Hallo zusammen, vor ein paar Wochen bin ich auf das Forum hier gestoßen. Es macht Spaß hier mitzulesen und zu lernen. Meine Frau und ich werden demnächst umziehen und überlegen, ob der Umziug noch mal in eine Mietwohnung oder schon ein Eigenheim gehen soll. Wir stolpern ab und zu über Häuser um 100.000 - 120.000 Euro (z.B. BJ 1995 oder 2000). Laut Bildern ordentlicher Zustand, aber relativ klein. (4-5 Zimmer, kleiner Garten). Unser Eigenkapital, dass wir mit zusätzlicher Not-Reserve aufbringen könnten beträgt ungefähr 25.000 €. Mein Nettoverdienst (ohne das Gehalt meiner Frau) liegt im Moment bei circa 2500 €. Wir sind dankbar für Anregungen jeglicher Art. Sei es Finanzierungstipps oder Kauftipps allgemein. Kann eine Finanzierung mit den angegebenen Mitteln klappen? Grüße Thorsten
1. Ob sichs lohnt hängt auch vom Mietniveau ab. Wie viel müsstest du an Miete für so ein Haus zahlen? 2. Ein Eigenheim hat den Vorteil, dass es kein Wohngeld etc. gibt sondern du wirklich Herr im Haus bist. 3. Es lohnt sich für den Privatnutzer stets, möglichst viel Eigenkapital einzubringen. 4. Ne Eigenkapitalquote von 25%s sieht doch gut aus. Lass dir ne Finanzierung durchrechnen. Bei mir gings am schnellsten bei der diba. 5. Ne eigene Bude ist natürlich auch vom LEbensgefühl was total anderes. 6. VOR dem Kauf checken, was ggf. bals repariert werden muss. Wenn die Heizungs die grätsche macht, sind schnell 7 oder 8000 Euro fällig.
Hallo Michael, danke für die Antwort. Michael K-punkt schrieb: > 1. Ob sichs lohnt hängt auch vom Mietniveau ab. Wie viel müsstest du an > Miete für so ein Haus zahlen? Ein Haus würden wir nicht mieten, eher eine Wohnung. KM wäre 400 bis 500 €. > 2. Ein Eigenheim hat den Vorteil, dass es kein Wohngeld etc. gibt > sondern du wirklich Herr im Haus bist. Das sehen wir auch so. > 3. Es lohnt sich für den Privatnutzer stets, möglichst viel Eigenkapital > einzubringen. > > 4. Ne Eigenkapitalquote von 25%s sieht doch gut aus. Lass dir ne > Finanzierung durchrechnen. Bei mir gings am schnellsten bei der diba. > 5. Ne eigene Bude ist natürlich auch vom LEbensgefühl was total anderes. > > 6. VOR dem Kauf checken, was ggf. bals repariert werden muss. Wenn die > Heizungs die grätsche macht, sind schnell 7 oder 8000 Euro fällig. Deswegen wollen wir noch ein paar Euros zurückhalten. Danke und Grüße Thorsten
kommt immmer darauf an wieviel geld du zum finanzieren aufbringen kannst. Was die bank dir, gibt welcher zinssatz drauf ist usw. Faustregel ist, dass man mindestens 10% vom kaufpreis als eigenkapital haben muss. Besser wären natürlich 20-30%. Hohl dir doch mal informationen bei den banken ein, was du monatlich zahlen müsstest bei so und so viel kredit. Da solltest du dann aber natürlich noch die nebenkosten mit drauf rechnen. 50-100€ würde ich dann auch nochmal drauflegen, für unerwartete dinge wie z.b. ein heizungsdefekt. Also ein kleiner sparstrumpf fürs haus. Naja, man sollte sich dann auch noch die anderen umlaufenden kosten ausrechnen, z.B. auto und hobby, kippen. Eben alles was monatliche kosten sind. Hast du die beiden punkte zusammen kann man abwägen ob es finanzierbar ist oder nicht. Man sollte so ein projekt auch nur dann angehen wenn es gut finanzierbar ist, nicht sagen ich hör auf zu rauchen, dann hab ich 150€ mehr im monat dann geht es... Du brauchst noch n gutachter, der dir sagen kann ob das haus auch diesen wert hat, wahrscheinlich muss man auch noch gut renovieren (so wäre es zumindest bei uns, wenn man sich ein haus in der preisklasse kauft) maklerkosten kommen dann noch und notarkosten für die eintragung ins grundbuch. Das war es erstmal im groben und ganzen, so aus dem bauch raus würde ich aber sagen mit 2500 euro sollte sowas schon machbar sein. Wenn man dann noch zu zweit ist sollte es eigentlich keine probleme geben. Du musst halt wissen, dass du dann die nächsten jahre zahlst. Umziehen und ähnliches ist dann nicht mehr so ohne weiteres möglich. Interessant wäre vielleicht auch ein haus mit zwei wohnungen? Dann könnte man die zweite vermieten und hätte so gleich noch einen "dritten" kreditbezahler ;)
Thorsten R. schrieb: > Hallo zusammen, > > vor ein paar Wochen bin ich auf das Forum hier gestoßen. Es macht Spaß > hier mitzulesen und zu lernen. Sieht zwar nicht jeder so, aber warum auch Pessimismus verteilen wenn Optimismus viel mehr Spaß macht. > Meine Frau und ich werden demnächst umziehen und überlegen, ob der > Umziug noch mal in eine Mietwohnung oder schon ein Eigenheim gehen soll. Ungefähre Alter und ob ihr Kinder habt/plant wäre vorteilhaft. > Wir stolpern ab und zu über Häuser um 100.000 - 120.000 Euro (z.B. BJ > 1995 oder 2000). Laut Bildern ordentlicher Zustand, aber relativ klein. > (4-5 Zimmer, kleiner Garten). Bei solchen Schnäppchen würde ich die Hütte erst mal begutachten(lassen). > Unser Eigenkapital, dass wir mit zusätzlicher Not-Reserve aufbringen > könnten beträgt ungefähr 25.000 €. Ist doch schon mal was, aber kein angesparter zuteilungsreifer Bausparvertrag, oder ? > Mein Nettoverdienst (ohne das Gehalt meiner Frau) liegt im Moment bei > circa 2500 €. Ist der Job denn sicher und gibts in der Region Alternativen für den Fall der Fälle? Wenn man den Jobs hinterherziehen muss dann wird Eigentum schnell zum Klotz am Bein. > Wir sind dankbar für Anregungen jeglicher Art. Sei es Finanzierungstipps > oder Kauftipps allgemein. Kann eine Finanzierung mit den angegebenen > Mitteln klappen? Unter Berücksichtigung noch zu erwähnender Punkte sehe ich da gute Chancen das die Finanzierung problemlos zu schultern wäre. Je größer der Eigenanteil und Ausschöpfung aller Zuschüsse die es da so gibt, nebs möglichst kurzer Laufzeit für Kredite (z.B. Hypotheken), um so besser. Bei seiner Hausbank kann man Unterlagen, Broschüren und Bauherrnhelfer bekommen mit denen man sich schlau lesen kann. Vieles findet man zwar auch im WWW, aber man muss halt wissen was man sucht um es zu finden. Wenn man mit der Bank in Verhandlungen eintritt, sollte man ruhig den Vertrag vor Abschluss von einem Juristen seines Vertrauens prüfen lassen. Nicht das eine Klausel der Bank erlaubt Kredite an andere Geldgeber abzustoßen und man plötzlich grundlos gepfändet und die Hütte versteigert wird. Also immer hübsch auf Lebenslange (oder für die Vertragsdauer) auf Vertragsbindung mit der Bank achten. Bloß keine Bürgschaften eingehen. Wer bürgt, wird gewürgt. Komischerweise ist das immer noch verbreitet. Auch sollte man Eigenleistungen nach handwerklicher Befähigung realistisch einschätzen. Tapezieren, Fliesen legen und andere einfache Arbeiten. Bei Baubesichtigungen ist es nicht verkehrt auch nach den Nebenkosten, insbesondere der Grundsteuer und sonstigen Abgaben (Straßenreinigung) zu fragen. Auch ob und wann Straße und Kanalisation bezahlt sind kann vor bösen Überraschungen durch die Gemeinde bewahren.
Da waren die 15Minuten schon um. Nachtrag: Ein Kennenlerngespräch mit den zukünftigen Nachbarn kann spätere Probleme vermeiden helfen, sofern man von irgend welche ungewöhnlichen Auffälligkeiten hört. Leider messen die meisten Menschen dem Geld/ Vermögen mehr zu als Zwischenmenschlichkeit und dann gibts Haue.
Thorsten schrob:
>Wir stolpern ab und zu über Häuser um 100.000 - 120.000 Euro
Das können dann aber nur Flachbauten sein....
;-)
MfG Paul
Hallo, unser beider Alter ist 26 und 30. Ein Kind ist unterwegs, ein zweites wird zeitnah nach dem ersten folgen. > Bei solchen Schnäppchen würde ich die Hütte erst mal > begutachten(lassen). Gutachter macht sicher Sinn. Wobei diese "Schnäppchen" wohl durch die kleines Grundstück und Haus zustande kommen. >> Unser Eigenkapital, dass wir mit zusätzlicher Not-Reserve aufbringen >> könnten beträgt ungefähr 25.000 €. > Ist doch schon mal was, aber kein angesparter zuteilungsreifer > Bausparvertrag, oder ? Nicht komplett. 6000 € kommen aus einem zuteilungsreifen Bausparvertrag (kein Kredit). Was ist daran schlecht? >> Mein Nettoverdienst (ohne das Gehalt meiner Frau) liegt im Moment bei >> circa 2500 €. Job ist relativ sicher. Gehalt steigt vermutlich noch ein wenig.
@Michael Mein Humor ist manchmal erklärungsbedürftig: Er stolpert über die Häuser, deshalb nahm ich an, daß sie nicht so hoch sein können, denn dann liefe er dagegen statt darüber zu stolpern. MfG Paul
Ihr seid gemein. In München kriegst du für 100000 ne Garage. Im Norden oder auf dem freien Land oder im Schwarzwald sind dafür schon passable Häuser zu bekommen.
