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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik USB über LWL


Autor: Seppel (Gast)
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Hallo

Ich möchte USB über LWL übertragen, hat jemand so was mal gemacht? Gegen 
viele Euros kann man so was kaufen, aber da ich mehrere benötige und 
auch knapp bei Kasse bin würde ich gern welche selbst bauen und das 
gleich auf meine Platine Integrieren.

Kann mir jemand nen Tipp geben?

Danke

Seppel

Autor: gast (Gast)
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mit µC die USB daten in irgend ein 1-wire protokoll umwandeln?

Autor: Seppel (Gast)
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Ich möcht eine "USB Verlängerung" mit LWL dazwischen.

Seppel

Autor: Christian R. (supachris)
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Sowas geht nicht einfach so, und selbst zu bauen schon gar nicht. Schau 
mal hier: http://www.hy-line.de/extreme-usb
Da USB ein bidirektieller Bus ist, und nur extrem kurze Reaktionszeiten 
zulässt, gehört da einiges an Know-How und Technik dazu, sowas zu 
machen.

Autor: gast (Gast)
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mit µC die USB daten in irgend ein 1-wire protokoll umwandeln und nach 
dem LWL wieder ins usb protokoll.

wie schnell muss die übertragung denn sein?

hab mal was zu rs232 über lwl gelesen. dann könnte man mit nem ftdi

usb -> rs232 -> lwl -> rs232 -> usb

Autor: Klugscheißer (Gast)
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Christian R hat doch schon alles geschrieben, was man dazu nur sagen 
kann. Aber ich wiederhole es gerne für die Sitzenbleiber:
>>Da USB ein bidirektieller Bus ist, und nur extrem kurze Reaktionszeiten
>>zulässt, gehört da einiges an Know-How und Technik dazu, sowas zu
>>machen.

hy-line hat Patent drauf und dazu gehörte einiges an Forschung und 
Entwicklung. Afaik ist sowas im privaten bereich nicht machbar (auch 
nicht mit "usb -> rs232 -> lwl -> rs232 -> usb").

Autor: gast (Gast)
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wenn er über usb z.b. messdaten versenden möchte geht das sehr wohl mit 
je einem µC an den LWL enden!

USB -> µC -> (halbe stunde warten) -> µC -> USB

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Eine vollständig transparente Busverlängerung wird man mit Hausmitteln 
nicht schaffen. Das würde bedeuten, Datenströme mit ca. 470MBit/s 
bidiraktional zu verarbeiten. Aber vielleicht kan der OP ja mal genauer 
sagen, was er machen möchte und dann kann man die Idee aufs Machbare 
einschränken.

Das Problem ist ja die sehr hohe Datenmenge, wenn man alles machen 
möchte. Geht es jedoch nur um ein relativ langsames Device und ein 
bestimmtes Protokoll, muss man da ansetzen, wo man die Daten in 
handhabbare Pakete zerlegen kann.

Gehen wir mal davon aus, dass ich meine Heizung im Keller mit dem PC im 
Büro überwachen möchte, die Heizung aber ausschließlich über ein 
USB-Interface verfügt. Dann kann ich im Grunde einen USB-Controller ala 
AT90USB1287, der im Host Mode die Heizung als Device akzeptiert, nehmen. 
Er kann dann die Daten über z.B. die Elektor oder Wiki Lösung mit einer 
ISA Netzwerkkarte auf das LAN bringen.
Exakt der gleiche Aufbau ist für den Anschluss an den PC nötig. Hier 
wird der 1287 als Device an den PC angebunden und tut so, als wäre er 
die Heizung, in dem er deren VID/PID simuliert und die Kommunikation auf 
das LAN zur/von der Gegenstelle durchreicht.

Es ist aber ein wenig Reverse-Engineering erforderlich, da man der 
Heizung einen funktionierenden Host vorgaukeln muss und der PC-Software 
ein Device bereit halten muss, dass sich wie das Original verhält.

Es mach bei einem solchen System aber wenig Spaß, z.B. ein Festplatte 
anzubinden. Auch wenn das Mass-Storage-Profil recht einfach in einem 
Controller unterzubringen ist, machen 12Mbit für eine Datensicherung 
nicht viel Spaß, aber schneller als eine Datasette ist es immerhin noch.

Gruß, Ulrich

Autor: gast (Gast)
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@Ulric P.:
genau so ist es.

