Reparatur einer alten 7-Segment DCF Uhr / Frage LM317

OP #7593356
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Hallo zusammen,

ich habe hier eine alte DCF Uhr mit 7-Segmentanzeigen, scheint ein Eigenbau zu sein.

Das Display mit Anzeigen mit gemeinsamer Anode ist gemuxt, wobei die Spannung für diese Seite der H-Treiber über einen LM317 analog mit einer IR-Diode in einem gewissen Bereich (~5-7V) helligkeitsabhängig variiert. Heute würde man das wohl über das Tastverhältnis des Muxings machen, wie dem auch sei.

Anbei mal die Schaltung um den LM317, die würde ich gern näher verstehen. In der "Regelung" ist ein SF826D mit verbaut, der ist wohl dem BC337 (npn) ähnlich (Vergleichstyp), wenn ich das richtig recherchiert habe.

1
12V              _______
2
                | LM317 |
3
---o---o----o---|3  1  2|----o------->
4
   |   |    |   '---+---'    |
5
   |   |    |       |        |
6
   |   |    '-12K---o--270---'
7
   |   Ʇ <-         |
8
   |   V <-     P   |
9
   |   T     .-3K3--o
10
   |   |     |      |
11
   |   |     |      |      
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   |   |   |/       |
13
   |   '---| BC337  |
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   |       |>       | 
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   |         \      |
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   '---------'     560 P
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                    |
18
                   _|_

Das habe ich mal herausgemessen, wobei die 3K3 und die 560 Ohm mal als Poti geplant waren...aber durch Festwerte ersetzt wurden.

Ergibt dieser "Schaltplan" Sinn? Ich habe bis jetzt nur Spannungseinstellung oder den LM317 als Konstantstromquelle genutzt. Das hier scheint eher eine modifizierte Spannungsregelung zu sein, aber so richtig schlau werde ich nicht daraus...

Bin für jeden Tip zum Verständnis dankbar und auch ob das so überhaupt sinnvoll konstelliert ist.

Danke

[Mod: bitte das nächste Mal die pre-Tags selber einsetzen, siehe auch dort: Formatierung im Forum]

#7593387
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Martin S. schrieb:

Ergibt dieser "Schaltplan" Sinn?

Wenn man den NPN richtig anschließt, ergibt sich eine schöne Abhängigkeit der Ausgangsspannung vom Photostrom. Siehe Anhang

Der vom NPN verstärkte Photostrom wird in den 560R-Widerstand eingespeist und hebt das Potential des ADJ-Anschlusses und damit die Ausgangsspannung an.

Angehängte Dateien:
OP #7593444
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Jörg R. schrieb:

Bist Du sicher den BC337 richtig eingezeichnet zu haben?

Nein :)

Arno R. schrieb:

ergibt sich eine schöne Abhängigkeit der Ausgangsspannung vom Photostrom

Klingt sehr gut.

Arno R. schrieb:

auf etwa 5,5V begrenzt.

Wenn ich mit dem Regelbereich um 1V hoch möchte, also gleiche Kennlinie nur eben bis 6,5V hoch, was müsste ich dann wie ändern?

Danke.

VG

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7593460
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Martin S. schrieb:

Ergibt dieser "Schaltplan" Sinn?

Nein, der Emitter-Pfeil des Transistors muss in Richtung "negativeres Potential" zeigen. Also eher so:

1
                _______
2
12V            | LM317 |
3
------o----o---|3  1  2|----o------->
4
      |    |   '---+---'    |
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      |    |       |        |
6
      |    '-12K---o--270---'
7
      V <-         |
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      - <-     P   |
9
      |     .-3K3--o
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      |     |      |
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      |     |      |      
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      |   |/       |
13
      '---|        |
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          |>      560 
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     BC337  |      |
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            |      |
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------------o------o-------
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GND
#7593516
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Mit dem Rechner

https://wetec.vrok.de/rechner/clm317.htm

kommst du mit R1 = 270 Ohm und R2 = 560 Ohm auf 3,84 V.