Paul Baumann schrieb: > Mein Humor ist manchmal erklärungsbedürftig: Er stolpert über die > Häuser, deshalb nahm ich an, daß sie nicht so hoch sein können, denn > dann liefe er dagegen statt darüber zu stolpern. Ne, dein Humor ist einfach ätzend, so das du damit mühelos eine Platine herstellen könntest. Michael K-punkt schrieb: > Im Norden oder auf dem freien Land oder im Schwarzwald sind dafür schon > passable Häuser zu bekommen. Wo du dann 20km zum nächsten Bäcker oder Supermarkt brauchts? Schönen Dank. Ne gewisse Infrastruktur, möglichst mit dem Fahrrad erreichbar, sollte schon da sein. Thorsten R. schrieb: > unser beider Alter ist 26 und 30. Ein Kind ist unterwegs, ein zweites > wird zeitnah nach dem ersten folgen. Das ideale Alter sich ums eigene Heim Gedanken zu machen und Baukindergeld (o.ä. sofern es das noch gibt) gibts dann auch noch. >> Bei solchen Schnäppchen würde ich die Hütte erst mal >> begutachten(lassen). > > Gutachter macht sicher Sinn. Wobei diese "Schnäppchen" wohl durch die > kleines Grundstück und Haus zustande kommen. Kleines Haus und Grundstück braucht weniger Aufmerksamkeit und Pflege. Wenn die holde Weiblichkeit nen Palast zu putzen hätte(meinetwegen auch ihr beide) könne man am Ende, gleich wieder von vorn anfangen. Eine Angehörige hat das Problem und möchte was kleineres haben. >>> Unser Eigenkapital, dass wir mit zusätzlicher Not-Reserve aufbringen >>> könnten beträgt ungefähr 25.000 €. >> Ist doch schon mal was, aber kein angesparter zuteilungsreifer >> Bausparvertrag, oder ? > > Nicht komplett. 6000 € kommen aus einem zuteilungsreifen Bausparvertrag > (kein Kredit). Was ist daran schlecht? Nichts, ist günstiges Baugeld, wenn man damit alles richtig macht. Wegen der Zuteilung mal euren Makler(o.ä.) fragen wie lang die gilt damit es da keine zeitlichen Probleme mit der restlichen Finanzierung gibt. >>> Mein Nettoverdienst (ohne das Gehalt meiner Frau) liegt im Moment bei >>> circa 2500 €. In der Schwangerschaft fällt das nahe der Niederkunft wohl weg? > Job ist relativ sicher. Gehalt steigt vermutlich noch ein wenig. Naja, das sollte man sich gut überlegen, auch wenn es immer Alternativen (Zweitwohnung, Pendeln etc. gibt). Zumindest ist es kein Fehler sich schon mal schlau zu machen und sich Objekte anzuschauen.
> dass es kein Wohngeld etc. gibt
naja, die im "Wohngeld" enthaltenen Kosten existieren in jedem Falle.
Ob du nun z.B. Wasser- und Abwassergebühren selbst dem Wasserwerk
bezahlst (bei Eigentum), oder diese dem Vermieter gibst, daß der die dem
Wasserwerk bezahlt (bei Miete) ist ziemlich egal und genau der gleiche
Betrag (da der Vermieter da nicht einfach was draufschlagen kann.
Im Gegenteil: Als Vermieter einer Wohnung habe ich Kosten, welche ich
nicht dem Mieter auferlegen kann, z.B. eine Instandhaltungs-Rücklage.
Aber es wäre auch blauäugig, als selbst nutzender Eigentümer nicht eine
gewisse Rücklage zu haben oder zu bilden, wenn mal Reparaturen anstehen.
Die Heizung oder das Wasserrohr geht so oder so kaputt, egal ob ich
Mieter, selbst nutzender Eigentümer oder Vermieter bin.
Wegstaben Verbuchsler schrieb: >> dass es kein Wohngeld etc. gibt > > naja, die im "Wohngeld" enthaltenen Kosten existieren in jedem Falle. > > Ob du nun z.B. Wasser- und Abwassergebühren selbst dem Wasserwerk > bezahlst (bei Eigentum), oder diese dem Vermieter gibst, daß der die dem > Wasserwerk bezahlt (bei Miete) ist ziemlich egal und genau der gleiche > Betrag (da der Vermieter da nicht einfach was draufschlagen kann. > > Im Gegenteil: Als Vermieter einer Wohnung habe ich Kosten, welche ich > nicht dem Mieter auferlegen kann, z.B. eine Instandhaltungs-Rücklage. > Aber es wäre auch blauäugig, als selbst nutzender Eigentümer nicht eine > gewisse Rücklage zu haben oder zu bilden, wenn mal Reparaturen anstehen. > Die Heizung oder das Wasserrohr geht so oder so kaputt, egal ob ich > Mieter, selbst nutzender Eigentümer oder Vermieter bin. Schon klar, aber oft wird das Wohngeld von Aufzugsreparaturrücklagen und Gebäudemanagement-KOsten nach oben getrieben, die man eigentlich nicht braucht, gerade wenn man im EG wohnt. Auch Winterräumedienste werden gerne weggegeben - und erzeugen Kosten, die man nicht hat, wenn man selber den Schnee wegkehrt. Doch dies ist ja vielen viel zu viel ARbeit und dann muss eben ein externer Dienstleister her. Von Reparaturen aufgrund von Vandalismusaktionen anderer Hausbewohner mal ganz abgesehen.
Der Vorteil einer eigenen Huette ist dass man im Scheidungsfall rausfliegt und die Frau drinbleibt, waehrend beide dafuer bezahlen. Im optimalen Fall. Im weniger optimalen Fall darf man alleine fuer die Huette bezahlen, die von der Frau bewohnt wird. :-)
> Autor: Oktal Oschi (Firma: Hmmm) (hacky)
^^^^^
Ich hab's gewusst!
;-)
...
> Aber oft wird das Wohngeld von Aufzugsreparaturrücklagen [ ... ] > nach oben getrieben, die man eigentlich nicht braucht, > gerade wenn man im EG wohnt. hm, ich brauch auch "eigentlich" kein Dach, wenn ich im EG oder bis zur Etage n-1 wohne. Trotzdem muß ich auch dafür zahlen, wenn am Dach was kaputt geht (oder dieses z.B. isoliert werden soll)
Eigenheim hat einige entsacheidende Nachteile: Ihr werd deutlich unflexibler wenn der Job mal gewechselt wird! Ihr werd Eurem Chef gegenüber auch bei Umstrukturierungen und Mehrarbeit in der Firma dann anders gegenüber auftreten... Nur mal so zwei Dinge die man bedenken sollte. Und auch Ehen halten nicht ewig.
Man kann aber erst mal als Kompromiss ein Hauszelt kaufen und drin wohnen üben. ;-) MfG Paul
Mike Strangelove schrieb: > Eigenheim hat einige entsacheidende Nachteile: Ihr werd deutlich > unflexibler wenn der Job mal gewechselt wird! Ihr werd Eurem Chef > gegenüber auch bei Umstrukturierungen und Mehrarbeit in der Firma dann > anders gegenüber auftreten... Verstehe ich nicht. Wieso sollte ich wegen einem Eigenheim anders gegenüber meinem Chef stehen. Ich gebe Dir recht, dass ich dann nicht mehr von heute auf morgen meine Arbeitsstätte 200 km verlagern kann. > Nur mal so zwei Dinge die man bedenken sollte. Und auch Ehen halten > nicht ewig. Naja, jede zweite Ehe wird geschieden. Gut. Aber, wenn wir sind nicht mit dieser Prognose in die Ehe gegangen. Es ist ein Versprechen bis zum Ende. Wie in guten und schlechten Zeiten haben wir uns versprochen. So sollte es sein. Anders brauchen Eheleute ein solches Projekt wohl nicht beginnen.
außerdem heißt eine scheidung ja nicht, dass es hässlich enden wird... du solltest dir die zahlen einfach mal durchrechnen und dann abwägen. Anderst geht es nicht wirklich. Sprich mit den banken usw. Alles mal sammeln durch den kopf gehen lassen. Im prinzip zahlt man ja nicht mehr wie die miete. Vielleicht ein bisschen mehr, das ist so aber dann auch zu verkraften. Größte problem ist einfach, dass man dann verschuldet ist und das für die nächsten 10-20 jahre. Allerdings hat man halt dann auch sein eigenheim. Ein gutes gefühl. Es nervt mich selber auch immer ein wenig wenn ich denke wieder die monatliche miete fällig und gehören tut es mir ja so eigentlich auch nicht und wird es auch nie.
>Im prinzip zahlt man ja nicht mehr wie die Miete.
Oh, doch. Eine eigene Huette heisst die naechsten 20 Jahre kleine
Ferien, denn die Huette sollte spaetestens bis zur Pensionierung
abbezahlt sein. Sonst schaut man eher alt drein, wenn das Einkommen
einbricht...
Die Mieter gehen in der Zwischenzeit nach Mallorca prassen.
Oktal Oschi schrieb: >>Im prinzip zahlt man ja nicht mehr wie die Miete. > > Oh, doch. Eine eigene Huette heisst die naechsten 20 Jahre kleine > Ferien, denn die Huette sollte spaetestens bis zur Pensionierung > abbezahlt sein. Sonst schaut man eher alt drein, wenn das Einkommen > einbricht... > Die Mieter gehen in der Zwischenzeit nach Mallorca prassen. Das es vermutlich teurer sein wird als Miete ist uns klar. Reperaturen, Instandhaltung, etc. Es ist aber für uns doch ein Reparaturen Lebensgefühl zu wissen: Das gehört uns. Ich hoffe auch, dass ich mit Haus ab und zu in den Urlaub kann ;)
wenn du das so ausgelegt hast, dann hast du aber was falsch gemacht. Um den kredit zu bezahlen muss man zwar ein paar einschränkungen machen, aber sollte ein urlaub dann nicht mehr drin sein, dann sind die monatlichen kosten viel zu hoch.
Wegstaben Verbuchsler schrieb: >> Aber oft wird das Wohngeld von Aufzugsreparaturrücklagen [ ... ] >> nach oben getrieben, die man eigentlich nicht braucht, >> gerade wenn man im EG wohnt. > > hm, ich brauch auch "eigentlich" kein Dach, wenn ich im EG oder bis zur > Etage n-1 wohne. Trotzdem muß ich auch dafür zahlen, wenn am Dach was > kaputt geht (oder dieses z.B. isoliert werden soll) Du weißt was ich meine - und es gibt ne Reihe von Musterprozessen, in denen die Erdgeschossler versucht haben (vergeblich natürlich), sich um die Aufzugskosten herumzudrücken. Nur: Wer ne Wohnung kauft muss mit solchen Allgemeinposten rechnen, ob es ihm passt oder nicht.