@Klugscheißer:
Besser selber sitzen bleiben wenn man keine Ahnung hat!

Autor: 3349 (Gast)
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Das Problem sind die sehr kurzen Timeouts der USB Nachrichten. Wenn man 
nun transparent bidirektional USB ueber lange Distanzen haben will, so 
geht das, indem man das erste Retry konsequent in den Dreck gehen laesst 
und die Antwort immer auf das zweite Retry zurueckgibt. Das wird in 
viele Faellen mit FPGA Hardware gemacht.

Autor: Guido Körber (Gast)
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Also erst mal: USB Verlängerungen sind generell problematisch und 
funktionieren nur über Verletzung von Protokolldetails. Mein Rat dazu 
ist die Finger von solchen Dingern zu lassen.

Was funktioniert sind "Remote Hostcontroller", also Lösungen wie sie 
aktuell von KeySpan, Belkin und anderen angeboten werden. Dabei befindet 
sich der USB Host in einem kleinen Server der über Ethernet oder WLAN an 
den Computer angeschlossen wird. Gewissermaßen übernimmt das Ethernet 
dabei die Funktion des lokalen Busses über den sonst der USB 
Hostcontroller mit dem Prozessor verbunden ist.

Autor: gast (Gast)
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Wie sollten auch sonst USB Printserver funktionieren? Und das schon 
länger und ohne hy-line

Autor: Klugscheißer (Gast)
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>> @Klugscheißer:
>> Besser selber sitzen bleiben wenn man keine Ahnung hat!

@ gast: du bist wohl nicht nur ein Mal sitzen geblieben. Ich habe 
geschrieben, dass es im privaten Bereich so gut wie unmöglich ist. Und 
glaub mir ich habe Ahnung wovon ich rede, sonst würde ich nichts 
schreiben. Habe mich für dich sogar hingesetzt und nachgerechnet, dass 
man bei H-Speed USB über die LWL ca. auf 40 Meter kommen würde. Aber die 
Hardware dafür zu bauen, ist eine andere Geschichte. Ich glaube nicht, 
dass der Topic Starter so viel Geld ausgeben möchte.

Autor: gast (Gast)
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@Klugscheisser:
Nicht gleich in die Luft gehen! Beleidigungen helfen niemandem.
Wenn ich dich aber zizieren darf:
 "Afaik ist sowas im privaten bereich nicht machbar"

Tut mir leid, wenn ich dich falsch verstanden habe, aber "nicht machbar" 
ist für mich etwas anderes als "so gut wie unmöglich".

Und selbst bei dem "so gut wie unmöglich" bin ich für den privaten 
Gebrauch anderer Meinung (wenn ich jetzt nur wüsste was übertragen 
werden soll)

Ich habe selber bereits in einem projekt einen usb speicher-stick über 
LAN angeschlossen. Bin mit der Leisung zwar nicht 100%ig zufrieden, aber 
mit nem AT90USB1286 bei 16MHz erträglich.

vielleicht nennt Seppel uns mal sein genaues Anwendungsgebiet bevor wir 
uns zerfleischen.

Autor: Seppel (Gast)
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Hallo

Ich möchte mehrere FTDI 2232 an einen PC anschleißen um µC's, 
Taktgeneratoren... störfest anzubinden. Klar könnte man das über 
SPI,.... machen aber Welches LWL Kabel hat schon 3 Leitungen, 3 LWL 
Leitungen pro SPI, oder noch einen CS Logik,... Thema Kosten,...

Habe mir schon Gedanken darüber gemacht, aber eine USB Buchse im Gehäuse 
wäre eine nette Sache, wäre deutlich handlicher und modularer. Was ich 
mir vorstelle sind die 10m LWL Kabel aus dem Audio Bereich für ein 
langsames USB, die Hammer Datenrate benötige ich nicht. Anwendung ist 
eine Antennen-Rotor Box in die ich noch HF Messequipment einbauen 
möchte, bzw Boxen an einer Antennenanlage. Und da das ganze ordentlich 
HF vertragen soll, LWL.


Seppel

Autor: Christian R. (supachris)
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So wird das nix. Das ist schlicht nur mit der teuren Speziel-Technik von 
Hy-Line möglich. Das USB protokoll ist und bleibt bidirektional, das 
kann man nicht ohne weiteres auf Glas übertragen. Außerdem hast du die 
kurzen reaktionszeiten und schnellen Anstiegszeiten auf den 
Signalleitungen bei USB Full Speed genauso, das ist dann egal.

