Hallo Zusammen,
seit vielen Jahren betreibe ich meinen Kindle über eine in die Rückseite
eingebaute Solarzelle, ein MAX1551 übernimmt die Laderegelung.
Das funktioniert so weit auch ganz gut, ich habe den Kindle seit dem
Einbau nicht mehr an der Steckdose geladen.
Allerdings ist es hin und wieder notwendig den Kindle in die Sonne zu
stellen, dort lädt sich die Batterie innerhalb eines Tages komplett auf.
Mittlerweile hat die Technik Fortschritte gemacht, es gibt ICs mit
integriertem MPP-Tracking. Meine Hoffnung, ist dass dadurch von der oft
nur indirekt beleuchteten Solarzelle (Wohnung) mehr Leistung abgerufen
werden kann.
Leider benötigt der SPV1040 deutlich mehr externe Bauteile als der
MAX1551. Das Problem ist auch der begrenzte Bauraum von 24mm x 30mm x
4mm der im Kindle zur Verfügung steht (dort wo sonst das 3G-Modem
sitzt). Mit Lochraster und bedrahteten Bauteilen komme ich da einfach
nicht hin.
Leider fehlt mir die Erfahrung im designen von Platinen und auswählen
der richtigen SMD-Bauteile. Findet sich jemand der mir dabei hilft? Ziel
ist es eine Platine zu entwickeln die noch von Hand lötbar ist und in
den Bauraum passt (die notwendige Spule könnte man auch nebendran
irgendwo unterbringen) sowie externe Komponenten auszuwählen, die man
über Reichelt/Conrad.. beziehen kann.
Ich bin für jeden Tipp und jede Hilfe dankbar!
Sieht machbar aus. Vom Platine Designern kann ich dir schon helfen und
SMD Bauteile auswählen geht auch noch. Aber den Schaltplan mit den
Bauteilwerten musst du entwickeln. Hier hab ich nicht genug wissen und
auch nicht genug Zeit. Aber die PDFs von ST sind hier wahrscheinlich
recht hilfreich, gibt ja ein paar Beispielschaltungen.
Gruß Jonas
Hallo Jonas,
ich habe vor einiger Zeit mal auf der ST-Homepage ein Berechnungstool
gefunden und das mal durchgespielt (siehe Anhang.
Damals habe ich das mit der momentan verbauten 5V-Solarzelle gemacht,
das Berechnungstool hat nicht gemeckert, allerdings sollte die maximale
Spannung der Solarzelle wohl nicht höher sein als die
Ladeschlussspannung des Akkus..
Ich würde den Kindle umbauen auf eine Zelle mit 2V oder 3V
Leerlaufspannung. Der Bereich der ST-Homepage wo man dieses Tool findet
wird aber gerade umgebaut und ist momentan nicht verfügbar.
In dieser Application Note:
http://www2.st.com/resource/en/application_note/cd00292052.pdf
wird eine ähnliche Schaltung mit einer 1,5V Solarzelle aufgebaut,
Eingangsseitig ist dort lediglich ein etwas größerer Kondensator Cin
(10uF statt 2,2uF)
Die Frage die sich mir noch stellt ist ob man einen LiIon-Akku direkt
aus dem SPV1040 laden kann oder ob man weiterhin einen nachgelagerten
Laderegler braucht (der durch seinen wiederum begrenzten Wirkungsgrad
wieder ein Nachteil wäre)?
Vielen Dank schon mal für deine schnelle Antwort und deine
Hilfsbereitschaft!
Nick K. schrieb:> Die Frage die sich mir noch stellt ist ob man einen LiIon-Akku direkt> aus dem SPV1040 laden kann oder ob man weiterhin einen nachgelagerten> Laderegler braucht (der durch seinen wiederum begrenzten Wirkungsgrad> wieder ein Nachteil wäre)?
Ich glaube eher nicht:
>STEVAL-ISV006V2 has been designed to recharge any type of battery (except
lithium compound)
Quelle: AN3319
Und
>The board has been designed to charge lithium-ion and lithium-polymer
batteries
Quelle: AN4050
Gruß Jonas
Dann bleiben zwei Möglichkeiten:
1. Wir versuchen es nur mit dem SPV1040 und legen die Solarpanelgröße so
aus, dass der Ladestrom den Akku nicht zerstören kann
2. Wir bauen eine zweistufige Platine mit einem LiIon-Laderegler als
zweite Stufe. Die Laderegler brauchen ja alle nur ein paar zusätzliche
Bauteile. Würde das platzmäßig noch reichen?