Michael K-punkt schrieb: > und es gibt ne Reihe von Musterprozessen, in denen die Erdgeschossler > versucht haben (vergeblich natürlich), sich um die Aufzugskosten herumzudrücken Dazu braucht es keines Prozesses, sondern das ist eine Frage der Teilungserklärung. Steht in der drin, daß alle Miteigentümer für den Aufzug aufkommen, dann ist das so - aber es muss nicht so drinstehen, und eine Teilungserklärung kann auch geändert werden, was allerdings nicht einfach ist, denn dem müssen alle Eigentümer zustimmen. Vor dem Kauf einer Wohnung muss man sich halt gut informieren, und dazu gehört es auch, sich die Teilungserklärung genau anzusehen, denn das ist der Vertrag, den man mit den anderen Miteigentümern schließt, bzw. in den man einsteigt. > Auch Winterräumedienste werden gerne weggegeben - und erzeugen Kosten, > die man nicht hat, wenn man selber den Schnee wegkehrt. Doch dies ist ja > vielen viel zu viel ARbeit und dann muss eben ein externer Dienstleister > her. Da spielt noch der Aspekt der abgegebenen Haftung ein Spiel. Rutscht auf dem nicht ausreichend geräumten Weg vor dem Haus jemand aus und braucht deswegen ein neues Hüftgelenk, dann haftet dafür der, der da hätte räumen sollen. Bei großen Mehrfamilienhäusern ist ein sinnvoller und allen zumutbarer Verteilungsschlüssel für das Schneeräumen nur schwer zu finden - gut, in Gegenden, in denen es so etwas wie die Kehrwoche noch gibt (und die keifende Alte, die immer abgebrannte Streichhölzer zu Kontrollzwecken hinter dem Treppengeländer versteckt), da mag das einfacher gehen. > Von Reparaturen aufgrund von Vandalismusaktionen anderer Hausbewohner > mal ganz abgesehen. Die gibt es eher in Häusern mit hohem Vermietungsanteil. Mieter gehen anders mit Wohnungen um, und die Besitzer nicht selbstgenutzten Eigentums wiederum sehen die Kosten fürs Haus anders als selbstnutzende Eigentümer. Letztere sehen den Werterhalt bzw. die Wertverbesserung, erstere wollen so wenig wie möglich ausgeben. Wenn also Eigentumswohnung, dann tunlichst in einem Haus mit hohem Selbstnutzungsanteil.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Michael K-punkt schrieb: >> und es gibt ne Reihe von Musterprozessen, in denen die Erdgeschossler >> versucht haben (vergeblich natürlich), sich um die Aufzugskosten herumzudrücken > > Dazu braucht es keines Prozesses, sondern das ist eine Frage der > Teilungserklärung. Ich hab auch nichts anderes behauptet, es gibt da wohl unklare Formulierungen - oder findige Anwälte... > Vor dem Kauf einer Wohnung muss man sich halt gut informieren, und dazu > gehört es auch, sich die Teilungserklärung genau anzusehen, denn das ist > der Vertrag, den man mit den anderen Miteigentümern schließt, bzw. in > den man einsteigt. So ist es, man steigt in nen Vertrag mit anderen Eigentümern ein - und die können im Laufe der Zeit auch noch wechseln. >> Auch Winterräumedienste werden gerne weggegeben - und erzeugen Kosten, >> die man nicht hat, wenn man selber den Schnee wegkehrt. Doch dies ist ja >> vielen viel zu viel ARbeit und dann muss eben ein externer Dienstleister >> her. > > Da spielt noch der Aspekt der abgegebenen Haftung ein Spiel. Rutscht auf > dem nicht ausreichend geräumten Weg vor dem Haus jemand aus und braucht > deswegen ein neues Hüftgelenk, dann haftet dafür der, der da hätte > räumen sollen. Richtig, daher braucht man ne Haftpflichtversicherung - und nen Besen und ne Schneeschaufel sowieso. > Bei großen Mehrfamilienhäusern ist ein sinnvoller und > allen zumutbarer Verteilungsschlüssel für das Schneeräumen nur schwer zu > finden Ist ja genau das was ich sage - un dieser Dienst kostet richtig Kohle, die man als Hausbesitzer sich sparen kann, indem man selber räumt. >> Von Reparaturen aufgrund von Vandalismusaktionen anderer Hausbewohner >> mal ganz abgesehen. > > Die gibt es eher in Häusern mit hohem Vermietungsanteil. Was heißt ier "eher"? Woher soll ich wissen, ob die selbstwohnenden Eigentümer nicht ausziehen und an irgendeinen Mietnomaden vermieten? Auch ein Risiko, gut dass du es ansprichst. > Wenn also Eigentumswohnung, dann tunlichst in einem Haus mit hohem > Selbstnutzungsanteil. Klar, siehe oben.
Rufus Τ. Firefly schrieb: >> und es gibt ne Reihe von Musterprozessen, in denen die Erdgeschossler >> versucht haben (vergeblich natürlich), sich um die Aufzugskosten herumzudrücken Funktioniert aber auch nicht immer. Eine Geschichte aus meinem Umfeld: Mieter und Eigentümer müssen anteilig mal das Treppenhaus säubern. In dem Haus wo ich wohne gibts einen Laden wo die Betreiber(Mieter) im separatem Treppenhaus, einen extra Briefkasten haben und NICHT an der Treppenhausreinigung, da wo die Briefkästen hängen, beteiligt sind. Kann natürlich eine einvernehmliche Regelung sein an der die anderen Eigentümer/Mieter nichts machen können. Das wurde einmal so entschieden und das bleibt wohl auch so. Wie die Gerichte das im Einzelfall beurteilen würden, weiß ich nicht aber ich denke mal das hier das Selbstbestimmungsrecht und die Vertragsfreiheit eines Haupteigentümers höchste Priorität haben. Was vereinzelte Pessimisten hier über Treue der Ehe und wer dann das Haus bekommt, geschrieben haben, mag zutreffen, sollte aber Problem des TO sein und bleiben. Es geht uns nichts an, insbesondere weil es nicht zum Thema gehört. Wenn man da was mit Gütertrennung regeln will soll man zum Notar gehen der einen da sachkundig berät. Damit sollte dieses Thema um Beziehungsangelegenheiten mal hier nicht weiter diskutiert werden, es sei denn der TO wünscht das ausdrücklich. Es geht hier nur um die Anschaffung eines Hauses und wie man das am besten finanziert.
> Was vereinzelte Pessimisten hier über Treue der Ehe und wer dann das > Haus bekommt, geschrieben haben, mag zutreffen, sollte aber Problem > des TO sein und bleiben. Es geht uns nichts an, insbesondere weil > es nicht zum Thema gehört. Wenn man da was mit Gütertrennung regeln > will soll man zum Notar gehen der einen da sachkundig berät. Damit > sollte dieses Thema um Beziehungsangelegenheiten mal hier nicht weiter > diskutiert werden, es sei denn der TO wünscht das ausdrücklich. > Es geht hier nur um die Anschaffung eines Hauses und wie man das > am besten finanziert. Ich denke mit TO bin ich gemeint. Aber wofür steht TO? Gütertrnnung, Ehe und Co. sollen hier eigentlich nicht Gegenstand sein. Grüße Thorsten
Gute Idee! Wie viel Haus kann man sich leisten: 1. Maximal erträgliche Miete ermitteln (kalt) 2. Dieser Betrag steht monatlich für Zinsen und Tilgung zur Verfügung. 3. Mit dieser Zahl kann man in online-Rechnern ausloten, was geht. Oder man geht zu einer Bank und lässt sich das vorrechnen. 4. Alternativ besorgt man sich die Formeln für Annuitäten-Darlehen und rechnet es aus. 5. Alternativ setzt man ne Excel-Tabelle auf und rechnet es Monat für Monat aus. 6. Finanzierungsangebote VERGLEICHEN und mal ausrechnen, was man für 100.000 Euro Kredit ingesamt abbezahlt.
Thorsten R. schrieb: > Aber wofür steht TO? TO=Threadopener Michael K-punkt schrieb: > Oder > man geht zu einer Bank und lässt sich das vorrechnen. Aber möglichst Anonym vergleichen weil jedes Angebot sonst bei der Schufa registriert wird und irgend so einen doofen Score verändert und sich dann auch die Angebote der Banken verschlechtern bis zur Totalverweigerung. Darüber wurde mal vor längerer Zeit in Wiso berichtet. Ob es heute noch so gehandhabt wird kann ich nicht sagen, aber ich wollte es zur Vorsicht mal erwähnen.
Michael K-punkt schrieb: > 1. Maximal erträgliche Miete ermitteln (kalt) > 2. Dieser Betrag steht monatlich für Zinsen und Tilgung zur Verfügung. Als Mieter hat man Planungssicherheit. Die Miete wird sich maximal im gesetzlich zugelassenen Rahmen erhöhen, ansonsten gibt es praktisch kein Risiko. Als Hausbesitzer muß man immer mit außerplanmäßigen Kosten rechnen. Nicht nur mit Reparaturen am eigenen Haus, sondern auch mit anteiligen Beträgen für Bauarbeiten an den angrenzenden Straßen/Wegen. Genau wie bei Monopoly "Sie werden zu Straßenausbesserungsarbeiten herangezogen". Da werden u.U. auf einen Schlag mehrere 10.000€ fällig. Ein Kunde von mir durfte vor zwei Jahren 45.000€ abdocken, weil aufgrund einer Eurokraten-Richtlinie neue Abwasserkanäle gebaut werden mußten. Wenn die Kalkulation sowieso schon knapp gefaßt ist, dann wird der Traum vom Haus schnell zum Alptraum. Man sollte besser mit Faktor 1,5 rechnen, alles andere ist naiv.
Thorsten R. schrieb: > Mein Nettoverdienst (ohne das Gehalt meiner Frau) liegt im Moment bei > circa 2500 €. Ohne Kinder? Kauf dir ein Haus, und du hast am Wochenende so viel zu tun, dass du nicht mehr zum Geldausgeben kommst... ;-) Icke ®. schrieb: > Als Mieter hat man Planungssicherheit. Die Miete wird sich maximal im > gesetzlich zugelassenen Rahmen erhöhen, ansonsten gibt es praktisch kein > Risiko. Als Hausbesitzer muß man immer mit außerplanmäßigen Kosten > rechnen. Nein. Man muß nur damit rechnen, dass da was kommen könnte. Und was meinst du, macht der Vermieter? Macht der einen Sozialclub auf, der die ganzen Kosten trägt? Der fördert dich quasi dafür, dass du in seiner Wohnung lebst? Nein, der will sein Geld wieder sehen. Und mit einer entsprechenden Filterkurve drückst du das dann incl. Überschwinger ab. > Nicht nur mit Reparaturen am eigenen Haus, sondern auch mit > anteiligen Beträgen für Bauarbeiten an den angrenzenden Straßen/Wegen. > Genau wie bei Monopoly "Sie werden zu Straßenausbesserungsarbeiten > herangezogen". Da werden u.U. auf einen Schlag mehrere 10.000€ fällig. Sooo einfach geht das nicht. > Ein Kunde von mir durfte vor zwei Jahren 45.000€ abdocken, weil aufgrund > einer Eurokraten-Richtlinie neue Abwasserkanäle gebaut werden mußten. Hast du die Rechnung gesehen? Wie groß ist das Grundstück? Wie weit draußen ist der?
