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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ein ratloser Absolvent fragt..


Autor: Ratloser Absolvent (Gast)
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Hallo Leute,

ich werde demnächst(3-4 Wochen) mein E-Technik Studium als Dipl.Ing. 
abschliessen. Ich weiss aber nicht, ob ich mich jetzt schon bewerben 
soll, oder ist das noch zu früh, und wo bewerbt man sich als Absolvent? 
bei große Unternehmen gleich oder bei Ingenieurbüros? Wie sieht es denn 
aus mit Einstiegsgehälte? Was muss man sagen, wenn man danach in einem 
Vorstellungsgespäch gefragt wird?

Ich war über ein und halb jahren in einem großen Unternehmen tätig, dort 
habe ich mein Berufspraktisches Semester, drei monatigen Fachpraktikum 
und anschliessend meine Diplomarbeit absolviert, ich werde leider nicht 
übernommen weil der Vorstand vor ca.5 Jahren einen Einstellungsstopp 
eingeführt hat, der immer noch gültig ist. Ein Zeugniss habe ich auf 
jeden Fall erstellen lassen, trägt das was dazu bei, einen guten Job zu 
finden?

Danke

Autor: Schalk (Gast)
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>Was muss man sagen, wenn man danach in einem
>Vorstellungsgespäch gefragt wird?

Unbedingt mindestens 60.000 fordern! Sonst wird man hier im Forum als 
Low-Performer belächelt. Und das willst du ja sicher nicht, oder?

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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lol @ schalk

Also lieber ratloser Absolvent, zunächst muss ich dir mitteilen, dass du 
recht spät mit der Bewerbung dran bist. Der Bewerbungsprozess kann, je 
nach Unternehmen, bis zu 4 Monate dauern. Ob du dich in einem großen 
Betrieb oder einem Ing.-Büro bewirbst, musst du für dich selbst 
entscheiden. Die Vor- und Nachteile sowie eigentlich auch alle Antworten 
auf die anderen Fragen findest du en masse hier im Forum.

Autor: Gast (Gast)
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Als Absolvent bewirbt man sich bei Firmen, die auch Absolventen suchen.

Und klar kannst du dich auch schon jetzt bewerben, kann schon mehrere 
Wochen dauern, bis die eine Reaktion zeigen.

Du wirst mit deiner Zeit in dem Unternehmen auf jeden Fall schon mal 
erste Erfahrungen in der Praxis nachweisen können, stehst also besser da 
als jemand, der noch nie ein Unternehmen von innen gesehen hat.

Autor: Ratloser Absolvent (Gast)
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>Unbedingt mindestens 60.000 fordern! Sonst wird man hier im Forum als
>Low-Performer belächelt. Und das willst du ja sicher nicht, oder?

60.000 Euro!!! ich will doch nicht gleich Abteilungsleiter werden!

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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Nur als Anregung: ich weiß nicht, ob Deutsch deine Muttersprache ist 
aber du solltest deine Bewerbung auf jeden Fall gegenlesen lassen:

abschliessen -> abschließen
weiss -> weiß
wo bewerbt -> wo bewirbt
bei große Unternehmen -> bei großen Unternehmen
Einstiegsgehälte -> Einstiegsgehälter
ein und halb jahren -> eineinhalb Jahren
Berufspraktisches -> berufspraktisches
drei monatigen -> dreimonatigen
anschliessend -> anschließend
Zeugniss -> Zeugnis

Ist alles nichts Weltbewegendes (und vermutlich auch ein paar 
Tippfehler), reicht aber um einen schlechten Eindruck zu hinterlassen.

An der Interpunktion (insb. Kommasetzung) könnte man auch noch feilen, 
aber da habe ich selbst noch Nachholbedarf ;)

>Ein Zeugniss habe ich auf
>jeden Fall erstellen lassen, trägt das was dazu bei, einen guten Job zu
>finden?

Kommt stark auf den Inhalt an. Wichtig ist für deinen zukünftigen 
Arbeitgeber oft auch die Information, in welchen Bereichen du alles 
tätig warst - die Liste sollte im Arbeitszeugnis nach Möglichkeit schön 
lang sein. Ist aber alles relativ.

Autor: Ratgebender Absolvent (Gast)
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@Ratloser Absolvent

Firmen brauchen im Schnitt 1 1/2 - 3 Monate für eine Einladung. 
Innerhalb 1 Woche kommt meist nur eine Bestätigung über den Eingang der 
Unterlagen. Manche Firmen schicken aber auch keine Bestätigung.

Wenn Du jetzt also Zeit hast kannst Du dich ja bewerben. Ich habe es 
nicht getan. Allerdings solltest Du dir für die Bewebrung Zeit nehmen, 
d.h. Bewebrungsfotos machen lassen, Anzug kaufen ( Wenn du nicht schon 5 
hast ), Bewerberbücher wälzen und natürlich anständige Firmen finden.