Du müsstest schon so etwas wie UART zu jedem µC ziehen, dann kommst du 
mit 2 LWL pro Gerät aus. Und diese Toslink-Dinger kosten ja fast nix.

Autor: 3350 (Gast)
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HF vertragen ? Man darf eh die Umgebung nicht mit HF verstrahlen. Es 
gibt da Vorschriften. Eine serielle Schnittstelle waere passend. Bei 
Blitzschlag haben die LWL gewisse Vorteile...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Nimm einen USB-Device-Server mit Ethernet-Anschluss und verbinde diesen 
über eine LWL-Netzwerkstrippe mit Deinem Rechner. Das benötigt zwar 
entsprechende Medienkonverter, aber es ist umsetzbar und läuft so 
stabil, wie USB-Geräte an einem USB-Device-Server halt funktionieren.

USB-Device-Server sind mittlerweile recht günstig zu bekommen, in 
manchen Routern ist so etwas auch integriert (FritzBox 7170 oder 7270 
mit neuer Firmware), auch gibt es Softwarelösungen, die allerdings einen 
zweiten PC voraussetzen.

Autor: Klugscheißer (Gast)
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Wie wäre es z.B mit EIA422 und USART? Da hast du deine gewisse 
Störsicherheit und eine einfache bzw. kostengünstige Umsetzung. Ein paar 
Optokoppler noch dazu und du bist der Boss deiner Übertragung. Aber 
Blitze sollte man vermeiden :)

Autor: Seppel (Gast)
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Hallo

Wie bekomme ich Ethernet auf LWL gewandelt? Und das nicht als 
Schaltschrank, ist ja eine Antenne, Gewicht und Größe Spielen eine 
Rolle.

Ich habe überlegt einen Diff. Opamp zu benutzen und eine Logik zwischen 
rein. Je nach dem wer zu erst sendet darf das "Medium" belegen, der 
andere sieht dann die falsche Info, bzw. die des ersten Senders.

Weiß jemand ob USB Kollissions-behaftet ist? Kennt jemand ein kleinen 
Tutorial zu USB Physical Layer?

Wie kann ich die Schnittstelle auf USB 1.1 limitieren, Autodetect,... 
bei FTDI 2232 ? Die TOSLINK Technik geht ja nur bis 6Mbit oder so.

Seppel


P.S.

Klar muss ich Vorschriften einhalte, aber auf einem großen abgesperrten 
Grundstück mit hohem Mast ist das weniger Kritisch bezüglich Einhaltung 
der Grenzwerte. Die Feldtärke ist in der Antenne viel viel Höher als am 
Boden. Am Boden hätte ich kein Problem.

Autor: ..... (Gast)
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blitzschlag ??

und stromversorgung, ist eh draht.  ??

oder geht die auch über lwl   ??

Autor: Seppel (Gast)
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Hallo

Stomversorung ist kein Problem, das kan man ja entkoppeln, die Leitung 
muss nicht mal ins Haus. Das ist ja gerade das schöne am LWL, kein 
Groundshift, keine Statische Aufladung, keine Probleme mit Störung,....

Seppel

Autor: Sebastian (Gast)
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Stichwort: 100Base-FX. Als "Wandler" können Switches verwendet werden, 
die beide Medien unterstützen, 100Base-T und 100Base-FX. Ist nicht 
übertrieben kostengünstig, aber vielleicht fällt ja was aus dem 
Serverbereich ab, gebraucht oder so.

Wenn es auf Datenrate nicht so ankommt, ist es immer noch einfacher, 
RS232 über Glasfaser zu übertragen. Da gibt es Selbstbaulösungen.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Weiß jemand ob USB Kollissions-behaftet ist? Kennt jemand ein kleinen
> Tutorial zu USB Physical Layer?

USB hat keine Kollisionen, da es genau einen Master gibt, der den 
Datenverkehr steuert. Das ganze ist sehr ausführlich in der 
USB-Spezifikation beschrieben, die man sich unter www.usb.org besorgen 
kann.

> Wie kann ich die Schnittstelle auf USB 1.1 limitieren, Autodetect,...
> bei FTDI 2232 ?

