Hallo
>Denn ich könnte mir vorstellen, dass es enorme rechtliche Hürden gibt,
>wenn du anderen Lebensmittel anbietest.
Nicht nur beim Lebensmittel anbieten. Auch Deine Nachbarn müssen
einverstanden sein.
Deren Gegenargumente reichen von Krach wegen der Benutzer (Automat
nachts abschalten langt nicht, weil die gefrusteten User lauter
rumbrüllen als das Klicken des Automaten tönt) bis zu
hochphilosophischen Begründungen:
"Der Verkauf von Genußmitteln verstößt gegen unsere strengen religiösen
und ethischen (Wahn)vorstellungen" oder "Der Verkauf solcher schreiend
bunten Artikel verstößt gegen unsere anthroposophischen
Ästhetikvorstellungen" und "wird darum in unserer Nachbarschaft nicht
geduldet".
Die Ästhetik- und Religionsschrate am gewinn beteiligen bringt nichts.
einige meinen das tatsächlich ernst, und gehen nicht darauf ein, und
wenn Du alle beteiligen willst, lohnt sich die marge nicht mehr.
Da Kaugummies normalerweise in Plastik und Alufolie gut verpackt
verkauft werden, ist das Lebensmittelrechtlich eher unbedenklich.
>Auf der anderen Seite, wenn man sich mal die Kaugummiautomaten ansieht
>die es noch gibt...Rost soweit das Auge reicht
Ich kannte einen 78 Jährigen, der mehrere Hundert Automaten
(Süßigkeiten/Kondome/Plastikblumen aber KEINE Zigaretten) hatte.
Seine Bank hatt Ihm vorgerechnet, das es sich bei der Marge eher lohnt,
das Geld für eine Modernisierung zu nehmen und sonstwo mittelmäßig gut
anzulegen. Das erklärt den Rost.....Ok, solcher Rat von Bänklingen ist
auch mit Vorsicht zu geniessen, weil Normalsterbliche ohne Beziehungen
kaum die Chance haben Geld mittelmäßig gut anzulegen.
Gezahlt hat er damals pro Automaten Standplatz nichts bis maximal 50 DM
im Monat.
Nichts, weil an einigen Standorten die Grundbesitzer/Pächter durchaus an
der Automatenaufstellung interessiert waren, um den Kunden mehr Komfort
zu bieten, aber gleichzeitig abzusehen war, das es sich vom Umsatz her
fast nicht lohnt.
Schließlich hat er alle Automaten als Schrott verkauft, sich damit eine
Grabstelle gekauft und einen Gärtner auf 20 Jahre zur Grabpflege
verpflichtet. Der Gärtner hat aber nur 2 Jahre gepflegt, dann war er
Pleite.
Wie die Geschichte ausgegangen ist, weiss ich nicht. Ich bin von da
weggezogen. Die Nachbarn......Anthrophosophen und evangelische
Fundamentalisten, könnten vom Nervfaktor Al Quaida durchaus schlagen.
Hansi