Zwei wäre schon die bessere Variante. In dem AN4050 PDF steht ja genau
das beschrieben. Ich weiß nur nicht, ob du den L6924D noch löten kannst.
Platz mäßig ist das schon ganz schön eng. Kannst du mal ein Foto machen
oder aus dem Internet suchen und dort den Platz markieren?
Also ich hab angefangen mir das AN4050 durch zulesen. Man bekommt mit
der Lösung etwa 85% effizient hin.
>The average overall power efficiency is ~85% (94% for SPV1040 and 90% for
L6924D).
Was schaffst du aktuell etwa mit deiner Schaltung?
Gruß Jonas
Hallo Jonas,
ich hab den kindle mal aufgemacht und den verfügbaren Bauraum
ausgemessen und fotografiert. Dort ist auch meine bisherige großartige
Schaltung zu sehen ;-)
Zu dem momentan verbauten Maxim 1551 kann ich nirgends eine
Effizienzangabe finden. Ich kann also nur ganz grob schätzen. Wenn der
Kindle den ganzen Tag in der Sonne steht und die Batterie vorher leer
war, ist sie am Ende des Tages zu 75-80% aufgeladen. Die Solarzelle hat
ihr Leistungsmaximum bei 4,3V und macht da bei voller Sonne knapp 100mA.
Gehen wir also von einer Leistung der Solarzelle von 430mW aus
(4,3V*100mA), wäre die Batterie mit 5,5Wh bei einem Wirkungsgrad von 80%
nach 12h zu 3/4 voll.
Bei dieser Rechnung sind aber sehr viele Unbekannte dabei, bei voller
Sonneneinstrahlung sollte der Wirkungsgrad aber in etwa gleich sein.
Wenn die Solarzelle jedoch nur indirekt beleuchtet wird, kann sie noch
nicht einmal den Standby-Stromverbrauch des Kindles ausgleichen und das
ist wirklich nicht viel.
Für genau diese Situation möchte ich die Schaltung ja haben..
Ich denke man wird nicht wirklich über die 85% kommen. Ich kenn mich
zwar nicht wirklich in dem Gebiet aus aber das ist schon recht viel.
Gerade bei diffusen Licht sollte die Effizienz nicht sehr stark sinken.
Vom Platz her ist das ganze schon recht happig aber könnte gehen. Wie
viel Erfahrung hast du mit SMD? Und kannst du über haupt den L6924D noch
löten?
Vielleicht komm ich am Wochenende dazu die Bauteile mal grob
zusammenzuschubsen dann zeigt sich ob das großen mäßig geht. Aber ich
hab schon die ein oder andere Idee zum tricksen.
Gruß Jonas
Hi Nick,
ich habe in meiner Studienzeit mal ein ähnliches Konzept verfolgt.
Ausprobiert habe ich das ganze ersteinmal mit einem teildefekten Kindle,
seit dem liegt das ganze noch etwas auf der Halde, da die Zeit fehlt,
weiter zu machen.
Ich habe damals den LTC3105 verwendet, der in seinem Datenblatt auch
eine Beispielsschaltung für Li-Ion Erhaltungsladung beinhaltet. Da
konnte ich damals rund 150mA Ladestrom in den Akku schieben. (Feb. 2015)
http://cds.linear.com/docs/en/datasheet/3105fb.pdf
Zellenspezifikation etc. suche ich heute Abend noch einmal..
Was die Baugröße angeht, habe ich hier einmal angehangen, was mir mit
humaner Handlötung möglich war. Da geht sicher noch etwas.
Vielleicht ist der Chip ja auch was für dein Vorhaben.
Bei Bedarf habe ich noch ein paar der Platinen im Keller.
Grüße,
Phil
PS: Den gibt es auch als nicht QFN, der lässt sich dann auch besser
Löten. Zu finden bei Conrad.
Hallo Phil,
danke für deine Rückmeldung!
Den LTC3105 hatte ich auch schon im Fokus. Leider macht der kein MPP
tracking, sondern ein "MPP-Control", also ein fixes einstellen der
Eingangsspannung auf die geregelt wird. Nachdem beide ICs etwa die
gleiche Anzahl externer Bauteile benötigen, habe ich mich für den
SPV1040 entschieden.
Wenn du mit dem LTC3105 direkt einen Li-Ion Akku laden konntest, sollte
das mit dem SPV1040 doch auch funktionieren, beide haben keine
gesonderte Laderegelung sondern regeln auf eine Fixe Ausgangsspannung.
Den Rest macht der durch die kleine Solarzelle begrenzte Ladestrom.