Die FTxxx-Bausteine verwenden alle nur 12 MBit, auch wenn sie das 
USB2.0-Protokoll implementieren.

12 MBit lassen sich einfach erzwingen, indem ein entsprechend alter 
USB-Hub verwendet wird.

Autor: Christian R. (supachris)
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Vergiss es, USB selber auf LWL bringen zu wollen. Das geht so einfach 
nicht. Überleg dir lieber, was du über USB übertragen willst, und setz 
das auf LWL anstatt auf USB um.
USB auf LWL geht nur mit massivem Aufwand, oder denkst du die Hy-Line 
machen den Spartan3 da umsonst auf die Platine?

Das einfachste wäre wie gesagt UART, da musst du 2 LWL Fasern legen. 
Wenn´s unbedingt USB sein muss, wäre Keyspan USB Server mit 100Base FX 
noch eine Möglichkeit, wurde ja aber schon mehrfach angesprochen.

Autor: gast (Gast)
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Würde CAN auf LWL gehen? Eine LWL Bus-Leitung sollte reichen und 
Kollisionen werden auch abgefangen, wenn man auf der Leitung 
gleichzeitig Senden und "Lauschen" kann.  (Natürlich wieder kein 
bidirektionales vollwertiges USB, aber um µCs und Taktgeneratoren zu 
steuern sollte es funktionieren).

Ich kann mich auch irren, da ich mich mit CAN nicht 100%ig auskenne.

Autor: gast (Gast)
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Was passiert, wenn sich zwei lichtimpulse im LWL treffen?

Token Ring wäre auch eine Möglichkeit Kollisionen zu vermeiden um mit 
einer LWL auszukommen.

Ansonsten kann ich Christian R. nur zustimmen. Vergiss USB über LWL!

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Tja, ich wiederhole mich gerne und schließe mich auch den Kollegen an:
USB auf LWL ist mit vertretbarem finaziellen und technischen Aufwand für 
den Hobby-Bereich nicht auf direktem Wege machbar.
Aber, wie auch schon geschrieben, man kann LWL durchaus an USB 
ankoppeln, wenn man das USB-Device als Schnittstelle verwendet und 
lediglich die für das Projekt benötigten Daten über das LWL überträgt.

Es gibt im PKW einige optische Bussysteme, einige Infos dazu habe ich 
auch zu Hause herum liegen. Es gibt fertige Chips, die z.B. MOST an 
einen LWL-Ring anbinden, dazu verwenden sie Opto-Tranceiver von z.B. 
Tyco-AMP. Der Vorteil ist bei diesem Verfahren, dass das ganze über 
preiswerte und dicke Plastikfaser funktioniert und nicht über teure und 
aufwendig zu verarbeitende Glasfaser. Auch ist ein Ring immer besser als 
zwei Einbahnstraßen.
Im MOST ist auch gleich die Paketierung vorgesehen, so dass das 
Gegenstück ein Interface auf mehrere Schnittstellen und Geräte 
darstellen kann.

Vielleicht kann man auch einfach nur bei solchen professionellen 
Bussystemen lernen und auf das notwendige vereinfachen. Also z.B. den 
LWL Tranceiver direkt an einen USART, den mit maximaler Datenrate und 
einem MOD-Bus ähnlichen Protokoll ausstatten. Ist nicht so schnell aber 
sehr viel einfacher, weniger spezielle Chips und leichter zu 
durchschauen.

Das alles sollte recht einfach zu realisieren sein, aber es wird wohl 
darauf hinaus laufen, dass man für seine USB-Ankopplung einen 
Device-Treiber schreiben muss, wenn man die auf der anderen Seite 
angeschlossenen Geräte als einzelne Schnittstellen im PC abbilden will. 
Davon habe ich keine Ahnung, da ich das unter Windows nach durchsicht 
des MSDN einfach nicht machen will und unter Linux noch nicht gemacht 
habe.

Gruß, Ulrich

Autor: die ??? (Gast)
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Gleichzeitiges Aus- und Einkoppeln aus/in die Faser wird das Problem bei 
bidirektionaler Übertragung. Da hast du mit dem TOSLINK-Kram keine 
Chance.

