Memristor: Das vierte Element neben R, L und C

OP #857018
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Es gibt tatsächlich noch fundamentale Neuerungen, 1971 von Leon Chua 
theoretisch vorhergesagt, nun aber endgültig bewiesen.
Vereinfacht: Ein Widerstand der sich in Abhängigkeit vom Strom ändert 
und sich dies "merkt" und weitreichende Auswirkungen auf die gesamte 
Industrie haben kann.

http://www.eetimes.com/news/latest/showArticle.jhtml?articleID=207403521
http://www.news.com/8301-10784_3-9932054-7.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Memristor
#873787
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Christian T. wrote:
> Verflixt, nun habe ich nach langen Mühen als Nicht-ETechniker endlich
> L,R und C so einigermaßen verstanden und jetzt muss ich umlernen... ;)

Nein, umlernen mußt du nicht. Nur ein neues Schublädchen frei machen und 
mit den L-, R- und C-Schublädchen verlinken ;-)
Gast #875788
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> Ist das ganze denn wirklich so neu ?

Theoretisch vorhergesagt ist er schon lange, praktich hergestellt erst 
jetzt.

> Sowas gibts doch schon laenger, oder ist das was anderes ?

Is was völlig anderes. Der Memristor ist ein passives Bauteil (eben das 
vierte), kein über µC einstellbarer Widerstand
OP #875826
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Benedikt K. wrote:
> Gast wrote:
>
>> Is was völlig anderes. Der Memristor ist ein passives Bauteil (eben das
>> vierte), kein über µC einstellbarer Widerstand
>
> Les dir mal den Link durch, der Rejustor ist auch ein komplett passives
> Bauteil. Von der Funktionsweise sehe ich da eigentlich keinen
> Unterschied.

Der Widerstand wird
http://www.elektroniknet.de/home/bauelemente/fachwissen/uebersicht/passive-bauelemente/widerstaende/widerstand-auf-thermischem-wege-veraenderbar/
wird über die Temperatur eingestellt, letztlich extern "getrimmt".
Der Memristor durch den Stromfluss durch den Memristor.
Gast #875894
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> Les dir mal den Link durch, der Rejustor ist auch ein komplett passives
> Bauteil. Von der Funktionsweise sehe ich da eigentlich keinen
> Unterschied.

Zitat aus dem text:
> Für die Ablaufsteuerung benötigt man deshalb einen Mikroprozessor, der
> auf demselben Chip sitzen oder extern angeschlossen sein kann.

Das ist definitiv nicht das, was ich unter passiv verstehen würde.
Gast #875973
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> Ich sehe immer noch keinen Unterschied zwischen dem Memristor und dem
> Rejustor, beides sind Widerstaende die durch einen Stromimpuls ihren
> Widerstand aendern und behalten.

Der Memristor ist aber mehr als nur ein Widerstand.

Zitat aus http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27831/1.html
------------------------------------------------------------------------ 
--
Dessen [ des Memristors] besondere Eigenschaften offenbaren sich 
allerdings erst in der nichtlinearen Variante - linear bleibt vom 
Memristor ein simpler Widerstand übrig.

Unter einer Wechselspannung ergibt sich für den Memristor allerdings 
eine derart interessante Strom-Spannungs-Kennlinie, dass sich diese mit 
keiner Kombination von Widerständen, Spulen und Kondensatoren nachahmen 
lässt. Sie hat die Form einer frequenzabhängigen Lissajous-Figur.
------------------------------------------------------------------------ 
--
Zitat Ende

Leider ist das Oszi-Bild aus der letztenc´t nicht mit abgebildet , das 
den durch einen Memristor verbogenen Sinus zeigt.
#878071
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Ich verstehe das auch nicht, ein Widerstand dessen Wert sich abhängig 
von seinem Stromfluss ändert? Meinetwegen also quasi ein nichtlinearer 
Widerstand. Aber er soll sich diesen auch noch "merken"? Das ergibt doch 
keinen Sinn sich dier Wert eh ändert sobald man einen Strom 
durchschickt?
Gast #878441
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R/L/C kann ich mir mit Mitteln aus der Bastelkiste selber machen. Dieses 
neue Teil aber nicht, bzw. kann ich die Funktion elektronisch 
nachbilden.
Ich sehe das Teil, aber es ist die Lösung für welches Problem????