Aber wenn ich deine Schaltung sehe bin ich zuversichtlich dass das
machbar ist, diese Größenordnung bekomme ich auch gelötet. Den SPV1040
gibt es ja auch als TSSOP8, das sollte schon gehen.
@Jonas: Kann man die Platine so designen, dass wir zunächst nur den Teil
für den SPV1040 auslegen, dann kann ich das laden testen. Falls das
nicht klappt könnte man die Platine erweitern mit einem Laderegler (z.B.
der MAX1551). Dazu müsste man natürlich die Ausgangsspannung der ersten
Stufe anpassen, dazu würde es aber genügen die Widerstände zu tauschen.
Vielen Dank euch beiden!
Ja ich kann die Platine so designen. Ich muss aber eh erst mal schauen
was auf den Platz drauf geht.
Kannst du mir bis zum Wochenende einen Schaltplan mit Bauteilwerten
machen?
Hallo Jonas,
im Anhang die empfohlenen Bauteilwerte für die 2V Solarzelle. Achtung,
die Reihenfolge der Pins am IC sind anders als in der Darstellung (warum
auch immer man das so macht..)
Herzlichen Dank dir!
Das sieht gut aus. Die Pins werden vertauscht, damit der Schaltplan
nicht so verheddert ist.
Könnte zumindest halbwegs zum laden zu gebrauchen sein, da es eine
Strombegrenzung hat.
Jonas G. schrieb:> Das sieht gut aus. Die Pins werden vertauscht, damit der Schaltplan> nicht so verheddert ist.
Off Topic: Ja schon, aber warum "verkabelt" man dann die Pins intern
nicht gleich so dass sie so rauskommen. Letztlich könnte jeder
Schaltplan die Pins so wie dargestellt am besten brauchen, oder? Und es
erscheint mir einfacher das im IC zu machen als danach auf der Platine
Nick K. schrieb:> Aber wenn ich deine Schaltung sehe bin ich zuversichtlich dass das> machbar ist, diese Größenordnung bekomme ich auch gelötet. Den SPV1040> gibt es ja auch als TSSOP8, das sollte schon gehen.
Dann drücke ich dir definitiv die Daumen, das sollte machbar sein.
Wer weiß.. vielleicht beschäftige ich mich bei Zeiten auch noch einmal
mit dem SPV1040. Ich fand den genossen damals ganz Interessant, habe
mich dann aber quasi mit der "trickle charge" Variante des LTC3105
zufriedengegeben.
Wohl auch weil die Datenblätter des SPV1040 explizit erwähnen, dass er
nicht zum Laden eine Lithium Akkus geeignet ist.
Grüße,
Phil
Also Platz mäßig klappt das schon mal. Nur mit der Höhe geht es noch
nicht ganz. Die Spule ist etwas zu hoch. Entweder es findet sich eine
niedrigere oder die muss außerhalb hin. Wie hocb ist den der Platz an
der größten Höhe? Die Befestigungsteile im Plastik könnte man für die
Platine nutzen. Kannst du die mal ausmessen?
Gruß Jonas
Hallo,
hier mal der Schaltplan mit dem L6924D.
Ich bekomme den SPV1040 sowie den L6924D auf die Platine. Ich würde es
einfach so machen, dass es dazwischen einen Abgriff gibt und man den
L6924D nicht zwingend bestücken muss. Sollte es doch nötig sein wäre das
kein Problem.
Gruß Jonas
Hallo Jonas,
das sieht schon sehr gut aus. Vielleicht können wir die Spule auch im
pcb "versenken". Also dort ein loch lassen wo die Spule ist und die
Anschlüsse sozusagen bündig verlöten. Ich hab die Spule schon da, ich
mess sie morgen mal aus.
Vielen Dank für deine Hilfe,
Christoph
Die Idee mit dem versenken kam mir auch schon allerdings ist das
wahrscheinlich immer noch ein Stück zu hoch
Edit: hast du auch schon die anderen Teile?
Hallo Jonas,
ich habe noch mal nachgesehen, ich habe nicht diese Spule daheim,
sondern die hier:
http://www.coilcraft.com/pdfs/mss5131.pdf
MSS5131-103MLB
Die ist zwar etwas kleiner, hat aber auch einen höheren
Gleichstromwiderstand.
Die von ST empfohlene Spule:
http://www.farnell.com/datasheets/20271.pdf
ELLATV100M
ist aber auch nur 4,2mm hoch, das kriege ich schon irgendwie unter, wenn
wir die Spule in der Platine "versenken". Das Magnesiumgehäuse hat
rippen, da muss ich das nur günstig platzieren, dann passt das ins
Gehäuse.