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Er könnte durchaus Toslink nehmen, und damit einen Ring aufbauen. Das 
Toslink Zeug bekommt man im Gegensatz zu den MOST Chips und Tranceivern 
nämlich überall zu kaufen. Der Toslink hat aber den Nachteil, dass er 
'commercial' ist und damit wirft er ein paar Probleme auf: Die 
verfügbaren Fasern sind mit preiswerten Kunststoffen verarbeitet, werden 
also auf dem Dach zu heiß und verformen sich sowohl in der Isolation als 
auch am Stecker. Sie sind zudem in Längen über 5m/10m kaum zu bekommen, 
da man Toslink keine größerenm Übertragungsstrecken nachsagt.
Andererseits ist ein Repeater mit einem 74LVC1G04 auch schnell selbst 
gebaut.

Eine andere Lösung wäre es, sich gleich im Audio-Bereich zu bedienen und 
Audio ADC/DACs mit S/P-DIF zu verwenden. Statt eines ATmega da einen 
AT32 verwenden, die haben I2S Schnittstelle. Niemand schreibt vor, dass 
nur Audio über diese Interfaces übertragen werden dürfen.

Gruß, Ulrich

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Beachte: Audio-ADCs und DACs haben integrierte, digitale Hochpassfilter, 
Gleichspannungen oder Frequenzen unter 20Hz lassen sich damit nicht 
messen/übertragen/wandeln.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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All diese Überlegungen scheitern aber an der grundlegenden Idee, USB 
transparent auf irgendwas anderes umzusetzen.

Das ist, obwohl es nur eine Zweidrahtschnittstelle ist, äußerst 
kompliziert, da eine Richtungserkennung erforderlich ist, und gerade die 
ist so einfach nicht hinzubekommen.

Ein gangbarer und sicherlich auch finanzierbarer Weg ist die Verwendung 
von USB-Deviceservern, die an ein Netzwerk angeschlossen werden. Das ist 
eine etablierte Lösung, die mit den meisten USB-Geräten funktioniert und 
die auch problemlos mittels Medienkonvertern auf ernstgemeinte 
Glasfaserübertragung umgesetzt werden kann.

Der damit verbundene finanzielle Aufwand dürfte bei einer allem Anschein 
nach kommerziellen Anwendung nicht das K.O.-Kriterium sein; wir reden 
hier von gerade mal 500..600 EUR.

Das hier ist ein USB-Device-Server
http://www.digi.com/de/products/usb/anywhereusb.jsp
Vergleichbare Geräte wird man sicherlich auch für weniger als die 
aufgerufenen 300 EUR bekommen.

Ein 100BaseTx-zu-100BaseFx-Konverter ist für etwa 130 EUR zu bekommen: 
http://www.alternate.de/html/product/Netzwerk_Zube...

Oft ist soetwas auch gleich integriert in einen Switch zu bekommen, 
entsprechende Netzwerkkarten gibt es auch.

Autor: pico (Gast)
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>Ich möcht eine "USB Verlängerung" mit LWL dazwischen.

>Seppel

wenn man 2 x lwl nimmt, dürfte dass mit 4 transistoren
und 8 widerständen zu erledigen sein!

warum einfach wenn es kopliziert geht?

gruß pico

Autor: Christian R. (supachris)
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pico wrote:
>>Ich möcht eine "USB Verlängerung" mit LWL dazwischen.
>
>>Seppel
>
> wenn man 2 x lwl nimmt, dürfte dass mit 4 transistoren
> und 8 widerständen zu erledigen sein!
>
> warum einfach wenn es kopliziert geht?
>
> gruß pico

Na freilich. Die Schaltung zeig mir mal, wie du ein bidirektionales 
differenzielles Signal ohne Richtungsinformation mit 4 Transistoren auf 
2 LWL bringst.

[ ] Du weißt, wie USB funktioniert.

Autor: pico (Gast)
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@Christian R

ja

überlegmal

>bidirektionales differenzielles Signal

das entspricht 2 leitungen mit je 2 zuständen rx/tx mit h/l und das
auch noch mit ttl-pegeln!

pico

Autor: pico (Gast)
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ps

ich babe vergessen dich darauf hinzuweisen, das wenn du
die zwei leitungen vom usb anschluss 1:1 auf lwl umsetzt,
dich um das protokoll nicht mehr kümmern mußt!!

pico

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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na pico, dann versuch das mal.
Kannst ja zum Start die LWL weglassen, und dir nur überlegen wie du 4 
Transistoren in die Datenleitungen schalten kannst, so dass du immer 
noch nen USB-Connect hinktiegst.