guuude

ts
Gast #878731
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War da nicht die Rede davon, daß sich kein Magnetfeld bildet?
Meines Wissens ist die durchflossene Ladung das Kriterium.
Die Einheit ist laut c't Vs/As. Die haben ein Quadrat mit den vier 
Elementen dargestellt.
R: V/A    C: As/V
L: Vs/A   M: Vs/As
Im Prinzip.
Bemerkt wurde auch, daß das Teil natürlich nicht beliebig weit in eine 
Richtung funktioniert - wie jedes reale Bauteil - und man feststellen 
kann, wie schnell in die Übersteuerung gefahren wurde.
Ich denke mal, daß sich die Anwendung schon noch ergibt, falls das 
ausreichend günstig hergestellt werden kann.
Gast #936377
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R, L und C sind doch als "lineare Elemente" bekannt. Also müsste rein 
von der 'Symmetrie' auch der Memristor linear sein. Jetzt weiss man 
auch, dass Systeme aus linearen Elementen, die mit einem Sinus angeregt 
werden, auch mit einem Sinus antworten. Wie lässt sich dann der Output 
des Memristors, nämlich ein verzogener - nicht bloss skalierter und 
verschobener - Sinus, erklären?
Gast #936391
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Moment .. wir müssen das einfach mathematisch betrachten!
Es gibt eine Kennlinie, wie die zustandekommt ist erstmal
egal => Das was man in der Hand hat ist eine Implementierung
und enthält zig Implementierungsdetails .. siehe
verschiedene C Vieher.
Also einfach mal das Ding als ein "System" ansehen,
dass Signale abbildet. Und dann klassifiziren,
ob lineares oder nichtlineares System etc.

Und jetzt lese ich mal die Literatur dazu :)
#937105
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Was ein Aufstand für einen neumodischen Widerstand.   ;-)

Ich habe letztens sogar 2 neue aktive Bauteile erfunden:

Die Unode, eine Diode die nur noch einen Anschluss hat weil der andere 
abgebrochen ist.

Der Monistor, ein Transistor mit nur einem Anschluss weil die anderen 
beiden abgebrochen sind.


;-)))))
Gast #937133
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Dieter Werner schrieb:
> Ich habe letztens sogar 2 neue aktive Bauteile erfunden:

Dann hast du sicher auch den langgesuchten magnetischen Monopol
gefunden, als dir vor Kurzem ein Stabmagnet heruntergefallen und in
der Mitte entzweigebrochen ist ;-)
Gast #937143
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=> yalu

> Dann hast du sicher auch den langgesuchten magnetischen Monopol
> gefunden, als dir vor Kurzem ein Stabmagnet heruntergefallen und in
> der Mitte entzweigebrochen ist ;-)

nee dann hast Du zwei Monopole   :)))))))
Gast #937510
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mr.chip (Gast) schrieb:

>R, L und C sind doch als "lineare Elemente" bekannt. Also müsste rein
>von der 'Symmetrie' auch der Memristor linear sein. Jetzt weiss man
>auch, dass Systeme aus linearen Elementen, die mit einem Sinus angeregt
>werden, auch mit einem Sinus antworten. Wie lässt sich dann der Output
>des Memristors, nämlich ein verzogener - nicht bloss skalierter und
>verschobener - Sinus, erklären?

Wenn du Ahnung von Systemtheorie hättest, wüsstest du dass dieses
Verhalten nur auf lineare, ZEITINVARIANTE Systeme angewendet werden
kann, was beim Memristor eindeutig nicht der Fall ist...

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