ich wollte einen Clapp Oszillator bauen, um eine Frequenz von 433 Mhz zu erzeugen. Die harmonischen nach den 433 Mhz waren mir dann zu viel und ich habe dann einen Filter eingebaut. Da ich etwas unsicher bin, wollte ich fragen, ob es dadurch zu Problemen bei der Realisierung kommen kann.
"Oberwellen", "Filter", *433MHz" oder "Clapp-Oszillator" hört sich alles nicht nach Mikrocontroller oder sonstiger digitaler Elektronik an.
Unter "HF" bist du mit dem Thema sicher besser aufgehoben.
"Oberwellen", "Filter", *433MHz" oder "Clapp-Oszillator" hört sich alles
nicht nach Mikrocontroller oder sonstiger digitaler Elektronik an.
Unter "HF" bist du mit dem Thema sicher besser aufgehoben.
Ich verspuere so ein leichtes Biegemoment in meinen Zehennaegeln, wenn ich in einer Schaltung 0.7nH und 10mH Spulen so eintraechtig nebeneinander stehen sehe.
Auch bei Bandpaessen im zig100MHzBereich habe ich das schon nur beim Draufschauen und lesen von 0.1µF und 10mH.
Aber was weiss ich schon, ich hab's ja nicht simuliert...
Die harmonischen nach den 433 Mhz waren mir dann zu viel
Dann muß man eben die Betriebsgüte des Schwingkreises verbessern,
je besser die Schwingkreisgüte um so weniger Oberwellen.
Das gilt für jeden LC-Oszillator.
C2 vergrößern, L1 einen Kondensator parallelschalten.
Beim Auskoppeln der HF, den Schwingkreis möglichst
wenig belasten, also mit einer Anzapfung der Spule
auskoppeln.
ein leichtes Biegemoment in meinen Zehennaegeln, wenn ich in einer
Schaltung 0.7nH und 10mH Spulen so eintraechtig nebeneinander stehen
sehe.
Ja, das paßt nicht, schon garnicht bei so hohen Frequenzen (433 MHz).
C5 = 0,1uF & L3 = 10mH und auch C3 = 1pF & L2 = 0,7nH. Das mag rechnerisch stimmen (hab's nicht nachgerechnet) wird aber alleine im praktischen Aufbau problematisch werden.
Also tendentiell C5 & L3 kleiner und bei C3 & L2 umgekehrt. Mindestens Faktor 10, eher mehr.
Lies Dir mal was durch zum optimalen L/C-Verhältnis bei Schwingkreisen.
Evtl. auch ein pi-Filter zur Anpassung am Ausgang, je nachdem was Du am Ausgang anschließen möchtest.
Ein Oszillator dieser Bauart ist (wegen des vermuteten Anwendungs-
falls) dahingehend sinnlos dass er schon beim Aufbau eine nicht
vernachlässigbare Frequenzabweichung haben wird (sehr abhängig
vom Aufbau) und noch dazu über Temperatur und Versorgungsspannung
vermutlich mehr als +- 10 Prozent in der Frequenz schwanken
wird. Alleine die Art der Auskopplung eines Signals verstimmt
den Oszillator noch zusätzlich. Der folgende Verstärker oder
die Antenne verstimmt den Oszillator nicht unmerklich.
Zudem ist der Nachweis der Funktion und Frequenzlage schwierig
solange man keinen Spektrumsanalysator, Frequenzzähler, SDR zur
Verfügung hat.
Ich empfehle die Verwendung eines Resonators für den frequenz-
bestimmenden L/C-Schwingkreis. Damit bleibt man wesentlich
stabiler in der Frequenz und kann sich noch um die anderen
Probleme kümmern.
Habe nun die Schlatungen und den Plot in .png hochgeladen.
Das L/C-Verhältnis im Schwingkreis ist mit L=230,7nH und C=1pF sehr hoch und unpraktisch. Es fehlt das angedeutete "Filter". Anbei ein Bsp. mit passenderen Werten. Der Schwingkreis dient gleichtzeitig als Filterelement.
Wozu R4? Wenn damit die Betriebsspannung gefiltert
werden soll, fehlt da noch ein Kondensator wo die
rote 4 steht, nach Masse, vielleicht so 10nF,
weil sonst hat L2 eine schlechte Güte.