Dann wirkt die Schaltung mit der Photodiode dort noch mit rein. ImDatenblatt sind ja die Formeln zur Berechnung der Ausgangsspannung enthalten. Wäre mal interessant wie die für diese Schaltung aussehen...

12V _______ Inp. | LM317 | Outp. ---o-----o--o---|3 1 2|----o-------> | | | '---+---' | Ʇ <- | | | Adj. | V <- | '--12K--o--270---' T | | | | | | / |
| |/ | '---| BC337 | |> P | '---3K3----o | 560 P |

C und E des Transistors waren vertauscht, so müsste es richtig sein.

Was bewirken eigentlich diese 12K?

OP #7593679
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Enrico E. schrieb:

Nein, diese Hieroglyphen ergeben keinen Sinn.

Stimmt. Bilddateien mit einem ASCII Editor ansehen führt auch zu solchen Ergebnissen schätze ich, geht auch nicht so gut, muss man ja aber nicht machen. :-)

Thorsten S. schrieb:

C und E des Transistors waren vertauscht

Jo

Arno R. schrieb:

3K3 auf 1K6 reduzieren.

Danke, ich musste sogar auf 825 Ohm runter, dann passt es, aber nun habe ich das Problem dass sie im dunklen viel zu dunkel ist, wie kann ich denn den unteren Spannungswert anheben? Kannst du mir noch sagen wie die "Kennlinie" mit 825 Ohm und 1K1 an Stelle vom 3K3 aussieht.

Danke.

OP #7593728
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Jörg R. schrieb:

Den Widerstand (560R)von Pin1 des LM317 nach GND vergrößern.

Hm, logisch, deswegen waren genau die beiden auch mal als Poti ausgeführt...

Martin S. schrieb:

wobei die 3K3 und die 560 Ohm mal als Poti geplant waren...

Beide auf 780 Ohm, und alles ist gut...

Danke klasse. Die "Kennlinie" würde mich noch interessieren für diese Konstellation.

H. H. schrieb:

So wie A und K der Photodiode.

Okay, ich verstehe die Funktion dieser "Schaltung" immer noch nicht, ich hätte aber gedacht dass der Strom in die Basis hinein fließen muss...und deswegen die Photodiode so herum eingezeichnet, dann ist es also so richtig:

12V _____ Inp. | LM317 | Outp. ---o-----o--o---|3 1 2|----o-------> | | | '---+---' | Ʇ <- | | | Adj. | ^ <- | '--12K--o--270---' T | | | | | | / | | |/ | '---| BC337 | |> P | '---780----o | 780 P |

(Firma: matzetronics) #7593747
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Martin S. schrieb:

Aber vielleicht kannst und magst du mir noch sagen warum dort so ein "spezieller" Transistor SF826D eingesetzt wird/wurde und ob der BC337 tatsächlich ein Ersatz in diesem Fall darstellt...

Nö, ich vermute, der wurde nur deswegen eingesetzt, weil er gerade da war. Ein HF-Transistor ist an dieser Stelle auf jeden Fall unnötig. Der Sperrstrom einer Fotodiode ist recht klein, deswegen wird der Transistor als Emitterfolger eingesetzt, um den Strom zu verstärken. Der BC337 oder jede andere Universal NPN tut es hier problemlos.

OP #7593757
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H. H. schrieb:

Der Erbauer hatte wohl noch einen Sack voll DDR-Transistoren

Jau, alles klar. Könnte ich da auch den bc547 nehmen?

Matthias S. schrieb:

Die Frage richtete sich ja auch primär an Hinz.

Matthias S. schrieb:

Der 12k übrigens liefert die Mindestspannung bei komplett abgedunkelter Diode, damit man überhaupt noch was sieht.

Die Frage hatte ich zwar nicht gestellt sondern Thorsten aber dennoch danke für die Info.

OP #7594872
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So, nun ist sie fertig und gleich auch in einem Feuchtraumgehäuse gelandet...

War doch viel Tüdelkram die Helligkeiten alle so hin zu bekommen, dass sie zusammen passen, auch wenn sie runter dimmt. Die Bilder geben das nicht ganz richtig wieder...

Danke für die Tips, damit konnte ich das gut einstellen.

Gruß

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