Lothar Miller schrieb: >> Nicht nur mit Reparaturen am eigenen Haus, sondern auch mit >> anteiligen Beträgen für Bauarbeiten an den angrenzenden Straßen/Wegen. >> Genau wie bei Monopoly "Sie werden zu Straßenausbesserungsarbeiten >> herangezogen". Da werden u.U. auf einen Schlag mehrere 10.000€ fällig. > Sooo einfach geht das nicht. Doch, das geht leider so einfach. >> Ein Kunde von mir durfte vor zwei Jahren 45.000€ abdocken, weil aufgrund >> einer Eurokraten-Richtlinie neue Abwasserkanäle gebaut werden mußten. > Hast du die Rechnung gesehen? > Wie groß ist das Grundstück? > Wie weit draußen ist der? Das spielt keine Rolle. Grenzt Dein Grundstück an die entsprechende Straße, dann zahlst Du bei Sanierungsarbeiten (Straßenbelag, neue Verrohrung etc.) anteilig. Mittlerweile schon mehrfach im Bekanntenkreis erlebt. Wer da nicht vorgesorgt hat, dem geht ganz schnell die Luft aus. Chris D.
Lothar Miller schrieb: > Nein. Man muß nur damit rechnen, dass da was kommen könnte. Sag ich doch. Und besser zuviel, als zu wenig. > meinst du, macht der Vermieter? Macht der einen Sozialclub auf, der die > ganzen Kosten trägt? Der fördert dich quasi dafür, dass du in seiner > Wohnung lebst? Nein, der will sein Geld wieder sehen. Instandsetzungskosten, auch unvorhersehbare, dürfen nicht auf die Mieter umgelegt werden. Und die Miete an sich darf ebenfalls nur im Rahmen gesetzlicher Regelungen erhöht werden (ortsübliche Vergleichsmiete). Und wenn es mir als Mieter zuviel wird, kann ich mir immer noch eine andere Bleibe suchen. Den Kredit für das Eigenheim wird man aber nicht so ohne weiteres los. > Hast du die Rechnung gesehen? Nein. Aber ich zweifle nicht an seinen Aussagen, zumal wir uns einige Male drüber unterhielten, weil er gegen den Bescheid geklagt (und verloren) hatte. > Wie groß ist das Grundstück? Ca. 8000m². Wird auch gewerblich genutzt. > Sooo einfach geht das nicht. Anscheinend doch. Siehe u.a. http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article4451923/Hausbesitzer-protestieren-gegen-teuren-Strassenbau.html > Wie weit draußen ist der? Mitten im Ort, Grundstück grenzt an die Hauptstraße, wo die Kanäle erneuert wurden.
Icke ®. schrieb: >> Wie groß ist das Grundstück? > Ca. 8000m². Wird auch gewerblich genutzt. Das kann man dann aber auf ein Häuschen mit 4-5 Zimmern auf den üblichen 600m² Grundstücken ohne weiteres soweit runterrechnen, dass da noch gerade mal knapp 3k€ übrigbleiben. Und richtig: damit muß man leben. Dafür sollte die Straße die nächsten paar Jahre dann wieder Ruhe geben. Da kannst du mit ca. 20 Jahren rechnen. Dann sind die Kanäle wieder marode und die Straße kaputt. Mit ein wenig Glück wohnst du an einer Kreisstraße, dann kostet dich wenigstens das Teeren nichts... ;-) > Instandsetzungskosten, auch unvorhersehbare, dürfen nicht auf die Mieter > umgelegt werden. Trotzdem baut sich der Vermieter (wenn er es richtig macht) nach ein paar Jahren ein weiteres Haus, das er wieder vermietet... Icke ®. schrieb: >> Sooo einfach geht das nicht. > Anscheinend doch. Siehe u.a. > http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article4451...
1 | Mit 10 000 Euro und auch mehr werden Eigenheimbesitzer schon mal |
2 | zur Kasse gebeten. |
Schon mal = Einer... Glaubst du auch an die EHEC-Epedemie, von der die Zeitungen schreiben? ;-)
Thorsten R. schrieb: > Meine Frau und ich werden demnächst umziehen und überlegen, ob der > Umziug noch mal in eine Mietwohnung oder schon ein Eigenheim gehen soll. Innerhalb der Stadt oder komplett in eine andere Gegend? > Wir stolpern ab und zu über Häuser um 100.000 - 120.000 Euro (z.B. BJ > 1995 oder 2000). Die Bausubstanz lässt sich daraus nicht ableiten > Laut Bildern ordentlicher Zustand, aber relativ klein. > (4-5 Zimmer, kleiner Garten). und du bist dir 99% sicher das a. die Nachbarn Ok sind b. die nächsten 20 Jahre kein Arbeitgeberwechsel bevorsteht c. die Hütte nicht irgendwann zu klein wird (wg. Familienplanung etc) > Unser Eigenkapital, dass wir mit zusätzlicher Not-Reserve aufbringen > könnten beträgt ungefähr 25.000 €. Womit dann alle Mittel aufgezehrt wären und in Courtage, Grunderwerbssteuer und Zinszahlung fliessen. > Mein Nettoverdienst (ohne das Gehalt meiner Frau) liegt im Moment bei > circa 2500 €. und mit? > Wir sind dankbar für Anregungen jeglicher Art. Sei es Finanzierungstipps > oder Kauftipps allgemein. Kann eine Finanzierung mit den angegebenen > Mitteln klappen? Ist immer ein Risiko gerade für den Mann, aber das haben ja andere hier beschrieben. Rechnerisch würde ich auf 20 Jahre bilanzieren. Beispielrahmen grob - worst case ohne reale Zahlen. Erwerbskosten des Hauses ca. 200 000 Euro (Kaufpreis, Zinsen Courtagen Steuern) Wertverlust: 100 000 Kauf Abschreibung 30 Jahre ca. 30 000 Restwert (kann man natürlich über Invest in das Haus .anders rechnen, aber das Geld kannst du auch verzinslich zur Bank tragen). 270 000 ./. 20 = 13 500 /a 1.125 Euro / Monat = Nettokaltmiete Risiken (vom Kaufpreis): Kosten für Schnellverkauf bei Umzug, Arbeitgeberpleite etc. 20% Verlust bei Scheidung 60% (1/2 Schnellverkauf + 50% Partneranteil) Erhöhung von Steuern und Abgaben (Staat ist Pleite) ?? Neue Sanierungsgebote des Staates Kapitalbindungsrisiko ?? keine Eigenheimerfahrung (Dach, Grundwasser, Heizung etc) Krankheit Immaterielles Eigenes Heim (zumin am Ende von Zins und Tilgung) ?? Nachbarn Akkzeptanz "fremder" Infrastruktur Das "Kapital" kann dich zum Sklaven machen. Ich würde erstmal Mieten, die und die Gegend kennen lernen statt ins kalte Wasser zu springen. Anschließend auf Erbpacht oder in Insolvenzverfahren suchen
Jens Martin schrieb: > und du bist dir 99% sicher das Was ist denn schon zu 99% sicher? Ach richtig, das Letzte, was so richtig sicher war, das waren die Renten... > 270 000 ./. 20 = 13 500 /a 1.125 Euro / Monat = Nettokaltmiete Für ein ganzes Haus? In 30 Jahren? Mit einem "geteilt durch" fangen Milchmädchenrechnungen an... > a. die Nachbarn Ok sind Das kommt immer darauf an, wer sich da gerade eingemietet hat. Und zum Streiten gehören immer mindestens 2... :-/ Wie gesagt: wenn sich "Vermieten" nicht lohnen würde, würde das keiner machen...
Weiterer Punkt: Wertanlage Das Haus ist irgendwann abbezahlt, dann gibts Grundkosten und Reparaturen. Das Haus hat - wenn nicht grad in der Nähe ein AKW hochgeht - einen gewissen Wert. Bei Miete zahlst Du, dass Du da wohnen darfst. Aber das Geld ist dann auch wech.
Timm Thaler schrieb: > - einen gewissen Wert. Klar, zum um/neuverschulden, ansonsten völlig nutzlos, eher sogar nachteilig weil danach die Grundsteuer berechnet wird. Wenn die Hütte bescheiden bleibt, kann man bescheiden finanzieren und hat wenn man nachher in Rente geht zumindest damit kein Problem.
Lothar Miller schrieb: > Jens Martin schrieb: >> und du bist dir 99% sicher das > Was ist denn schon zu 99% sicher? Nichts > Ach richtig, das Letzte, was so richtig sicher war, das waren die > Renten... Sind Sie heut noch, der Streit geht um die Höhe > >> 270 000 ./. 20 = 13 500 /a 1.125 Euro / Monat = Nettokaltmiete > Für ein ganzes Haus? In 30 Jahren? > Mit einem "geteilt durch" fangen Milchmädchenrechnungen an... Es ist ein Szenario mehr nicht > >> a. die Nachbarn Ok sind > Das kommt immer darauf an, wer sich da gerade eingemietet hat. Und zum > Streiten gehören immer mindestens 2... :-/ Zu allgemein > > > Wie gesagt: > wenn sich "Vermieten" nicht lohnen würde, würde das keiner machen... Es geht um eine selbstbewohnte Immobile die mit wenig Kapital erworben werden soll, nicht um eine Geldanlage wo auch die Abschreibungsmöglichkeiten ganz andere sind. Timm Thaler schrieb: > Weiterer Punkt: Wertanlage Eine selbstbewohnte Immobilie ist nur eingeschränkt eine Wertanlage > > Das Haus ist irgendwann abbezahlt, und irgendwann auch abgeschrieben > dann gibts Grundkosten und > Reparaturen. Dach alle 15, Heizung alle 12, Rohre alle 30 Jahre sind glaub ich so Kennzahlen bei guter! Substanz. > Das Haus hat - wenn nicht grad in der Nähe ein AKW hochgeht > - einen gewissen Wert. Ja wohnen musst du trotzdem. > > Bei Miete zahlst Du, dass Du da wohnen darfst. Aber das Geld ist dann > auch wech. Der ThreadOpener hat die Frage Miete -> Kauf in einem konkreten Fall gestellt, ich habe versucht ein paar Überlegungen beigetragen.
Eigenes Häuschen abzahlen, energetisch minimieren (Solarthermie, Wärmepumpe, Dach dicht machen, Fenster und Wanddämmung), dann hast du im Rentenalter minimale Kosten und ein schönes Eigenheim. Miete ist in dem Moment weg, in dem du sie bezahlst. Das Haus hat immer einen Gegenwert, auch wenn noch Schulden drauf sind. Im schlimmsten Fall (kannst nicht mehr zahlen) wird's verkauft und du kannst immer noch mal anfangen, oder Miete zahlen. Also kannst du nichts verlieren, mit einem Eigenheim.
Thilo M. schrieb: > Miete ist in dem Moment weg, in dem du sie bezahlst. Die Zinsen aber auch, und schau dir mal so eine Amortisationsreihe an. Die ersten Jahre zahlst du ausschließlich an die Bank > Das Haus hat immer einen Gegenwert, auch wenn noch Schulden drauf sind. Klar, sonst kriegste auch keine Hypothek, aber die Kiste kostet und verfällt "on the long run" > Im schlimmsten Fall (kannst nicht mehr zahlen) wird's verkauft und du > kannst immer noch mal anfangen, Hast also nichts während du bei der Mietswohnung noch zwei vermietete Eigentumswohnungen abbezahlt hast (vorsicht Ironie) > oder Miete zahlen. Oder eben gleich > Also kannst du nichts > verlieren, mit einem Eigenheim. Außer deiner Freiheit deiner Sorglosigkeit deine Urlauben deiner Mobilität und deinem Haus (wenn es schlecht läuft und bei der Scheidungsrate kanne es schlecht laufen). Aber ein jeder sollte es selbst wissen. Wat den een sien Uhl, is den annern sien Nachtigal wie man weit weg vom Häuslebauer Ländle so sagt.