Den SPV1040 hab ich auch schon hier, sonst aber noch keine Teiale.
Viele Grüße,
Christoph
Ich denke die Spule sollte auch gehen, da kenne ich mich aber nicht
richtig aus.
Jonas G. schrieb:> Die Befestigungsteile im Plastik könnte man für die> Platine nutzen. Kannst du die mal ausmessen?
Gruß Jonas
Jetzt weiß ich was du meinst.
Die Mittelpunktskoordinaten der Bohrungen (mm):
X Y
links unten 0 0
rechts unten 40 0
links oben 0 27
rechts oben 36 22
Die Bohrungen haben alle 1mm Durchmesser
Platzmäßig stehen von der Auflagefläche der "Haltebolzen" nach unten 3mm
zur Verfügung. Nach oben bis zum Deckel des Kindles noch etwas mehr als
1mm. Wenn sich der Deckel etwas wölbt auch ein bisschen mehr.
Die Platine müsste auf jeden Fall so gestaltet sein, dass die Bauteile
nach unten zeigen.
Viele Grüße,
Christoph
Ich würde das eher so machen, dass die Löcher in der Platine über die
Bolzen(das Wort hab ich gesucht) gestülpt werden. So wie bei der
Original Platine. Dann können die Bauteile auch oben liegen.
Knapp 1mm wird die Platine wegnehmen.
Bleiben als maximal 3,5mm für die Bauteile. Sollte alles kein Problem
sind bis auf die Spule. Aber auch hier wird sich eine Lösung finden.
Gruß Jonas
Hallo Jonas,
ja, das müsste so klappen. Der Bolzen oben rechts ist halt schon von
einer Platine umgeben, da ist also weniger Platz. Aber das sieht man ja
auf dem Foto.
Viele Grüße,
Christoph
Irgendwas passt mit deiner Zeichnung nicht. Wenn ich in Y Richtung links
schaue sind es 30, rechts sind es 33?
Ich brauche auch noch den Außendurchmesser der Bolzen und deren Position
in der Zeichnung bzw. zum Rand.
Gruß Jonas
Hallo Jonas,
ich hab noch mal eine Zeichnung gemacht. Dort wo die Linien gestrichelt
sind, steht über den Rand der Bolzen noch knapp ein mm Raum zur
Verfügung. Die Platine muss da also schon sehr schmal sein, wenn Sie
über die Bolzen drüber geschoben werden soll. Dort wo die Linie
durchgezogen ist, ist schon Platine. Die Maße dort sind bezogen auf den
Bolzen oben rechts.
Wenn du mir mal ein Muster schickst, kann ichs ja mal ausdrucken und
probieren ob das passt.
Viele Grüße,
Christoph
Hallo Jonas,
ich habs mal ausgedruckt und eingepasst. Passt fast perfekt.
Ein paar kleine Änderungen müsste man noch machen, sonst wird das sehr
knapp:
Das Maß oben 32,5 auf 30 mm verkleinern,
das Maß links von 32 auf 31mm verkleinern,
das Maß unten von 45 auf 43mm verkleinern.
Die Maße der Bolzen passen. Kommst du mit dem Platz noch zurecht?
Vielen Dank,
Christoph
Ich hab den SPV 1040 schon ewig hier herumliegen, nach dem Thread wollte
ich dann doch einmal sehen, was er taugt.
Ich habe mit der Designsuite eine Schaltung für folgende Parameter
ausrechnen lassen:
Vmp - 2V
Output für LiFePo4=3,6V, da ich aber keinen 360kOhm -Widerstand dahatte,
habe ich einen 390K (real gemessen 370k) verwendet und damit liegt Uout
bei 3,56V.
Imp=1,6A
Iout 800
Ich hatte 6 2V 300mA Solarzellen aus China hier liegen, die liefern
leider nur ca. 200mA und der Vmp sinkt auf 1,88V im Betrieb, weil sich
die Zellen bei den aktuellen 23°C Lufttemperatur auf 55°C erhitzen.
Alle 6 parallel liefern zusammen zur Zeit 1,1A max.
Ich habe den Cout deutlich größer gemacht um den Ripple zu minimieren,
auch die Spule ist etwas größer als vorgeschlagen.
Ich habe eine Schaltung auf einer TSSOP8-DIL Adapterplatine aufgebaut.