L2 soll ja die Schwingkreisspule sein, da würde ich
noch ein Kondensator parallel schalten.
C1 sorgt ja für die Rückkopplung.
C2 würde ich 5 bis 10 mal größer machen, wegen den
niederohmigen Widerstand von R1. C1,C2 transformiert
dann die Impedanz runter.
C2 würde ich 5 bis 10 mal größer machen, wegen den
niederohmigen Widerstand von R1.
Die Schleifenverstärkung sollte nur so hoch wie notwendig eingestellt werden. Für mehr Ausgangsleistung kann C2 erhöht werden. Ist eine möglichst oberwellenfreie Ausgangsspannung erwünscht, kann stattdessen C1 erhöht werden. Ab einem bestimmten Wert für C1 wird allerdings der Oszillator nicht mehr zuverlässig anschwingen.
L1 (27nH) ist die Schwingkreisspule. Die Frequenz kann über C4 (18pF)
angepasst werden.
OK, dann soll also C2,C1,L1,C4,C5 der Schwingkreis sein.
Kommt 446MHz raus.
Ob die Güte ausreicht und das in der
Praxis auch anschwingt, müste man mal ausprobieren.
Ansonsten wurde ich C1 etwas größer machen und
C2 5 mal C1 machen und dafür C4 etwas kleiner.
Das wurde die Güte verbessern.
Wie sieht L1 dann in der Praxis aus?
Vielleicht ein versilbertes Kupferstäbchen.
Hier noch mal ein Beispiel für einen 110MHz Oszillator.
Q2 ist der Oszillatortransistor.
C12 der Emitterkondensator nach Masse.
C13 der Rückkopplungskondensator.
Die beiden haben ein Verhältnis von etwa 1:6.
L2,C15,C21,C25,C14,D4 ist hier der Schwingkreis.
Der Transistor geht auf eine Anzapfung von L2,
um die hohe Schwingkreisimpedanz auf die Impedanz
des Transistors runter zu transformieren.
ich hätte eine weitere Frage. Ich möchte nun alle Werte in der Schaltung berechnen. Vor allem R1 und R2. Dafür benötige ich Ic (um daraus Ib zu berechnen usw.). In dem Datenblatt von Infineon steht, dass der Transistor eine Vorwärtsstromverstärkungsfaktor (beta) von 546 hat. Also wäre Ib=Ic/beta. Mit den Widerständen, die ich von Robert M. (danke nochmal) übernommen habe kommt ein viel zu hoher Ic Wert heraus.
Bei der Umsetzung ist es wahrscheinlich schlauer Trimmkondensatoren zu nutzen.
ich hätte eine weitere Frage. Ich möchte nun alle Werte in der Schaltung
berechnen. Vor allem R1 und R2. Dafür benötige ich Ic (um daraus Ib zu
berechnen usw.). In dem Datenblatt von Infineon steht, dass der
Transistor eine Vorwärtsstromverstärkungsfaktor (beta) von 546 hat. Also
wäre Ib=Ic/beta. Mit den Widerständen, die ich von Robert M. (danke
nochmal) übernommen habe kommt ein viel zu hoher Ic Wert heraus.
Bei der Umsetzung ist es wahrscheinlich schlauer Trimmkondensatoren zu
nutzen.
Also hfe ist wohl nicht 546. Sondern 170 bei Ic=5mA.
du hast in der Schaltung 10 V Betriebsspannung vorgesehen. Daraus ergibt sich eine Uce, die nahe bei 10 V liegt. Damit werden die "absolute maximum ratings" vom Datenblatt überschritten. Auch die Spannungsüberhöhung am Schwingkreis ist zu berücksichtigen.
Zu deiner Frage beogen auf hfe:
Für die Festlegung des Arbeitspunktes, ist sie ziemlich unkritisch, da eine dc Gegenkopplung vorgesehen ist.
Für die hf Verstärkung sind dann die ac Gegenkopplung und wenig genau vorhersagbare Verluste massgebend. Da wirst du um ein wenig experimentieren nicht herumkommen.
In deiner Schaltung hast du den 10 Ohm Emitterwiderstand überbrückt. Der ist nicht unwichtig, da er die Dimensionierung erleichtert und den Einfluss von parasitären Kapazitäten verringert.