Thilo M. schrieb: > Eigenes Häuschen abzahlen, energetisch minimieren (Solarthermie, > Wärmepumpe, Dach dicht machen, Fenster und Wanddämmung), dann hast du im > Rentenalter minimale Kosten und ein schönes Eigenheim. > > Miete ist in dem Moment weg, in dem du sie bezahlst. > Das Haus hat immer einen Gegenwert, auch wenn noch Schulden drauf sind. > Im schlimmsten Fall (kannst nicht mehr zahlen) wird's verkauft und du > kannst immer noch mal anfangen, oder Miete zahlen. Also kannst du nichts > verlieren, mit einem Eigenheim. Bis auf die meist nicht unerhebliche Differenz zwischen gezahltem und erhaltenem Geld bei einem Verkauf aus Geldnot heraus. Von den schlaflosen Nächten und der sonstigen seelischen Belastung durch die Verschuldung mal ganz abgesehen - das ist in meinen Augen unbezahlbar. Und man ist auch örtlich an das Haus gebunden. Trotzdem lebe ich natürlich lieber im eigenen Heim - auch wenn es nicht günstiger ist. Vielleicht noch ein kleines Appartment in Köln und Hamburg für's Wochenende - das wär schon nett ;-) Chris D.
Jens Martin schrieb: >> Im schlimmsten Fall (kannst nicht mehr zahlen) wird's verkauft und du >> kannst immer noch mal anfangen, Den Wert bestimmt aber die Bank die Verwertungsprivilegien hat und wenn es ganz dumm läuft deckt der Erlös nicht die Schulden. Jens Martin schrieb: > Sind das nicht "Peanuts"? An sich schon, wenn die Politik nicht noch nen Rappel bekommt und an der Immobilienbesteuerung dreht. Wurde gelegentlich hier und da mal gefordert.
Oktal Oschi schrieb: >>Im prinzip zahlt man ja nicht mehr wie die Miete. > > Oh, doch. Eine eigene Huette heisst die naechsten 20 Jahre kleine > Ferien, denn die Huette sollte spaetestens bis zur Pensionierung > abbezahlt sein. Sonst schaut man eher alt drein, wenn das Einkommen > einbricht... > Die Mieter gehen in der Zwischenzeit nach Mallorca prassen. Das hört man häufig von der Pro-Mietewohnungsfraktion. Doch meiner Meinung nach werden da häufig Äpfel mit Birnen verglichen. Sprich da vergleicht man die Miete von einer kleinen Wohnung in dem Mehrfamilienhaus mit nem Einfamilienhaus in Alleinlage. Meiner Meinung nach sollte man sich immer unabhängig davon ob man was Mieten oder Kaufen will immer als erstes überlegen wieviel Geld monatlich fürs Wohnen zur Verfügung steht und wieviel Kapital vorhanden ist. Und dann muss man einfach vergleichbare Objekte gegeneinander abwägen. Wenn die Miete (warm) deutlich günstiger ist wie die Tilgungsraten (+ Unterhaltskosten), dann sollte man wohl doch zur Mietvariante greifen. Man muss hier aber immer noch im Hinterkopf behalten, dass man bei Eigentum irgendwann nur noch die Unterhaltskosten hat, die Miete muss man hingegen sein ganzen Leben lang bezahlen. Wenn aber Miete und Tilgungsraten auf einem änlichen Niveau liegen, dann würde ich immer zum Eigentum raten. Denn das Geld das man in ein Eigenheim investiert geht nicht vollständig verloren, von der Miete hingegen sieht man niemals mehr was wieder. Und man muss noch entscheiden wie man Leben möchte. Für mich ist das Leben in einem Eigenheim ohne andere Parteien im Haus ein ganz anderes Lebensgefühl. Man kann am Haus so ziemlich machen was man will und muss nicht immer erst den Vermieter um Erlaubnis fragen. Auch kann man in der Regel mehr Krach machen usw. Beim Kauf eines Eigenheims gilt übrigens die Devise, jeder Euro den man am Anfang mehr an Kapital mitbringt, macht sich deutlich positiv (absenkend) bei den Tilgungsraten bemerkbar. Da kann es manchmal durchaus Sinn machen mit dem Kauf noch nen Jahr zu warten und in diesem Jahr zu versuchen möglichst viel Geld an die Seite zu legen. Gruß Tobias
Lothar Miller schrieb: > Das kann man dann aber auf ein Häuschen mit 4-5 Zimmern auf den üblichen > 600m² Grundstücken ohne weiteres soweit runterrechnen, dass da noch > gerade mal knapp 3k€ übrigbleiben. Pauschal kann man da gar nix rechnen. Es kommt schon mal auf die Art der Straße an, mit wieviel % der Anlieger dabei ist. Dann wieviele Etagen das Haus hat, wieviele Anlieger sich die Kosten teilen und wieviele Kosten überhaupt anfallen. Ein paar Schlaglöcher aufzufüllen, kostet nicht die Welt. Ein kompletter Neubau, vielleicht noch mit Erneuerung der Kanäle, Rohre und Leitungen, kann dagegen schon in die Millionen gehen. > Trotzdem baut sich der Vermieter (wenn er es richtig macht) nach ein > paar Jahren ein weiteres Haus, das er wieder vermietet... Da spricht nichts gegen. Vermieter sind auch Unternehmer und wollen Geld verdienen. Solange sie keine Wuchermieten verlangen (was durch die Gesetzeslage sowieso unterbunden wird), ist das OK. Die andere Seite ist das unternehmerische Risiko. Wird das Haus, z.B. durch Naturkatastrophen, beschädigt, muß der Vermieter auch die gesamten Reparaturkosten aufbringen. Im übrigen gibt es auch sogenannte Wohnungsbaugesellschaften, die nicht gewinnorientiert arbeiten. Du zahlst bei Eintritt einen Anteil (meist ein paar 1000€) und profitierst von deutlich geringeren Mieten (genau heißt es "Nutzungsgebühr", da man quasi Miteigentümer ist). Bei uns hier liegt die Nutzungsgebühr bei etwa 2/3 der Miete in vergleichbaren Wohnungen. Der Anteil macht sich also schnell bezahlt und wird außerdem bei Austritt zeitverzögert zurückerstattet. > Glaubst du auch an die EHEC-Epedemie, von der die Zeitungen schreiben? > ;-) Hat zwar nix mit dem Thema zu tun, aber die bisher 22 Toten sind eine Tatsache.
Bei den ganzen Vergleichen ist wohl unzweifelhaft, dass ein Vermieter vom Mieter die Kosten für die Wohnung plus einem gewissen Gewinn bekommt. Von daher ist mieten teurer, als wenn einem die Wohnung gehört, sonst würde der Vermieter Verlust machen. Das mag es zwar geben, aber die Regel ist es wohl nicht. Ansonsten fand ich es als Mieter unglaublich nervend, wenn der Vermieter irgendwelche Renovierungen etc. vornahm. In einem extremen Fall hatte ich die Wohnung gerade renoviert, die wurde dann verkauft und der Erwerber hat dann erstmal eine Grundsanierung (neue Fenster, neue Elektrik, neue Wasserleitungen) vorgenommen mit wochenlangem Dreck zum ungünstigsten Zeitpunkt, nachher wurde dann auch noch die Miete erhöht und die Tapeten, die dann in der Wohnung waren, waren um Welten schlechter als die, die ich tapeziert hatte. Man kann dann zwar ausziehen, aber so ein Umzug ist auch alles andere als umsonst. ebenso wie ein Kampf um die Miete vor Gericht. Letztlich bin ich heilfroh, dass ich ein Haus gekauft habe. Es werden die Renovierungen vorgenommen, die ich möchte, zu dem Preis und den Konditionen die ich vereinbare zu dem Zeitpunkt, den ich für richtig halte. Die Bude gefällt mir so langsam richtig gut, es sind überall die Armaturen, Böden, Keramik etc. drin, die ich mag und ich muss keine Angst haben, dass alles aufzugeben, nur weil irgendwer meint, tolle Investitionen tun zu müssen oder eine Bude für irgendwelche angeheirateten Verwandten zu brauchen. Gruss Axel
Axel Laufenberg schrieb: > Von daher ist mieten teurer, als wenn einem die Wohnung gehört Richtig, der springende Punkt ist allerdings das Wörtchen "gehört". Man kann nicht wirklich von "gehört" sprechen, solange die Wohnung/das Haus nicht vollständig abgezahlt sind. Und die Rechnung, statt Miete zahlen - Kredit tilgen, funktioniert so auch nicht, weil große Teile der Mietkosten auch bei Wohneigentum anfallen. ZUSÄTZLICH zu den Kreditraten. Der Wohneigentümer zahlt monatlich also nicht dasselbe wie ein Mieter, sondern wesentlich mehr. Immobilien- und Kreditverkäufer rechnen einem das natürlich nur ungern vor. Es spricht vieles für Wohneigentum. Aber nur, wenn man es sich tatsächlich leisten kann. Wenn das Einkommen schon bei Miete nur wenig Spielraum läßt, dann reicht es für Zins/Tilgung 6-stelliger Kredite plus laufender und unplanmäßiger Kosten garantiert nicht. Nutznießer ist am Ende nur die Bank, die billig zu einer Immobilie kommt.
Icke: Der Vermieter muss die Wohnung auch finanzieren. Von daher ist mieten immer teurer als kaufen. Die Ausgaben sind für den Eigentümer, der vermietet, die gleichen wie für den Eigentümer der selbst drin wohnt. Nur, dass der Mieter ersterem noch etwas Gewinn finanzieren muss. Aber wie hier schon geschrieben wurde: Man muss die Rechnung mit identischen Wohnungen machen. Wer eigenes Haus mit gemieteter Wohnung vergleicht, fährt natürlich mit Miete billiger. Aber die Konsequenzen , wenn man sich die Raten nicht mehr leisten kann, sind natürlich schlimmer, als wenn man sich die Miete nicht mehr leisten kann. Gruss Axel
Axel Laufenberg schrieb: > Der Vermieter muss die Wohnung auch finanzieren. Nicht wenn ihm die Immobilie bereits gehört. Ich würde kein Wohneigentum auf Kredit kaufen, um es weiterzuvermieten. Das Risiko ist ja dann noch höher als bei Eigennutzung.