Autor: Ex Russer (Gast)
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Pico,
USB hat timeouts, nach denen gibt es ein retry. Dieser Timeout ist sehr 
kurz, bei 10m ist so Schluss.

Autor: Christian R. (supachris)
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pico wrote:
> @Christian R
>
> ja
>
> überlegmal
>
>>bidirektionales differenzielles Signal
>
> das entspricht 2 leitungen mit je 2 zuständen rx/tx mit h/l und das
> auch noch mit ttl-pegeln!
>
> pico

Und woher weißt du, ob der Slave gerade in seinem Zeitschlitz was sendet 
oder ob der Host was sendet? Diese Information gibts nur innerhalb der 
USB Transceiver und nicht auf dem Kabel.

Autor: pico (Gast)
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so mein letzer tip :

die gerade emfangende seite ist hochomig (beides eingänge, d+ und d-)
und die sendente umgekehrt.

darüber ist es möglich den bus in der richtung umzuschalten bzw das
signal auf 2 lwl aufzuteilen!

wenns jetzt nicht geklingelt hat, tuts mir leid
pico

Autor: pico (Gast)
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sorry wollte nicht so frech werden, schäm pico

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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Sorry, pico, so einfach ist das nicht.

Einer der beiden Empfänger-Pins wird z.B. nie hochohmig, da hängt ein 
1.5k Pullup nach 3.3V dran. Der Host wertet diesen bei der 
Geräteerkennung aus.

Zu den Problemen bei der Richtungumschaltung etc. kommen wir, sobald du 
dir mal den LowLevel Teil der USB Spec durchgelesen hast.

Aber wenn du eine generische Schaltung hast, mit der sich ein 
Glasfaserkabel wie ein Stück Draht verhält, erleuchte uns doch bitte.

Autor: Guido Körber (Gast)
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Warum haben eigentlich so viele Leute ein Problem damit die Antwort "Das 
geht nicht" zu akzeptieren, obwohl sie selber keine Ahnung von der 
Materie haben?

USB verlängern oder auf LWL umsetzen geht nicht. Es gibt zwar Produkte 
die dies tun, aber die funktionieren nur unter kontrollierten 
Randbedingungen und teilweise mit Leistungsverlust. Das ist durch das 
Protokoll bedingt, das teilweise Zeiten voraussetzt, die sich bei einer 
längeren Leitung alleine aufgrund der Lichtgeschwindigkeit nicht 
einhalten ließen.

Also die Optionen sind einen USB Server zu verwenden (ab ca. 70 Euro zu 
haben), oder eine andere Lösung zu suchen. USB ist kein Installationsbus 
und keine Weitbereichsverbindung. Das sollte man bei der Spezifikation 
eines Systems beachten, wenn ich einen Hammer brauche nehme ich ja auch 
keinen Zollstock.

Autor: pico (Gast)
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@ernst

es gibt eine "generische Schaltung" 8R's und 4T's
pro seite (empfänger, sender).
diese fällt dir auch (wenn wir noch zwei wochen soweiter machen)
von selber ein.

@Guido Körber

>!!Yes, diese hat Randbedingungen

>Warum haben eigentlich so viele Leute ein Problem damit die Antwort "Das
>geht nicht" zu akzeptieren, obwohl sie selber keine Ahnung von der
>Materie haben?

aber keine "Ahnung", habe ich nicht gelesen
pico

Autor: Artur Funk (Gast)
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Wartet doch einfach bis USB 3.0 rauskommt. Der Standard beinhaltet eine 
POF (LWL) als Transfermedium und soll schon dieses Jahr erscheinen. 
Übrigens, das Ganze soll 100% abwärts kompatibel zu Fullspeed und 
Highspeed USB zu ein. Ich bin schon mal gespannt :)

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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@pico:
Es wäre förderlich, wenn Du Deine Behauptungen mit Substanz unterfüttern 
könntest und auf die von Ernst vorgebrachten sachlichen Argumente 
eingehen würdest, die Deine Behauptungen in Frage stellen.