Auch die
Spannungsüberhöhung am Schwingkreis ist zu berücksichtigen.
Wie Recht du doch hast. Zwar nehmen die Widerstände am Kollektor
und Emitter etwas Spannung weg aber durch die Resonanz-Überhöhung
bleibt noch genug an Gefahr übrig.
Für einen Oszillator bei 433 MHz nimmt man auch keinen Transistor
mit einer Transitfrequenz (Ft) von über 30 GHz. Zum einen muss so
ein Transisor zu seinem Schutz mit vergleichsweise niedrigen
Spannungen betrieben werden, zum anderen sorgt die hohe Ft dafür
dass parasitäre Elemente im Aufbau leicht dafür sorgen können
dass die Anordnung noch auf ganz anderen (höheren) Frequenzen
schwingt als gewünscht.
Ich empfehle Oldschool-Trnsistoren wie BFR96, BFR15 oder ähnliche.
du hast in der Schaltung 10 V Betriebsspannung vorgesehen. Daraus ergibt
sich eine Uce, die nahe bei 10 V liegt. Damit werden die "absolute
maximum ratings" vom Datenblatt überschritten. Auch die
Spannungsüberhöhung am Schwingkreis ist zu berücksichtigen.
Zu deiner Frage beogen auf hfe:
Für die Festlegung des Arbeitspunktes, ist sie ziemlich unkritisch, da
eine dc Gegenkopplung vorgesehen ist.
Für die hf Verstärkung sind dann die ac Gegenkopplung und wenig genau
vorhersagbare Verluste massgebend. Da wirst du um ein wenig
experimentieren nicht herumkommen.
In deiner Schaltung hast du den 10 Ohm Emitterwiderstand überbrückt. Der
ist nicht unwichtig, da er die Dimensionierung erleichtert und den
Einfluss von parasitären Kapazitäten verringert.
wünsche viel Erfolg, John
Hallo John,
danke für deine Antwort. Ich habe die Überbrückung korrigiert. Rein theoretisch funktioniert jetzt alles. Nur verstehe ich nicht was L2 genau macht. RobertM hatte geschrieben "R4 + R2 = resonanzfreie Speisedrossel. Das Gleiche kann bei Bedarf auch
mit R1 (270 Ohm) gemacht werden."
Also ist der Sinn von L2 den AC-Anteil zu reduzieren ohne dem DC-Anteil zu "schaden"?
Hast du dir auch angesehen WIE das - zumindest in der Sim - funktioniert?
Ich habe simuliert auf der Grundlage des letzten PDF Schaltplans.
Im Ausgangssignal scheint die 2.Harmonische mit -35dBc auf. Das ist noch nicht gut. Bei dieser Art von Schaltung sind in der Sim -70 dBc erreichbar, zumindest im Klasse A Betrieb.
Der Kollektorstrom beträgt im Mittel 13 mA und hat Peaks von 82 mA. Der Peak tritt jeweils im Minimum de Uce auf.
Die Uce ist ausserhalb der Spezifikationen.
Der Transistor wird nicht für die verwendete Frequenz empfohlen.
L2 ist die Arbeitsdrossel für den Transistor. Der T arbeitet so zu sagen gegen den Rc, die Lc und gegen den Schwingkreis.
Die Emitterdrossel trennt den Kollektorwiderstand vom Schwingkreis ab, was die Betriebsgüte verbessert. Sie ermöglicht auch einen weiteren Bereich für die Kollektorspannung, sie kann so über die Versorgungsspannung hinaus gehen.
Im Ausgangssignal scheint die 2.Harmonische mit -35dBc auf. Das ist noch
nicht gut. Bei dieser Art von Schaltung sind in der Sim -70 dBc
erreichbar, zumindest im Klasse A Betrieb.
Das ist leider nur die Theorie. In der Praxis braucht man für
zuverlässiges Anschwingen eine stärkere Rückkopplung und/oder
höhere Verstärkung. Das führt fast automatisch dazu dass der
Oszillator im stationären Betrieb in eine Begrenzung fährt,
also verzerrt und damit stärker Oberwellen produziert.