>Wie sieht es denn aus mit Einstiegsgehälte?

Für absolventen würde ich sagen 38-42€. Das sind übliche spannen.

>Was muss man sagen, wenn man danach in einem Vorstellungsgespäch gefragt >wird?

Ich habe das Gefühl daß bei großen nicht oft gefragt wird. Oft gibts 
Tarife, Trainneprogramme oder im öffentlichen Dienst BAT/TvÖD vorgaben.
Oft fangen die dann an: 'Wir zahlen soviel nach ...'

>Ein Zeugniss habe ich auf jeden Fall erstellen lassen, trägt das was >dazu bei, 
einen guten Job zu finden?

Einfach mal in die Bewerbung legen würde ich sagen. Die einen 
interessiert es die anderen nicht.

Autor: Gast2 (Gast)
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Ich empfehle dazu die Lektuere von H.Mell in den VDI-nachrichten.
Gibt es auch als Buch gesammelt.

Gast2

Autor: Henrik (Gast)
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Für mich sind Konzerne / Betriebe, die sich erst nach 1,5 Monaten 
bewerben sowieso dick und aufgedunsen. Das Arbeiten würde mir persönlich 
dort keinen Spaß machen. In meinen Augen:
Will man Paragrafenreiter und Dinge für die Massenproduktion schaffen: 
Großer Konzern.
Ist man aktiv und will Action -> Kleinerer Betrieb

Wobei ich auch immer wieder betone, dass eine Probezeit nicht nur für 
den Arbeitgeber gut ist, sondern auch für den Arbeitnehmer. Gefällt die 
Arbeit nicht, sollte man schnellstens wieder raus.

Autor: TechInfo (Gast)
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>Für absolventen würde ich sagen 38-42€. Das sind übliche spannen.

In der Probezeit gibt es aber oft einen Abschlag. Dass spätere Gehalt 
wird entweder vor Dienstantritt festgelegt oder kurz vor dem Ende der 
Probezeit neu verhandelt (v.a. bei kleineren Firmen).

Ansonsten kannst du ruhig schon anfangen mit den Bewerbungen. Bis du 
dein Diplom in der Tasche hast, wirst du wahrscheinlich eh noch keine 
Einladung haben, das dauert. Solltest dir aber Zeit nehmen dafür, nicht 
auf die schnelle irgendwas runterschreiben. Im Internet gibt's genügend 
Tipps für die Unterlagen und das Vorstellungsgespräch. Einfach mal 
googeln.

Und ob kleiner Betrieb oder Weltkonzern liegt an dir - wenn dir beides 
Recht ist, einfach überall bewerben wo du dir vorstellen könntest zu 
arbeiten. Umso mehr Auswahl hast du dann evtl. später wenn du dich 
entscheiden musst.

Autor: Bruno (Gast)
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Ich finde das Zeugnis sehr wichtig. Wenn es gut ist. Auf jeden Fall 
beilegen. Im Netz findet man auch Übersetzungen für ein Zeugnis. Das 
hört sich ja prima an, aber was das zu heißen hat steht auf einem 
anderen Blatt.

Autor: Paul (Gast)
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> Als Absolvent bewirbt man sich bei Firmen, die auch Absolventen suchen.

Na dann nenne mal Firmen, die wirklich Absolventen suchen!

Autor: Mousse-T (Gast)
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Also ich werde mich auch dort bewerben wo nicht ausdrücklich Absolventen 
gesucht werden... Einfach mal probieren...

Autor: Lötkünstler (Gast)
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Schau erst mal in die Tageszeitung und bei der Arbeitsagentur.de rein
über Google kannst du dir auch schon ein paar Stellenangebote anschauen.
Wenn du dir ein sicheres Auftreten zutraus kannste bei den Zielfirmen
anrufen, dich erkundigen und auf diesem Weg herausfinden ob die dir was
anbieten können. Nicht die Bewerbungsmappe unter den Arm klemmen und die
Firmen abklappern. Das wird wie Betteln gesehen und hat in der Regel 
wenig
Erfolg. Erst wenn die sagen das sie dein Bewerbung sehen wollen, dann 
kannste
auch Eine verschicken oder du bringts die (sofern in der Nähe) die 
persönlich
vorbei (kleine Notiz beigeben "Abgabe im Hause") So einen kleinen Trick
macht bei denen manchmal großen Eindruck. Übrigens kann man sich auch 
per E-Mail bewerben, aber der Datenanhang sollte nicht größer als 2MB 
sein.
Wenn du keine Einladungen bekommst, mach über die Arbeitsagentur ein 
Bewerbertraining um dir den richtigen Schliff verpassen zu lassen.
Über Gehälter kannst du dich auf Gehaltrechner.de informieren, ist aber
sehr stark abhängig vom Betrieb. Attraktiv sind tarifgebundene Betriebe.
Da bekommste ein Grundgehalt und nach zwei Jahren ein höheres 
Richtgehalt
und zwischendurch kannste eine Erhöhung noch extra verlangen wenn du gut 
bist.


