Bei mir hat es funktionoiert das Pad längsseitig unter dem Chip hervor
zu führen, also mit 'Flügeln' zu versehen. Vorverzinnen und mit
Entlötlitze absaugen, so das eine dünne Schicht Zinn aufliegt. Dann
ordentlich Flussmittel darauf und das IC positioniert. Dann die beiden
Flügel in schneller Folge heiß machen und das IC dabei aufdrücken. Da
man bei diesem Verfahren die 10s Heißphase schon recht gut ausnutzt,
sollte man es vor dem Verlöten der restlichen Pinne erst einmal wieder
abkühlen lassen. Wenn man die Arbeitsgänge zügig durchführt, ist die
Fläche für den Chip durch das Vorverzinnen noch recht heiß.
Bei durchkontaktierten Platinen hat man es aber sicherlich einfacher.
Das Fixieren mittels einiger angelöteter Pinne habe ich nicht gemacht,
da ich den Chip gegen den Widerstand der Pinne noch absenken muss, wenn
das darunter liegende Zinn flüssig wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass er
später schief aufliegt ist dann sehr hoch. Es hat sich auch bewährt sich
etwas zu basteln, dass den Chip von oben auf die Platine drückt, einem
aber beide Hände frei läßt. Ich habe es mit so einer billigen '3. Hand'
aus dem Bastelsektor gemacht, aber es gab auch schon Bastelvorschläge
dazu in einschlägigen Zeitschriften, eine Art Elektronik-Schraubzwinge.
Gruß, Ulrich