Tobias C. schrieb: > Beim Kauf eines Eigenheims gilt übrigens die Devise, jeder Euro den man > am Anfang mehr an Kapital mitbringt, macht sich deutlich positiv > (absenkend) bei den Tilgungsraten bemerkbar. Da kann es manchmal > durchaus Sinn machen mit dem Kauf noch nen Jahr zu warten und in diesem > Jahr zu versuchen möglichst viel Geld an die Seite zu legen. Was wohl die eine praktische Info für den TO ist. Axel Laufenberg schrieb: > Der Vermieter muss die Wohnung auch finanzieren. In der Regel sind es Vermögensanlagen, diese sollen sich rentieren. > Von daher ist mieten immer teurer als kaufen. Es werden immer Marktpreise gezahlt. Wenn Mieten teuer als kaufen wäre kauft halt jeder. > Die Ausgaben sind für den > Eigentümer, der vermietet, die gleichen wie für den Eigentümer der > selbst drin wohnt. Was so nicht richtig ist. Keine Hypothekenzinsen, Synergieeffekte bei mehreren Objekten, Abschreibungsmöglichkeiten (der Häuslebauer zahlt fast alles aus versteuertem Einkommen), der Investor nichts etc... . > Nur, dass der Mieter ersterem noch etwas Gewinn > finanzieren muss. Das ist die andere Seite. > Aber wie hier schon geschrieben wurde: Man muss die Rechnung mit > identischen Wohnungen machen. Wer eigenes Haus mit gemieteter Wohnung > vergleicht, fährt natürlich mit Miete billiger. Der Markt für vermietete frei stehende Häuser ist sehr klein (meist nur eine Brückenlösung). Häuslebauen bedingt auch das man die ganzen bravbürgerlichen Siedlungsgenossen um einen herum ertragen kann. Auch nicht Jedermanns Sache ;-).
Oft kann es auch sinvoll sein gleich neu zu bauen. Ihr solltet auf jedenfall diese Option auch durchrechnen. Vorteil: - Man wohnt da wo man wohnen will und hat ein Haus wie man es braucht. - Geringere Folgekosten (Renovierungen, Reperaturen, Energiekosten) Nachrteil: - Nervenaufreibenden Stress in der Bauphase. - Teurer Kaufpreis - der sich aber auf längere sicht relativiert (s.o.)
Jens Martin schrieb: > Der Markt für vermietete frei stehende Häuser ist sehr klein (meist nur > eine Brückenlösung). Das liegt wohl auch daran, das bei frei stehenden Häusern die Miete recht hoch ist. Jens Martin schrieb: > Häuslebauen bedingt auch das man die ganzen bravbürgerlichen > Siedlungsgenossen um einen herum ertragen kann. Auch nicht Jedermanns > Sache ;-). Besser die "bravbürgerlichen" Nachbarn wohnen hinter dem nächsten Gartenzaun statt direkt hinter der nächsten Wand...
Habe übrigens gerade mal bei Immowelt recherchiert. Bei mir in Bielefeld kosten kleine Einfamilienhäuser so ca. 1000€ Kaltmiete. Wenn ich das mal für mich (Alter: 28) bis an mein Lebensende (sagen wir mal 75) hochrechne bei einer jährlichen Mietsteigerung von 0,5%. Dann lande ich bei einer sagenhaften Summe von ca. 650.000€ die ich dann für die Miete bezahlt hätte.
Wenn du 75 bist, kannst Du Dir fuer 650.000 Euro vieleicht den Tank von Deinem Fahrzeug voll machen.
Tobias C. schrieb: > Besser die "bravbürgerlichen" Nachbarn wohnen hinter dem nächsten > Gartenzaun statt direkt hinter der nächsten Wand... Nur hast du bei Sie bei der einen Wohnform "lebenslänglich". Aber wie gesagt, jeder macht es wie er will. Florian *.* schrieb: > Wenn du 75 bist, kannst Du Dir fuer 650.000 Euro vieleicht den Tank von > Deinem Fahrzeug voll machen. *** Strike *** ;-)
Florian *.* schrieb: > Wenn du 75 bist, kannst Du Dir fuer 650.000 Euro vieleicht den Tank von > Deinem Fahrzeug voll machen. Seit wann haben Rollatoren einen Tank?
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Seit wann haben Rollatoren einen Tank? Ich hoffe doch das ich mit 75 noch meinen einspurigen Rollator fahren kann, ob der dann einen Tank, Batterie, Brennstoffzelle oder einen Fusionsreaktor hat, wird mir dann egal sein.
Jens Martin schrieb: > Michael S. schrieb: >> weil danach die Grundsteuer berechnet wird. > > Sind das nicht "Peanuts"? Und die ohnehin auf die Mieter umgelegt werden darf. Und bei Energiemaßnahmen darf man die Mieter sogar extra zur Kasse bitten. Die weiter oben angegebenen Kennzahlen (Jahre) für Reparaturen sind viel zu kurz angesetzt. Kein Mensch macht nach 15 Jahren das Dach. Wie schon erwähnt: Wenn sich das Vermieten nicht lohnen würde, gäbe es keine Vermieter.
Tobias C. schrieb: > Habe übrigens gerade mal bei Immowelt recherchiert. Bei mir in Bielefeld > kosten kleine Einfamilienhäuser so ca. 1000€ Kaltmiete. Wenn ich das mal > für mich (Alter: 28) bis an mein Lebensende (sagen wir mal 75) > hochrechne bei einer jährlichen Mietsteigerung von 0,5%. Dann lande ich > bei einer sagenhaften Summe von ca. 650.000€ die ich dann für die Miete > bezahlt hätte. So ist es. Allerdings werden bei euch auch Häuser mehr kosten als 120.000 €. Über den Daumen gepeilt zahlt man jeden Euro von der Bank ausgeliehen dreifach zurück. Wer also mit 200.000 Euro Kredit auskommt, macht noch nen Schnitt. Aber dies sind alles Milchmädchenrechnungen. Es gibt genug online-Finanzierungsrechner, wo man Miete, etc. eingeben kann und wo man "geholfen bekommen kriegt." Da kann sich der TO mal hinsetzen und mit den Zahlen spielen. Bei der Auswahl der Immobilie sind übrigend dies die drei wichtigsten Kriterien: 1. Die Lage 2. Die Lage 3. Die Lage
Michael K-punkt schrieb: > So ist es. Allerdings werden bei euch auch Häuser mehr kosten als > 120.000 €. > > Über den Daumen gepeilt zahlt man jeden Euro von der Bank ausgeliehen > dreifach zurück. > > Wer also mit 200.000 Euro Kredit auskommt, macht noch nen Schnitt. Da hast du sicherlich Recht, solch ein Haus kann man sicherlich nicht für 120.000€ kaufen. Es mag auch sein, dass man wenn man das Haus kauft in Summe etwas mehr Geld ausgibt im Vergleich zur Miete. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied. Irgendwann gehört einem das Haus. Da ist man dann natürlich schnell wieder auch bei dem Punkt Lebenseinstellung. Möchte man (überspizt ausgedrückt) nach dem Motto "nach mir die Sinflut" leben oder möchte man vielleicht irgendwann seinen Kinder noch etwas zum Erben hinterlassen?
Michael K-punkt schrieb: > So ist es. Allerdings werden bei euch auch Häuser mehr kosten als > 120.000 €. > > Über den Daumen gepeilt zahlt man jeden Euro von der Bank ausgeliehen > dreifach zurück. Naja, 40 Jahre Miete (500€) sind auch 240000€. Man hat keinen bleibenden Wert und zahlt die 500€ bis man in die Kiste steigt. Beim Haus ist mit 60..65 Jahren spätestens schluß, dann sind nur noch Steuer und kleinere Instandhaltungskosten fällig (renovieren, kurz bevor man in Rente geht ist sinnvoll).
Axel Laufenberg schrieb: > Von daher ist mieten immer teurer als kaufen. Die Ausgaben sind für den > Eigentümer, der vermietet, die gleichen wie für den Eigentümer der > selbst drin wohnt. Nur, dass der Mieter ersterem noch etwas Gewinn > finanzieren muss. Du vergisst hier einen wichtigen Teil, naemlich den Steuervorteil. In Deutschland herrscht die interessante Konstellation, dass es guenstiger ist, eine Immobilie zu besitzen, zu vermieten und sich selbst eine zu mieten, als in der eigenen Immobilie zu wohnen. Gilt natuerlich nur, wenn man bereits ein gewisses Einkommen abseits der Immobilie hat und die Immobilie finanziert ist.
Thilo M. schrieb: > Naja, 40 Jahre Miete (500€) sind auch 240000€. Natürlich. Damit kann man aber wenigstens zu jeder Zeit kalkulieren - als Hausbesitzer musst Du immer Rücklagen für größere Katastrophen haben. > Man hat keinen bleibenden Wert und zahlt die 500€ bis man in die Kiste > steigt. Vor allem hat man keine Arbeit mit seinem Wohnraum. Das kann auch sehr entspannend sein - gerade im Alter! > Beim Haus ist mit 60..65 Jahren spätestens schluß, dann sind nur > noch Steuer und kleinere Instandhaltungskosten fällig (renovieren, kurz > bevor man in Rente geht ist sinnvoll). "kleinere Instandhaltungskosten"? Der war gut :-) Bei einem Haus hast Du immer etwas zu tun - kannst Du das nicht selbst, dann wird es richtig teuer. Und ob man das gerade im Alter noch alles selbst machen kann, ist längst nicht sicher. Wenn das Haus abbezahlt ist, dann geht es gerade wieder so richtig los mit größeren Reparaturen. Das sehe ich hier, das sehe ich bei meinen Bekannten, das sehe ich bei meinen Eltern und Geschwistern. Was ich hier in den Bau schon an Geld und vor allem Zeit gesteckt habe, willst Du nicht wissen. Hätte ich damit jedesmal Handwerker beauftragt, wäre ich arm geblieben. Und trotzdem will ich nicht zur Miete wohnen :-) Die Freiheit der eigenen vier Wände ist eben sehr wertvoll. Aber man sollte auch eine ehrliche Kostenaufstellung machen. Ich verstehe auch die Leute gut, die sich sagen: "Ich drücke im Monat meine Miete ab und habe dafür sonst keinerlei Ärger." Chris D.