Oberwellen direkt am Oszillator "vermeiden" ist also nicht
sehr hilfreich.
Nur verstehe ich nicht was L2
genau macht. RobertM hatte geschrieben "R4 + R2 = resonanzfreie
Speisedrossel.
L2 + R4 machen aus der (niederohmigen) Spannungsquelle eine möglichst hochohmige Stromquelle, zumindest für HF. R4 reduziert die Güte von L2 und ist nur relevant in einer realen Schaltung um eine Resonanz zu unterdrücken. Im Simulator könntest du auf R4 auch verzichten da L2 ideal und "resonanzfrei" sein kann.
Die Uce des BFP650 wird überschritten. Dem Simulator ist das egal. In einer realen Schaltung wird der Transistor zwar nicht gleich "puff" machen aber vermutlich den Lawinendurchbruch erreichen. In der ursprünglichen Schaltung kam deshalb ein BFR92 zum Einsatz. Ein BFR35 oder BFR106 wären z.B. auch OK.
Im Ausgangssignal scheint die 2.Harmonische mit -35dBc auf. Das ist noch
nicht gut. Bei dieser Art von Schaltung sind in der Sim -70 dBc
erreichbar, zumindest im Klasse A Betrieb.
Damit der Transistor in Klasse-A arbeiten kann muss dann aber irgendwas oder irgendwer die Amplitude begrenzen sonst steigt diese ins Unendliche.
Hier arbeitet der (einzige) Transistor gleichzeitig auch als Limiter und zwar im Großsignalbetrieb. Oberwellen sind unvermeidbar, weshalb die Ausgangsspannung da entnommen wurde wo die Harmonischen gering ausfallen, nämlich an einem Anzapfpunkt am eigentlichen Schwingkreis.
Ich möchte nun alle Werte in der Schaltung
berechnen. Vor allem R1 und R2. Dafür benötige ich Ic (um daraus Ib zu
berechnen usw.).
Warum misst du nicht die Stromverstärkung des Transistors im Simulator und rechnest dann damit?
Die errechneten Werte für Ic bzw. Ib gelten aber nur für den Zeitpunkt wenn der Oszillator eingeschaltet wird.
Der eigentliche Kollektorstrom ist höher da der Transistor im Großsignalbetrieb arbeitet und zwischen Sättigung und Abschnürung pendelt. Stromverstärkung und Transistorsteilheit verändern sich. Der Kollektorstrom ist pulsförmig weshalb dessen Berechnung sehr aufwendig ist. Die Theorie dazu findest du z.B. in Kapitel 5.2.3 (Time Domain Behavior) aus:
U. L. Rohde, A. K. Poddar, G. Böck (2005): The Design of Modern Microwave Oscillators for Wireless Applications, Wiley Verlag, New Jersey.
irgendwas
oder irgendwer die Amplitude begrenzen sonst steigt diese ins
Unendliche.
Das ist wohl selbstverständlich. Die Frage ist, WIE die Verstärkung zurückgenommen wird, denn davon hängt es ab, ob unnötig viel an Oberwellen erzeugt wird. Und in diesem Punkt besteht noch Entwicklungsspielraum.
Dass das Ausgangssignal an einer Anzapfung des Schwingkreises entnommen wird, ist heutzutage ebenfalls selbstverständlich. Zum Glück braucht dies nicht die einzige Massnahme zu sein, die ein unnötiges Ausmass an OW unterdrückt.
Oberwellen direkt am Oszillator "vermeiden" ist also nicht
sehr hilfreich.
Genau darum geht es NICHT. Nicht das Auftreten von OW an sich, sondern ein unnötig hohes Ausmass der Oberwellen kann und soll vor allem in der Praxis vermieden werden.
Das ist wohl selbstverständlich. Die Frage ist, WIE die Verstärkung
zurückgenommen wird, denn davon hängt es ab, ob unnötig viel an
Oberwellen erzeugt wird. Und in diesem Punkt besteht noch
Entwicklungsspielraum.
Dass das Ausgangssignal an einer Anzapfung des Schwingkreises entnommen
wird, ist heutzutage ebenfalls selbstverständlich. Zum Glück braucht
dies nicht die einzige Massnahme zu sein, die ein unnötiges Ausmass an
OW unterdrückt.
