrie eingesetzt, für Bastler
zersetzt es sich wohl zu schnell.
Aber auch mit Salzsäure soll man die 30 Sekunden Marke reißen können ;-)
Zur Entsorgung sonst mit Zement eindicken.
Problem ist ja auch die Zersetzung des H2O2
Gruß Jan
Moin,
>>So würde Kupfersulfat als Endprodukt entstehen, dieses kann man mit>>Alkohol ausfällen, den Alkohol verdunsten lassen und die Lösung>>weiterverwenden
Bist du dir da sicher? Kupfersulfat ist in Alkoholen nicht löslich,
weshalb man es zum Wassernachweis in alkoholischen Lösungen benutzt
(Blaufärbung).
In einfachen Galvanikbädern zum Verkupfern benutzt man Ethanol als
Glanzbilder, bei mir ist dabei nichts ausgefallen.
Bastler
Schwefelsäure und H202 sind beide kein Kinderspielzeuch, das weißt du
ja, gell? Ich bin froh, das Zeuchs nicht in größeren Mengen zuhause zu
haben.
Prototyper, bleib bei deinem NaPS :-)
Sven Pauli wrote:
> Schwefelsäure und H202 sind beide kein Kinderspielzeuch, das weißt du> ja, gell? Ich bin froh, das Zeuchs nicht in größeren Mengen zuhause zu> haben.
Und wenn dann noch Aceton zur Reinigung rumsteht, dann kommt Schäubles
Wolfgang persönlich vorbei ;-)
> Prototyper, bleib bei deinem NaPS :-)
Oder FeCl3 - ist ergiebiger und schneller.
Chris
Naja, FeCl3 hab ich fix nur in ner kommerziellen Sprühätzmaschine
erlebt.
Nachteile sind, das man nicht sieht, wann die Platine fertig ist und vor
allem färbt das Zeug wie Sau und Metalle werden auch viele angegriffen,
nur V4A kenne ich als beständig.
Naja, einen geschlossenen Behälter sollte man schon haben (besonders bei
Impellern ;-)
Das Zeug bleibt jetzt auch schön in meinem Bungard-Maschinchen, so dass
man das nicht mehr sehen muss ;-)
Überwachung empfand ich nie als Problem: wenn die Parameter stimmen,
kann man das durchaus mit Zeitschaltuhr laufen lassen. Hier läuft das
Ätzen jetzt in weniger als zwei Minuten.
Tipp: FeCl3-Flecken kann man übrigens mit Oxalsäure entfernen
Chris
Nur mal so eine Idee (keine Ahnung ob das funktioniert):
Wenn man in ein verbrauchtes Ätzbad Eisenwolle legt müsste sich doch
eigentlich das Kupfer am Eisen abscheiden und Eisen stattdessen in die
Lösung gehen. Dann könnte man zumindest FeCl3 prinzipiell immer wieder
verwenden. Der Eisenwolle-Rest mit Kupfer kann dann einfach in den Müll
oder den Schrottcontainer am wertstoffhof. Ich kann das aber nicht
testen da ich bisher keine Platine geätzt habe. Evtl. kann es jemand
hier im Forum einfach mal versuchen und über die ergebnisse berichten.
Die Eisenwolle muss man aber sicherlich eine ganze Weile drin lassen
(vielleicht über Nacht). Wenn das klappt, wäre das Müllproblem der
Bastler ja gelöst...
Reaktionsgleichung (Chemieunterricht lässt grüßen...)
CuCl3 + Fe -> FeCl3 + Cu (oder so ähnlich)
überwiegen wird da wohl:
2 FeCl3 + Fe ---> 3 FeCl2 (oder so ähnlich ;-) )
Das Kupfer wird auch den Teufel tun und für Fe in Lösung gehen
(Spannungsreihe).
Davon abgesehen, dass es kein dreiwertiges Cu gibt. Cu liegt in Lösung
als Cu++ vor. Einweriges gibt es auch, aber das ist ein gutes
Reduktionsmittel und hält sich an der Luft nicht allzu lange.
Wenn es schnell gehen soll mach ich meist eine Schuss H2O2 in die Brühe.
Oder aber gleich mit H2O2 / HCl (Schutzbrille anziehen! Das ist nichts
für kleine Jungs ;-) )
Gruss
Andy
Sorry, die Bemerkung mit den Kupfer in Lösung gehen nehme ich zurück. Du
hattest das ja umgekehrt gemeint. Funktioniert aber trotzdem nicht,
solange noch FeCl3 da ist.
Gruss
Andy
Genau wegen der Spannungsreihe setzt sich gelöstes Kupfer an Eisen ab.
Ein Versuch dazu: Ein Eisennagel in Kupfersulfatlösung überzieht sich
mit einer Kupferschicht (das ist 100%ig so). Aus der Kupfersulfatlösung
wird dabei Eisensulfatlösung. Könnte doch mit CuCl3 statt CuSO4 auch
gehen, oder?
uCBeginner: Da hat ja keiner widersprochen. Ich hatte zuerst gedacht, Du
wolltest es umgekehrt machen.
