18650 (ohne Lötfahne) anlöten

Gast #5878551
Ich habe einen 18650 und würde gerne ein Kabel an die Pole löten. Er 
soll eh fest eingebaut werden und ich möchte keinen Batteriehalter 
verwenden (ist eh mühsam da er eine Schutzschaltung hat und deshalb 
länger ist. Ausserdem möchte ich Kontaktwiderstände vermeiden).

Mir ist schon klar, dass Punktschweissen besser wäre... bloss habe ich 
kein entsprechendes Gerät. Kann ich einigermassen gefahrlos ein Kabel 
anlöten? Die Idee wäre, die Lötstation auf maximale Hitze zu stellen und 
dann die Lötzeit so kurz wie möglich zu halten, in der Hoffnung, dass 
die Hitze nicht zu seit in den Akku wandert.

Geht das ohne den Akku zu schädigen?
Gast #5878567
Loeter schrieb:
> Geht das ohne den Akku zu schädigen?

Also es geht ....
Gute Vorbereitung, blanke Flächen, gutes Flußmittel, niedrigtemp Lot.
Breite Spitze + >400°C
Wenn es nach 5sek nicht gelötet ist, abbrechen.

Der Akku wird aber trotzdem gut warm.
Einen Vorher / Nachher Vergleich habe ich nicht gemacht
Die Akkus waren aber unauffällig.
Gast #7412749

Welches Lötzinn haftet am besten an den schlechten +- Pol Metallen der 18650 Akkus?

Gerade ausprobiert: Der Nickelstreifen saugt das Lot quasi auf, während es am Pol des Akkus abperlt.

#7412856

Das Schweißen bei Akkus wurde nur "erfunden", weil man das sonst kaum automatisiert bekommt. Deswegen geht selbstverständlich auch Löten. Habe ich hundertfach gemacht, besonders bei Hochstromzellen wo es wirklich auf gute und dicke Verbindungen ankommt.

Allerdings muß die Oberfläche der Zelle dafür blank geschrubbt sein (mit Glaspinsel oder feinem Schleifpapier). Beim Schweißen wird die Oxidschicht üblicherweise durch einen "Reinigungsimpuls" vor dem eigentlichen Schweißvorgang weggebrannt. Das muß beim Löten "händisch" erfolgen.

Dicker Lötkolben und gute Hitze, überhaupt kein Problem. Die eingetragene Wärmemenge ist im Idealfall bei beiden Verfahren gleich. Ggf an alten Zellen üben!

#7413869

Es gibt zum einen Akkus mit angeschweissten Lötfahnen zu kaufen oder falls du die Akkus schon hast, könntest du die jemand schicken, der nen Punktschweisser hat, die Frage ist natürlich, ob sich das rentiert, 2 mal Porto + Material + Arbeit für wenige Akkus. Dazu den Umstand, dass die Post den Versand von Akkus eigentlich verbietet. Aber man muss es ja nicht draufschreiben.

#7413982

Thomas R. schrieb:

Das Schweißen bei Akkus wurde nur "erfunden", weil man das sonst kaum automatisiert bekommt. Deswegen geht selbstverständlich auch Löten. Habe ich hundertfach gemacht, besonders bei Hochstromzellen wo es wirklich auf gute und dicke Verbindungen ankommt. Allerdings muß die Oberfläche der Zelle dafür blank geschrubbt sein (mit Glaspinsel oder feinem Schleifpapier). Beim Schweißen wird die Oxidschicht üblicherweise durch einen "Reinigungsimpuls" vor dem eigentlichen Schweißvorgang weggebrannt. Das muß beim Löten "händisch" erfolgen. Dicker Lötkolben und gute Hitze, überhaupt kein Problem. Die eingetragene Wärmemenge ist im Idealfall bei beiden Verfahren gleich. Ggf an alten Zellen üben!

Nein. Vorallem bei Lithium Ionen Zellen ist thermischer Stress und die Auswirkung auf den Elektrolyten alles andere als trivial. Beim Punktschweißen kommt die Hitze nur sehr kurz und auf einer deutlich kleineren Fläche. Daher sollte man solche Zellen IMMER entsprechend Punktschweißen.

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