Es funktioniert soweit ganz gut, wobei ich die ESD-Schutzdiode erstmal
weggelassen habe. Die konfigurierten 3,56V Ausgangsspannung werden nicht
so richtig eingehalten, es ging bis auf 3,59V hoch, danach fangen die
DMM`s an zu springen, scheint ein an/aus Regelkonzept zu sein, dass der
SPV statt C/V verfolgt. Merkwürdiges Verhalten, hätte ich bei einem
Schaltregler nicht erwartet. EDIT: Das könnte allerdings auch mit der
Schutzschaltung der LiFePo4 zusammenhängen.
Ich somit erstmal keinen Grund, einen LiFePo4 mit Schutzschaltung nicht
direkt an den SPV zu hängen. Eine Ladeschaltung habe ich mir also
gespart.
Die Querschnitte sind noch nicht so optimal im Testaufbau, der wie zu
sehen Muster Quick and Dirty ist.
Ich habe die Spannungen in der Mitte der Leitungen gemessen, sicher
nicht optimal und garantiert mit negativer Auswertung auf die
ermittelten Effizienzwerte.
Herausgekommen sind die Meßwerte im angehängten Bild.
Der SPV tracked den Mpp recht schnell, hängt der
Zellentemperaturänderung bei Wolke/ Sonnenwechsel aber hinterher. Das
geht nämlich relativ fix, 10° Änderung in unter einer Minute ist locker
drin.
Bei 0,5A Iout / 2W Pout grade mal 80% Wirkungsgrad ist ernüchternd, auch
wenn man die Meßfehler berücksichtigt.
Wenn man nur kleine Zellen dranhängt, gehts bei 1W Richtung 90%, bei
0,2W sogar 95%, wobei das Meßsetup hier sicher einen größeren Fehler
liefert.
Die Frage ist, ob sich für deinen Anwendungsfall der SPV überhaupt
lohnt.
Für mich definitiv nicht. Wenn ich für meine LiFePo4 auf eine
4V/2W-Zelle gehe und einen einfachen linearen Regler davorpacke,
verliere ich schlechtestenfalls bei Akku leer, ca. 3V Spannung 1V =0,5W
oder 25%. Realistischerweise in Betracht der
LiFePo4-Ladekurvencharakteristik wird die Spannung schnell bei 3,2V
landen, im weiten Ladebereich linear auf 3,4V steigen und danach gegen
Ende steil auf 3,6V ziehen.
Im Mittel wird der Ladevorgang bei 3,3V ablaufen. Zieht man dann noch
einen realen Vmp von 3,8V durch Zellerwärmung in Betracht, verliert man
im Mittel 0,5V bei 0,5A, also 0,25W oder 12%. Damit stehe ich insgesamt
mit einer viel einfacheren, kleineren und billigeren Schaltung 8% besser
da als mit dem SPV1040.
Die MPPT-Trackingfunktion ist natürlich ein Bonus, aber ich bin in etwa
ähnlich ernüchtert wie beim LT3652.
Ich habe hier ein paar 3-5A "Mppt"-Buck-Platinen aus China, die arbeiten
wie der LT3652 mit einstellbarer Eingangsspannung, liefern jedoch im
Gegensatz zum LT3652 (82%max) satte 94-96% Wirkungsgrad.
Also ich melde mich auch mal wieder:
Ich hab deine Änderungen soweit drin, nur die 43mm konnte ich nicht
einhalten, da sonst die Löcher auf dem Platinenrand liegen würden.
Nach dem Kommentar von Christoph würde ich jetzt den Laderegler komplett
weglassen. Schadet nur dem Wirkungsgrad und ich hab mehr zu layouten.
Der Platz reicht mir, ich würde die Schaltung locker zwei mal drauf
bekommen.
Wenn wir das in den nächsten zwei Wochen fertig bekommen kann ich dir
die Platinen mitbestellen. Ich muss da eh bei elecrow bestellen und hab
noch Platz auf meinem Board.
Gruß Jonas
Hallo Jonas,
von mir aus können wir den Laderegler komplett weglassen. Ich werde dann
eben mal extern ein paar Akkus laden und sehen wie sich das ganze
verhält.
Wenn du das ganze auch noch ätzen lassen kannst wäre das natürlich
absolut top. Das zahl ich dir natürlich!
Vielen Dank,
Christoph
Ich habe jetzt mal die ungefähre Bauteilanordnung fertig.
Ich kann mit der Platinendicke bis auf 0,6mm runter, es bleiben also
etwa 3,5mm für die Bauteile. Deine Spule würde dann ohne versenken
passen, ich würde aber eher die von ST empfohlene Spule nehmen und in
der Platine versenken. Du musst mir halt sagen ob die Position der Spule
so mit den Rippen im Deckel passt.
Gruß Jonas