Lötkünstler

<Mit der Lizenz zum löten>

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Paul wrote:
>> Als Absolvent bewirbt man sich bei Firmen, die auch Absolventen suchen.
>
> Na dann nenne mal Firmen, die wirklich Absolventen suchen!

Wir suchen z.B. fast staendig welche. Qualifiziert sollten sie halt sein 
oder zumindest motiviert, sich in die entsprechenden Themengebiete 
einzuarbeiten.

Autor: Gast (Gast)
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> Wir suchen z.B. fast staendig welche.

Wer ist wir? Und wieviele sucht ihr?

> zumindest motiviert, sich in die entsprechenden Themengebiete
> einzuarbeiten.

Das ist ja klar.

Autor: Gerrit (Gast)
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10 Tage von E-Mail Bewerbung bis Arbeitsvertrag vom Vorstand 
unterschrieben bei mir zu Hause auf dem Tisch!!! Soviel dazu

Dazwischen: Telefonat mit Abteilungsleiter, Telefonat mit 
Personalleitung, Vorstellungsgespräch mit mündlicher Zusage

Autor: Gast (Gast)
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>Ist alles nichts Weltbewegendes (und vermutlich auch ein paar
>Tippfehler), reicht aber um einen schlechten Eindruck zu hinterlassen.

Laut diverser "Experten"-Meinungen hier, wird das total überwerte und 
ist nicht wichtig.

Autor: Lötkünstler (Gast)
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>Laut diverser "Experten"-Meinungen hier, wird das total überwerte und
>ist nicht wichtig.

>>Experten-Meinung?
Du hast es grad nötig.Erfahrung, nur Erfahrung...

>>...überwerte ...

statt "überbewertet" hätte ich so einen Fehler von Dir nicht erwartet.

Also in Zukunft nicht über Andere herziehen, sondern wohlwollende Hilfe
anbieten. Die wird dann bestimmt auch gern angenommen.

Nobody is perfect

Lötkünstler

<Mit der Lizenz zum löten>

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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>Laut diverser "Experten"-Meinungen hier, wird das total überwerte und
>ist nicht wichtig.

Weshalb habe ich meine Äußerung wohl relativiert?

Spätestens wenn ich mich zwischen zwei sonst gleichwertigen Bewerbern 
entscheiden muss, lege ich sehr wohl Wert auf die Beherrschung der 
deutschen Sprache in Wort und Schrift.

Ich bin vom Gesetzgeber ja schon weitgehend dazu verpflichtet meine 
Einstellungskriterien im Vorfeld festzulegen. Da wäre ich schön blöd, 
wenn ich auf diese Eigenschaften verzichten würde.

Die Leute müssen zumindest in der Lage sein mit Kunden per E-Mail zu 
kommunizieren, ohne einen schlechten Eindruck zu hinterlassen.

Auch Dokumentationen entstehen nicht automatisch - aber vielleicht 
werden die ja auch überbewertet...

Mir ist schon klar, dass die Leute eher basteln, löten, frickeln wollen 
- geht mir nicht anders - aber das reicht halt nicht.

>10 Tage von E-Mail Bewerbung bis Arbeitsvertrag vom Vorstand
>unterschrieben bei mir zu Hause auf dem Tisch!!! Soviel dazu
3 Wochen über Bewerbungen informiert und Arbeitsproben angefertigt.
1. Tag Online-Bewerbung
2. Tag Rückruf und Einladung
3. Tag Bewerbungsgespräch mit mündlicher Zusage
4. Tag Vertragsunterzeichnung
Das Arbeitszeugnis hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Kann mich nicht beschweren...

Autor: Gast (Gast)
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>Mir ist schon klar, dass die Leute eher basteln, löten, frickeln wollen
>- geht mir nicht anders - aber das reicht halt nicht.

Hier herrscht aber vorzugsweise die Meinung, dass eine gute Einstellung 
des Bewerbers völlig ausreichend ist. Auf formale Dinge, die nichts zur 
Tätigkeit beitragen, wird kein Wert gelegt. Dazu zählen Äußeres und eben 
die Bewerbungsunterlagen. Wenn eine Ablehnung kommt und das ohne 
Begründung, schreit man gleich nach einem BGH-Urteil, anstatt mal in 
sich zu gehen und nachzudenken.

Professionelle Bewerbungshilfe wird generell abgelehnt, denn eine 
Bewerbung darf ja nichts kosten.

Autor: AC/DC (Gast)
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>anstatt mal in
>sich zu gehen und nachzudenken.

Was willste da groß drüber nachdenken?
Ist doch Schwachsinn. Da würde man sich nur
den Kopf zermartern bis man vollends bekloppt wird.
Habe mehrfach deine Anregung versucht,Effekt sinnlos.
Ich sage, Absagebegründung und fertig, alles andere
funzt net.

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