>Auf einer Schweizer Internetseite habe ich gelesen, dass man beim Kauf
>eines HD-TVs darauf achten soll, dass ein DVB-T Tuner eingebaut ist.
Das heißt nicht zwangsläufig, dass in absehbarer Zeit auch HDTV über
DVB-T empfangbar ist. Zumindest in Deutschland gehe ich nicht davon
aus, da die Inhalte-Anbieter sofort einen Herzinfarkt bekommen, wenn
es um die unverschlüsselte Übertragung von hochauflösenden Inhalten
geht. Ich hoffe ja inständig, dass die EU endlich mal ein sinnvolles
Gesetz verabschiedet und die Grundverschlüsselung verbietet.
Was in der Schweiz geplant ist, weiß ich jedoch nicht. Wurde auf
der Internet-Seite etwas in der Richtung angekündigt? Oft tragen
solche Tipps nur Entwicklungen wie der Einstellung der analogen
Übertragungswege Rechnung, damit der Käufer nicht hinterher
verärgert feststellt, dass er zusätzlich zu seinem schicken
Fernseher noch ein weiteres Gerät, nämlich eine Set-Top-Box,
benötigt.
>Ich hab mir den Philips 47PFL7603D ins Auge gefasst. Der verfügt über
>eine Funktion, um diese Artefakte zu minimieren.
Was dann aber zu Lasten der Bildschärfe geht. Diese Weichzeichner-
Effekte sind etwas, was man eigentlich vermeiden sollte, denn wenn
ich anstatt der Artefakte dafür dann ständig ein weichgezeichnetes
Bild im Stile eines aus den 90ern stammenden Playmate-Videos ertragen
muss, ist das im Endeffekt auch keine HD-Qualität mehr.
>Nö. Andersrum wird ein Schuh draus: die meisten modernen Flachmänner
>haben "Bildverbesserungsprogramme" an Bord - Artefakte bringen diese
>Verfahren aus den Tritt und produzieren so ein noch schlechteres Bild.
Einen Fernseher, bei dem man diese Bildver(schlimm)besserer nicht
deaktivieren kann, damit das Bild möglichst unverfälscht dargestellt
wird, sollte man schnellstmöglich entsorgen. Und häufig wird das Bild
bei starken Artefakten wie gesagt auch einfach extrem Weichgezeichnet.
Entweder habe ich also das unverfälschte Bild und habe stärkere
Artefakte als auf der Röhre, oder aber ich habe diese angeblichen
Bildverbesserer und kann mich entweder über ein total vermurkstes
oder über ein extrem weichgespültes Bild ärgern.
Es sind völlig unzureichende Übergangslösungen, die von den wahren
Problemen der digitalen Videoübertragung ablenken: Es fehlt zunächst
ein Maß, dass diesen prinzipbedingten Problemen der Digitalisierung
Rechnung trägt und eine objetive Bewertbarkeit der Bildqualität
über die reine Auflösung hinaus ermöglicht. In Zukunft wäre ein
Standard wünschenswert, welcher der Komprimierungswut der Betreiber
dieser Übertragungstechniken Grenzen setzt und ein Garant für eine
akzeptable Bildqualität ist. Denn z.B. bei T-Home sieht man bei
AnixeHD sehr häufig Artefakte, diese Bildqualität würde ich persönlich
schon gar nicht mehr als echtes HD bezeichnen, aber der Definition
nach ist es natürlich HD, weil die Auflösung stimmt.