Chris D. schrieb: > Thilo M. schrieb: >> Naja, 40 Jahre Miete (500€) sind auch 240000€. > Natürlich. Damit kann man aber wenigstens zu jeder Zeit kalkulieren - > als Hausbesitzer musst Du immer Rücklagen für größere Katastrophen > haben. In der Schweiz steigen die Mieten seit Jahren sehr stark. Die gleichen Leute, die jahrelang erklaert haben, wie schoen bequem und sicher zur Miete wohnen ist und wie dumm Immobilienkaeufer sind, schreien jetzt nach staatlichen Eingriffen. Gegen "groessere Katastrophen" kann man sich versichern, gegen steigende Mieten nicht. >> Man hat keinen bleibenden Wert und zahlt die 500€ bis man in die Kiste >> steigt. > Vor allem hat man keine Arbeit mit seinem Wohnraum. Das kann auch sehr > entspannend sein - gerade im Alter! Welchen Unterschied macht es, ob man seine Mietwohnung oder seine eigene Wohnung renoviert / renovieren lassen muss? > Wenn das Haus abbezahlt ist, dann geht es gerade wieder so richtig los > mit größeren Reparaturen. Das sehe ich hier, das sehe ich bei meinen > Bekannten, das sehe ich bei meinen Eltern und Geschwistern. Das ist so und das muss man auch einkalkieren. Mietfrei wohnen im Alter ist ein Mythos. Genauso wie die kalkulierbaren Mietkosten im Alter. Es gibt nur einen grossen Unterschied: Die laestige Immobilie im Alter verkaufen ist wesentlich einfacher als sich doch noch eine zuzulegen. > Aber man sollte auch eine ehrliche Kostenaufstellung machen. Auf jeden Fall - aber auch, siehe oben, dann die Risiken seiner Entscheidung tragen.
Peter Stegemann schrieb: > In der Schweiz steigen die Mieten seit Jahren sehr stark. Die gleichen > Leute, die jahrelang erklaert haben, wie schoen bequem und sicher zur > Miete wohnen ist und wie dumm Immobilienkaeufer sind, schreien jetzt > nach staatlichen Eingriffen. Hier in DE sind die Mieten zumindest in den regionen, die ich kenne, recht stabil. Dort wo die Mieten extrem steigen, sind auch Eigenheime illusorisch teuer. Das eine bedingt das andere. > Gegen "groessere Katastrophen" kann man > sich versichern, gegen steigende Mieten nicht. Es wäre mir neu, dass man sich gegen "Dach ist alt" oder "Heizung fällt bei -15°C aus und muss sofort neu" absichern kann. Entsprechende (bezahlbare) Versichungsvorschläge nehmen wir Hauseigentümer gerne entgegen :-) >>> Man hat keinen bleibenden Wert und zahlt die 500€ bis man in die Kiste >>> steigt. >> Vor allem hat man keine Arbeit mit seinem Wohnraum. Das kann auch sehr >> entspannend sein - gerade im Alter! > > Welchen Unterschied macht es, ob man seine Mietwohnung oder seine eigene > Wohnung renoviert / renovieren lassen muss? Mir ging es um ums Häuschen. In einer Eigentumswohnung kann man natürlich viel selbst machen. Aber da fehlt dann auch der Hauptvorteil der Freiheit: man hat keinen Vorteil außer des späteren Eigentums. Dafür gibt es eben Schulden und Gebundenheit als Nachteile. Am Haus kannst Du definitiv nicht alles alleine machen - schon gar nicht mehr im Alter. Das fängt mit dem Reinigen der Dachrinne an und hört mit dem Stutzen der Bäume im (hoffentlich vorhandenen) Garten auf. Ein Haus bedeutet lebenslang viel und ständige Arbeit. Man macht das ja jetzt auch gerne - aber ob ich das im Alter noch so leisten kann und will, ist fraglich. >> Wenn das Haus abbezahlt ist, dann geht es gerade wieder so richtig los >> mit größeren Reparaturen. Das sehe ich hier, das sehe ich bei meinen >> Bekannten, das sehe ich bei meinen Eltern und Geschwistern. > > Das ist so und das muss man auch einkalkieren. Mietfrei wohnen im Alter > ist ein Mythos. Genauso wie die kalkulierbaren Mietkosten im Alter. Es > gibt nur einen grossen Unterschied: Die laestige Immobilie im Alter > verkaufen ist wesentlich einfacher als sich doch noch eine zuzulegen. Das auf jeden Fall. Der beste Fall ist, wenn man ein Haus erbt :-) >> Aber man sollte auch eine ehrliche Kostenaufstellung machen. > Auf jeden Fall - aber auch, siehe oben, dann die Risiken seiner > Entscheidung tragen. Ja. Hier ist die Entscheidung ganz klar "pro eigenes Haus" - schon weil ich hier mein Unternehmen so aufbauen kann, wie ich möchte (gerade wieder zwei weitere Räume zu Lager/CNC-Raum umgebaut). Da wird es dann wieder günstiger als ein externer Unternehmenssitz mit gewerblicher (= deutlich höherer) Miete. Aber ich bin da natürlich auch ein sehr spezieller Fall. Man kann hier eben auch mal abends um 8 die Drehbank/Fräse/Plattensäge/Flex anwerfen, ohne dass es irgendjemanden stört. Chris D.
Chris D. schrieb: > Natürlich. Damit kann man aber wenigstens zu jeder Zeit kalkulieren - > als Hausbesitzer musst Du immer Rücklagen für größere Katastrophen > haben. Die Rücklagen hast du ja auch zusätzlich zur Miete (Nebenkosten). Chris D. schrieb: > Bei einem Haus hast Du immer etwas zu tun - kannst Du das nicht > selbst, dann wird es richtig teuer. Und ob man das gerade im Alter noch > alles selbst machen kann, ist längst nicht sicher. > > Wenn das Haus abbezahlt ist, dann geht es gerade wieder so richtig los > mit größeren Reparaturen. Das sehe ich hier, das sehe ich bei meinen > Bekannten, das sehe ich bei meinen Eltern und Geschwistern. Das stimmt schon, etwas zu tun ist immer. Und genau das zahlt man bei Miete auch, in Form von Rücklagen. Als 'Häuslebesitzer' hat man wenigstens die Möglichkeit, Arbeiten selbst zu erledigen, in Miete muss alles bezahlt werden (Mietshäuser altern auch). Wer mit 35 Jahren baut, der solte seine Hütte mit spätestens 55 Jahren abbezahlt und saniert haben (solange er noch in Lohn und Brot steht), dann ist für den Lebensabend gesorgt. Etwas Weitsicht ist beim Hausbau schon von Nöten. Im Endeffekt ist es natürlich eine Frage der persönlichen Einstellung, für was man sich entscheidet. Es gibt eben häusliche, sesshafte Typen und die eher weniger ortsgebundenen. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich denke, es gibt zwei Möglichkeiten, fürs Alter vorzusorgen: 1. Einkommen sichern (hohe Rente), damit hohe Laufende Kosten getragen werden können 2. Ausgaben minimieren (abgezahlte Hütte, energetisch minimiert), damit man mit niedriger Rente auskommt, bzw. etwas übrigbleibt für Urlaub usw., oder ein Vorruhestand mit Rentenabzug in Frage kommt (mehr Lebensqualität)
Chris D. schrieb: > Hier in DE sind die Mieten zumindest in den regionen, die ich kenne, > recht stabil. Dort wo die Mieten extrem steigen, sind auch Eigenheime > illusorisch teuer. Das eine bedingt das andere. Dann erst kaufen, wenn die Mieten steigen und alle kaufen wollen, geht natuerlich nicht. Aber genau darum geht es hier doch auch. >> Gegen "groessere Katastrophen" kann man sich versichern, gegen steigende Mieten nicht. > Es wäre mir neu, dass man sich gegen "Dach ist alt" oder "Heizung fällt > bei -15°C aus und muss sofort neu" absichern kann. Entsprechende > (bezahlbare) Versichungsvorschläge nehmen wir Hauseigentümer gerne > entgegen :-) Versicherbar ist Alles. Aber nicht vergessen, um so wahrscheinlicher das Ereignis, um so weniger lohnt sich eine Versicherung. Gegen ein alterndes Dach hilft ein Ruecklagenplan viel effektiver als jede Versicherung... > Am Haus kannst Du definitiv nicht alles alleine machen - schon gar nicht > mehr im Alter. Das fängt mit dem Reinigen der Dachrinne an und hört mit > dem Stutzen der Bäume im (hoffentlich vorhandenen) Garten auf. Das hat Alles nichts mit der Eigentumsform zu tun. > Ein Haus bedeutet lebenslang viel und ständige Arbeit. Man macht das ja > jetzt auch gerne - aber ob ich das im Alter noch so leisten kann und > will, ist fraglich. Genauso wie man als Mieter fuer die Arbeiten bezahlt, kann man das auch als Besitzer. Da gibt es ueberhaupt keinen Unterschied. > Ja. Hier ist die Entscheidung ganz klar "pro eigenes Haus" - schon weil > ich hier mein Unternehmen so aufbauen kann, wie ich möchte (gerade > wieder zwei weitere Räume zu Lager/CNC-Raum umgebaut). Ganz so ist es auch nicht, dass einem beim Eigentum keiner reinquatschen koennte und wuerde.
Peter Stegemann schrieb: >> Am Haus kannst Du definitiv nicht alles alleine machen - schon gar nicht >> mehr im Alter. Das fängt mit dem Reinigen der Dachrinne an und hört mit >> dem Stutzen der Bäume im (hoffentlich vorhandenen) Garten auf. > > Das hat Alles nichts mit der Eigentumsform zu tun. Doch, hat es schon. In einer Eigentumswohnung kannst Du deutlich mehr selbst machen. Eine Eigentumswohnung ist auch bei den Reserven deutlich günstiger, da in den allermeisten Fällen mehrere Parteien unter einem Dach wohnen. Dementsprechend teilen sich die Kosten dafür auch auf und Du benötigst deutlich weniger Rücklagen. Eine Heizung für vier Parteien kostet eben nicht viermal so viel wie die für eine Partei. Beim Dach ist es noch extremer usw. >> Ein Haus bedeutet lebenslang viel und ständige Arbeit. Man macht das ja >> jetzt auch gerne - aber ob ich das im Alter noch so leisten kann und >> will, ist fraglich. > > Genauso wie man als Mieter fuer die Arbeiten bezahlt, kann man das auch > als Besitzer. Da gibt es ueberhaupt keinen Unterschied. Bei gemieteten Häusern natürlich nicht, bei Eigentumswohnungen sehr wohl - siehe oben. Man benötigt dann deutlich weniger Rücklagen, dementsprechend günstiger wird es. >> Ja. Hier ist die Entscheidung ganz klar "pro eigenes Haus" - schon weil >> ich hier mein Unternehmen so aufbauen kann, wie ich möchte (gerade >> wieder zwei weitere Räume zu Lager/CNC-Raum umgebaut). > > Ganz so ist es auch nicht, dass einem beim Eigentum keiner reinquatschen > koennte und wuerde. Es sind aber deutlich weniger und mit denen wird man fertig ;-) Chris D.
Vielleicht noch etwas zum gemieteten Eigenheim: Das kann interessant sein, wenn der Vermieter die Immobilie z.B. geerbt hat (was ja heutzutage nicht selten ist: Eltern sterben, Sohnemann wohnt aber schon ganz woanders und will auch nicht zurück - also vermietet er) und für ihn die Kreditbelastungen wegfallen. Das wäre dann ein Gewinn für beide: Der Mieter hat keinen Kredit, den er abzahlen müsste und zahlt eventuell weniger als bei einem kreditabtrag und der Vermieter hätte einen Gewinn trotz recht niedriger Mietzahlungen. Aber es kommt immer stark auf den Einzelfall an. Bei den zwangsläufig älteren Häusern ist dann wieder die Energieeffizienz schlechter usw. Chris D.