In einer reinen CuCl2 (nicht CuCl3!) geht das auch, aber eben nicht in
Verbindung mit FeCl3. FeCl3 ist ein stärkeres Oxidationsmittel als Cu
(sonst würde es Cu ja auch nicht oxidieren resp. auflösen als Cu2+). Und
damit entsteht eben kein Cu, wenn Du elementares Fe in diese Suppe
(Gemisch aus: CuCl2, FeCl2, FeCl3) reinhältst.
Und Du hättest auch nichts davon, wenn zwar das Cu draussen ist, aber
kein FeCl3 mehr zum àtzen da ist. Und darum ging es doch. Oder?
Wenn man diese Suppe wieder etwas reaktivieren möchte, dann mit H2O.
Damit wird Fe2+ wieder zu Fe3+ oxidiert und steht wieder zum Oxidieren
des elementaren Cu zur Verfügung. Abgesehen von den Überschuss H2O2, der
ebenfalls prima Cu oxidiert.
Gruss
Andy
Ich habe mir die Reaktionsgleichung für die Reaktion von FeCl3 mit Cu
mal angesehen. Du hattest Recht, man könnte allenfalls (aus einem völlig
verbrauchten Ätzbad, welches praktisch kein FeCl3 mehr enthält) das
Kupfer mit Eisenwolle entfernen, wobei aber auch wieder nur FeCl2
entsteht. Wiederverwenden kann man das nicht (wäre ja auch zu schön
gewesen...), aber man kann es recht problemlos entsorgen, anders als
umweltschädliches Kupferchlorid. Oder habe ich hier wieder einen
Denkfehler drin?
Nö, diesmal nicht. ;-)
Allerdings ist das auch eine Kostenfrage. Wenn Du die verbrauchte Lösung
bei einer Schadstoff Sammelstelle abgibst, kostet Dich das nichts.
Stahlwolle schon. Und dann weisst Du ja immer noch nicht wohin mit der
Brühe. Umweltfreunlich ist Fe2+ nämlich auch nicht unbdingt.
Andererseits muss amn natürlcih auch die Frage stellen: Was ist
umweltschädlicher (einfach mal vorausgesetzt, man schüttet das Zeugs in
den Gully): 1g Cu 2++ oder 20g Fe 2++ (mal so grob geschätztes Verhltnis
der Abfallbrühe).
Wenn solche Lösungen ordentlich aufbereitet werden, lässt man sie über
einen Ionenaustauscher laufen. Die Metallkationen werden dann gegen H+
ausgetauscht und können dann wieder mit Säure herausgewaschen werden. So
erhält man Lösungen mit hohen Metallgehalten, die sich dann z.B.
elektrolytisch aufbreiten lassen.
Wenn Du das aber unbedingt Zuhause für den Gully aufbereiten willst,
bietet sich am hesten das alkalisch stellen mit z.B. NaOH an. Dann
fallen sowohl Fe als auch Cu als Hydroxide aus (richtiger pH
vorrausgesetzt) und lassen sich dann abfiltrieren.
Übrigens, falls Du unbedingt wieder FeCl3 haben wllst, kannst Du die
Brühe auch mit HCl sauer stellen und Luft durchblasen. Dann wird Fe2+
wieder zu Fe3+ oxidiert. Dann noch das Cu elektrolytisch entfernen und
Du hast wieder eine saubere Atzlösung. Aber ob sich dieser Aufwand lohnt
......
Daher, mach Dir das Leben einfach: Einige Male Ätzen, zur
Schadstoffsammlng damit und die gewonnene Zeit für das Hobby nutzen. ;-)
Gruss
Andy
wieviel mg cu darf als abfall ins abwasser ?
war da nicht was von 20mg pro liter .. ?
1/2 liter alte ätzlösung ins alte badewasser .. und gut iss ? ;-)
Ne lass das mal lieber. Das führt bestenfals zu höheren Abwassergebühren
und schlimmstenfalls zu richtig Ärger. Schau doch wenn das
Schadstoffmobil vorbeikommt, da kannst Du das einfach abgeben. Schau mal
bei Deinen Stadtwerken oder ruf im Bürgeramt an.
>wieviel mg cu darf als abfall ins abwasser ?>war da nicht was von 20mg pro liter .. ?>1/2 liter alte ätzlösung ins alte badewasser .. und gut iss ? ;-)
Bist du total irre?
20mg pro Liter ist das Pure Gift damit kannst du je nach Menge eine
gesamte Klärstufe killen.
Es darf KEIN Schwermetall ins Abwasser geraten, in der Realität bedeutet
das das es maximal 3mg/L sein dürfen aber das kann auf dauer schon zu
Vergiftungen/Leberschmerzen führen.
Lass es lieben bring den Scheiß zum wertstoffhof und gut!