Ist das nicht schön wenn alles selbstverständlich ist?
Vielleicht könntest du deine Schaltung posten? Nicht nur der TO hätte Interesse an einen UHF (Clapp)-Oszillator der von sich aus einen Oberwellenabstand von 70dB erreicht.
kann aber nur 10 mW, WIMRE. Das ist dann zumindest schon mal
auf der richtigen Frequenz. Ich habe es in meinem 70 cm Transverter im
DUBUS vom letzten Sommer benutzt.
Der Plot narrow.png hat 2 Spuren: PIN-Abschwächer offen und voll zugeregelt. 2 Filter, eins nach der Eingangsstufe und eins vor
dem Mischer. Mit Abschirmung kann man möglicherweise noch mehr
herausschinden, aber mit 2* €1.20 ist man gut bedient.
Die Datenblatt-Auszüge in der Digikey-Übersicht müssen nicht
unbedingt stimmen.
Wenn man will das am Schwinkreis wenig Oberwellen entstehen,
muß man dafür sorgen daß der Schwingkreis eine hohe
Betriebsgüte hat, also muß man den Resonanzwiderstand des
Schwingkreises an die Transistorimpedanz anpassen. Die
Transistorimpedanz darf nicht kleiner sein als der
Resonanzwiderstand des Schwingkreises. Diese Schaltung
ist ja eine Basisschaltung, Basis des Transistors ist
HF-mäßig mit Masse kurzgeschlossen. Angesteuert wird er
am Emitter und deshalb ist die Eingangsimpedanz sehr klein,
viel kleiner als die Ausgangsimpedanz am Kollektor.
Deshalb ist es falsch wenn C6 kleiner ist als C7.
C6 sollte 5 bis 10 mal größer sein als C7. Das transformiert
die Impedanz runter auf die niedrige Eingangsimpedanz des
Transistors am Emitter.
Tja, da formulierst du wohl etwas unrealistische Erwartungen.
Du hattest die Behauptung aufgestellt, dass in der Simulation, "mit dieser Art von Schaltung" in Klasse-A Betrieb, -70dBc erreichbar wären. Ich hatte daraufhin mein Interesse an deiner Lösung bzw. Schaltungsvariante bekundet. Gibt es die nun oder nicht?
Nicht nur der TO hätte
Interesse an einen UHF (Clapp)-Oszillator der von sich aus einen
Oberwellenabstand von 70dB erreicht.
Das würde ich nicht 1:1 aus einfachen Simulationen auf realisierbare Schaltungen übertragbar halten. Das zu erwarten, wäre doch naiv.
Etwas anderes kann man aber aus den einfachen Simulationen schliessen:
Wenn die Verstärkungsrücknahme in der Sim, die Oberwellen reduziert, dann kann real eine Verstärkungsrücknahme das auch tun. Wie weit man das real treiben kann, ist experimentell zu ermitteln, das kann man aus einer einfachen Simulation nicht ableiten. Dafür sind die Modelle, die mir in LTSpice zur Verfügung stehen zu ungenau und zu wenig komplex.
Dann mach das erst mal, auf dem Steckbrett, überall mit den Fingern fummeln, biegen, anfassen und dabei messen und sehen, was passiert!
Dann mach das mal auf 150MHz und sehen was passiert. Auf 433MHz..??
Ich hoffe, du hast mehr als den heutzutage allgegenwärtigen Nano-VNA. Damit kommst du nicht zurecht!
Jetzt hilft es vielleicht, zwischen Simulationsergebnissen und real
erreichbaren Werten zu unterscheiden.
..
Das würde ich nicht 1:1 aus einfachen Simulationen auf realisierbare
Schaltungen übertragbar halten. Das zu erwarten, wäre doch naiv.
Ein Oszillator 433Mhz freilaufend, wofür auch immer, ist schon eine Herausforderung. Das muss der TO selber wissen. Warum es aber unbedingt ein CLAPP sein muss? Ein CLAPP mag viele Vorteile haben. Ein Relikt aus der Röhrenzeit ist der Spruch 'Ein Clapp klappt immer'. Das war aber meist KW. Für VHF und UHF gibt es sicher bessere und geschicktere Schaltungen, bei denen z.B. zumindest ein Ende der Spule auf Masse liegt.
