Identifikation von Dioden erbeten

OP #7610080

In einer Lichtmaschine/Generator 12Volt/120A fand ich diese Dioden; im Netz finde ich mit diesen Angaben nichts.

Kann die jemand identifizieren? DaBla?

Ich möchte wissen ob das Zenerdioden bzw. Dioden mit "Load Dump" Schutz sind oder gewöhnliche.

Angehängte Dateien:
Gast #7611591

Thomas R. schrieb:

Warum sind da eigentlich 2 x vier Leistungsdioden verbaut? Die D+ wird über gewöhnliche 1N540x erzeugt. Ist das dann ein B8U? Die Wicklungsenden sind nicht frei zugänglich....

Das ist schon B6U, aber zusätzlich ist auch der Sternpunkt beschaltet.

Angehängte Dateien:
OP #7611806

Nachfrage: im DaBla ist die maximale Sperrschichttemperatur mit 140C angegeben. Bei den üblichen einfachen Kühlblechen in einem Drehstromgenerator: was wäre die maximal zulässige Temperatur des Bleches?

Dort möchte ich einen zusätzlichen Überhitzungsschutz anschrauben und würde gern eine Abschätzung der zulässigen Ansprechtemperatur haben. Bisher dachte ich an 105C.

#7612430

H. H. schrieb:

Naja, es gibt auch andere.

"Junction Temperature TJ −40 to 235 °C"

Was verstehe ich nicht, welches Halbleitermaterial kann 235°C aushalten?

Thomas R. schrieb:

Danke, aber nach dem nicht 100% gelösten Aufdruck muß ich vom "worst case" ausgehen, also nur 140°C.

Als studierter Gartenbauer musst Du es nicht verstehen:

Manfred P. schrieb:

Nein! "Junction to case RθJC 0.8°C/W"

Die 140°C sind die maximale Temperatur des Kristalls in der Diode. Die bekommt man nicht aufs Gehäuse, weshalb dieses erheblich unter 140°C bleiben muß.

OP #7612950

Jens G. schrieb:

Manfred P. schrieb:

Thomas R. schrieb:

Nachfrage: im DaBla ist die maximale Sperrschichttemperatur mit 140C angegeben. Bei den üblichen einfachen Kühlblechen in einem Drehstromgenerator: was wäre die maximal zulässige Temperatur des Bleches?

Nein!

Hatte er eine ja/nein-Frage gestellt?

Nö ;-) ich bin aber weiterhin auf der Suche nach einer ABSCHÄTZUNG der Temperatur des Kühlbleches im Generator bei normalem Betrieb. Da sind so viele Faktoren maßgebend, daß man das unmöglich genau berechnen kann. Aber evtl. hat ja hier jemand mit so etwas Erfahrungen?

Und 105°C sind "erheblich" unter 140°C ;-)

OP #7613161

H. H. schrieb:

Thomas R. schrieb:

Und 105°C sind "erheblich" unter 140°C

Wird aber knapp, wenn da richtig Strom über die Diode laufen soll.

Danke für die Einschätzung. ABER: der schlimmste Fall ist wohl eine mittlere Drehzahl bei der ein relativ hoher Strom generiert wird (nicht Maximum) aber die Kühlung des Lüfterrades nur mäßig ist. Wie gesagt, da spielt mächtig viel zusammmen.

#7614448

H. H. schrieb:

Thomas R. schrieb:

mit einem Temperaturschutz zu versehen

Ein Fehler ist das sicher nicht, aber die sinnvolle Temperaturgrenze zu bestimmen, ist eben nicht einfach.

Aus 'Deinem' Datenblatt:

"Junction to case RθJC 0.8°C/W"

Das sind bei 50A schon mal 40°C Differenz, 100°C am Gehäuse für 140°C am Halbleiter. Wie der Wärmeübergang von der Diode zum Träger ist, kann man raten.

OP #7614774

Manfred P. schrieb:

H. H. schrieb:

Thomas R. schrieb:

mit einem Temperaturschutz zu versehen

Ein Fehler ist das sicher nicht, aber die sinnvolle Temperaturgrenze zu bestimmen, ist eben nicht einfach.

Aus 'Deinem' Datenblatt:

"Junction to case RθJC 0.8°C/W"

Das sind bei 50A schon mal 40°C Differenz, 100°C am Gehäuse für 140°C am Halbleiter. Wie der Wärmeübergang von der Diode zum Träger ist, kann man raten.

Der wird wohl recht gut sein weil eingepresst. Aber die Aussage von Hinz gibt mir zu denken: "bei den 120° Stromflusswinkel und 120A bleibt kaum Reserve"

Wie kommst du auf diese Rechnung, bitte um Nachhilfe, danke.

Gast #7614805

Thomas R. schrieb:

Aber die Aussage von Hinz gibt mir zu denken: "bei den 120° Stromflusswinkel und 120A bleibt kaum Reserve"

Wie kommst du auf diese Rechnung, bitte um Nachhilfe, danke.

Schau mal ins Datenblatt von Männerdioden: SKN6000.

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