Chris D. schrieb: > Da wird es dann wieder günstiger als ein externer Unternehmenssitz mit > gewerblicher (= deutlich höherer) Miete. Mal von dem fehlendem Kündigungsschutz bei gewerblichen Mietimmobilien ganz abgesehen. Mietwohnungen sind ja geschützt. Chris D. schrieb: > Man kann hier eben auch mal abends um 8 die > Drehbank/Fräse/Plattensäge/Flex anwerfen, ohne dass es irgendjemanden > stört. Warum so bescheiden? Hausordnung gibts ja keine und wenn du einen lukrativen Auftrag unter Zeitdruck abwickeln willst, dann kannst du praktisch rund um die Uhr im Keller werkeln.
Chris D. schrieb: >> Das hat Alles nichts mit der Eigentumsform zu tun. > Doch, hat es schon. Ich meinte hier, es hat nichts mit den Besitzverhaeltnissen zu tun. >> Genauso wie man als Mieter fuer die Arbeiten bezahlt, kann man das auch >> als Besitzer. Da gibt es ueberhaupt keinen Unterschied. > Bei gemieteten Häusern natürlich nicht, bei Eigenheimen sehr wohl - > siehe oben. Aber natuerlich bezahlst du dafuer. Wer denn sonst? Die ganze Aufteilung in Miete, Nebenkosten, Kosten des Vermieters ist doch Augenwischerei. >> Ganz so ist es auch nicht, dass einem beim Eigentum keiner reinquatschen >> koennte und wuerde. > Es sind aber deutlich weniger und mit denen wird man fertig ;-) Hm, hast dich wohl noch nicht mit der Gemeinde gestritten... ein schlimmeres Pack gibt es nicht.
>>> Ganz so ist es auch nicht, dass einem beim Eigentum keiner reinquatschen >>> koennte und wuerde. >> Es sind aber deutlich weniger und mit denen wird man fertig ;-) >Hm, hast dich wohl noch nicht mit der Gemeinde gestritten... ein >schlimmeres Pack gibt es nicht. Das betrifft dann aber nur Dinge, an die Du als Mieter nicht mal zu träumen wagen würdest. Gruss Axel
>In einer Eigentumswohnung kannst Du deutlich mehr >selbst machen. Eine Eigentumswohnung ist auch bei den Reserven deutlich >günstiger, da in den allermeisten Fällen mehrere Parteien unter einem >Dach wohnen. Dementsprechend teilen sich die Kosten dafür auch auf und >Du benötigst deutlich weniger Rücklagen. Eine Heizung für vier Parteien >kostet eben nicht viermal so viel wie die für eine Partei. Beim Dach ist >es noch extremer usw. Eigentumswohnung wäre für mich ein absolutes NoGo. Da entscheidet dann die Eigentümerversammlung, wofür ich mein Geld ausgebe, und wenn es der letzte Schrott ist, nur weil der Hausverwalter den Installateur kennt und der ein supertolles Angebot für irgendeinen veralteten Heizkessel macht, den er noch auf Lager hat. Gruss Axel
Mal ne doofe Frage: Wo gibts denn Häuschen Bj 95...00 für 120k? Ein wirtschaftsstarker Ballungsraum kanns nicht sein.
Michael X. schrieb: > Mal ne doofe Frage: Wo gibts denn Häuschen Bj 95...00 für 120k? Ein > wirtschaftsstarker Ballungsraum kanns nicht sein. Höchstens in Bayern auf'm Land. ;-)
Wieso sollte die ETW ein NoGo sein? Man kann sie auch mit einem Mini-Bausparvertrag in jungen Jahren noch vor den ersten Kindern anfangen abzuzahlen und hat realistische Chancen das ganze in 5-8 Jahren hinter sich zu bringen. Für die ETW mit 2,5 Zimmern genügen auch in Ballungsräumen 70.000 und bei einem Eigenkapital von dann ca. 15-20k kann man die verlbeibende Kreditsumme relativ schnell zurückzahlen, ohne einen zu hohen Zinsanteil an die Bank abdrücken zu müssen... Falls dann Kinder kommen, kann man die ersten zwei Jahre wohl auch auf engem Raum leben und von der finanziell deutlich besser gestellten Situation einer (fast) abbezahlten ETW entscheiden, ob man die Wohnung vermietet oder verkauft. Ein Haus benötigt man doch ohnehin nur, wenn man Kinder hat oder ein Gewerbe im Keller betreiben will.
...und was auch noch für Eigentum spricht: Das was dort renoviert und modernisiert wird, steigert den Wert der Immobilie und erhöht in aller Regel das Wohlbefinden. Das was man mit einer Renovierung aus einer Mietwohnung machen kann, ist grundsätzlich auf den Rausriss ausgelegt, d.h. ein rational denkender Mensch wird bereits die gesamte stationäre Einrichtung so günstig auswählen, dass der Verlust bei Auszug nicht schmerzt. Da wird dann das billigste Laminat gelegt oder in der Küche Linoleum ausgerollt, wohingegen der Eigentümer Parkett legen kann und die Küche mit schicken Fliessen belegen kann. Für den Eigentpmer ist die Wohnungseinrichtung grundsätzlich eine Wertsteigerung. Der Mieter muss immer daran denken, die Wände weiss zu hinterlassen und die Küchen und Böden in dem Zustand, in dem sie ihm überlassen wurden. ...irrsinnigerweise habe ich von so vielen Freudnen schon erlebt, dass wunderbar eingerichtete Laminatböden in bestem Zustand aus der Wohnung gerissen werden mussten, nur weil die Wohnung eben in dem Zustand ohne Laminat bezogen worden ist.
Großes Fragezeichen schrieb: > Für die ETW mit 2,5 > Zimmern genügen auch in Ballungsräumen 70.000 Beispielsweise in Berlin, das noch für günstig gehalten wird, sind Wohnungen für 1000 EUR/m² nur noch in sehr unattraktiven Lagen zu bekommen, direkt an der Stadtautobahn, in sogenannten "sozialschwachen" Gebieten oder in Häusern mit sehr fragwürdiger Bausubstanz. Realistisch ist eher das doppelte, und damit ist auch nur untere "Mittelklasse" finanzierbar. Wirklich nette Ecken, schöne Häuser oder gar ein "Szenebezirk" ist auch mit 2k€/m² nur noch sehr schwer realisierbar. Der sogenannte "Markt" zieht wahrnehmbar an.
>Wieso sollte die ETW ein NoGo sein?
Habe ich doch erklärt. Weil ich da noch mehr als als Mieter am
Fliegenfänger der Eigentümergemeinschaft hänge.
Da hat man die Nachteile des Eigentums mit den Nachteilen des Mietens
verknüpft.
So einen Fall habe ich gerade im Bekanntenkreis. Relativ normales
Wohnhaus mit teurem Penthaus oben drauf. Richtig schick gemacht.
Dummerweise sind im Penthaus jetzt nach 15 Jahren die Terassenfenster
mit den Dachanschlüssen undicht, alles Spezialanfertigung. Fenster sind
aber Gemeinschaftseigentum. Jetzt dürfen also alle zusammen die 60000€
für die Fenster abdrücken.
Gruss
Axel
Tobias C. schrieb: > Michael K-punkt schrieb: >> So ist es. Allerdings werden bei euch auch Häuser mehr kosten als >> 120.000 €. >> >> Über den Daumen gepeilt zahlt man jeden Euro von der Bank ausgeliehen >> dreifach zurück. >> >> Wer also mit 200.000 Euro Kredit auskommt, macht noch nen Schnitt. > > Da hast du sicherlich Recht, solch ein Haus kann man sicherlich nicht > für 120.000€ kaufen. Es mag auch sein, dass man wenn man das Haus kauft > in Summe etwas mehr Geld ausgibt im Vergleich zur Miete. Aber es gibt > einen entscheidenden Unterschied. Irgendwann gehört einem das Haus. Sag ich ja. Wenn das Haus ok ist und die Finanzierung machbar würde ich kaufen empfehlen. Unwägbarkeiten gibt es immer. Wer sich für gar nix entscheiden kann soll in ein Kloster gehen. Ob man mehr Geld ausgibt hängt stark von der Eigenkapitalquote, Lebensalter (Kaufalter) und möglichen Zwischentilgungen ab. Andererseits: Wer ein Mietshaus kauft zahlt z. B. ca. das 20-fache der Jahremiete als Kaufpreis. Insofern sind die Mieteinnahmen schon mal 5%-Rendite, die natürlich im Falle von Mietnomade oder Schäden vermindert werden. Die Finanzierung des Mietshauses sind Werbungskosten, verringern also den persönlichen Steuersatz. So ist dann so ein Mietshaus im Normalfall durchaus "rentabel.
Axel Laufenberg schrieb: > Relativ normales > Wohnhaus mit teurem Penthaus oben drauf. Das ist aber eine ungünstige Konstruktion, wenn die Luxusfensterfront des Penthouse als Gemeinschaftseigentum angesehen wird. Hat womöglich der frühere Eigentümer des Hauses das Penthouse aufs Haus gesetzt und danach die ganze Angelegenheit in Eigentumswohungen umgewandelt? Dann sind solche Konstrukte leider möglich; ich kenne einen Fall, wo statt eines Penthouses eine (inkontinente) Dachterrasse als "Hinterlassenschaft" des Alteigentümers der Gemeinschaft das Leben versüßt. Wenn man beim Eigentumswohnungskauf aufpasst und die Teilungserklärung vor Vertragabschluss studiert (und dazu notfalls jemandem mit WEG-Recht-Erfahrung hinzuzieht), dann sollte man sich vor solchen Fallen schützen können, und dann kann aus > Da hat man die Nachteile des Eigentums mit den Nachteilen des Mietens > verknüpft. auch dessen Inversion werden, nämlich die Vernüpfung der Vorteile des Mietens mit den Vorteilen des Eigentums. Ich sehe mich in dieser Situation, zwar müssen wir in unserem etwa hundertjährigen Haus demnächst mal wieder eine größere Renovierungsmaßnahme über die Bühne bringen, aber wir haben einen hohen Anteil an selbstnutzenden Eigentümern, denen der langfristige Werterhalt des Hauses wichtiger ist als die kurzfristige Rendite. Im Gegensatz zum Einfamilienhaus ist der Anteil einer einzelnen Wohnung an der Gesamtfassaden- und auch Gesamtdachfläche geringer, so daß Instandsetzungsmaßnahmen daran sich für den einzelnen nicht so massiv auswirken wie beim Einfamilienhaus. Bei den Heizkosten wirkt sich das ähnlich aus, das Volumen nimmt halt mit dritter Potenz zu, während die Oberfläche nur mit zweiter Potenz zunimmt.
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