Hallo zusammen!
Ich benötige für eine Experimentierstation verschiedene stabilisierte
Spannungen und möchte dies mit den "beliebten" 78xx und 79xx Reglern
realisieren.
Um Transformatoren einzusparen, hätte ich folgende bizarre Idee:
- 1 Trafo mit zwei Sekundärwicklungen
- Sekundärwicklung 1 mit zwei parallel geschalteten positiven
Regler-Kreisen
- Sekundärwicklung 2 mit zwei parallel geschalteten negativen
Regler-Kreisen
Trafo-Sek(1) => Ladeelko => +15V-Regler-Kreis
I => +12V-Regler-Kreis
Gleichrichter I => 0
I => -12V-Regler-Kreis
Trafo-Sek(2) => Ladeelko => -15V-Regler-Kreis
Kann das funktionieren oder böser Fehler?
Bonusfrage:
Zwischen Pin1 und Pin2 sowie Pin3 und Pin2 der Regler sollen Kerkos
angeschlossen werden. In den allermeisten Schaltbildern werden
100nF-Kerkos verwendet, in den Datenblättern jedoch 330 nF (Pin1-2). Wie
ist das zu erklären?
Freue mich auf jede Antwort und bedanke mich schon im Voraus.
Gruß von Tom
Hallo!
Ich habe eine Prinzipskizze angehängt. Der Schaltplan vom ursprünglich
dualen Netzteil stammt nicht von mir, sondern aus den Weiten des Netzes.
Ich habe nur die zwei äußeren Zweige hinzu kopiert.
Vorgesehen wäre:
+-12V und +-15V, jeweils belastbar bis max. 1 A.
Trafo 2 x 15 V~, 60VA
Gleichrichter B40C5000
Lade-Elkos jeweils 2200 µF
Ausgangs-Elkos max. 220 µF.
Was haltet ihr von diesem Schaltbild? Könnte man dies umsetzen?
Bedanke mich für jede Antwort im Voraus.
Gruß Thomas
Die Schaltung ist soweit in Ordnung, ist sparsam aufgebaut,
Die 220µF sind überflüssig, der Siebelko und die Kerko`s
reichen völlig. Bei der Belastung mußte noch Kühlkörper,
ausreichend dimensioniert, vorsehen und für ausreichende
Leitungsquerschnitte sorgen. Ansonsten kann man die Schaltung
so verwenden. Bitte bei der Konstruktion von mit Netzspannung
versorgten Geräten auf die VDE-Vorschriften achten und
für ausreichend Berührungsschutz sorgen.
Ja, so hatte ich mir es vorgestellt. Prinzipiell geht das so gut. Nur,
wenn du an allen Ausgängen die Maximallast gleichzeitig ziehen willst,
wird es wohl nicht ganz reichen.
Erstens sind die 60VA knapp bemessen, zweitens werden vermutlich die
Eingangsspannungen für die 15V-Regler etwas knapp werden bei Volllast.
Die Ladeelkos sind nach der Faustregel zwar korrekt dimensioniert, aber
eben wegen der 15V würde ich sie größer wählen.
Du hast den Vorteil zweier Wicklungen ja gerade wieder aufgehoben. Nur
eine Sekundärwicklung würde bei dieser Schaltung reichen.
Normalerweise macht man das anders, nämlich die obere Wicklung auf
Diodenbrücke, Elko, positive(r) Regler.
Die untere Wicklung ebenfalls auf eine Diodenbrücke, Elko, negative(r)
Regler.
Hinter den Diodenbrücken die (in Deinem Falle) GND zusammenschalten.
Zeichne Dir in Deinem Falle mal auf, wie der Stromkreis aussieht, wenn
nur die z.B. positve Seite belastet wird, dann erkennst Du auch den
Vorteil der anderen Version.
guude
ts
Hallo,
habe erst jetzt mal wieder nach alten Beiträgen gesucht, deshalb mit
Verspätung.
Den Anhang kann man gefahrlos mit dem Browser öffnen, ist auf einem
Tablet gezeichnet.
Ich denke, dass der niederohmige Gleichstromweg der Vorteil ist, der in
der ersten Schaltung fehlt. Dort geht es nur über die Kondensatoren, die
ja kapazitätsabhängig und lastabhängig auch nicht perfekt symmetrieren.
guude
ts
Habe ich tatsächlich übersehen, und so auch noch nicht gebaut.
Nach meiner PSpice-Simulation geht das ja tatsächlich, und so habe ich
wieder was gelernt.
Danke und guuude
ts
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