Hier wurden bis jetzt nur ein ASC-File aus LT-SPICE und ein Schaltbild aus 'Harmonic Balance' untersucht, kommentiert und ver(schlimm)bessert.
Dann kommt die Praxis -> Platine, der Chinamann fertigt nach Vorlage, alles SMD, es werden die Teile (nach Berechnung, Simulation) geordert, aufgeschmiedet und -> schwupps läuft das Teil...??
Wir alle haben ja schliesslich lange genug daran gerechnet, dass MUSS klappen....
Müsste/könnte/hätte man da vielleicht noch etwas abstimmen (müssen), womit?
Glaubt der TO wirklich daran..?? Ich hoffe nicht.
Ich warte auf echte Schaltbilder, echte Aufbauten mit echten Fotos und echten Ergebnisse.
...und wenn es dann endlich läuft, kann man sich über die möglichen Oberwellen immer noch Gedanken machen.
Wenn man will das am Schwinkreis wenig Oberwellen entstehen,
muß man dafür sorgen daß der Schwingkreis eine hohe
Betriebsgüte hat, also muß man den Resonanzwiderstand des
Schwingkreises an die Transistorimpedanz anpassen. Die
Transistorimpedanz darf nicht kleiner sein als der
Resonanzwiderstand des Schwingkreises. Diese Schaltung
ist ja eine Basisschaltung, Basis des Transistors ist
HF-mäßig mit Masse kurzgeschlossen. Angesteuert wird er
am Emitter und deshalb ist die Eingangsimpedanz sehr klein,
viel kleiner als die Ausgangsimpedanz am Kollektor.
Deshalb ist es falsch wenn C6 kleiner ist als C7.
C6 sollte 5 bis 10 mal größer sein als C7. Das transformiert
die Impedanz runter auf die niedrige Eingangsimpedanz des
Transistors am Emitter.
Etwas anderes kann man aber aus den einfachen Simulationen schliessen:
Wenn die Verstärkungsrücknahme in der Sim, die Oberwellen reduziert,
dann kann real eine Verstärkungsrücknahme das auch tun. Wie weit man das
real treiben kann, ist experimentell zu ermitteln, das kann man aus
einer einfachen Simulation nicht ableiten. Dafür sind die Modelle, die
mir in LTSpice zur Verfügung stehen zu ungenau und zu wenig komplex.
Dann verschlechtert sich allerdings das Rauschverhalten. Schwierig
Dann verschlechtert sich allerdings das Rauschverhalten. Schwierig
Ja richtig, da stellt sich die anspruchsvolle Aufgae, einen guten Kompromiss zu finden. Unter Anderem wird man den Einsatzzweck berücksichtigen müssen.
Tut mir Leid für dich, aber ich hatte nichts anderes erwartet.
So mal eben..., das funktioniert, erst recht, auf höheren Frequenzen nicht.
Auf den Clapp Oszillator bin ich durch Paper auf IEEE Xplore gekommen.
Gibt es einen Link dazu? Würde mich interessieren, ob die da auch VHF/UHF erwähnen..??
Als Beispiel ein Schaltbild aus den UKW-Berichten, wie es auch mit einem geerdeten Schwingkreis geht. Das Drumherum kannst du ja ignorieren, es geht nur um den eigentlichen Oszillator.
Zum Kennenlernen, Spielen, Basteln empfehle ich dir das Beispiel aus
Koster.
Lass dich nicht bange machen! Wenn du es erstmal verstanden hast, wie das funktioniert. Das ist ein Source-gekoppelter Oszillator, der kann sich nicht wehren, der muss schwingen!
GAS-Fets sind nicht von Nöten, ein paar einfache BF256, BF245 o.ä. vollführen den Zweck. Wenn du keine hast, ich schenke dir gerne ein paar!
Diese Art Oszillator schwingt IMMER! Selbst Steckbrett auf 10MHz.
Dann übe mal ein bisschen auf niedrigen Frequenzen und schlabbere dich dann höher, damit du ein Gefühl dafür bekommst.
Ich hoffe, du hast was zu messen..??
Frage: wofür braucht man einen freilaufenden Oszillator für 433MHz?