Merkwürdig erscheint mir, daß, wäre es so einfach, das Problem zu lösen, 
es noch keine einzige Implementierung davon gibt. Der gleiche 
Wundermechanismus der Richtungserkennung müsste sich ja auch verwenden 
lassen, um USB auf twisted pair mit gerichteter Übertragung zu 
konvertieren.

Für Full-Speed-USB (12 MBit) gibt es ja durchaus kommerziell verfügbare 
Lösungen, auf http://www.bb-elec.com/product_family.asp?FamilyId=148 
findet sich sogar eine Glasfaserverbindung für nur 200 USD, die aber nur 
10 m überbrücken kann.

Bei 500m ist man mit 700 USD dabei.

Wird aber High-Speed-USB (480 MBit) gefordert, so werden die Geräte 
gleich empfindlich teuer, hier beispielsweise gibts was für 1600 USD 
http://www.gefen.com/kvm/product.jsp?prod_id=4498#buy.

Zwar wird viel überteuerter Mist verkauft, aber ich bezweifle sehr, daß 
hier mit einer Handvoll Widerständen und Transistoren gearbeitet wird.

Autor: Christian R. (supachris)
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Pico scheint nicht zu wissen, wer Guido Koerber ist, und womit er sich 
hauptberuflich beschäftigt ;)

Autor: gast (Gast)
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Vielleicht kommen wir einfach noch einmal auf das Problem zurück, 
anstatt sich hier gegenseitig die Augen auszustechen.

"Ich möchte mehrere FTDI 2232 an einen PC anschleißen um µC's,
Taktgeneratoren... störfest anzubinden."

Das geht über LWL, nur nicht direkt mit einer USB zu LWL Schnittstelle. 
Das werden sich jetzt (fast) alle einig sein und ein freunschaftliches 
Bier trinken gehen

Wie schon mehrfach erwähnt, einfach einen uC als Device an den PC. Daten 
mit uC empfangen und auf LWL senden. Andere uCs können dann über LWL 
empfangen und über UART, i2c .... weiter senden oder direkt selber 
verarbeiten. Das ganze mit nem Token und das ganze sollte in einem 
Überschaubaren Projekt zu machen sein. Token würde ich auf jeden Fall 
empfehlen!

Autor: Guido Körber (Gast)
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@pico: Man kann also mit ein paar diskreten Bauteilen in die 
Vergangenheit reisen?

Autor: Christian R. (supachris)
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Alles was man braucht sind 4 Transistoren, 8 Widerstände, einen 
Flux-Kompensator und 1.21 Mega-Watt Leistung. Fertig ;)

Autor: Gast (Gast)
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Es wird hier immer wieder beschrieben, wie zeitkritisch das ganze per 
USB ist... ich frage mich, wie dann USB-Server funktionieren(?)
(www.usb-server.com)
Ich hab das selbst ma ausprobiert und läuft gut. Aber wenn das USB 
Protokoll mit den Laufzeiten so riesen Probleme hat, wie wird das dann 
da geregelt? Kann man da so was wie nen "Busy" setzen um die gegenseite 
warten zu lassen?

btw: jeweils ein PC zu den USB geräten, dann kannste ja Ethernet per LWL 
machen ;-)

Autor: Guido Körber (Gast)
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Das habe ich weiter oben schon beschrieben: USB Server enthalten den USB 
Hostcontroller. Damit gibt es keine USB Verlängerung, sondern der 
Anschluss des Hostcontrollers an die CPU geschieht halt über Ethernet.

Autor: die ??? (Gast)
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Gast wrote:
> Es wird hier immer wieder beschrieben, wie zeitkritisch das ganze per
> USB ist... ich frage mich, wie dann USB-Server funktionieren

Weil es vermutlich nicht transparent (für den Host) implementiert ist.
Host <-> [USB-Device-Controller <-> Buffer <-> Eth-Controller] 

                                <==>

         {Eth-Controller <-> Buffer <-> USB-Host-Controller} <-> Device

Der Host sieht nur den USB-Device-Controller im []-Converter. Wie der 
das "nach hinten raus" abhandelt ist dem Host egal. Das Protokoll und 
die Geschwindigkeit zwischen [] und {} kann beliebig sein, natürlich mit 
den resultierenden Einschränkungen. Man möge mich korrigieren, es ist 
nur eine Vermutung.  :^)

Autor: Guido Körber (Gast)
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Warum wird hier eigentlich so viel Grütze geschrieben wenn die richtigen 
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